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Thema: Cannabis & Morphin

  1. #1
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    Cannabis & Morphin

    Hallo Freunde,

    meine Mum nimmt seit einem Autounfall jeden Tag 70mg Morphin gegen Ihre Wirbelsäulenfraktur.
    Leider hat sie trotz der starken Dosis noch Schmerzen.
    Ich habe letzens gelesen das Cannabis die Wirkung von Morphin verstärkt.
    Kennt sich jemand mit diesem Thema aus, bzw. hat Erfahrung mit Cannabis und starken Schmerzmitteln?

    Ich hatte Ihr letztens Skunk #1 gegeben, davon konnte sie gut schlafen, aber die Schmerzen blieben.
    Am zweiten Tag hat sie es nochmal versucht und nicht vertragen, und sich übergebe.
    Dieses Verhalten ist ihr von einer Erhöhung des Morphins bekannt, welches die Theorie der Verstärkung des Morphins bestätigt.

    Leider erziehlt Skunk #1 nicht die gewünschte Wirkung (Schmerzlinderung).

    Mit dem Arzt ist es abgesprochen und er hat keine Einwände.


    Über antworten würde ich mich sehr freuen.

  2. #2
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    Ausrufezeichen @Tiggar

    Hi,

    tatsächlich verstärkt C. die Wirkung von Morphinen! In den allermeisten Fällen konnte die Morphindosis bei gleichzeitiger Gabe von Cannabis - egal in welcher Form - enorm gesenkt werden.
    Hierzu eignet sich aber im Besonderen die orale Gabe (am Besten als Tee - nie etwas Butter vergessen!). Welche Sorte hier die Beste ist, ist eine Sache des ausprobierens. Meine Erfahrung hat gezeigt, daß bei mir Orange Bud gut geholfen hat. Konnte Morphin langsam ganz absetzen.

    Gruß Frank
    Hinweis: In Deutschland ist der Besitz, Anbau, Verkauf, usw. von Cannabis verboten!!! Jede Maßnahme C. zu erwerben, anzubauen und einzuführen, kann strafrechtlich verfolgt werden und geschieht daher in Eigenverantwortung!!!

  3. #3
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    Hallo Tiggar,

    der Geheimrat1 hat da schon ganz recht. Ich bin ein Schmerzpatient und habe ca. 14 Jahre Erfahrung mit der
    Einnahme von Opiaten und Cannabis.

    Bei gleichzeitiger Einnahme von Opiaten und Cannabis
    kann die Opiatmenge reduziert werden. Was aber nicht automatisch bedeutet, daß Deine Mutter bei Gabe von
    Cannabis schmerzfrei ist! Der gewüschte Erfolg stellt sich auch nicht nach einer einmaligen Einnahme ein. Es sollte schon über
    einen etwas längeren Zeitraum versucht werden, die beiden
    wirkstoffe zu kombinieren. Übelkeit und Erbrechen sind Nebenwirkungen, die bei Opiaten ebenfalls auftreten. Da Deine Mutter sie schon einige Zeit einnimmt, hat sich der Körper bereits daran gewöhnt. Dasselbe wird auch mit Cannabis geschehen.
    Dieser Effekt verschwindet aber recht schnell. Nicht gleich aufgeben. Anfangs vieleicht MCP-Tropfen eine halbe Stunde vorher Einnehmen, bevor Cannabis Verabreicht wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    Marc Schütt

  4. #4
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    hallo Marc
    herzlich willkommen hier.
    Was sind MCP-Tropfen?

    viele Grüße
    Gabi
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  5. #5
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    Hallo Gabi,

    MCP (Metoclopramid) ist ein Medikament aus der Gruppe der Dopamin-Antagonisten. Das bedeutet, dieser Wirkstoff besetzt die Bindungsstellen, die normalerweise von Dopamin, einem körpereigenen Botenstoff besetzt werden und verhindert so die Dopaminwirkung.

    Dopamin hat unter anderem den Effekt, Erbrechen auszulösen und den Weg von Medikamenten und Nahrung vom Magen in den Darm zu verlangsamen.

    Metoclopramid verbessert Bewegungsstörungen des oberen Magen-Darm-Traktes (Motilitätsstörungen), z.B. bei Reizmagen, Sodbrennen, Refluxösophagitis. Außerdem lindert es Übelkeit und Erbrechen verschiedener Ursachen, z.B. bei Reiseübelkeit, Migräne, Arzneimittelunverträglichkeit, Leber- und Nierenerkrankungen oder Schädel- und Hirnverletzungen.

    Durch die Gabe von Metoclopramid wird auch die Wirkung von anderen Medikamenten (z.B. Schmerzmittel bei Migräne) beschleunigt.

    Anwendungsgebiete sind Übelkeit, Erbrechen Bewegungsstörungen (Motilitätsstörungen) des oberen Magen-Darm-Traktes, Reiseübelkeit

    Ich habe dieses Medikament von meinem Arzt verschrieben
    bekommen und helfen sehr gut. Sie sind allerdings verschreibungspflichtig.

    Mit freundlichen Grüßen

    Marc

  6. #6
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    Mensch, damit hätte ich nicht gerechnet.
    Das es mit einer einmal Gabe nicht getan ist, ist mir durchaus bewußt.

    Ich habe mir gestern 0,5ml Gelatinekapseln aus der Apotheke besorgt (meine Güte sind die Neugierig, wofür man die benötigt), und diese mit einer geringen Menge Cannabis und Olivenöl gefüllt.
    Diese werde ich einige Tage stehen lassen, damit sich das THC im Öl binden kann.

    Habe mir eine Theorieüberlegt:
    - Wenn man Cannabis durch rauchen zu sich nimmt, wirkt es schnell, stark aber "kurz" (1-2 Stunden)
    - Wenn man dies allerdings oral einnimmt, sollte die Wirkung langsamer einsetzen, und langsamer wieder abklingen.

    Habe ich das so richtig verstanden?


    MCP-Tropfen hat sie zuhause, da sie damals mit Ihren Tramal die selben Probleme hatte.
    Ich werde es erstmal mit den Kapseln versuchen und wenn es dann genauso ist, rate ich Ihr zu den MCP-Tropfen.

    Was aber nicht automatisch bedeutet, daß Deine Mutter bei Gabe von Cannabis schmerzfrei ist!
    Wie denkt ihr das die Chancen stehen, das zumindest eine Schmerzlinderung eintritt ?


    Gruß und Dank

    Tiggar

  7. #7
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    Hallo Tiggar,

    habt Ihr die Möglichkeit, euch dronabinol verschreiben zu lassen?
    Die werden Oral verabreicht. Mit der Herstellung von ÖL in
    Gelantinekapseln kenne ich mich leider nicht aus, aber das Cannabis Einnehmen statt Rauchen ist ein Versuch wert.
    Die Chance, daß Deine Mom Schmerzlinderung erfährt ist aber
    sehr gut!

    Meine Schmerzsymptome sind durch die Einnahme von Cannabis
    auch nicht völlig verschwunden, bringen aber eine erhebliche
    Verbesserung der Gesamtsituation.

    Gruß

    Marc
    Geändert von marcschuett (02.09.2005 um 10:24 Uhr)

  8. #8
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    Cool @Tiggar

    Hi,

    ich muß Marc zustimmen. Durch Cannabis erfahre auch ich eine enorme Schmerzlinderung - warum also sollte es bei deiner Mutter anders sein...... Einfach ausprobieren!
    Was Dronabinol angeht, ist es eine Möglichkeit. sich legal mit THC zu versorgen (der Arzt darf aber nur eine bestimmte Menge/Monat verschreiben). Ich habe aber Probleme mit Dronabinol. Bei mir wirkt die Natur bestimmt 10x besser. Aber ich kann mich nur wiederholen:..... Ausprobieren!!!

    Gruß Frank
    Hinweis: In Deutschland ist der Besitz, Anbau, Verkauf, usw. von Cannabis verboten!!! Jede Maßnahme C. zu erwerben, anzubauen und einzuführen, kann strafrechtlich verfolgt werden und geschieht daher in Eigenverantwortung!!!

  9. #9
    Lilli ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo Tiggar,

    Medizinische Anwendung:
    Zitat Dr. Grinspoon:

    "Die ganze Pflanze (nicht Harz) ist mehr als die Summe ihrer Einzelstoffe!"

    Der Erfolg tritt erst nach mehrmaliger oraler Einnahme ein, je nach Person und Menge zwischen 4 und 14 Tagen.

    Dann tritt die Wirkung auch erst nach 0,5 Stunden bis 4 Stunden ein.

    Die Pflanze sollte vorher ca. 15 min. auf 150°C oder 3 min. auf 180°C erhitzt werden (z. B. im Backofen), dadurch werden die Wirkstoffe erst aktiviert. Es sollte auf jeden Fall deutlich über 100°C erhitzt werden. Die Dauer der Erhitzung ist Gefühlssache, wenn es an zu duften fängt sollte man langsam aufhören, da sonst die Wirkstoffe verdunsten. Ein einmal aktivierter Pflanzenteil bleibt ca. 1 Woche (oder eventuell länger) aktiv und muss nicht neu aktiviert werden. Wer einen Tee kocht (maximal 100°C) hat eine zu geringe Aktivierung und benötigt deshalb wesentlich mehr Menge.

    Dann kann man die Pflanze auch direkt essen, z. B. mit etwas Schlagsahne (Sprühsahne 30% Fett) oder anderem Fett, damit die Wirkstoffe vom Körper besser ausfgenommen werden.

    Sollten unangenehme Wirkungen auftreten, lassen sich diese durch Gabe von Vitamin C (Ascorbinsäure oder Fruchtsäfte) zum Verschwinden bringen, leider verschwindet damit auch die medizinische Wirkung.

    Oral beginnt man mit ca. 0,1 Gramm der Pflanze, bei älteren Menschen auch mit der Hälfte. Sollte es nach ca. 4 bis 5 Tagen zu keiner Wirkung (z.B. Hunger) kommen, kann man danach um 50% bis 100% erhöhen (wieder für 4 bis 5 Tage). Das macht man solange bis eine Wirkung eintritt oder die Nebenwirkungen zu groß sind.

    Wer andere Erfahrungen hat möge mich bitte korrigieren.

    Übrigens Morphine helfen kaum bei Nervenschmerzen und Knochenschmerzen. Wenig Morphium zusammen mit Cannabis, Dronabinol, Marinol hilft wesentlich besser. Außerdem muss die Morphiumdosis nicht ständig erhöht werden. Dieses ist vor allem auch für Krebspatienten mit Krebsschmerzen und Knochenmetastasen interessant.

    Liebe Grüße und alles Gute
    Lilli

    Hinweis: In Deutschland ist der Besitz, Anbau, Verkauf, usw. von Cannabis verboten!!! Jede Maßnahme C. zu erwerben, anzubauen und einzuführen, kann strafrechtlich verfolgt werden und geschieht daher in Eigenverantwortung!!! Mögliche Ausnahme (bis 10 Gramm) ist Berlin(??????).
    Geändert von Lilli (02.09.2005 um 15:00 Uhr)

  10. #10
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    Danke für Eure Hilfe.

    Also wir sind dabei, es mit Gelatinekapseln zu versuchen.

    Tag 1: keinerlei Anzeichen einer Wirkung oder Nebenwirkung
    Tag 2: Einnahme der zweiten Tablette, und auftreten leichter Übelkeit.

    Wir werden MCP-Tropfen dazunehmen und es erstmal 7-10 Tage testen.

    Oder habt ihr eine bessere weitere Idee ?
    Die Menge ist sehr gering.
    Die Kapseln fassen wenn sie voll wären 0,5ml, sie sind aber nur mit 1/5 gefüllt.


    Gruß Tiggar

  11. #11
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    Hallo


    nehme auch schon über 10 Jahre Morphine..

    - bin Schmerzpatient.und Canabis-Smoker ..

    seit ein paar Jahren regelmäßig gegen die Schmerzen.


    es sind die "dumpfen" Schmerzen, die man mit Rauchen gut bekämpfen kann..

    man muss ja nur mal den gegenversuch starten und z.B. O-Saft trinken, um auszumachen, welches "Medikament" nun wirkte, bei Mor.+Canabis-Mix..

    gegen Übelkeit, Schmerzen, Apettitlosigkeit und..genen Entzündungen ist Canabis die beste Medizin...
    seit ich rauche hatte ich keinen Schub meiner Erkrankung mehr..

    ich würde anfänglich immer Rauchen, um die Dosis zu ermitteln, die o.k. ist...
    (direkte Wirkung)
    bei Keksen gab es schon so manche Ungeduldige, die nochmals einen Keks aß, weil es doch nach 1 Stunde immernoch nicht wirkte...

    ja, ja...und dann war es zu viel..!!

    lieber dirkekt "dosieren"

    Positiv ist, dass ich seit nunmehr fast 10 Jahren meinen Morphindosis nicht erhöhen mußte,
    Canabis und Morphine vertragen sich soweit, können aber ene Atemdepression verursachen, d.h. aufpassen und nicht einschlafen..
    und wenn, dann für ausreichend Luftzufuhr sorgen..Frischluft..


    - auch verstärken sie sich gegenseitig in der Wirkung.

    - auch darauf achten, was man sonst moch so einnimmt...gegen Kopfschmeren..??etc..beschleunigt, da oft blutverdünnend..
    kommt auf die Canabisdosis an..


    - im Notfalll Vitamin C in Pulverform unter die Zunge legen...um den Spiegel abzubauen...

    hilft rasch und zuverlässig..



    Gruß
    baba
    Lebe im Hier und Jetzt!

  12. #12
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    Also bei gabe von 12mg plus einer 0,5ml kapsel welche zu 1/4 gefüllt ist, gibt es keine Nebenwirkungen.
    Schmerzen sind zwar da sagt sie, aber so wie mit 20mg Morphin auch.

    Nun ist der Anfang gemacht, nun langsam steigern.

    Danke euch allen, wer noch Tipps hat, immer her damit


    Gruß Tiggar

  13. #13
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    Frage @tiggar

    Hi,

    Tag 2: Einnahme der zweiten Tablette, und auftreten leichter Übelkeit.
    Klingt seltsam! Auch bei meiner Chemotherapie war Cannabis das deutlich wirksamste Medikament gegen die Übelkeit.
    Oder meintest Du lediglich ein unwohles "High" Gefühl?

    Dann led. Dosis reduzieren, was ich mir aber nicht vorstellen kann, da die Dosis meiner Erfahrung nach noch zu niedrig ist.

    Gruß Frank
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  14. #14
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    Hallo welche Menge meinst Du denn ab wann es Wirkung zeigt ?


    Gruß Tiggar

    P.S.: Was haltet Ihr von White Rhino ?

  15. #15
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    Ausrufezeichen @tiggar

    Dosis nach und nach auf 20 - 30mg steigern - spätestens dann sollte sich eine Wirkung zeigen, die eine Opiatdosisverringerung möglich machen sollte.
    Ausprobieren!

    Gruß Frank
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