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Thema: Dronabinol (THC) bei PSP?

  1. #1
    Geli ist offline Registrierter Benutzer
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    Dronabinol (THC) bei PSP?

    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum. Mein Mann (Jahrgang 1942) hat progressive PSP/CBD dafür gibt es keine wirklich wirksamen Medikamente. Die Krankheit schreitet unaufhaltsam fort. Die größte Beeinträchtigung sind die ständigen Stürze aus heiterem Himmel, Sprech- und Schluckbeschwerden, Blickparese, Bewegungseinschränkungen, linksseitige Apraxie. Seit einem Jahr periodisch wiederkehrende Muskelzuckungen.

    Durch einen Arzt über unser Selbsthilfeforum sind wir darauf gekommen, dass meinem Mann Cannabis hilft. Zuerst haben wir das homöopathische Cannabis Sativa E Seminibus D 6 ausprobiert, das kann man in der Apotheke für 10 Euro kaufen. Anfangs glaubte ich nicht, das ein Produkt, dass ich mal so eben in der Apotheke kaufen kann, wirklich wirkt. Aber für 3 Wochen lang war die Wirkung enorm. Besseres Sprechen, weniger Schluckprobleme, linksseitige Apraxie war fast weg, ich konnte ihn an der Hand ganz leicht führen, sonst war gehen nur unter großer Anstrengung möglich. Insgesamt war er kräftiger UND er schlief nachts durch (ohne Schlafmittel), was allein schon eine enorme Erleichterung ist, die Tröpfcheninkontinenz war nicht mehr. Leider musste er wegen eines zusätzlichen Rückenleidens nach 3 Wochen Cannabiseinnahme ein Schmerzmittel nehmen und die Wirkung des homöopathischen Cannabis war (?evtl. darurch?) abgeschwächt. Unser Neurologe sprach von Placeboefekt! Der Meinung bin ich allerdings nicht. Wir haben die Dosis 3 x tgl. 5 Tropfen weiter gegeben. Die Wirkung war noch vorhanden, aber nicht mehr so gut wie am Anfang. Der Apotheker meinte evtl. eine andere Potenz ausprobieren, D12 oder D30, aber auch das brachte den Anfangserfolg nicht zurück.

    Wir wollten gerne Dronabinol ausprobieren, unser Neurologe lehnt es kategorisch ab. Aber unser Internist ist sehr dafür und unterstützt uns im Kampf mit der TK. Wir befinden uns jetzt im Widerspruchsverfahren, kann uns evtl. jemand Tipps geben? Bei der TK hätten wir evtl. Chancen bei der Krankheit MS, aber PSP kennt kaum jemand und die jeweiligen Sachbearbeiter wissen damit nicht umzugehen. Aber wenn es nie jemand ausprobiert, werden wir auch nie wissen, ob es hier evtl. durch Dronabinol eine Hilfe geben könnte. Natürlich wäre uns das Naturprodukt Cannabis lieber, aber mit der Betreuung meines Mannes bin ich schon an meinen Grenzen angelangt und kann nicht auch noch den Weg in die Grauzone gehen, zumal mir hier jedes Wissen fehlt.

    Bin über jeden Tipp dankbar.

    Viele Grüße
    Geli

  2. #2
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    hallo Geli

    Frau Dr. Müller-Vahl ist Expertin auf dem Gebiet Cannabis bei Bewegungsstörungen.
    Sie arbeitet zwar hauptsächlich zum Tourette-Syndrom, aber wenn ich mich richtig erinnere habe ich von ihr auch mal einen Beitrag zu Cannabis beim Parkinson-Syndrom gehört. Da PSP/CBD
    ja ähnlich sein soll, weiß sie ja vielleicht auch darüber bescheid.
    Vielleicht kann sich Dein Arzt ja mal mit ihr,
    zwecks wissenschaftlicher Untermauerung in Verbindung setzen.
    Hier ist ein Link zu ihr:

    medizinische Hochschule Hannover

    Falls ihr es Euch leisten könnt, könntet ihr ja auch ne kleinere Menge Dronabinol
    euch vom Arzt auf Privatrezept verschreiben lassen, damit der Arzt danach dann mit dem wirksamen Versuch argumentieren kann.

    viel Erfolg und Gruß
    Gabi
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  3. #3
    Geli ist offline Registrierter Benutzer
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    Danke Gabi für den Link.

    Viele Grüße
    Geli

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