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Thema: 31, Komplexe PTBS, Self-Therapy

  1. #1
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    31, Komplexe PTBS, Self-Therapy

    Hello zusammen,

    ich bin 31 Jahre alt und komme aus NRW.
    Seit meinem 26. Lebensjahr setze ich Cannabis in Blütenform ein, um Symptome einer komplexen Posttraumatischen Störung zu lindern/ mich zu stabilisieren. Mit Cannabis kann ich ohne Nebenwirkungen am Alltag teilnehmen. Hier einige Beispiele die ich für sehr relevant halte.

    - Chronische Rückenschmerzen -> Linderung (Schmerzen reduzieren sich um die Hälfte und mehr (zb. 9/10 auf 4/10).
    - Zusätzlich zu den Rückenschmerzen Migräne und Clusterkopfschmerzen -> Ebenfalls Linderung/ Auch geht das schmerzinduzierte Zittern an den Extremitäten zurück, der Körper beruhigt sich in gewisser Weise.
    - Tics im Gesicht und Oberkörper verschwinden nach Konsum vollständig (das ist zb. im Büro und bei Kundenkontakt wichtig)
    - Konzentration verbessert sich enorm, da meine Aufmerksamkeitsstörung (Kontrollsuche) fast gänzlich verschwindet
    - Angst und Panikattacken (je nach Grassorte) vollständig verschwunden
    - Keine Probleme beim Einschlafen, keine Durchschlafprobleme
    - Starke Wirkung gegen die innere Leere/ Depersonalisation
    - Wirkt stark gegen depressive Verstummung und Selbstmordgedanken (auf Grund der inneren Leere)
    - Impulsivität geht zurück/ Gefühle kann ich generell leichter beherrschen

    Dazu kommen andere Aspekte wie ein gesünderer Lebensstil (sehr bewusste Ernährung) den man sich aneignen konnte, keine anderen Medikamente mehr (ich war ziemlich Tilidinabhängig wegen dem Rücken) oder Alkohol. Und dann fällt mir auch auf, wie ich kaum noch Aufregung oder Gefahr in meinem Leben suche. Dafür muss man wissen, dass ich so Dinge machte wie illegale Graffitiaktionen, oder Extremsport um einen Kick zu haben. Man fängt außerdem an zu meditieren, stellt sehr tiefgreifende Fragen die mir heute die Ursache der Traumastörung offenbaren - Sprich, ich kann daran arbeiten!

    Aktuell hat mich ein Flashback wieder ziemlich aus dem Leben befördert.. dazu kommt, dass ich verunreinigtes Gras rauche, wie auch derzeit... Der Schwarzmarkt ist keine leichte Sache für uns Konsumenten. Auch bin ich gesetzlich versichert und kein Arzt der Welt interessiert sich dafür, dass der Cannabis hilft.

    Vielleicht kann man sich hier irgendwie austauschen.
    Da es mir zum jetzigen Zeitpunkt ohne vernünftige Medizin ziemlich schlecht geht, kann ich kaum sagen was ich von euch will. Die Depersonalisierung und auch die Leere ist schrecklich... Als würde man alles aufgegeben haben, jeder Kampf zu viel..
    Aber immerhin hab ich mich jetzt getraut und einen Anfang gemacht. Würde mich über Kontakte und Austausch freuen.
    Falls es Anlaufstellen in Düsseldorf oder Köln gibt, wäre ich auch interessiert.

    Einen Arzt habe ich aktuell nicht -
    Die einzige Möglichkeit bleibt weiterhin weg aus Deutschland...
    einfach weg aus diesem System -

    Danke und Grüße gehen auch an Frau Ludwig raus ...
    Broccoli ... es beleidigt einem so sehr... wie herzlos kann man sein.

  2. #2
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    Nutzt du denn sonstige therapeutische Hilfe? Bist du bspw. in einer Psychotherapie?

  3. #3
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    Hey moepens, danke für deine Antwort.
    Bereits vor dem Flashback im Juli (erfolgte während einer Polizeikontrolle), suchte ich mir einen Psychotherapeuten. Es hatte damals noch den Grund, dass ich seit Beginn der Pandemie gemerkt habe, wie in meinem Leben etwas nicht stimmt. Vielleicht hat mich die ganze Sache auch nochmal zusätzlich so sehr belastet, dass ich zunehmend depressiver wurde.
    Nach dem Flashback suchte ich mir zusätzlich eine Psychologin und war in einer LVR-Klinik zur genaueren Abklärung und Dokumentation (ich kann dort dann Bewertungen machen/ die Chronischen Schmerzen einschätzen und beschreiben). Auch hilft mir ein Teil der Ambulanz dort mit verschiedenen Leistungen (Akupunktur, Gruppengesprächen, Drug-Screening wobei es sich bei THC nicht sonderlich lohnt).

    Seit einigen Wochen schreibe ich auch wieder in meinem Buch (Self-Authoring).
    Hier kann ich die Situation auch Schritt für Schritt behandeln, verstehen, Erinnerungen zurückholen.

    Derzeit ist es nicht einfach mit dem Cannabis.
    Einerseits spiele ich auch wieder mit dem Gedanken alles aufzuhören... packe meine Sachen/ sortiere aus und will Deutschland verlassen.
    Auf jeden Fall aber danke, dass sich hier jemand bereiterklärt hat zu antworten.

    Wo soll die Unterhaltung hingehen?

  4. #4
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    Aktuell kann ich nur auf starke CBD-Blüten zurückgreifen - die Situation auf dem Schwarzmarkt ist gerade sehr sehr angespannt/ es werden derzeit auch wohl fast nur gestreckte Sachen angeboten (Zucker, Brix, Haarspray). Ein Plan wäre sicherlich hier in Köln nach einem Psychiater zu suchen, der medicinal Cannabis verschreibt. Dafür fehlt mir echt die Kraft ... und ich habs schon so oft versucht...
    Bin ziemlich verzweifelt. Schade alles

  5. #5
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    Bleib stark mein freund.Es kann nur beser werden. Die Prohibition ist gescheitert.
    Es wird sich bald ändern.
    Legalize it, dont criticize it!

  6. #6
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    Ich möchte etwas klar stellen.

    Die rechtliche Lage bezüglich Cannabidiol (CBD) und damit auch den Cannabisblüten (CBD-Blüten) ändert sich aktuell permanent.
    Daher ist angeraten, sich hier auf dem Laufenden zu halten und ich möchte die zuvor gemachte Empfehlung zurücknehmen.
    Mir war nicht bewusst, dass sich die rechtliche Lage derzeit so stark verändert, sondern eher das es ohne THC legal sei.
    Dem ist nicht so! Auch kann die Polizei wohl nicht unterscheiden, ob THC drin steckt oder nicht.
    Seid also weiterhin vorsichtig und ignoriert meine Empfehlung.

    Danke

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