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Thema: Cannabidiol

  1. #1
    yoop ist offline Registrierter Benutzer
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    Frage Cannabidiol

    Ich habe gehört, dass Cannabidiol als Antidepressivum eingesetzt werden kann.
    Gibt es Informationen über sinnvolle Dosierungen?
    Gibt es beim Menschen Daten über die Pharmakokinetik/Halbwertszeit von Cannabidiol?
    Vielen Dank
    Yoop

  2. #2
    Gast
    Hallo,

    Cannabidiol (CBD) hat in Studien am Menschen Angst lindernde und antipsychotische Wirkungen gezeigt. Im Tierexperiment war CBD auch antidepressiv. Erfahrungen mit CBD bei depresiiven Menschen sind mir nicht bekannt.

    CBD muss relativ hoch dosiert werden. In verschiedenen Studien am Menschen wurden Dosen zwischen 100 und 1500 mg verwendet. Diese Dosen wurden grundsätzlich gut vertragen. Die einzige relevante Nebenwirkung war eine Sedierung. Ich würde zur Antidepression eine Dosierung von 200 - 300 mg pro Tag versuchen.

    CBD ist erhältlich bei der Firma THC Pharm in Frankfurt. Die Preise sind mir nicht bekannt. Da relativ hohe Tagesdosen benötigt werden, dürfte eine Behandlung recht teuer sein. Dies ist auch ein wichtiger Grund, warum es so wenig klinische Forschung mit CBD gibt.

    Viele Grüße
    Dr. Franjo Grotenhermen

  3. #3
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    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass so hohe Dosierungen CBD mit gro0er Warscheinlichkeit leichte Kopfschmerzen verursachen.

  4. #4
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    CBD und THC als Antidepressivum

    Hallo,
    zu dem von Franjo hier gepostetem, ist kaum mehr was hinzuzufügen, insbesonders seine Angaben zur Dosierung sind sicher die sichersten und seriösesten, die man hierzu überhaupt bekommen kann.
    Theoretisch ist CBD, der Ausgangsstoff bei der Synthese des von THC bei THC-Pharm in Frankfurt in jeder Faserhanfpflanze vorhanden, allerdings natürlich nicht hochaufgereinigt wie bei THC-Pharm und seinem betäubungsrechtlichem Status zwar nicht illegal, aber somit, wie schon von Franjo gesagt, in reiner Form nur teuer zu erwerben.
    Als Mediziner will ich von der Einnahme von CBD in stark verunreinigter Form, mit anderen Substanzen im Faserhanf enthalten dringend abraten, so etwas wäre nur Leute mit testchemischen Grundwissen die mit Dosierung und CBD-Gehalt ihrer Faser bzw. auch THC-haltigen Hanfpflanzen etwas anzufangen wüssten und diese zu analysieren in der Lage wären. Das der Anbau von Faserhanf nur mit Sonder- Genehmigung der Landwirtschaftlichen Behörden, erlaubt, allerdings seit 1999 erleichtert möglich ist, der Anbau von psychoaktiven Hanf ganz verboten ist, muß leider auch nochmal gesagt sein.
    Ich persönlich halte auch THC für ein gutes Antidepressivum und würde es unter gewissen Bedingungen auch bei dieser Indikation anzuwenden versuchen. Weitergehende Erfahrung damit und auch Kenntnisse mit manchen Patienten in der Behandlung mit Dronabionol hat offenbar aber nur ein einziger Allgemeinmediziner in Europa, soweit ich es eben weiß, Dr. Kurt Blas in Wien.
    CBD ist überwiegend von der Forschungsgruppe von Prof. Leweke in Köln untersucht worden, dort weniger als mögliches antidepressives Medikament, sondern mehr als Antipsychotikum, als im deutschen Raum so bezeichnetes Neuroleptikum.
    Die Ergebnisse diesbezüglich hat Prof. Leweke publiziert und sind vielversprechend.
    Da man annimmt, daß CBD ein Stoff ist, der die Wiederaufnahme unserer köpereigenenen Cannabinoide, der sg. Anandamine hemmt und damit verstärkt, ist es aus theoretischen Überlegungen heraus durchaus verständlich, wenn man CBD auch eine antidepressive Wirkung attestiert, da es ja kein konventionelles Neuroleptikum und THC, wie vom gleichem Forscherteam leider auch publiziert, ein reines Psychotomimetikum ist. Da streiten sich die Geister.
    Entgegen der Forschungsgruppe von Prof. Leweke bin ich und auch Franjo, hier im Forum nachlesbar, daß auch THC selbst ein stimmungsaufhellendes, also antidepressives Potential hat, daß sofort zur Wirkung kommt und nicht wie CBD erst ein paar Tage bis Wochen braucht, bis eine Wirkung zu verspüren ist.
    Über dieses Thema gibt es innerhalb der IACM eine wissenschaftliches Auseinandersetzung, die auch immer wieder in Kongressen mit dem Stichwort "THC und Schizophrenie" angesprochen und auch politisch eingesetzt wird um THC weiterhin als Drogen anderen Drogen wie Heroin oder Kokain gleichzusetzen. Die nächsten Jahre werden wir über dieses Thema ggf. mehr wissen, falls die Forschung darüber objektiv und auch ohne politische Scheuklappen und poltisich motivierte Interpretationsansätze geführt werden wird. Möglicherweise dauert es aber auch noch mehr Zeit, bis wir darüber Erkenntnisse haben, da es wenig Interesse der Pharmainstustrie gibt, Naturstoffe die man nicht patentieren kann, wie beispielsweise CBD einzusetzen, damit ist kein Geld zu verdienen.
    Am ehesten wird die Entwicklung dahin gehen, daß die Pharmaindustrie neue Agonisten und auch andere Wiederaufnahmehemmer bzw. Amidasehemmer, letzte verhinderen die Spaltung körpereigener Cannabinoide und damit deren Abbau, in klinischen Prüfungen testen wird.
    All dies ist auch immer eine Frage des gesellschaftlichen Umfeldes, solange Stoffe wie THC aber auch CBD "verboten" sind, kann mit ihnen auch nicht geforscht bzw. besser gesagt, nicht wirklich objektiv geforscht werden.
    Die Wissenschaft ist hier noch nicht so weit, wie die Erkenntnisse einzelner Mediziner und die privaten Kenntnissse manches medizinischen und nichtmedizinischen Cannabiskonsumenten.
    Dir viel Glück und abklingende Verstimmung auch ohne Einnahme von Cannabinoiden oder das Glück, einen netten und verständnisvollen Arzt bzw. Psychiater zu treffen,
    Matthias
    Geändert von Matthias Pollak (26.09.2009 um 11:51 Uhr)

  5. #5
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    THC CBD Antidepressivum

    Leider habe ich den Artikel falsch zurückgesetzt, es sind Rechtschreibfehler und viele Dinge weggeblieben, die ich noch hinzufügen wollte, was mir aber auch nicht allzusehr, bei dieser sehr speziellen Materie, bedauerlich scheint.
    Im Fall einer vertieften Nachfrage, würde ich meine hier nun leider verlorengegangen Ausführungen über die Firma Servier und die Forschung an Antidepressiva, die gute Geeingetheit von Johannsikraut als Antidepressiva ergänzen wollen. im MOment fehlt mir, Zeit und Kraft hierfür und ich verweise auf das von Dr. Franjo Grotenhermen in diesem Kontext geschriebene!

  6. #6
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    CBD und THC als Antidepressivum

    Hallo,
    zu dem von Franjo hier gepostetem, ist kaum mehr was hinzuzufügen, insbesonders seine Angaben zur Dosierung sind sicher die sichersten und seriösesten, die man hierzu überhaupt bekommen kann.
    Theoretisch ist CBD, der Ausgangsstoff bei der Synthese des von THC bei THC-Pharm in Frankfurt in jeder Faserhanfpflanze vorhanden, allerdings natürlich nicht hochaufgereinigt wie bei THC-Pharm und seinem betäubungsrechtlichem Status zwar nicht illegal, aber somit, wie schon von Franjo gesagt, in reiner Form nur teuer zu erwerben.
    Als Mediziner will ich von der Einnahme von CBD in stark verunreinigter Form, mit anderen Substanzen im Faserhanf enthalten dringend abraten, so etwas wäre nur Leute mit testchemischen Grundwissen die mit Dosierung und CBD-Gehalt ihrer Faser bzw. auch THC-haltigen Hanfpflanzen etwas anzufangen wüssten und diese zu analysieren in der Lage wären. Das der Anbau von Faserhanf nur mit Sonder- Genehmigung der Landwirtschaftlichen Behörden, erlaubt, allerdings seit 1999 erleichtert möglich ist, der Anbau von psychoaktiven Hanf ganz verboten ist, muß leider auch nochmal gesagt sein.
    Ich persönlich halte auch THC für ein gutes Antidepressivum und würde es unter gewissen Bedingungen auch bei dieser Indikation anzuwenden versuchen. Weitergehende Erfahrung damit und auch Kenntnisse mit manchen Patienten in der Behandlung mit Dronabionol hat offenbar aber nur ein einziger Allgemeinmediziner in Europa, soweit ich es eben weiß, Dr. Kurt Blas in Wien.
    CBD ist überwiegend von der Forschungsgruppe von Prof. Leweke in Köln untersucht worden, dort weniger als mögliches antidepressives Medikament, sondern mehr als Antipsychotikum, als im deutschen Raum so bezeichnetes Neuroleptikum.
    Die Ergebnisse diesbezüglich hat Prof. Leweke publiziert und sind vielversprechend.
    Da man annimmt, daß CBD ein Stoff ist, der die Wiederaufnahme unserer köpereigenenen Cannabinoide, der sg. Anandamine hemmt und damit verstärkt, ist es aus theoretischen Überlegungen heraus durchaus verständlich, wenn man CBD auch eine antidepressive Wirkung attestiert, da es ja kein konventionelles Neuroleptikum und THC, wie vom gleichem Forscherteam leider auch publiziert, ein reines Psychotomimetikum ist. Da streiten sich die Geister.
    Entgegen der Forschungsgruppe von Prof. Leweke bin ich und auch Franjo, hier im Forum nachlesbar, daß auch THC selbst ein stimmungsaufhellendes, also antidepressives Potential hat, daß sofort zur Wirkung kommt und nicht wie CBD erst ein paar Tage bis Wochen braucht, bis eine Wirkung zu verspüren ist.
    Über dieses Thema gibt es innerhalb der IACM eine wissenschaftliches Auseinandersetzung, die auch immer wieder in Kongressen mit dem Stichwort "THC und Schizophrenie" angesprochen und auch politisch eingesetzt wird um THC weiterhin als Drogen anderen Drogen wie Heroin oder Kokain gleichzusetzen. Die nächsten Jahre werden wir über dieses Thema ggf. mehr wissen, falls die Forschung darüber objektiv und auch ohne politische Scheuklappen und poltisich motivierte Interpretationsansätze geführt werden wird. Möglicherweise dauert es aber auch noch mehr Zeit, bis wir darüber Erkenntnisse haben, da es wenig Interesse der Pharmainstustrie gibt, Naturstoffe die man nicht patentieren kann, wie beispielsweise CBD einzusetzen, damit ist kein Geld zu verdienen.
    Am ehesten wird die Entwicklung dahin gehen, daß die Pharmaindustrie neue Agonisten und auch andere Wiederaufnahmehemmer bzw. Amidasehemmer, letzte verhinderen die Spaltung körpereigener Cannabinoide und damit deren Abbau, in klinischen Prüfungen testen wird.
    All dies ist auch immer eine Frage des gesellschaftlichen Umfeldes, solange Stoffe wie THC aber auch CBD "verboten" sind, kann mit ihnen auch nicht geforscht bzw. besser gesagt, nicht wirklich objektiv geforscht werden.
    Die Wissenschaft ist hier noch nicht so weit, wie die Erkenntnisse einzelner Mediziner und die privaten Kenntnissse manches medizinischen und nichtmedizinischen Cannabiskonsumenten.
    Dir viel Glück und abklingende Verstimmung auch ohne Einnahme von Cannabinoiden oder das Glück, einen netten und verständnisvollen Arzt bzw. Psychiater zu treffen,
    Matthias

  7. #7
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    CBD und THC

    Erkenntnisse über Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von CBD gibt es meines Wissens nach keinere genaueren. Diesbezüglich ist die Substanz CBD, im Gegensatz zu THC, nicht genug erforscht.
    Wie schon gesagt, es wird vermutet, daß CBD die Wiederaufnahmehemmung körpereigener Cannabinoide hemmt.
    So steht es in der Standartlitaratur, im vom Franjo G. herausgegebenem Buch "Cannabis und Cannabinoide" und von diesem Wirkungsmechansmus geht auch der damit am meisten befasste detusche Cannabinoid-Forscher und IACM-Mitglied Dr. med Markus Leweke aus.
    Zu speziellen Fragen zu antidepressiven Medikamenten kann ich, obwohl nur mit ein paar Jahren psychiatrischer Ausbildung und kein Facharzt für Psychiatrie, sondern für Allgemeinmedizin aber das eine oder andere beitragen.
    Wer etwas Englisch lesen kann und versteht, kann eine sehr gute Website diesbezüglich anschauen, die alles was ich hier nicht, wegen eines Problemes mit meinen Texten schreiben konnte, im wesentlichen enthält, die Website kann unter der Bezeichnung "The good drug guide" gegoogelt und geyahoot oder virtuell aufgefunden und aufgerufen werden.
    Hier wird nochmals intensiv auf die Produkte der französischen Firma Servier eingegangen, die antidepressive Medikamente herstellt, die leider bei uns teilweise nicht zugelassen sind und im europäischen Ausland, wie Östereich oder auch Frankreich gegen Vorlage eines Rezeptes zu beziehen sind, wenn auch nicht von der Krankenkasse, außer ein neueres Medikament, das Agomelatin, dieser Firma, das auch bei uns zugelassen ist, bezahlt werden, normalerweise zumindest.
    Die Psychiater nehmen die Einwände der Patienten, daß antidepressive Medikamente schwere Nebenwirkungen und bei dieser Krankheit besonders störend, sexuelle Störungen verursachen leider häufig nicht so ernst. Den Produkten von Servier fehtl dieser Makel, die Firma Servier ist mit ihren Medikamenten die umgekehrt wie SSRI serotoninwiederaufnahmeverstärkend wirken einen ganz neuen Weg gegangen und macht es auch Depressivem Menschen möglich, auch ohne Viagra eine Familie zu gründen.
    Ein dopaminierges Medikament dieser Firma, die sehr interessante Substanz Amineptine wurde wg. angeblicher Suchterkrankungen mit Dosiserhöhungungen einiger Patienten vom markt genommen (wohinter oft andere Pharmafirmen, die Konkurrenz steckt) und steht für den normalen therapeutischen Gebrauch nicht mehr zur Verfügung. Diese Antidepressiva weisen eine tricyclische, chemische Grundstruktur auf, sind aber hoch innovativ, haben schnellen Wirkungseintritt und geringe Nebenwirkungen und ein Medikament steht mit dem Namen "Stablon", genersich Tianeptine zur Verfügung.
    Gegenüber Johanniskraut, ein gutes Antidepressivum bestehen ebenso oftmals noch (unbegründete) Vorbehalte bei den behandenden Ärzten.
    Das aber nur noch am Rande, ich habe keine Kraft dies auszuführen jetzt. Wer sich für Antidepressiva und CBD interessiert und Zeit hat, bitte wie oben gesagt, die nicht so stromlinienförmige aber sehr wissenschaftlich seriöse Website Good drug guide aufrufen und darin schmökern.
    Es wäre zu wünschen, dies täten auch einge Leute in der Forschung die schon glauben, über diese Substanzen alles zu wissen. Keiner weiß alles, wie ihr sicherlich wißt......

  8. #8
    True ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo,
    Kurze Biografie, bin 55, weiblich und seit 40 Jahren BL. mit "klassischen" Krankheitsverlauf, mit allen was dazu gehört, ausser ritzen.
    Bin in 2.Ehe (die erste war die Hölle) seit 16 Jahren sehr glücklich und zufrieden verheiratet. Bin zu 70 % schwerbehindert und beziehe seit 14 Jahren volle Erwerbsunfähigkeitsrente, die ich mir in einem Prozess gegen den Rentenversicher erstritten habe. war selbst 12 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt und habe mich selbst vertreten. Es kam zum Vergleich, damit es nicht ein (für andere) Borderliner zitierbares Urteil gibt.
    Habe seit ca. 10 Jahrfen die selbe Hausärztin, die von meiner BL-Störung weiss. Ebenso weiss sie, dass ich mit seit ca. 15 Jahren mit THC selbst behandelt habe, nachdem ich nach einem grauenvollen Entzug von jeglichen Psychopharmaka festgestellt habe, dass der 1 Joint am morgen, manchmal noch nen zweiten gegen Abend mich von meinem Leidensdruck befreit. Ich war noch nie so glücklich, ausgeglichen wie in den letzten 16 Jahren meines Lebens.
    Anfang des Jahres habe ich nach 40 Jahren und 40 Zigaretten täglich mit dem Rauchen aufgehört, da ich an COP erkrankt bin.
    Um nicht auf meine Medikation verzichten sie müssen, habe ich angefangen, den Wirkstoff mit einem Vapo zu inhalieren, was nicht den gewohnten Effekt gezeigt hat, da ich sehr stark husten muss. Also habe ich wieder angefangen Joints zu drehen, was dazu führte, dass ich wieder mehr Zigaretten rauche.
    Dann habe ich beschlossen, zu versuchen mit der Medikation aufzuhören. Bereits nach 3 Wochen waren die ersten Symtome der BL-Störung wieder da und mein Gatte hat mich angefleht meine Eigenmedikation wieder aufzunehmen, da er sich ernsthaft sorgt, dass ich nach wochenlanger schwerer Schlaflosigkeit und tagelangen Tränenflüssen, in denen ich zu ertrinken fürchte, irgendwann komplett durchdrehe.
    Vor 2 Tagen habe ich meine langjährige Hausärztin gebeten mir CBD auf Privat Rezept zu verordnen, um so zumindest die Depressionen zu behandeln und die unerträgliche Anspannung in mir zu lindern.
    Au Backe, was für nen Schuss in den Ofen. Nur die Erwähnung von CBD hat dazu geführt, dass sie sofort abgeschaltet hat, sich weigerte, dass mitgebracHte Info-Material des AMC auch nur anzunehmen. Ich habe ihr gegenüber deutlich gemacht, dass ich von einem THC freien Mittel rede. Trotzdem erklärte sie mir, dass sowas in Hände einer schmerztherapeutischen Praxis gehört, sie kenne sich mit sowas nicht aus, vielleicht sollte ich ne mehrwöchige staionäre Therapie machen. Obwohl ich sie darum gebeten , mir niemals Medi mit starkem Suchtpotential zu verordnen (mit Hinweis im PC bei meinen Patientendaten, wg. Suchtgefahr solche Medis nicht zu verordnen), hat sie mir auf einem Rezept Zopiclon 3,75 mg, 10 Stück, aufgeschrieben. Erst in der Apotheke fiel mir auf, dass ich das selbst bezahlen musste, da sie ein Privatrezept benutzt hat. Nach Info im Internet habe ich dann festgestellt, dass es sich sehr wohl um ein stark suchterzeugendes Präperat handelt.
    "Um an Ihren Stoff zu kommen" (wortwörtlich) hat sie mir eine Überweisung für einen Schmerztherapeuten ausgestellt, auf dem sie Schmerzen wg WS-Syndrom attestiert, die ich nicht habe und ich außer Ibo keine anderen Schmerzmittelmittel nehme.
    Den Termin beim Schmerztherapeuten habe ich im Oktober und vorher soll ich mir den Schmerzfragebogen abholen und bis zum Termin ein Schmerztagebuch führen.
    Ich habe zwar ne Apotheke hier gefunden, die Rezepturarzneimittel herstellt, aber bisher nur Dronabinol und nicht CBD. Für 250mg Dronabinol (100 Kapseln a 2,5mg)
    müss ich 262 € zahlen, wenn ich ein Privatrezept vorlege. Bin bei der TK versichert und habe dort erstmal nur telefonisch angefragt, ob sie diese Kosten übernahmen würden. Antwort steht bis Montag noch aus.
    Leider weiss ich nicht, welcher Arzt in meiner Nähe, meiner alternativen Selbstmedikation offen gegenüber steht. Aber zu dem Schmerztherapeuten zu gehen und gezwungen zu sein, dem die Hucke vollzulügen, empfinde als demütigend. Außerdem erinnert es mich fatal daran, wie ich mir während meiner Medikamtenabhängigkeit von Psycho-Pills immer stärkere Dröhnungen erschwindelt habe.
    Ich wohne im PLZ-Gebiet 424.. und frage an, ob jemanden ein Arzt bekannt ist, mit dem ich angstfrei, offen und ehrlich über meine Symtomatik reden kann.
    Meine Hausärtzin behandelt auch meine Diabetes und habe dort am nächsten Donnerstag einen Termin zur Blutabnahme. Ich versuche wirklich, mit dieser ungeheuren Enttäuschung (ich habe ihr immer vertraut, was lange, lange gedauert hat) "vernünftig" umzugehen. Ist es eine BL-Handlung, wenn ich nie wieder in dieses Praxis gehen will ?
    Am Montag habe ich einen Termin ein einer neurolischen Praxis, zu Messung meiner Füße. In dieser Praxis praktiziert auch ein Psychiater, der mich fast 10 Jahre behandelt hat. Den brauchte ich aber in den letzten 15 Jahre nicht und ich weiss bereits, dass er auch keine cannabis medis verschreibt. Werde trotzdem bei der Neuroligin offen und ehrlich nach einem Privatrezept für Dronabinol fragen, sollte die TK die Kostenübernahme ablehnen. Drückt mir die Daumen.
    Love & Peace
    True
    Geändert von True (29.08.2015 um 08:58 Uhr)

  9. #9
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    Hallo liebe True,

    herzlich Willkommen hier im ACM Forum.

    Es tut mir richtig leid für Dich, dass sich Deine Ärztin nicht wirklich die Mühe gemacht hat, sich über Cannabidiol zu informieren.

    CBD kannst Du bei http://www.hanf-zeit.com/cbd-produkte-20.html?p=1 rezeptfrei bestellen, oder zum Beispiel hier: http://www.kiwawo.de/natuerliche-koe...e/cbd-produkte

    Vielleicht probierst Du einfach mal ein CBD CO2-Extrakt aus, um zu sehen, ob es Dir damit besser geht. Es gibt auch über Amazon bereits einige CBD Produkte. Mit einem Privatrezept könnte man sich zum Beispiel aber auch in der Bock-Apotheke in Frankfurt CBD Kapseln bestellen. Diese Kapseln füllen die dort wohl selbst ab.

    Die Kosten für CBD wird von den Krankenkassen in der Regel jedoch nicht übernommen und leider ist es sehr, sehr teuer. Bei Dronabinol hingegen handelt es sich um THC. Das weißt Du ja sicherlich. Das bekommst Du über ein BTM-Rezept. Aber auch dieses Medikament wird nur in äußerst seltenen Fällen von der Krankenkasse übernommen. Du wirst ja sehen, was Dir Deine Krankenkasse am Montag auf Deine Anfrage hin antworten wird. Ich drücke Dir aber selbstverständlich dennoch die Daumen.

    Ehrlich gesagt finde ich es ebenfalls merkwürdig, dass Du von Deiner Hausärztin zum Schmerztherapeuten verwiesen wirst, ohne dass Dich überhaupt Schmerzen plagen.

    Falls Dir hier im Forum niemand einen Arzt in Deiner Gegend empfehlen kann, gibt es auch noch das Patienten-Selbsthilfenetzwerk vom ACM, in das Du Dich eintragen lassen könntest, wenn Du Mitglied im ACM wirst. Eventuell kann Dir dort dann ein Patient einen Arzt empfehlen, der für Dich in Frage kommen könnte.

    Welchen Vaporizer hast Du ausprobiert? Vielleicht war die Temperatur ein bisschen zu hoch eingestellt. Das kann zu Hustenreiz führen. Anfangs ist das Dampfen aber vielleicht auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

    Ich hoffe sehr, dass Dir bei Deinen Bemühungen um eine alternative Therapie baldmöglichst geholfen werden kann und es Dir dann hoffentlich wieder besser geht.

    Ganz, ganz lieben Gruß und viel Erfolg bei dem Termin bei Deiner Neurologin,
    Ruby

  10. #10
    True ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo liebe Ruby,
    vielen Dank für deine lieben wohltuenden Worte. Ich habe wochenlang verschiedene Vapos probiert, bei denen man sogar die gewünschte Temperatur einstellen kann, aber da die COPD so weit fortgeschritten ist, löst alles, was ich inhaliere oder rauche die heftigsten Hustenanfälle aus.
    Dass meine Hausärztin mich an den Schmerztherapeuten verwiesen hat, soll mir vielleicht klar machen, dass ich ne Drogenabhängige bin, die sich ihren Stoff doch bitte schön auf andere Weise besorgen soll. Ich bin mir nicht sicher, ob sie nicht bereits wusste, was für Anforderungen beim diesem Schmerztherapeuten erfüllt werden müssen und dass ich ohne einen erläuternden Begleitbrief von ihr sowieso keine Chance habe. Das wäre doch die Bestätigung für sie, dass sich kein anständiger Arzt zur "Drogenbeschaffung" (ihre Worte) bereit erklärt.
    ich hatte schon überlegt, ob ich dem Schmerztherapeuten einfach erzählen soll, wie ich an die Überweisung gekommen bin, befürchte aber ohne einen ausgefüllten Fake-Fragebogen gar nicht zum Doktor vorgelassen zu werden. (bevor Sie den nicht ausgefüllt haben, brauchen Sie hier gar nicht erscheinen, O-Ton der Sprechstundenhilfe) Ich habe gelesen, dass Borderliner eine Diagnose ist, bei der es eine Ausnahmegenehmigung der BfArM für Eigenanbau gegeben hat. Das habe ich nicht vor, aber eine Krankenkasse hat während des Genehmigungsverfahren doch eine Kostenübernahme für Dronabinol angeboten. Zwischenzeitlich werde ich versuchen überhaupt erstmal ein Privatrezept für CBD zu bekommen, denn selbst das hat mir meine Hausärztin verweigert. Ich halte nichts davon, die Substanz in irgendwelchen Internetshops zu bestellen, da weiß ich nicht wirklich weiss, was drin ist. Werde aber deine Links mal ausprobieren. Tschüss für heute, der beste Ehemann von allen hat mich gerade aufgefordert, nen Weekender zu packen. Wir fahren nach Holland ans Meer und relaxen.
    Love & Peace
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