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Thema: autismus

  1. #1
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    autismus

    hallo

    ich bin auf der suche nach informationen zur wirksamkeit von thc bei menschen mit aspergersyndrom bzw menschen aus dem autistischen spektrum. es giebt jede menge erfahrungsberichte von betroffenen die nahe legen das es verschiedenen autisten hilft in ihrer welt zurecht zu finden.

    ein aspie
    "Glaube ist der Wurm im Apfel der Erkenntnis"

  2. #2
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    Hallo,

    es gibt leider keine klinischen Studien mit Cannabisprodukten bei diesem Thema.
    Ein niedergelassener Arzt hat mir jedoch von positiven Entwicklungen bei einigen Kindern mit Autismus durch die Verwendung von Dronabinol berichtet. Ich weiß nicht, in welchem Umfang sich diese Einzelerfahrung verallgemeinern lassen.

    Viele Grüße

    Dr. Franjo Grotenhermen

  3. #3
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    Re: autismus

    Ich bin ebenfalls Asperger-Autist und habe festgestellt, dass ich unter Cannabis-Einfluss wesentlich höhere soziale Kompetenzen habe, Gespräche führen kann und Mitmenschen verstehe.
    Wie sehen die Chancen aus ein Dronabinol-Rezept von einem Arzt zu erhalten? Gibt es rechtliche Bindungen an bestimmte Diagnosen? Laut wikipedia wäre selbst bei Schlafstörung und Depressionen bereits eine Dronabinol-Indikation gegeben?
    Mir wäre das ganze sehr wichtig, weil ich eine Chance haben möchte, mehr an diesem Leben teilzuhaben. Ich habe gemerkt, dass mir vieles durch meine Störung entgeht.

  4. #4
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    hallo

    es gibt keine speziellen Indikationen für die Verschreibung für Dronabinol. Und selbst bei den Indikationen die in den USA für Marinol gelten, hast Du keine Gewähr, dass sie hier von den Kassen anerkannt werden. Du solltest es einfach mit Deinem Arzt zusammen versuchen, ob Deine Kasse übernimmt.
    Schadet ja nix.
    Ne weitere Möglichkeit wäre - immer unter der Voraussetzung, dass Dein Arzt Dich unterstützt, ein Antrag beim BfArM auf eine Sondererlaubnis, Cannabis zu verwenden.
    Das ist allerdings auch schon ein jahrelanges Tauziehen und mehr als das Angebot für bisher 3 Patienten, einen Extrakt zu bekommen (der selbst bezahlt werden muß) kam bisher nicht raus. Über den aktuellen Stand dazu informiertst Du Dich am besten
    da

    Wie Du siehst gibts leider keinen einfachen Weg.
    Wie stehen denn Dein Arzt oder die Ärzte von anderen Aspis zu Cannabis?

    viele Grüße
    Gabi
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  5. #5
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    Re: Re: autismus

    Naja, bei mir ist die Lage schon etwas verzwickter. Die Diagnose erhielt ich jetzt erst durch meinen Hauspsychiater - in einem Nebensatz. Bei einem Spezialisten, der differentialdiagnostisch vorgeht, befinde ich mich gerade noch. Wobei ich eigentlich alle anderen Störungen logisch ausschließen kann und dafür auch mehr oder weniger Belege habe - zumindest würde mir dies schriftlich gelingen.
    Ich selber weiß es eigentlich bereits seit April '07. Und das über Cannabis. Es gab mir nämlich die Möglichkeit meine Defizite zu bemerken. War ich berauscht, konnte ich mich für den Moment in meine Umwelt hinein versetzen. Ganz normal Gespräche führen. Filme verstehen. Mittlerweile hänge ich ziemlich dazwischen, dass heißt meine soziale Wahrnehmung ist geschärft, aber in Aktion treten und diese positiv beeinflussen gelingt mir nunmal nicht. Demnach hab ich das Gefühl nur noch zu leiden und verlasse das Haus nur noch sehr selten.
    Sehe Autismus als beeinflussbar an und hätte halt gerne diese Chance. Ich gehöre auch nicht zu den Autisten, die sich einfach nur für anders halten - gerade weil ich diese Erfahrungen gemacht habe...
    Vielen Dank für deine Informationen, ich werde mal mit meinem Arzt darüber sprechen.
    Wie sehen die Chancen aus, dass der Preis für eine Behandlung fallen wird? Dies hängt sicherlich stark mit der Gesundheitspolitik zusammen oder?

  6. #6
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    Re: Re: Re: autismus

    Wie sehen die Chancen aus, dass der Preis für eine Behandlung fallen wird? Dies hängt sicherlich stark mit der Gesundheitspolitik zusammen oder? [/B]
    Die Cannabispolitik läuft nach eigenen Gesetzen. Die Politik will Cannabis als Medizin verhindern und wir wollens durchsetzen. Das meiste was wir bisher erreicht haben, mußte juristisch erkämpft werden.
    Da die Kostenübernahme für Dronabinol rückläufig ist, wird es sicher so bald nicht günstiger werden.
    Der Extrakt soll laut Aussagen vom BfArM
    weniger kosten, wieviel weniger weiß bisher aber niemand.


    Gruß Gabi
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  7. #7
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    Re: Re: Re: Re: autismus

    Original geschrieben von Gabi
    Die Politik will Cannabis als Medizin verhindern
    Und immer wieder begegnen mir in Kliniken benzodiazapin-abhänige Angstpatienten.
    Tolles Land, indem wir leben...
    Da ich seit nun 9 Jahren auch unter chronischen Depressionen leide und nach Cannabis-Konsum noch zwei bis vier Tage ein wirkliches Gefühl zu leben spürte, werde ich wohl heute nochmal über die Grenze fahren, um mich nun selber zu medikamentieren.

  8. #8
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    hi,

    trotz vermerter berichte über die wirksamkeit bei der verbesserung der symtome von AS giebt es wahrscheinlich keine ärtzte die damit arbeiten. da die probanten, die für eine derartige behandlung in frage kommen würden, jetzt erst anfangen sich ihrer selbst bewust zu werden. es wird doch erst seit 5 jahren AS in der öffentlichkeit bemerkt, da die ersten aspies und andere autisten aufstehen und sagen "wir wollen selbstbestimmt leben". erst diese generation wird die nötigen anträge stellen ( das sind nun mal wir ).
    die hohen kosten bei amerikanischen produkten liegt an einer strafsteuer die die usa erhebt auf canabis- und canabisprodukte.

    mfgich
    "Glaube ist der Wurm im Apfel der Erkenntnis"

  9. #9
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    Ich hänge mich mal hier an den Thread an.

    Gibt es mittlerweile was Neues in Sachen Autismus-Spektrum-Störungen bei Erwachsenen und Cannabistherapie?

  10. #10
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    Studie in Israel untersucht Cannabiswirkung bei Autismus:

    https://hanfjournal.de/2017/04/26/st...g-bei-autismus

  11. #11
    Harro ist offline Registrierter Benutzer
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    Also die Erfahrungen des Thread-Erstellers kann ich als Autist leider nicht bestätigen. Ich fühle mich etwas lockerer und dadurch geht manches Gespräch besser, aber es gibt immernoch die gleichen Probleme im gegenseitigen Verständnis. Ich denke wenn man lockerer ist, hilft das aber schon enorm, zumindest gewisse Ängste etwas zu schwächen. Eine Heilung sollte man sich davon wirklich nicht versprechen.

  12. #12
    xlr ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo Harro,

    danke für Deinen Erfahrungsbericht!

    Magst Du noch etwas über die Details der Behandlung erzählen? Also z.B. die verwendete Sorte? Hilft Dir THC, CBD oder eine Kombination besser und wie nimmst Du es zu Dir (Verdampfer, Öl, Kapseln, etc.)?

  13. #13
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    Zitat Zitat von Harro Beitrag anzeigen
    Also die Erfahrungen des Thread-Erstellers kann ich als Autist leider nicht bestätigen. Ich fühle mich etwas lockerer und dadurch geht manches Gespräch besser, aber es gibt immernoch die gleichen Probleme im gegenseitigen Verständnis. Ich denke wenn man lockerer ist, hilft das aber schon enorm, zumindest gewisse Ängste etwas zu schwächen. Eine Heilung sollte man sich davon wirklich nicht versprechen.
    Klar, Heilung ist wohl nicht möglich.

    Allerdings können die Symptome doch deutlich abgeschwächt werden. Eine Theorie für die Entstehung des Autismus ist ja eine Störung im körpereigenen Endocannabinoid-System.

    Daher ist es nachvollziehbar, dass zugeführte Cannabinoide genau da ansetzen, wo ursprünglich das Problem entstanden ist.


    Zitat Zitat von xlr Beitrag anzeigen
    Hallo Harro,

    danke für Deinen Erfahrungsbericht!

    Magst Du noch etwas über die Details der Behandlung erzählen? Also z.B. die verwendete Sorte? Hilft Dir THC, CBD oder eine Kombination besser und wie nimmst Du es zu Dir (Verdampfer, Öl, Kapseln, etc.)?

    Also bei meinem Freund hilft Cannabis gegen viele Beschwerden.

    Tagsüber bevorzugt er Sativa-dominante Sorten, um gegen Depression, Kommunikationsprobleme, Reizüberflutung etc. anzugehen.

    Abends dann Indica-dominante Sorten gegen Einschlafprobleme, Kreisgedanken, Angstzustände etc.
    Geändert von Wonder Woman (17.06.2017 um 15:58 Uhr)
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman

  14. #14
    Harro ist offline Registrierter Benutzer
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    Magst Du noch etwas über die Details der Behandlung erzählen? Also z.B. die verwendete Sorte? Hilft Dir THC, CBD oder eine Kombination besser und wie nimmst Du es zu Dir (Verdampfer, Öl, Kapseln, etc.)?
    Für Autismus gibt es keine medikamentöse Behandlung - das ist das große Problem. Im Grunde kann man bis dato nur Symptome, Folgeerscheinungen oder begleitende Erkrankungen symptomatisch behandeln. Z.b. Depressionen, Aggressionen, Komorbiditäten wie Epilepsie, Migräne, selbstverletzendes Verhalten, ritualisiertes Verhalen, das in Zwänge ausgeartet ist etc.

    Auf meinen Autismus als solches hatte Cannabis (aber auch diverse Medikamente) in keiner Form eine Auswirkung, aber wie gesagt, es kann (wie auch best. Medikamente) gewisse zusätzliche Probleme verbessern, wie Ängste, Zwänge, Angespanntheit etc. Bei mir hilft es gegen die ständige Angespanntheit durch die ständige Reizüberflutung (Hypersensibilität in allen Sinnen). Ich fühle mich lockerer oder bilde es mir zumindest ein. Allerdings gibt es auch Situationen, da ist Cannabis nicht indiziert oder man muss bestimmte Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Z.b. hat ein Bekannter von mir, auch Autist, der unter Migräne leidet und Cannabis regelmäßig raucht, weil es seine Nackenmuskulatur entspannt, eher mehr Probleme im Sozialkontakt, weil er durch Cannabis zwar entspannt ist, aber auch schneller wegdriftet und nicht zuhört. Bei mir hilft die Entspannung eher, dass ich in Gesprächen etwas lockerer bin. Das muss jeder für sich ausprobieren und das wirkt auch bei jedem individuell anders, so wie es auch leider nicht jedem Schmerzpatienten hilft.

    Ich wollte nur ein kleines Gegengewicht zu den Aussagen weiter oben setzen,

    konnte ich mich für den Moment in meine Umwelt hinein versetzen. Ganz normal Gespräche führen. Filme verstehen
    und das ein bisschen relativieren, da sie m.E. wirklich zu dem Missverständnis führen können, dass Cannabis den Autismus irgendwie heilt oder periodisch "ausschalten" kann und man jene Fähigkeiten, die man nie ausreichend lernen und im Gehirn festigen konnte, dann plötzlich doch besitzt. Das mag für diese Person vielleicht so gewirkt haben, und das darf er auch gern so sehen, aber aus meiner Sicht ist das eine rein subjektive Wahrnehmung die jeder neurobiologischen Grundlage entbehrt. Ich finde es toll, wenn das sich für ihn so angefühlt hat, aber ich fände es schade, wenn das Autisten lesen und mit völlig überhöhten Hoffnungen an Cannabis herangehen.

    Als ich noch überwiegend Cannabis mit höherem THC Gehalt konsumiert habe waren die Wirkungen sehr problematisch. Das hat bei mir damals wie heute massive paranoide Gedanken und Ängste ausgelöst und das selbstverletzende Verhalten verschlimmert. Mit eher sedierenden Sorten, wie Indica hatte ich hingegen deutlich verschlimmerte Probleme mit den exekutiven Funktionen (d.h. z.b. Handlungen planen, steuern, umsetzen, Reihenfolgen und Abläufe korrekt durchführen etc.) und konnte durch wegschweifende Gedanken und einen "Sog nach Innen" kaum noch kommunizieren. Nur CBD alleine hat bei mir nichts bewirkt außer Müdigkeit. Momentan nutze ich ein selbstgemachtes Cannabis Öl mit 50/50 THC CBD Verhältnis und das hilft mir mit der Muskelentspannung und ich bin etwas lockerer, im Allgmeinen, aber auch in Gesprächen. Dieser Effekt auf die Autismusproblematik ist allerdings nur ein günstiger Nebeneffekt von dem ich nicht weiß wie lange er anhalten wird - ich nehme das Öl momentan v.a. wegen chronischer Schmerzen.

    Eine Theorie für die Entstehung des Autismus ist ja eine Störung im körpereigenen Endocannabinoid-System.
    Tja... Theorien über die Ursachen von Autismus gibt es ungefähr so viele wie Sterne am Himmel... Genetische Hinweise, strukturelle Andersartigkeiten im Gehirn, es gibt Theorien über den Hormonhaushalt im Mutterleib oder die Extreme-Male-Brain Theory, die Intense-World-Theory, Theorien über Impfstoffe, die Autismus auslösen oder darüber dass Autismus eine Stoffwechselstörung ist mit ursächlichen Zusammenhängen mit dem Darm.
    Trotzdem schön, wenn dein Freund mit Cannabis gut klarkommt!

  15. #15
    xlr ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo Harro,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht!

    Dein selbst gemachtes Cannabis Öl mit 50/50 THC / CBD Verhältnis finde ich sehr interessant.

    Hast Du Lust zu beschreiben, wie Du es herstellst und wie Du die für Dich optimale Dosierung raus gefunden hast?

    Persönliche finde ich die optimale Einstellung der Dosis mit einem Vaporizer einfacher als mit einem Öl.

    Nach meiner Erfahrung funktioniert es gut, zuerst mit einem Vaporizer und einer Feinwage schrittweise z.B. mit der Sorte Bedrolite die CBD Dosis langsam zu erhöhen, bis es sich 'psychisch gut' anfühlt. Natürlich kann dies auch mit einer Sorte gemacht werden, welche zusätzlich zu CBD auch bereits eine geringe Menge THC enthält (z.B. Argyle). Dies ist nach meiner Erfahrung schwieriger, kann individuell jedoch Sinn machen.

    Danach kann dann eine Sorte mit hohem THC Gehalt in einer ganz kleinen Menge zur Gesamtdosis hinzugefügt werden. Es kann dann in kleinen Schritten mit der Feinwage immer mehr der Sorte mit hohem THC Gehalt hinzugefügt werden. Hierbei können auch verschiedene THC reiche Sorten ausprobiert werden.

    Bei der schrittweisen Erhöhung der THC Dosis (welche unter ärztlicher Aufsicht erfolgen sollte) setzt nach meiner Erfahrung das Herz-Kreislauf-System die Grenzen.

    In der Phase der Eindosierung kann es hilfreich sein, über eine Pulsuhr mit Brustgurt ein Dauer-EKG ab zu nehmen und den eigenen Puls zu beobachten.

    Es empfiehlt sich, vor Beginn der Eindosierung den Blutdruck zu messen. Falls der Blutdruck ungewöhnlich niedrig ist (oder der Puls sehr hoch) oder sich sonstige Auffälligkeiten zeigen, sollte nicht mit der Eindosierung begonnen werden. In diesem Fall sollte unbedingt eine gründliche ärztliche Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems (mit EKG) erfolgen.

    Im Allgemeinen ist zu erwarten, dass bei Werten ab einer Steigerung von ca. 25% über dem gewohnten Ruhepuls, mit erhöhter Wahrscheinlichkeit unangenehme Symptome auftreten. Es tritt jedoch eine Gewöhnungswirkung ein, welche es erlaubt, im Verlauf der Therapie die Dosis langsam zu erhöhen.

    Um ein besseres Gefühl für das eigene Herz-Kreislauf-System zu bekommen, kann es auch sinnvoll sein, Anfangs den Blutdruck regelmäßig zu messen. Mit etwas Eingewöhnung ist die Pulsuhr mit Brustgurt jedoch leichter an zu wenden und erlaubt anhand der Pulswerte Rückschlüsse auf den Blutdruck.

    Die Auswirkungen von THC auf den Kreislauf sind in der Regel stärker (Senkung Ruheblutdruck und Erhöhung Ruhepuls), es gibt jedoch Hinweise darauf, dass auch eine hohe akute Dosis CBD den Ruheblutdruck leicht senkt (zusammen mit einer leichten Erhöhung des Ruhepuls). Die kombinierte Wirkung von THC und CBD auf das Kreislaufsystem kann sich je nach Verhältnis der Wirkstoffe verändern.

    Falls sich unter einer Erhöhung der THC Dosis 'psychische Unruhe' einstellen sollte, empfiehlt es sich, erst einmal bei der momentanen THC Dosis zu bleiben und statt dessen die CBD Dosis zu erhöhen, so lange, bis es sich wieder 'psychisch gut anfühlt'. Hierbei regelmäßig den Puls kontrollieren und die Dosis langsam steigern.

    Dann kann mit der Erhöhung der THC Dosis (unter genauer Beobachtung des Pulses) fortgefahren werden.

    Dieser Ablauf kann so lange wiederholt werden, bis das individuell optimale Verhältnis zwischen Linderung der Symptome und unerwünschten Nebenwirkungen erreicht ist.

    Es hat sich als hilfreich erwiesen, ein Behandlungstagebuch zu führen und die entsprechenden Werte (z.B Puls vor und nach der Einnahme, Einnahmezeit, Dosis) mit einer subjektiven Beurteilung des Zustandes (Wie fühle ich mich?) bei jeder Einnahme (oder kurz danach) schriftlich zu notieren.

    Sobald mit dem Vaporizer die optimale Dosis erreicht ist, kann versucht werden, diese Dosis und vor allen Dingen das Verhältnis zwischen THC & CBD und die ermittelten Sorten als Anhaltspunkt für die Herstellung und Dosierung des Öls zu nehmen.

    Hierbei ist zu beachten, dass die Bioverfügbarkeit bei der oralen Einnahme nur 3-12% beträgt (im Gegensatz zu 15-35% bei der Einnahme mit dem Vaporizer) und die Wirkung sich bei der oralen Einnahme unterscheiden kann.

    Dementsprechend muss die orale Dosis leicht hoch gerechnet werden, evtl. sogar mehr als verdoppelt werden, doch so hat man zumindest einen relativ guten Anhaltspunkt und findet schneller zur optimalen Wirkung bei der oralen Einnahme.

    Es kann im individuellen Fall auch Sinn machen, die orale Einnahme mit der inhalativen Einnahme über den Vaporizer zu kombinieren und einen Teil der Dosis oral, z.B. als Öl und einen Teil der Dosis inhalativ, z.B. per Vaporizer zu sich zu nehmen
    Geändert von xlr (24.06.2017 um 17:44 Uhr) Grund: Neue Studienergebnisse berücksichtigt

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