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Thema: Nachweisbarkeit -> Straßenverkehr ?

  1. #1
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    Nachweisbarkeit -> Straßenverkehr ?

    Hi Leute,
    ich konsumiere gelegentlich bis selten (dh. ausschlieslich ine den Schulferien) Cannabis.
    Da bei Vehrkehrskontrollen immer häufiger aus Cannabis getestet wird,
    würde ich gern wissen wie lang THC von den bei der Polizei üblichen Urin;- Speichel;- und Schweisschnelltests nachweisbar ist.

    Ich habe zwar im FAQ "http://www.acmed.org/german/faq/10-urine-test.htmn?" gelesen aber dabei handelt es sich wohl eher mehr um einen exakten medizinischen Test.

    Ich habe auf der Seite "http://www.hanf-fuer-alle.de/droge/nachweis.php"
    Informationen gefunden aber ob diese korrekt sind weis ich nicht.
    Vieleicht kann diese ja jemand überprüfen und ein Fachliches Urteil abgegen.

    Angenommen ein Urintest bei einer Verkerhrskontrolle ist Positiv, heißt dies ja nicht dass man noch unter dem Einfluss der Droge steht.
    Folglich muss man zum Bluttest.
    Wird dort dann nach dem "THC Stoffwechselprodukt" wie es im
    FAQ "http://www.acmed.org/german/faq/21-THC-blood.htm" beschrieben ist gesucht oder direkt nach THC?
    Wie lang dauert so ein Bluttest überhaupt?

    Ich weis das sind viele Frage. Ich hoffe jemand macht sich die Mühe diese zu beantworten.

    Vielen Dank im Vorraus

    Mfg

    Xanik

  2. #2
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    danke, des mit der Verwaltungsbehörde hab ich auch schon.
    Wobei ich das für einen ziemlich Hammer halte wenn man sich anschaut wieviel Leute Täglich unter Alkoholkonsum Autofahren.
    Da wird einen ja auch nur der Führerschein entzogen wenn man unter Konsum gefahren ist, klar ist Alk legal aber deswegen keinesfalls weniger gefährlich.
    Genau aus diesen Gründen wollt ich so sicher wie möglich gehen, das man mir einen Konsum nicht nachweisen kann.
    Denn unter Drogeneinfluss (egal ob Alk oder Cannabis) fahr ich eh nicht.

  3. #3
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    Danke aber ich hab bis jetzt absolut noch nichts mit den Behörden zu tun gehabt und das soll auch so bleiben.

    Im Grunde konsumier ich eh so selten das ich genauso gut ganz aufhören könnte, nur hin und wieder hab ich halt Lust drauf.

    Die gesetzliche Situation ist wirklich nicht die beste.

  4. #4
    Gast
    Hallo Xanik,

    die Nachweisbarkeit des THC-Konsums in Schweiß und Speichel variiert und beträgt meistens nur einige Stunden. Der Nachweis gelingt aber oft auch nicht, obwohl Cannabis konsumiert wurde.

    Im Urin lässt sich einmaliger Konsum einige Tage (meistens 3-7 Tage) lang nachweisen, bei regelmäßigem Konsum iim Durchschnitt etwa einen Monat, eventuell aber auch nur 2 Wochen oder bis zu 2-3 Monate. Das variiert stark, nicht nur in Abhängigkeit von der Häufigkeit und Intensität des Konsums.

    Im Blut wird sowohl THC als auch das Stoffwechselprodukt THC-COOH nachgewiesen. Wird THC nachgewiesen, so gilt dies als "unter dem Einfluss der Droge". THC kann bei einmaligem Konsum etwa 5-10 Stunden nachgewiesen werden, bei regelmäßigem Konsum häufig auch länger als 24 Stunden. Hohe Konzentrationen von THC-COOH im Blut (z.B. über 100 ng/ml) gelten als Hinweis auf regelmäßigen Konsum.

    Viele Grüße
    Franjo Grotenhermen

  5. #5
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    Ausrufezeichen @Xanik

    Im akuten Verdachtsfall sind die Behörden nicht gerade zimperlich was den Nachweis von Cannabinoiden angeht. Das geht auch, je nach Nachweisverfahren, ganz schön in den Geldbeutel. Je aufwändiger und teurer der Nachweis, um so genauer und länger kann der Konsum nachgewiesen werden.
    Mit üblichen Methoden kann dem Dauerkonsumenten bis zu 3 Monaten Cannabiskonsum nachgewiesen werden. Mit spez. Verfahren, wie der Gaschromatographie kann bis zu 6 Monaten nachgewiesen werden, mit der Haaranalyse kann der Nachweis über die ganze Länge des Haares erbracht werden. Also empfiehlt es sich, als Dauerkonsument (was wir ja sind, wenn wir ins mit Cann. behandeln), möglichst kurze Haare zu haben (die nehmen übrigens auch gerne Mal ´n Schamhaar).

    Gruß Frank

  6. #6
    Gast
    Hallo Frank,

    die Gaschromatographie ist das Standardverfahren, genauer die Gaschromatographie mit Massenspektrometrie (GC/MS), die im Anschluss an die üblichen Screeningverfahren (Immunassays) durchgeführt wird. Damit lässt sich aber die Nachweisbarkeitsdauer nicht verlängern. Es bleibt bei dem im Durchschnitt etwa einen Monat bei regelmäßigem Konsum im Urin und einige Tage im Blut. Die Nachweisbarkeitsdauer durch die Haaranalyse entspricht der Haarlänge.
    Unten mal ein Ausschnitt aus einem Artikel von mir für die HANF von vor vier oder fünf Jahren zu den Verfahren

    Viele Grüße
    Franjo

    Tests zum Nachweis eines THC-Konsums

    Im Urin wird vor allem 11-Nor-9-carboxy-delta-9-THC, kurz THC-COOH bzw. COOH-THC, eine THC-Carbonsäure, nachgewiesen. Diese Säure ist das wichtigste im Urin gefundene Abbauprodukt von THC, dem wichtigsten psychotropen Cannabisinhaltsstoff. Im Blut kann sowohl THC direkt als auch THC-COOH nachgewiesen werden.

    a) Immunoassay
    Immuno-Assays sind hinsichtlich der Mengenbestimmung recht ungenaue Verfahren. Man spricht von Konzentrationsäquivalenten und verwendet testabhängige Grenzen, sogenannte Cutoffs, für eine Bewertung als positives oder negatives Testergebnis. Zudem sind sie nicht sehr spezifisch und es können sich in einigen Fällen falsch positive Befunde ergeben, d. h. die Tests weisen gelegentlich THC-COOH nach, wo keines ist. So fanden Mitarbeiter der Mayo-Klinik in einer Untersuchungsreihe mit dem EMIT-Immunoassay in 15% solche falsch positiven Ergebnisse (Moyer 1987).
    Immunoassays sind einfach durchzuführende, standardisierte Verfahren, die keines großen Geräteaufwandes bedürfen, und finden daher gern zu Screening-Zwecken Verwendung. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, etwa als Radioimmunoassay oder Fluoreszenzpolarisationsimmunoassay. Verschiedene Firmen bieten fertige Sets für bestimmte nachzuweisende Substanzen an, wie etwa die Firma Syva die EMIT-Technik, die Firma Abott die AxSYM-Systeme, Microgenics den CEDIA-Test oder Roche ihre OnLine Immunoassays.
    Das Prinzip der Immunoassays: Bestimmte Substanzen (Antigene) im untersuchten Blut oder Urin -- in diesem Fall THC oder THC-COOH -- reagieren mit spezifischen, im Assay verwendeten Antikörpern zu einem Antigen-Antikörper-Komplex. Die verwendeten Antikörper lassen sich mit schwach radioaktiven Substanzen (Radioimmunoassay) oder Fluoreszenzfarbstoffen (Fluoreszenzimmunoassay bzw. Immunfluoreszenztest) markieren. Die bei der Reaktion verbrauchte Antikörpermenge läßt sich dann photometrisch durch die Intensität der Fluoreszenz oder durch die Messung der Strahlungsintensität bestimmen. Das ermöglicht Rückschlüsse auf die Menge bzw. Konzentration des Antigens.

    b) Gaschromatographie mit Massenspektrometrie
    Im Falle eines positiven Immunoassays wird die Probe mittels GC-MS (Gaschromatographie mit Massenspektrometrie) überprüft, um eine genauere Quantifizierung des Gehaltes an THC bzw. THC-COOH zu erhalten. Dieses Verfahren ist zudem sehr spezifisch.
    Das Prinzip der GC-MS: Zunächst werden mittels Gaschromatographie die Bestandteile des Untersuchungsgutes aufgetrennt. Dies ermöglichen unterschiedliche Wanderungsgeschwindigkeiten im Chromatogramm. Jeder Bestandteil ergibt im Chromatogramm einen Kurvengipfel, dessen Lage die Eigenschaften und dessen Fläche die Quantität der zu analysierenden Substanz charakterisiert. Anschließend kommt die Massenspektrometrie zum Einsatz. Die einzelnen Moleküle werden in einer Ionenquelle im Vakuum ionisiert. Dann werden sie durch ein Magnetfeld geschickt und dort entsprechend ihres Verhältnisses von Masse zu Ladung abgelenkt und in Kollektoren aufgefangen. Das Verhältnis der in den Kollektoren aufgefangenen Elemente der Probe ergibt ein charakteristisches Massenspektrum. Das Verfahren erlaubt eine genaue Mengenbestimmung der einzelnen Komponenten.

  7. #7
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    Daumen hoch @Franjo

    Hallo Franjo,

    dann hat mir die Polizei was falsches erzählt . Ich war echt überzeugt davon, daß durch dieses Verfahren THC länger nachgewiesen werden kann. Naja, vielleicht dachten die ja, daß sie mich damit einschüchtern könnten - aber immerhin haben die ja erreicht, daß ich ihnen glaube.
    Vielen Dank für die Richtigstellung. Wer weiß, wem ich sonst noch gepostet hätte, wie lange.... - aber ich dachte echt, ich wüßte es

    Gruß Frank

  8. #8
    Gast
    Hallo Frank,

    es ist möglicherweise auch so, dass der Polizist, der Dir das erzählt hat, das geglaubt hat. Im Bereich des THC-Nachweies und dessen Bedeutung gibt es selbst unter sogenannten Experten nicht selten ein recht unvollständiges Wissen.

    Viele Grüße
    Franjo

  9. #9
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    Reden @Franjo

    Ja ja, mit den sog. Experten hat man seine liebe Not. Ich denke mittlerweile, daß die mich damit nur einschüchtern wollten. Jetzt kann ich denen ganz frech ins Gesicht grinsen, weil ich´s jetzt besser weiß!!!

    Gruß Frank

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