Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 16 bis 20 von 20

Thema: Cannabis bei bipolarer Störung

  1. #16
    Registriert seit
    06.2015
    Beiträge
    20

    Magic Mushrooms o.a. Naturdrogen als alternative BS Medizin??

    Ich habe eure sehr wertvollen Beiträge äußerst interessiert gelesen, denn ich selbst bekam schon vor vielen Jahren die "arbeitshypothese" (so nennt es der Psychiater) namens "bipolare affektstörung" diagnostiziert - nach meiner ersten Manie (die an sich sehr schön war, zumindedt das hypomanische bevor es ja völlig ausschlägt) bekam ich dann jahrelang lithium verschrieben.

    Nun suche ich allerdings nach alternativne heilverfahren entgegen der schulmedizin - einfach mal ausprobieren, psychopharmaka wurden für unzurecihend (teils grässlich) befunden. Als erstes stieß ich auf ayuasca, wozu eine ärztin schrieb:
    "Nach einer individuellen oder kollektiven Verarbeitung der Erlebnisse bekamen die Teilnehmer LSD, manchmal auch die synthetische Droge 2-CB, Ayahuasca oder Psilocybin, wie Meckel schreibt. Es folgte eine nicht näher beschriebene psychotherapeutische Aufarbeitung. Die Kosten inklusive Drogen betrugen 300 bis 400 Franken."(by tagesanzeiger)
    Leider scheint es, als könne man ayuasca (weil hierzulande ilegal wie so viele anderen pflanzliche naturheildrogen) nur im ausland ordnungsgemäß einnehmen - bis Brasilien ist es aber ein weiter Weg.

    Im gleichen Artikel war aber auch ein Verweis auf "Magic Mushrooms" und deren wirkstoff psilocybin, der wohl neuerdings immer öfters von medizinern erforscht wird. Dazu stand im Link:
    "So lautet dann auch das Fazit der Forscher, dass Magic Mushrooms durch ihren einzigartigen Wirkstoff Psilocybin neue therapeutische Anwendungsfelder erschließt, sodass man Angsterkrankungen ebenso wie Depressionen aber auch Krepskranken damit helfen könnte, wenngeich weitere Forschungen dazu unerlässlich sind, bevor ein marktreifes Medikament hergestellt werden könnte" (by Zauberpilze Blog => Wissenschaft)
    Problem hier ist allerdings, dass psilocybin im gegensatz zu ayuasca als medizinisches heilmittel keine erfahrungstradition hat. Magic Mushrooms haben als zauberpilze allen quellen nach eine zwar stark spirituell-schamanische vergangenheit, aber gezielt als "natürliches psychopharmaka" sag ich mal wie Ayuasca einzusetzen, erschließt sich mir viorerst nur als selbsttherapie-möglichkeit. Leider sind wohl psilocybin pilze auch wieder hierzulande illegal, aber in holland wohl nicht. Fehlt aber immer noch die ärztlich-fachliche begleitung, wie man sie beim ayuasca hätte. Vorteil: immerhin viel günstiger als eine reise nach brasilien.

    Was bleibt demnach übrig für Bipolar "Gestörte" (ich mag diesen ausdruck eigentlich nicht), wenn sie abseits der pharmaindustrie nach heilung suchen? Hier in unserem stammforum zur BS gehen die Meinungen zum Thema natürlich sowieso völlig auseinander, die meisten verteufeln jegliche als schlimm deklarierten substanzen bedingungslos. Einige berichten allerdings auch von positiven Erfahrungen mit cannabis, wobei ich damit bislang trotz zahlreicher versuche leider eher panik-attacken bzw sog. "horrortrips" erlebt habe.

    Also, was nun? Ayuasca ist zu teuer und weit entfernt, Magic Mushrooms bzw. Psilocybin haltige Medikamente gibt es nicht unter fachlicher Aufsicht. Cannabis (vom schwarzmarkt) brachte bisher psychisch eher NEgatives. Nun frage ich mich, ob das bei speziellen Cannabismedikamten vielleicht anders wäre, hat der wer mit BS Erfahrungen? Oder noch besser: Hat jemand wietergehende Erfahrungen bezüglich BS und Ayuasca, Zauberpilze, oder andere "Naturdrogen"? Leider kann man dazu in entsprechenden Foren (wie o.g.) nicht vorurteuilsfrei diskutieren. Hier allerdings erhoffe ich mir wertvolle Erfahrungen auch anderer Natur als gewohnter - vor allem was BSler eventuell mit pharmazeutisch hergestellten Cannabisprodukten anfangen kpnntne, inwiefern das half und welche kosten hier von der kasse bzw. selbst zu tragen sind?

    Euch allen ein frohes, glückliches, ergiebiges neues Jahr!

  2. #17
    Registriert seit
    06.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    26
    Hallo!

    Ich kann dir da leider nicht weiterhelfen. Aber eventuelle user der folgenden Homepage, siehe link.
    Einfach mal ne Anfrage machen vielleicht kann dir dort jemand helfen.
    Wünsche dir gute Besserung und ein angenehmes Jahr 2016.

    MfG

    https://www.reddit.com/r/PsychonautDE/new/

  3. #18
    Registriert seit
    02.2015
    Beiträge
    198
    @JanHendrick

    Vielleicht darf ich Sie explizit, Herr Dr. Grothenhermen, ansprechen?
    Das kann man über die üblichen sowie privaten Kontaktwege gewiss machen. Aber ansonsten einen eigenen Thread erstellen.

    Bei deiner Diagnose vermute ich, dass vor allem CBD der entscheidende Wirkstoff ist, bei einigen Patienten soll allerdings auch THC helfen. CBD ist zumindest legal im Versandhandel erhältlich, CO2 Extrakte sollen gut sein aber es ist leider teuer.

    Auch unser Medizinmann sollte sich mal diesen Artikel durchlesen:

    Bei einer Bipolaren Störung sind THC oder Psilocybin vermutlich weniger "gefährlich" als bei psychotischen Erkrankungen, da sollte man mit bewustseinserweiternden Stoffen ganz vorsichtig hantieren. Aber bei Cannabis wartet man praktisch immer einfach ab, dann normalisiert sich alles. Zumindest wenn man es auch ruhig angehen lässt.

  4. #19
    Registriert seit
    02.2016
    Beiträge
    2
    Danke für dieses Forum!

    Wir (mein Sohn und ich) sind beide betroffen: Bipolare affektive Störung.
    Soll ja zu 30 % vererbbar sein. Dann hat's ihn halt getroffen.
    Meinem Sohn hilft Cannabis.
    Ist es tatsächich so, dass er erst meinen Weg durch die deutsche Psychiatrie gehen muss. Den würde ich ihm gern ersparen. Zwei Mal "Geschlossene", Tagesklinik, Reha (ab in die Rente - mehr war nicht mehr rauszuholen), das soll mein Sohn bitte nicht durchmachen.
    Wirkliche Hilfe gibt es in der Psychiatrie für Bipolare aber auch nicht.
    Der Weg zu legalem Cannabis scheint aber sehr steinig zu sein.
    Cannabis IST doch Medizin. Und nicht nur das viel verteufelte THC - auf das ja bestimmte Institutionen gern untersuchen um dann Stafmaßnahmen zu verhängen - Cannabis hat doch noch hunderte andere Wirkstoffe.
    Das Gesamtpaket macht es doch aus. Geht mit den herausgelösten Extrakten meiner Meinung nach gar nicht.
    Wir stellen dann mal den "berühmten ANtrag" :-)
    Kommt in diesem Staat eh nix bei rum.
    Na ja - außer wenn mal einer ein Flugzeug gegen eine Gebirgswand jagt. Dann ist das Thems "bipolar" mal kurzzeitig in aller Munde.
    Ohne Hilfe.
    Ohne Ergebnis.
    Bei mir ist nix mehr zu retten. Mein Sohn hat (hätte) sein Leben noch vor sich.

    Ulrike

  5. #20
    Registriert seit
    02.2016
    Beiträge
    2
    Und - THC kann ja nicht gleich "Kiffer" und "high" bedeuten.
    Unterscheiden sich die Sorten sativa und indica nur nach Wavhstumsort, Größe?
    Werden die vielen Inhaltsstoffe von Cannabis bei verschiedenen Temperaturen erst freigesetzt?
    Kann das die ölige Flüssigkeit Cannabidol (bekam meine Mutter für ihren Krebs im Endstadium) auch leisten?
    Wo steht, dass THC gleich fahruntauglich bedeutet?
    Das Thema hatten wir auch schon in der Selbsthilfegruppe: Bloß die Klappe halten, sonst nimmt man uns bei unserem chemischen Dreck den die Psychiatrie verordnet noch die "Fleppen" weg.
    Chemischer Dreck geht - aber bloß nicht die Natur einsetzen.
    Geht sonst unsere Pharmaindustrie wohl pleite?
    Die muss ja eine Lobby haben in der Politik - davon träumt der Herr.

    Ulrike

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •