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Thema: THC gegen Epilepsie

  1. #1
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    THC gegen Epilepsie

    Hi zusammen!

    Hat jemand Erfahrung mit THC gegen epileptische Anfälle?

    Ein Freund eines Mannes hat seit einem Autounfall e. Anfälle und kifft mehr oder weniger regelmäßig. Bei längerem Verzicht auf´s Kiffen bekommt er Anfälle, die ansonsten ausbleiben.
    Seine Eltern, bei denen er gezwungenermaßen lebt sind strikte Gegner von Cannabis und sehen in den epileptischen Anfällen Entzugserscheinungen von selbigem.

    Gibt es Erfahrungen mit Dronabinol o.ä. und Krankenkassen?


    Viele Grüße, sera

  2. #2
    ticcer ist offline Registrierter Benutzer
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    Epilepsie

    Hi Sera,

    meines Wissens sind die heutigen Antiepileptika in der Lage, die meisten Anfallserkrankungen ziemlich gut zu lindern. Ich selber nehme 200 mg Carbamazepin täglich und habe vor einigen Jahren seit ca. 20 Jahren wieder mal einen Grand mal - Anfall erlitten . Allerdings hatte ich - gegen meine Gewohnheit am Vortag Wein getrunken. Die Ärzte führten den Anfall auch deshalb darauf zurück. Übrigens konnte ich ohne Probleme meine Wasserpfeife im Klinikum benutzen und zwar gegen mein TS .

    Dennoch soll es Epilepsieformen geben , die auf die üblichen Medikamente nicht anschlagen bzw. zu hohe Nebenwirkungen haben. Manche dieser Leute können sich dann offenbar sehr gut mit Cannabis helfen.

    Aber Anfälle als Entzugserscheinungen ? Nö.

    Gruß

    frank

  3. #3
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    Lächeln @sera

    Hi sera

    ich bin in der glücklichen Lage , daß ich gleich mehrere Grunderkrankungen habe, bei denen Cannabinoide helfen. U.a. auch Epilepsie.
    Ich nehme täglich 600mg Carbamazepim (ticcer ja auch), womit die Anfälle seit knapp 3 Jahren ausbleiben. Allerdings habe ich auch Beobachtungen gemacht, die den Schluß zulassen, daß die Anfälle nur dann kamen, wenn ich Alkohol getrunken habe - egal, ob nur 1 Glas Wein am Abend oder ´ne ganze Flasche von mir getrunken wurde (kam nur sehr selten vor - vielleicht 1x/Monat).
    Und meistens dann am darauffolgenden Tag war ein Grand mal angesagt - immer unmittelbar nach dem Aufwachen und angefangen hat das Ganze, als ich eine K...pause einlegen mußte, weil ich die Herausgabe meines Führerscheis beantragt habe. Ca. 4 Wochen nach dem Pause einlegen hatte ich den 1. Anfall. Seit ich meinen FS wiederhabe, k.... ich natürlich wieder, um all meine Symptome wieder zu verbessern und zu beheben.
    Mein Neurologe wollte zur Sicherheit, daß ich Carbamazepin weiternehme, weil er ja immerhin den Kopf dafür hinhalten muß, wenn doch mal was passiert. 2-3 Jahre, meinte er sollte ich Anfallfrei sein, dann wollen wir Carbamazepin langsam absetzen. Im Übrigen ist auch er für eine Behandlung meiner neurologischen Ausfälle (Querschnitt/Epilepsie) mit Cannabis, wollte mir Dronabinol gegen die Spastik verschreiben. Doch die Schmerzambulanz kam ihm zuvor (wegen Krebsnachbehandlung).

    Was Dir aber mit großer Sicherheit weiterhelfen wird, klicke links auf den Link Deutschland -> med Anwendungen -> Epilepsie
    Dort wird das Thema sehr ausführlich beschrieben.

    Hoffe, ich konnte Dir helfen

    Gruß Frank

  4. #4
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    hallo Sera

    Mir hat letztes Jahr ein Epilepsie-Betroffener seinen Erfahrungsbericht geschickt.

    Er hatte seit 1991 Grand-Mal-Anfälle, ohne vorherige Ankündigung, die im Abstand von ca. 2 bis 3 Wochen auftreten. Anfangs wurde ihm Ergenyl verschrieben, dann später zusätzlich Mylepsinum. Der gewünschte Erfolg blieb aus.
    Erst seit 1994 war er anfallsfrei, das ist in etwa der gleiche Zeitpunkt, zu dem er begonnen hat, täglich Cannabis zu konsumieren und blieb er bis 2002 anfallsfrei.

    Wegen Schwierigkeiten mit der Polizei hörte er dann auf zu rauchen und nahm begann gleichzeitig wieder Ergenyl zu nehmen. 10 Tage später bekam er seinen ersten Anfall nach 8 Jahren und hatte aber da regelmäßig wieder große Anfälle .Im Durchschnitt alle 2-3 Wochen.
    Auch Topamax und Lamictal, die er zusätzlich bekam, halfen nichts.
    Habe leider nichts mehr von ihm gehört, aber hoffe sein Bemühen, Drobabinol zu bekommen, war erfolgreich.
    Leider gibts dazu bisher nur ganz wenig Forschungsergebnisse
    aus der Beobachtung einzelner Patienten oder Tierversuchen.
    Gw-Pharmazeutical hat aber letztes jahr angekündigt auch in Bezug auf Epilepsie eine Studie machen zu wollen.

    lg Gabi
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  5. #5
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    Unglücklich @ll

    Die übliche Behandlung von Krampfleiden wird vorgenommen mit Medikamenten aus folgenden Wirkstoffen:

    Phenobarbital (Luminaletten); Carbamazepin; Valproinsäure; Tiagabin; Levetiracetam; Lamotrigin; Primidon; Gabapentin; usw.

    Wer sich hier mal die ganzen Nebenwirkungen betrachtet, überlegt sich 3x, ob er das Gift in sich reinstopft. Als Beispiel Phenobarbital: Hierbei handelt es sich um ein Medikament zur Narkoseeinleitung - zählen Sie bis 5 (und weg ist er/sie). Im weiteren ist zu beachten, daß fast alle Meds, die auf ...am enden, aus der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine (Valiumabkömmlinge) stammen (Diazepam, Tetrazepam, Oxazepam, usw.).
    Schlimmste Nw. sind z.B. totales Organversagen, Psychosen, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Nervosität, Schlaflosigkeit, Ataxie, Nystagmus, Parästhesien, Appetitlosigkeit. Gelegentl.: Schwächegefühl, Sehstör., Tremor, Dysarthrie, Denk- u. Gedächtnisstör., Mundtrockenheit, depressive Verstimmung, emotionale Labilität. In klinischen Studien: Dyspepsie, Obstipation, Bauchschmerzen, Harninkontinenz, gesteigerter Appetit, Rhinitis, Pharyngitis, Husten, Myalgie, Rückenschmerzen, Ödeme im Gesichtsbereich od. an den Extremitäten od. am ganzen Körper, Impotenz, Zahnanomalien, Zahnfleischentzündungen, Abschürfungen, Pruritus, Leukopenie, Knochenbrüche, Vasodilatation, Hypertension, Bluterguß nach Verletzung. Bei Kdrn. unter 12 J. aggressives Verhalten, Hyperkinesien. (bei fast allen Meds. gegen Epilepsie).
    Und diesen Chemiecocktail soll man einnehmen, wenn die Natur genauso gut wirkt - mit kalkulierbaren Nw. - Man wird halt platt.
    Man muß sich das mal vorstellen, wie viele Neurologen munter ein Rezept nach dem anderen ausstellen, für Meds, die bei der nötigen Dosierung oft Nw. haben, welche die Lebensqualität nahezu genauso einschränken, als würde man jeden Tag einen "fetten Anfall" kriegen.
    Mittlerweile kommen allerdings immer mehr Neurologen auf den Trichter, sich diesbez. mit Cannabis zu beschäftigen! Wird ja auch Zeit!!!

    Gruß Frank

  6. #6
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    Unglücklich Re: Epilepsie

    Original geschrieben von ticcer
    Hi Sera,

    meines Wissens sind die heutigen Antiepileptika in der Lage, die meisten Anfallserkrankungen ziemlich gut zu lindern. Ich selber nehme 200 mg Carbamazepin täglich und habe vor einigen Jahren seit ca. 20 Jahren wieder mal einen Grand mal - Anfall erlitten . Allerdings hatte ich - gegen meine Gewohnheit am Vortag Wein getrunken. Die Ärzte führten den Anfall auch deshalb darauf zurück. Übrigens konnte ich ohne Probleme meine Wasserpfeife im Klinikum benutzen und zwar gegen mein TS .

    Dennoch soll es Epilepsieformen geben , die auf die üblichen Medikamente nicht anschlagen bzw. zu hohe Nebenwirkungen haben. Manche dieser Leute können sich dann offenbar sehr gut mit Cannabis helfen.

    Aber Anfälle als Entzugserscheinungen ? Nö.

    Gruß

    frank
    hallo frank,

    interessant finde ich den hinweis auf den vermuteten zusammenhang zwischen alkoholgenuss (-> wein) und einem grand-mal-anfall.

    ich bin selbst seit vielen jahren am tourette-syndrom erkrankt und habe auch in bezug auf alkohol so meine erfahrungen machen müssen. bier vertrage ich bis zu einer menge von ca. 0,9 l (pro tag) ganz gut, wenn ich mehr trinke, verschlimmert es mein ts mit allen symptomen incl. zwangshandlungen; das gleiche gilt für wein ab 0,3 l (pro tag).

    starke krämpfe mit vermehrten zuckungen (ca. 8-10 stunden) treten hingegen schon bei kleinen mengen von spirituosen auf (z. b. cognac, likör, rum) - hier genügen schon 2 cl (ich hoffe, die mengenangabe ist korrekt) - eben halt, so n kleines gläschen. aus diesem grund meide ich hochprozentige alkoholika komplett!

    ciao ncboy

  7. #7
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    Daumen hoch @ncboy

    Hi,

    ich trinke gar keinen Alkohol (höchstens beim Griechen mal ´n Ouzo als Aperitif), schon wegen des erhöhten Anfallsrisikos.
    Jedenfalls habe ich einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Alkohol und erhöhter Anfallsbereitschaft feststellen können.
    Also, nach Möglichkeit Finger weg!

    Gruß Frank

    :smoke:
    Hinweis: In Deutschland ist der Besitz, Anbau, Verkauf, usw. von Cannabis verboten!!! Jede Maßnahme C. zu erwerben, anzubauen und einzuführen, kann strafrechtlich verfolgt werden und geschieht daher in Eigenverantwortung!!!

  8. #8
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    Re: @ncboy

    Original geschrieben von Geheimrat1
    Hi,

    ich trinke gar keinen Alkohol (höchstens beim Griechen mal ´n Ouzo als Aperitif), schon wegen des erhöhten Anfallsrisikos.
    Jedenfalls habe ich einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Alkohol und erhöhter Anfallsbereitschaft feststellen können.
    Also, nach Möglichkeit Finger weg!

    Gruß Frank

    :smoke:

    HAST DU MAL N EPILEPSIE-ARZT GEFRAGT, WIE ER SICH DIESE REAKTIONEN ERKLÄRT ??

    NCBOY :hi:

  9. #9
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    Unglücklich @ncboy

    hi,

    ne, hab ich leider nicht. Es war meiner Ansicht nach auch nicht notwendig, weil es immer so war, daß ich gekrampft habe, wenn ich Mal was getrunken habe. Das war für mich aussagekräftig genug.
    Seit bekanntwerden der Epilepsie nehme ich noch 600 mg Carbamazepin (eigentl. unterdosiert - minimum liegt normalerweise bei 900mg /Tag) - dank Cannabis.

    Gruß Frank

    :smoke:
    Hinweis: In Deutschland ist der Besitz, Anbau, Verkauf, usw. von Cannabis verboten!!! Jede Maßnahme C. zu erwerben, anzubauen und einzuführen, kann strafrechtlich verfolgt werden und geschieht daher in Eigenverantwortung!!!

  10. #10
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    hi geheimrat, danke für deine message,
    klaro, wenn das so "auf der hand liegt" mit den reaktionen, warum solltest du auch nachfragen!

    mich interessiert bei solchen reaktionen immer das "warum" !!! also --> was passiert im gehirn nach alkoholgenuss, speziell bei epileptikern oder tourettern ... ???

    ein psychologe sagte mir (der sich mit dieser thematik beschäftigt), nach alkoholgenuss wird mit dem abbau des alkohols aus dem gehirn zusätzlich zink und magnesium ausgeschieden, was für diverse neurologische reaktionen wie krämpfe etc. verantwortlich wäre. ist aber nur ne theorie - weiss nicht, ob das schon wissenschaftl. bestätigt wurde.

    ciao + alles gute

    ncboy

  11. #11
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    Hi Sera,

    also ich kann aus eigener Erfahrung berichten, das ich jahrelang Cannabis konsumiert habe und während dieser Zeit komplett Anfallsfrei war.

    Nachdem ich nur noch alle paar Wochen Cannabis konsumiert habe, habe ich einen Grand mal Anfall bekommen.

    Ich kann nicht belegen, ob das Zufall war oder wirklich der regelmäßige Cannabiskonsum zur vorrübergehenden Anfallsfreiheit beitrug, ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten.
    Der Weg ist das Ziel

  12. #12
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    Reden THC gegen Epilepsie

    Moin zusammen,

    kurz hab ich mich mal mit diesem Thema befasst und würd gern mal wissen wie ihr den Wirkstoff dann zu euch nehmt? Kifft ihr nur oder gibts es ihn schon Tabletten all das. Sollte das gut sein dieses THC muss man es mal aus probieren und ich sollte mal mit meinem Neurologen drüber sprechen. Seit 18 Jahren hab ich die Epilepsie und bin nur mal kurzfristig Anfallsfrei gewesen evtll. wäre dies ja dann eine Lösung.

    Gruß

    IschBins
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  13. #13
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    Also wie es eingenommen wird, kann ich dir nicht sagen ich denke nicht das man dann kifft, wahrscheinlich wird es in Tabletten- oder Tropfenform verabreicht.

    Es ist halt nur so , das ich während der Zeit, als ich noch konsomiert habe, jahrelang komplett Anfallsfrei war und dich Anfalle erst wieder begonnen haben, als ich nicht mehr konsumiert habe.

    :smoke:
    Der Weg ist das Ziel

  14. #14
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    THC gegen Epilepsie

    Das mein Ich ja wenn es das mittel in Tropfen oder auch Tabletten gibt muss es doch für jeden Epilepsiekranken möglich sein ein Rezept zu bekommen. Irgendwie intrssiert mich das immer mehr und mehr. Ist ja auch klar wenn es doch irgendiwe Chancen gibt anders Anfallsfreei zu werden als mit den normalen Antiepileptika.
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  15. #15
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    hallo Ischbins

    les Dich mal unter http://cannabis-med.org/german/forum...p?s=&forumid=5

    in das Thema Dronabinol ein, so heißt der verschreibungsfähige Wirkstoff.

    gruß Gabi
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