Ich habe eure sehr wertvollen Beiträge äußerst interessiert gelesen, denn ich selbst bekam schon vor vielen Jahren die "arbeitshypothese" (so nennt es der Psychiater) namens "bipolare affektstörung" diagnostiziert - nach meiner ersten Manie (die an sich sehr schön war, zumindedt das hypomanische bevor es ja völlig ausschlägt) bekam ich dann jahrelang lithium verschrieben.

Nun suche ich allerdings nach alternativne heilverfahren entgegen der schulmedizin - einfach mal ausprobieren, psychopharmaka wurden für unzurecihend (teils grässlich) befunden. Als erstes stieß ich auf ayuasca, wozu eine ärztin schrieb:
"Nach einer individuellen oder kollektiven Verarbeitung der Erlebnisse bekamen die Teilnehmer LSD, manchmal auch die synthetische Droge 2-CB, Ayahuasca oder Psilocybin, wie Meckel schreibt. Es folgte eine nicht näher beschriebene psychotherapeutische Aufarbeitung. Die Kosten inklusive Drogen betrugen 300 bis 400 Franken."(by tagesanzeiger)
Leider scheint es, als könne man ayuasca (weil hierzulande ilegal wie so viele anderen pflanzliche naturheildrogen) nur im ausland ordnungsgemäß einnehmen - bis Brasilien ist es aber ein weiter Weg.

Im gleichen Artikel war aber auch ein Verweis auf "Magic Mushrooms" und deren wirkstoff psilocybin, der wohl neuerdings immer öfters von medizinern erforscht wird. Dazu stand im Link:
"So lautet dann auch das Fazit der Forscher, dass Magic Mushrooms durch ihren einzigartigen Wirkstoff Psilocybin neue therapeutische Anwendungsfelder erschließt, sodass man Angsterkrankungen ebenso wie Depressionen aber auch Krepskranken damit helfen könnte, wenngeich weitere Forschungen dazu unerlässlich sind, bevor ein marktreifes Medikament hergestellt werden könnte" (by Zauberpilze Blog => Wissenschaft)
Problem hier ist allerdings, dass psilocybin im gegensatz zu ayuasca als medizinisches heilmittel keine erfahrungstradition hat. Magic Mushrooms haben als zauberpilze allen quellen nach eine zwar stark spirituell-schamanische vergangenheit, aber gezielt als "natürliches psychopharmaka" sag ich mal wie Ayuasca einzusetzen, erschließt sich mir viorerst nur als selbsttherapie-möglichkeit. Leider sind wohl psilocybin pilze auch wieder hierzulande illegal, aber in holland wohl nicht. Fehlt aber immer noch die ärztlich-fachliche begleitung, wie man sie beim ayuasca hätte. Vorteil: immerhin viel günstiger als eine reise nach brasilien.

Was bleibt demnach übrig für Bipolar "Gestörte" (ich mag diesen ausdruck eigentlich nicht), wenn sie abseits der pharmaindustrie nach heilung suchen? Hier in unserem stammforum zur BS gehen die Meinungen zum Thema natürlich sowieso völlig auseinander, die meisten verteufeln jegliche als schlimm deklarierten substanzen bedingungslos. Einige berichten allerdings auch von positiven Erfahrungen mit cannabis, wobei ich damit bislang trotz zahlreicher versuche leider eher panik-attacken bzw sog. "horrortrips" erlebt habe.

Also, was nun? Ayuasca ist zu teuer und weit entfernt, Magic Mushrooms bzw. Psilocybin haltige Medikamente gibt es nicht unter fachlicher Aufsicht. Cannabis (vom schwarzmarkt) brachte bisher psychisch eher NEgatives. Nun frage ich mich, ob das bei speziellen Cannabismedikamten vielleicht anders wäre, hat der wer mit BS Erfahrungen? Oder noch besser: Hat jemand wietergehende Erfahrungen bezüglich BS und Ayuasca, Zauberpilze, oder andere "Naturdrogen"? Leider kann man dazu in entsprechenden Foren (wie o.g.) nicht vorurteuilsfrei diskutieren. Hier allerdings erhoffe ich mir wertvolle Erfahrungen auch anderer Natur als gewohnter - vor allem was BSler eventuell mit pharmazeutisch hergestellten Cannabisprodukten anfangen kpnntne, inwiefern das half und welche kosten hier von der kasse bzw. selbst zu tragen sind?

Euch allen ein frohes, glückliches, ergiebiges neues Jahr!