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Thema: ENCOD: Spanische Cannabis Clubs

  1. #1
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    ENCOD: Spanische Cannabis Clubs

    Hallo,

    Wir möchten das Club Modell aus Spanien vorstellen.

    Unsere HP: www.encod.at
    Über die Clubs: Club Modell

    Die HP von unsere Mutterorganisation www.encod.org

    Cannabis Clubs in Spanien
    Ein Weg zur Cannabisentkriminalisierung in Europa



    Einleitung
    In Spanien hat sich ein sehr interessantes Modell zur legalen Cannabisnutzung entwickelt. Die obersten Gerichtshöfe von Katalonien und vom Baskenland haben das Modell der gemeinnützigen Cannabis Clubs bestätigt.
    Unter Vorsitz des Richters Fernando Grande Marlaska entschied ein dreiköpfiger Berufsrichtersenat am höchsten Gerichtshof der Provinz Bizkaia (Baskenland) das Verfahren gegen einen Cannabis Club einzustellen.
    Mit diesem Urteil bestätigt das Gericht einen Freispruch aus dem Jahre 1997, in dem ein anderes Höchstgericht einer spanischen Provinz die Nicht-Strafbarkeit von Cannabis Clubs festgestellt hatte.
    Das Modell der Spanischen Cannabis Konsumenten Vereine
    Erwachsene Patienten und Konsumenten der Cannabispflanze haben einen gemeinnützigen Verein gegründet. Dieser Verein ermöglicht und unterstützt den Eigenanbau der Cannabispflanze. Er berät die Mitglieder über die medizinische Wirkung und er ermöglicht und unterstützt den eigenen Anbau zur Selbstversorgung. Das Mitglied zahlt einen Beitrag der die Kosten des Anbaus deckt und hat danach das Recht einen Anteil der Ernte zu Selbstkosten zu beziehen. Das Mitglied ist namentlich bekannt und geht die Selbstverpflichtung ein das Cannabis nur selbst zu verwenden.

    Von einem spanischen Club in der Nähe von Bilbao im Baskenland.
    Der Club hat ca. 70 Mitglieder und sich ein Glashaus gemietet. Dort wird der Hanf angebaut und geerntet. Der Verein berät bei der Aufzucht, bzw. kümmert er sich auch um alle Belange der Aufzucht: Samen, Dünger und benötigte Geräte werden gekauft, ebenso werden die Pflanzen auf Schädlinge kontrolliert. Vor allem werden diejenigen Mitglieder unterstützt, die sich nicht selbst um die Aufzucht kümmern können, weil sie entweder berufstätig oder aber schwer krank sind.
    Jedem Mitglied steht eine fixe Menge der Ernte an Eigenbedarf zu. Konkret bei dem Club im Baskenland: 1g täglich für nicht-medizinische Nutzer und 3g täglich für medizinische Nutzer.
    Es gibt auch ein sehr krankes Vereinsmitglied, welches mehr Marihuana zu medizinischen Zwecken benötigt und auch bekommt. Für dieses Mitglied wird eine spezielle, weniger ertragreiche, dafür aber wirkungsvollere Sorte angebaut.


    Auf jeden Fall bekommt niemand mehr als er für sich selbst benötigt.
    Somit ist sichergestellt, dass kein "Verein-Cannabis" an Nicht-Mitglieder gelangt.

    Die Ernte wird derzeit für 3,- € pro Gramm an medizinische Mitglieder und für 4,- € pro Gramm an Mitglieder abgegeben.
    Vorteile
    Bekämpfung der Drogenbanden
    Das Modell ist der beste Weg, den kriminellen Drogenbanden die Geschäftsgrundlage zu nehmen. Sobald es der Staat ermöglicht, sich legal mit Cannabis zu versorgen, wird es niemand mehr auf der Strasse kaufen. So werden einerseits potentielle Käufer abgehalten und die auf der anderen Seite kann sich die Exekutive voll auf die Bekämpfung des Handels mit harten Drogen konzentrieren.
    Billige Eigenproduktion, keine Kosten der Gesellschaft
    Die Mitglieder kommen zu Selbstkosten an ihre benötigte Cannabis-Medizin. Sie bekommen kontrollierte Qualität und können nicht an andere gefährliche Drogen gelangen. Sie finanzieren sich die Produktion selber, sodass dem Staat keine Kosten entstehen. Sie helfen sogar damit die Gesundheitskosten zu reduzieren, da ihnen keine teuren synthetisch hergestellt Medikamente mehr verschrieben werden müssen. Eine Monatsration Dronabinol kostet derzeit bspw. mehrere hundert Euro.

    Keine Weitergabe an Dritte
    Die Mitglieder dürfen kein Cannabis an Dritte weitergeben. Sie wissen, dass sie selbst versorgt und unabhängig sind. Sie haben den Verein als sichere Bezugsquelle und brauchen sich daher nicht weiter um die Beschaffung von Cannabis zu kümmern. Da sie sicher kein Interesse daran haben, ihre sichere Bezugsquelle zu verlieren, werden sie ihr Verein-Cannabis nicht an Dritte weitergeben.
    Der Staat hat die Gewissheit, dass der Cannabisanbau und die Weitergabe kontrolliert ist. Der Kreis der Bezieher ist begrenzt. Die spanischen Gerichte haben diesem Punkt viel Bedeutung beigemessen.

    Steht im Einklang mit der UN-Konvention
    Die spanischen Gerichtshöfe haben festgestellt, dass das Modell nicht im Widerspruch zu den UN-Konventionen steht, da der Teilnehmerkreis begrenzt ist und Cannabis somit nicht an Dritte gelangen kann.



    Text wird weiter überarbeitet und erweitert

    ENCOD Österreich


    www.encod.at

  2. #2
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    Bei 3-4€ pro Gramm wäre ich als Frührentner schonmal überfordert.
    Es sei denn ich könnte mir das Geld als CannaGärtner in dem Club verdienen.

    Naja ne gute Idee für Leute, denen es im Monat nicht auf 100 oder 200€ ankommt.

    Aber Leute mit geringem Einkommen sind auch da mal wieder die Dummen

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