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Thema: Leber

  1. #1
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    Leber

    Hallo erstmal....
    und zwar habe ich eine Frage bezüglich der Leber.
    Ich habe jetzt seit ungefähr 2 Monaten nichts mehr geraucht und wollte jetzt mal wieder. Jedoch hatte ich vor kurzen einen Bluttest und da kam raus das mein gesamt Bilirubin wert erhöt ist und jetzt wollt ich mal fragen ob Cannabis die Leber schädigt.

    Ich bedanke mich jetzt schonmal für die Antworten....
    mfg Inferiarum

  2. #2
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    So eine Frage, die gibts doch gar nicht:

    IMHO Nein und nochmals Nein, im Gegenteil, Alkoholiker mit einer Fettleber die sollten Cannabis rauchen zum entwöhnen vom Alkohol, funktioniert garantiert.



    Vielleicht antwortet dir ja ein Mediziner, aber soweit ich weiss ist Cannabis eher das Gegenteil von Leberschädigend.



    Lieben Gruss
    Jürgen
    Von der Wahrheit zur Wirklichkeit ist ein langer Weg:
    THE REPORT.
    CANNABIS: THE FACTS, HUMAN RIGHTS AND THE LAW ISBN 9781902848204.

  3. #3
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    Cannabis/Leber

    Bilirubin setzt sich aus den beiden lateinischen Begriffen "bilis"=Galle und "ruber"=rot zusammen.

    Das Bilirubin im Blut stammt vor allem aus dem Abbau der roten Blutkörperchen.

    Ursachen für einen erhöhten Bilirubinwert sind:

    - Eine übermässige Zerstörung roter

    Blutkörperchen(sogen.Hämolyse)

    - Erkrankungen und Schäden der Leber


    - Blockierungen des Galleabflusses


    Du siehst also, dass ein erhöhter Bilirubinwert nicht zwangsläufig mit der Leber zu tun haben muss.

    Allerdings würde ich Dir dringend anraten diesbezüglich einen Internisten aufzusuchen, denn die Ursachen für Deinen erhöhten Wert sollten unbedingt abgeklärt werden.

    Viel aussagekräftiger in Bezug auf die Leber sind die im Volksmund genannten "Leberwerte".

    GGT= Gammaglutamatransferase:

    GOT(auch als AST bezeichnet)

    und

    GPT(auch als ALT bezeichnet)

    Auf eine Erhöhung dieser drei Werte solltest Du besonders achten.

    Nochmal: Ich bin auch kein Fan der Schulmedizin, aber manchmal muss es halt einfach sein.

    Suche einen Arzt für interne Medizin auf und bring Deinen Befund mit!!!

    Was das Thema Cannabis und Leber angeht, so gibt es Hinweise darauf, dass regelmässiger Cannabiskonsum den Verlauf einer Hepatitis C (also einer infektiösen Erkrankung der Leber) verschlechtern kann.

    Wohlgemerkt, das sind lediglich Hinweise, also gewisse Auffälligkeiten, die man in Zukunft noch genauer unter die Lupe nehmen wird.


    Sehr viele Hepatisis C- Patienten berichten davon, dass ihnen Cannabis sehr geholfen hat, vor allem deshalb, weil es die Nebenwirkungen einer Interferontherapie verringern soll.

    Ein Paradoxon ist, dass es, einfach gesagt, zwei verschiedene Rezeptoren in Leberzellen gibt, and welche Cannabinoide andocken können.

    Geschieht dies bei dem einen Rezeptor, so hat dies negative Auswirkungen, - über den anderen Rezeptor hingegen wird die Leber in einen entzündungshemmenden Zustand gebracht.

    Ich will Dich damit aber nicht verwirren.

    Fakt ist:

    Ein Freund von mir ist schon seit vielen Jahren an Hep. C erkrankt und hat eine Zeit lang viel getrunken, was seiner ohnehin angeschlagenen Leber nicht gut getan hat.

    Wenige Wochen nachdem er seinen Alkoholabusus eingestellt hatte waren die Leberwerte bereits drastisch zurückgegangen,- und das obwohl er in der betreffenden Zeit gekifft hat wie ein Böser.

    Das ist nur ein Beispiel von vielen, woraus man sehen kann, dass die Praxis dann doch anders aussehen kann als die graue Theorie.

    Im allgemeinen haben Kiffer, selbst jene die sehr viel konsumieren, keine auffälligen "Leberwerte".

    Das schlimmste Lebergift unter den Genussmitteln ist der Alkohol.

    Bereits ein halber Liter Wein oder 3 Bier täglich über mehrere Wochen genossen führen in aller Regel zu einem Ansteig der Werte.

    Ich hoffe, dass ich Dir ein wenig helfen konnte, und mein Geschreibsel nicht allzu verwirrend war.


    Liebe Grüsse,


    Florian
    Es gibt nichts Gutes außer man tut es!

  4. #4
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    64
    Hallo,

    der Konsum von Cannabis schädigt eine gesunde Leber nicht, es sei denn, es handelt sich um einen extrem starken Konsum. Wie Florian bereits geschrieben hat, haben bisher 3 Studien ergeben, dass Cannabiskonsum bei Vorliegen einer Hepatitis C möglicherweise die Entwicklung einer Fettleber und einer Leberzirrhose fördern kann.

    Bei einem erhöhten Bilirubinwert besteht kein Anlass, den Konsum von Cannabis (aus rein medizinischen Gründen betrachtet) einzustellen.

    Informationen zu diesem Thema finden sich in den IACM-Informationen mit dem Suchwort "Leber".

    Gruß

    Dr. Franjo Grotenhermen

  5. #5
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    Leber - Cannabis

    Moin.
    Seit 1981 leide ich an Hepatitis C, die seit etwa 4 Jahren virulent geworden ist. Der Erfolg einer ersten Interferon-Therapie war nur von kurzer Dauer; aktuell mache ich deshalb gerade einen erneuten Versuch mit einer höheren Dosis.
    Ich konsumiere seit knapp 10 Jahren täglich 1 - 1, 5 g Cannabis von eher unterem bis normalem Wirkstoffgehalt und lasse meine Leberwerte monatlich checken. Sie liegen alle im Normbereich, lediglich Thrombozyten und Leukozyten sind aufgrund der derzeitigen PegIntron und Rebetol-Gabe leicht auffällig. Ich habe keinerlei Verlangen nach stärkerem Gras oder etwa das Bedürfnis die Tagesdosis zu erhöhen; Haschisch ist mir sogar zu heftig, deshalb meide ich es konsequent als Therapeuticum.

    Eine Biopsie hat ergeben, dass meine Leber trotz meines 30 Jahre währenden Opiatgebrauchs nur eine geringgradige Fibroisierung aufweist.

    Ich bin kein Arzt, aber ich kann anhand der ständigen Labor-Ergebnisse quasi nachweisen, dass sich der Gebrauch von Marihuana (in meinem Fall) zumindest nicht schädigend auf die Leber auswirkt, sondern vielmehr anzunehmen ist, dass die entzündungshemmenden Eigenschaften überwiegen.
    Mal ganz abgesehen von der Appetitsteigerung, der antidepressiven Wirkung und der Steigerung des Allgemeinbefindens unter teils schlimmen Auswirkungen des Interferons.

  6. #6
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    9
    Dem kann ich nur zustimmen, nutze Cannabis als Medizin über 3 Jahre und meine Wete waren eigentlich immer absolut in Ordnung.

    Nach einer Operation ist ja klar das entzündungswerte oder dergleichen hochgehen oder als Nebenwirkungen anderer Arzneimittel auftreten. Bei Medizinalcannabis alleine hatte ich jedoch nie irgendwelche Probleme mit Blutwerten, also auch den Leberwerten.

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