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Thema: Mit was hab ich jetzt zu rechnen? Widerspruch gegen Eilantrag von der KK eingelegt.

  1. #1
    Joel92 ist offline Registrierter Benutzer
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    Ausrufezeichen Mit was hab ich jetzt zu rechnen? Widerspruch gegen Eilantrag von der KK eingelegt.

    Hallo ihr lieben,
    Ich habe vor etwa 2 Wochen meinen Eilantrag auf Einstweilige Anordnung beim Gericht unter Eidesstaat abgeben. Mit Begründung etc. Mein Anwalt hat mein Mandat leider nach 2 Monaten niedergelegt und das mitten im Widerspruchsverfahren.... (Wohl persönliche Probleme oder Rache, weil er früher mit meiner Mum in einer Partnerschaft war)
    Er schrieb dann noch dazu "Ich bitte dich deinen Eilantrag selbst vor dem Sozialgericht einzureichen. Dies hab ich auch getan, da ich denke ich brauche nicht unbedingt auch einen Anwalt in meinem Fall.

    Jetzt kommt aber der Knaller womit ich nicht gerechnet hätte und ich ich kann auch nicht beurteilen ob das eher gut oder schlecht ist.
    Die Krankenkasse hat Widerspruch gegen meinen Eilantrag eingelegt. (Der 1. Antrag mit vom Oberarzt ausgefülltem Fragebogen habe ich der KK schon am 9.1.2019 vorgelegt. Seitdem läuft das ganze also.)

    Jetzt hab ich halt Post bekommen und wollte mal um eure Erfahrung bitten.
    Sind diese Ehrenamtlichen Leute im Ausschuss unbefangener? Vor allem der gelb markierte Absatz, ich soll noch mehr Geduld aufbringen, wenn ich schon quasi in einer Notlage bin ohne jetzt, da es finanziell nie ganz reicht für den Monat. Die Kasse zögert alles hinaus so kommt es mir vor und ich komme nicht voran und all meine Diagnosen inkl. Symptome verschlimmern sich.

    Diagnosen gesichert:

    Schwere rezivierende Depressionen
    ADHS schwerwiegend (innerliche Unruhe Hypoaktiv), eigentlich das gleiche wie ADHS nur das sich die Hyperaktivität körperlich im Erwachsenen alter nach innen richtet und man permament unruhig ist.
    Panikattacken
    Sozialphobische Komponente
    Starke Essstörungen
    Starke Schlafstörungen

    Habe schon alle Medikamente durch bzw min 4-5 Antidepressiva, 4-5 verschiedene Benzodiazepine, einige Neuroleptika die eigentlich Kontaprodkutiv bei ADHS sind und auch keine Standart Therapie darstellen glaube ich. Das einzige was mir jetzt nach 20 Jahren mit der Diagnose und all seinen Problemen hilft ist eine Kombinationstherapie aus Elvanse (zum Glück wurde es zugelassen für Erwachsene) Echt ein super Medikament und besser als der Saft finde ich, da weniger körperliche vegetative NW. Aber dies wie gesagt nur in Kobinationstherapie mit Cannabisblüten (momentan nur Bedrocan) welches vaporisiert die Panikattacken schnell beendet und auch meine Soziale Phobie beseitigt und ich eher auf Leute zugehe und mich normal führe. Ich fühl mich wenn ich es kurz sagen würde.. Nach §1 GG Abs. 3 im Recht verletzt mittlerweile. Diese Reizüberflutung ohne Cannabis und der verminderte Appetit wenn ich kein Bedrocan mehr habe.. 69kg auf 190cm. Normal sind es bei mir eig 78-83kg. Aber der Stress den ich dann ohne empfinde ist einfach die Hölle. Alles potenziert sich und das Leben fühlt sich nicht mehr Lebenswert an.
    Ich habe z.b auch wieder begonnen mein Fachabi nach dem letzten scheitern nochmal in Angriff zu nehmen. Hatte vorher 4 Jahre lang sehr schwere Depressionen und kam garnicht aus dem Bett und habe nichts gemacht. Seit der Cannabis + Elvanse Medikation hab ich wieder die Kraft Das Fachabi zu machen (SGD) und mein wie vor 5 Jahren noch vorhandener Wunsch Medizintechnik oder Elektrotechnik zu studieren. Ohne das Cannabis fällt es mir extrem schwer zu lernen. (Ok das Elvanse hilft schon enorm) aber Bedrocan nimmt mir nochmal viele Nebenwirkungen des Elvanse weg und wirkt synergetisch in geringen Dosen. Heißt ich sehe z.b eine Elektrotechnik oder Matheaufgabe. Mit Elvanse alleine kann ich mich zwar gut fokussieren, aber die Reizoffenheit ist immer noch da und die Impulskontrollstörungen wie sich z.b nur auf eine Aufgabe zu konzentrieren und nicht 10 Sachen gleichzeitig anzufangen, was ich meist nicht bemerke weil ich dann in den Hyperfokus rutsche und 10 Aufgaben auf einmal im Kopf schweben, wobei ich dann durch die Reizfilterunsprobleme die wichtigen Sachen nicht von den unwichtigen unterscheiden kann. Bzw nicht so gut. Ich könnte noch mehr schreiben, aber das ist es grob. Das wichtigste ist halt, es hat auch keine Nebenwirkungen bei mir außer Mundtrockenheit was aber auch am Elvanse und dem momentanen Wetter liegt. Der Hunger ist auch normalisiert mit Bedrocan. Ich nehme mich bewusster war und reflektieren. Bin jetzt seit ich richtig drauf eingestellt bin bzw der Körper einen Spiegel aufgebaut hat so Happy wie noch nie, da die Zukunftsängste und das Gefühl der Nutzlosigkeit verschwinden. Und das von Tag zu Tag mehr. Sobald ich wie gesagt die Bedrocantherapie länger als 1-2 Tage aussetze verschlimmert sich wieder alles und ich fühl mich zu nichts in der Lage. Man könnte auch sagen... Wenn die Kostenübernahme zumindest erstmal auf Anordnung bis zum Hauptverfahren erstattet wird schaffe ich sehr wahrscheinlich endlich mein Fachabi mit 27.. und auch das Studium. Ohne,... könnte ich richtiger Sozialfall werden weil die negative Gedankenspirale beginnt + negativer Hyperfokus.


    So mal grob zusammengefasst um was es geht... Mein Arzt befürwortet die Cannabistherapie vollkommen und hat doch eigentlich auch die Therapiehoheit? Will die Kasse jetzt wieder um Wochen oder Monate aufschieben? Ich habe nebenbei deswegen auch Zeitdruck mit dem Fachabi, da ich bis zum 1.12.2020 alles eingeschickt haben muss. Was nicht grad wenig ist bzw schwerer für mich ist und ich länger für das Verständnis brauche, da ich mir Aufgaben oft visualieren muss.


    Aber nun zurück zur eigentlichen Frage.. Dieser Widerspruch der KK gegen meinen Eilantrag. Was erwartet mich jetzt bzw kann alles?
    Könnte der Ausschuss zum dem Schluss kommen und es mir doch genehmigen?
    Wenn nicht und sie es ablehnen, darf ich dann eine mündliche Verhandlung anfordern vor dem SG? Oder wie läuft das? Es ist ja ein Eilantrag der sehr ernst genommen werden muss denke ich und auch zügig behandelt werden muss.
    Oder kann das Gericht jetzt schon sagen die Krankenkasse zögert nur hinaus mit mehrfachen Widersprüchen etc?


    Hoffe man versteht meine Fragestellung ist etwas chaotisch geschrieben. Vielen Dank schonmal für die Antworten.

    Liebe Grüße

    RaphaelWiederspruch DAK gegen Eilantrag.pdf
    Geändert von Joel92 (26.07.2019 um 18:43 Uhr) Grund: Anlage zu klein, bzw Wiederspruch

  2. #2
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    hi,

    wirst da wohl ähnlich wie ich keinen erfolg mit der klage haben.
    meine klage liegt schon seit einem jahr dem sozialgericht vor. ich habe umfassende unterlagen eingereicht, darunter schreiben von meinem arzt und meiner psychotherapeutin die sich für eine behandlung mit cannabinoiden ausprechen und viele aktuelle studien etc die die wirksamkeit bei meinen erkrankungen belegen. hauptsächlich depressionen, ptbs und schlafstörungen.
    das eilverfahren wurde abgelehnt. angeblich ist nichts glaubhaft gemacht.
    das sozialgericht selbst hat auch nur ein "gefälligkeitsgutachten" bei der imb consult gmbh eingeholt, das von einer ärztin eienr sehr schlecht beurteilten entzugklinik erstellt wurde.
    ich habe mir die gerichtsakte angesehen und festgestellt, dass die unterlagen praktisch gar nicht eigesehen wurden. meine akte belief sich zu dem stand auf über 210 seiten, wo bei auf 7 rückseiten kurze vermerke gemacht wurden.
    die beklagte krankenkasse stellt auch immer wieder nachweislich sachverhalte falsch dar um mich in ein schlechtes licht zu rücken.
    das sozialgericht bemängelt immer wieder das informationen fehlen, es liegt aber alles vor und das gericht hat auch schweigepflichtsentbindungen. sie holen die infos einfach nicht ein, obwohl eine ermittlungspflicht vorliegt.
    selbst beweisanträgen (an das gericht) wird nicht nachgegangen.

    anwälte finde ich auch keine. angeblich haben sie alle zu tun. ich gehe eher davon aus, das sich die arbeit bei dem thema nicht lohnt (gerichtskostenbeihilfe), oder befürchtet wird einen schlechten ruf zu erhalten.
    ich finde es unfassbar das die krankenkassen wild vor gericht herumlügen können und nichts dagegen unternommen wird.

    ich habe dem sozialgericht jetzt auch mitgeteilt, das ich unter den gegebenen umständen auf eine mündliche verhandlung verzichte.
    für mich stellt es sich so dar, dass das sozialgericht entweder inkompetent oder kurrupt ist.

    edit:
    falls es wen interessiert, das abgelehnt eilverfahren, das vor landesozialgericht ging hat das aktenzeichen: L 4 KR 100/19 B ER
    und das noch laufende verfahren vor dem sozialgericht: S 37 KR 303/18
    Geändert von Florian Brand (03.09.2019 um 18:30 Uhr)

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