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Thema: Juckreiz bei Neurodermitis?

  1. #1
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    Juckreiz bei Neurodermitis?

    Hi!

    Als ich hier gerade so stöbere, lese ich, daß Thomas von Auszügen zum Baden gegen seinen Juckreiz schreibt.
    Ob das wohl auch bei Neurodermitis klappen könnte?
    Habe eine Prurigo ND. Hat da jemand Erfahrungen?

    Und wie bereite ich mir einen solchen Auszug am besten zu?

    Fragende Grüße, sera

  2. #2
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    Re: Juckreiz bei Neurodermitis?

    hallo Sera

    Nach allem, was ich bisher gelesen habe, soll Hanfsamen-Öl bei
    Neurodermitis gut gut sein. Und zwar sowohl als Nahrung, als auch äußerlich angewandt.
    Die Wirkung wird vor allem auf die essentiellen Fettsäuren zurückgeführt. Du brauchst es dir gar nicht selbst herzustellen.
    Es wird aus den Samen thc-armer Sorten hergestellt, und du bekommst es in jedem gutsortierten Bioladen oder Ölständen auf dem Markt.

    liebe grüße
    gabi
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  3. #3
    Gast
    Hallo,

    ich könnte mir gut vorstellen, dass zusätzlich zum Hanföl auch eine Abkochung von Hanfblättern helfen könnte. Es gibt dazu allerdings noch keine medizinischen Untersuchungen. Der Grund für meine Überlegungen ist die Beobachtung, dass THC auch lokal angewendet schmerzlindernd wirkt. Juckreiz spricht zum Teil auf schmerzlindernde Mittel an.
    Ich würde ein wenig herumprobieren und damit beginnen, aus einer Handvoll Hanfblättern eine Abkochung zu machen, d.h. diese 15 Minuten kochen, auspressen und den Sud dann ins Badewasser geben.
    Ein Patient mit Morbus Crohn verwendet Abkochungen aus Hanfblättern für Sitzbäder gegen seine Entzündungen. Auch der entzündungshemmende Effekt des THC könnte bei der Neurodermitis hilfreich sein.
    Wie gesagt, es gibt dazu bisher keine Studien, aber vielleicht kann Thomas von seinen Erfahrungen noch etwas beusteuern.

    Viele Grüße
    Dr. Grotenhermen

    ***Wissenschaft: Juckreiz
    Juckreiz aufgrund von Lebererkrankungen kann schwierig zu behandeln sein und ist häufig therapieresistent gegenüber einer Anzahl medizinischer Behandlungsmaßnahmen. Drei Patienten mit therapieresistentem Juckreiz und erheblich reduzierter Lebensqualität, inklusive Schlafmangel, Depressionen, Arbeitsunfähigkeit und Selbstmordgedanken erhielten THC (Dronabinol). Alle Patienten begannen mit 5 mg THC zur Schlafenszeit. Alle drei berichteten von einer Abnahme des Juckreizes und einer deutlichen Verbesserung des Schlafes. Die Dauer der juckreizstillenden Wirkung betrug etwa 4 bis 6 Stunden. (Quelle: Neff GW, et al. Am J Gastroenterol 2002;97(8):2117-9)

    ***Wissenschaft: Schmerzen
    In tierexperimentellen Studien gab es eine additiven schmerzlindernden Effekt eines örtlich gegebenen Opiats und eines Cannabinoids. Die örtliche Verabreichung von Morphium und eines synthetischen Cannabinoids (WIN 55, 212-2) verursachte einen signifikant größeren schmerzlindernden Effekt als örtliches Morphium allein. Zudem potenzierten unwirksame Dosen des Cannabinoids die schmerzhemmenden Wirkungen von lokalem Morphium. (Quelle: Yesilyurt O, et al. Pain 2003 Sep;105(1-2):303-8.)

  4. #4
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    Hi Sera,
    ich denke, ich kann ganz gut nachempfinden, wie es dir geht. Juckreiz kann entsetzlich sein ...

    Ich gehe davon aus, dass du bereits mit einem guten Hautarzt zusammenarbeitest und du bisher kein wirksames Mittel gegen den Juckreiz gefunden hast.

    Du wirst einfach einmal ausprobieren müssen, was genau dir gut tut. Mir z.B. hilft das Öl von Cannabissamen nicht. Aber das hat für deinen Fall wahrscheinlich nichts zu sagen. Ich würde das zunächst einmal versuchen, weil das Öl aus Samen ein billiges und einfach erhältliches Mittel ist. U.a. bereite ich - so wie Dr. Grotenhermen das beschrieben hat - Bäder zu. Hierzu ergänzend habe ich inzwischen sehr gute Erfahrungen mit THC-haltigen Salben gemacht.

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, solche Salben zuzubereiten. Man kann Blätter - oder besser Blüten - in wenig Alkohol (z.B. Klosterfrau-Melissengeist) für einige Tage einlegen und diesen Auszug dann in eine zugekaufte und gute Salbe einarbeiten, oder zunächst Cannabisöl herstellen. Hierfür gibt es im Handel Extraktionsgeräte, die mit möglichst reinem Butangas arbeiten. Dieses hochkonzentrierte Öl wird dann in einigen Tropfen Alkohol aufgelöst und in eine Salbe eingearbeitet. Aber das ist schon relativ aufwändig ...

    Ich empfehle dir, Schritt für Schritt zunächst den einfachsten Weg zu gehen, und berichte uns dann! Übrigens wirken die Bäder oder Salben nicht psycho-aktiv. Von daher musst du für die Anwendung keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen beachten. Der schlimmste Fall dürfte wohl so etwas wie eine allergische Reaktion sein. Teste die Verträglichkeit doch zunächst einmal an einer kleinen Hautstelle.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen ... :hi:

    Viele Grüße und gute Besserung
    Thomas

  5. #5
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