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Thema: Bln: Wahlkampf um das Kottbusser Tor

  1. #1
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    Pfeil Bln: Wahlkampf um das Kottbusser Tor

    Am vergangenen Freitag, den 27. Februar 2009, fand im Festsaal Kreuzberg eine Podiumsdiskussion unter der Überschrift „Für ein lebenswertes Kreuzberg – Drogen weg vom Kottbusser Tor“ statt ( indymedia berichtete vorab http://de.indymedia.org/2009/02/242809.shtml ). Mit rund 250 Gästen war der Festsaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Die „gefühlte“ 2/3-Mehrheit der Zuschauerinnen war gegen die Vertreibung der Drogenkonsumentinnen, insbesondere der Heroin- und der Alkoholkonsumentinnen, vom Kottbusser Tor.

    http://de.indymedia.org/icon/2009/03/243407.png

    In der aktuellen Berichterstattung, insbesondere der SPD- und CDU-nahen-Medien, gwurde im Vorfeld eine Überlegung von Bürgermeister Dr. Schulz, (B´90/Die Grünen) aufgebauscht, die sich auf frei werdende Räumlichkeiten im Wohnhaus von Cem Özdemir, seinem Parteivorsitzenden, bezog. Sie unterstellten einen parteiinternen Streit. Daher wurde das Podium von erstaunlich hochkarätigen Politikerinnen in Wahlkampfstimmung dominiert. Ströbele (B´90/Die Grünen), Özdemir (B`90/Die Grünen), Böhning (SPD), Löning (FDP) und die eher lokal zu verortenden Seid (Die Linke) und Mindler-Spindler (Die Linke). Flankiert wurden diese von einem Vertreter der Krämer Hausverwaltung und dem Sozialarbeiter Yasaroglu, als Sprachrohr der “Bürgerinitiative – Drogen weg vom Kottbusser Tor”. Da es einen Widerspruch bezüglich seines Berufsethos als Sozialarbeiter und der Vertreibung von Menschen am Kottbusser Tor gibt, distanzierte sich Yasaroglu zunächst von seinem Arbeitsplatz und betonte ausschliesslich als “Privatperson” in der Initiative tätig zu sein.

    Weiter auf Indymedia:

    http://de.indymedia.org/2009/03/243406.shtml

    weitere Informationen:

    Videodokumentation der Podiumsdiskussion
    http://www.archive.org/details/Droge...ssion_27022009

    Kotti, Heroin und Graue Wölfe http://de.indymedia.org/2009/02/242397.shtml
    Bln: Podiumsdiskussion zum Kotti - Infos http://de.indymedia.org/2009/02/242809.shtml
    Bln: Medienbetrug an der Öffentlichkeit http://de.indymedia.org/2009/02/242502.shtml
    Atlantik-Brücke http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantikbrücke
    Ba-Wü: CDU-Politiker unter Drogen-Verdacht http://www.sueddeutsche.de/politik/444/460080/text/
    Alfred W. McCoy http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_W._McCoy
    CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/1871899/
    Cem Özdemir http://de.wikipedia.org/wiki/Cem_Özdemir
    Moritz Hunzinger http://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_Hunzinger
    Özdemir erhielt Darlehen und PR-Honorar http://www.spiegel.de/politik/deutsc...206141,00.html
    EUROPEAN COALITION FOR JUST AND EFFECTIVE DRUG POLICIES (ENCOD)
    Website: www.encod.org

  2. #2
    wili ist offline Registrierter Benutzer
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    allo tribble,
    Zum folgenden Zitat fällt mir auf:
    "(Flankiert wurden diese von einem Vertreter der Krämer Hausverwaltung und dem Sozialarbeiter Yasaroglu, als Sprachrohr der “Bürgerinitiative – Drogen weg vom Kottbusser Tor”. Da es einen Widerspruch bezüglich seines Berufsethos als Sozialarbeiter und der Vertreibung von Menschen am Kottbusser Tor gibt, distanzierte sich Yasaroglu zunächst von seinem Arbeitsplatz und betonte ausschliesslich als “Privatperson” in der Initiative tätig zu sein.)"
    Die Gewaltpädagogik, z.B. unter dem Begriff "Kuschekpädagogik" öffentlich angeprangert von Roland Koch(CDU), oder Öttinger (CDU) und ähnlichen Konsorten fällt in Deutschland auf fruchtbaren Boden.
    Das sich Sozialarbeiter dieser Gewaltpädagogik verbunden fühlen, ob nun bewusst oder unbewusst stellt deshalb keinen Konflikt mit dem Berufsethos dar, weil es ja staatlich legitimiert und von einigen politischen Parteien gewollt ist.
    Siehe hierzu den Berufsethos von Psychiatern oder Lehrern oder Politikern.
    Z.B. Herr Schäuble: Er nimmt Stück für Stück Bürgerrechte und rechtfertigt gleichzeitig die Greultaten von politischer Folter in illegalen Gefängnissen. Wieweit dort auch deutsche Psychiater vertreten waren, darüber kann man nur spekulieren.
    oder
    Roland Kochs (CDU) „Dressur- und Gewaltcamps“.
    Das dabei Gewaltpädagogik öffentlich verherrlicht und als Heilmittel für aggressive Jugendliche einsetzt und propagiert wird wundert mich nicht. Das sind die gewaltbereiten Politiker mit dem lächelnden Gesicht. Das sich das ganze auch auf gesellschaftlichen Randgruppen überträgt ist nun mal ein gesellschaftliches Phänomen. Ob Arbeitslos, Unterschicht, Alkoholiker das sind alles Feinde der sogenannten besseren Gesellschaft, denen man gerne ihr Existenzrecht entziehen möchte.
    Öttingers „ 3 Strophen Intermezzos beim Deutschland Lied in Weigershausen sei doch auch noch kurz erwähnt und welche Verfassungstreue das beinhaltet kann sich jeder selbst zusammenreimen.
    Das Aggressionpotential der SPD ist dabei nicht anders, nur trägt es einen anderen Namen. Ob man das nun soziale Ausbeutungsgewalt (Hartz 4-1€ Jobs, Mülltonnenspeisung (Tafel)) nennt oder Kinderpornographie siehe in diesem Zusammenhang der Rücktritt des Bundestagsabgeordneten der SPD oder Schröders und Clements lukrative Anschlussjobs. Das sind nur Symptome der gleichen menschenverachtenden Aggressivität, für die Deutschland Weltbekannt ist.
    Diplomatisch ausgedrückt wird Krieg nicht mehr Krieg genannt, sondern „militärische Dienstleistung“, so ein deutscher Diplomat in der Sendung „Leute“.
    Die Drogenpolitik der letzten Jahre ist nur Ausdruck dieses gesellschaftlichen Aggressionspotential und nicht Ausdruck von Demokratie, Menschenliebe und Menschenachtung.
    Geändert von wili (11.03.2009 um 10:21 Uhr)

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