Hallo zusammen und einen schönen guten Tag Euch allen.

Ich stell mich mal kurz und knapp vor:
Ich heiße Raphael, 27 Jahre alt, komm aus dem Ruhrgebiet und leider unter folgenden Krankheiten/Syndrome.

Die "Grundkrankheit" AD(H)S, wobei sich das H zum Glück seit einigen Jahren wandelt.
Mittlere/Schwere rezivierende Depressionen.
Sozialphobische Charakterzüge, (dank Cannabis ist meine starke Soziale Phobie mittlerweile weg)
Panikattacken (Die auch immer weniger werden, aber noch bis vor ein paar Tagen, min 2-3x am Tag zu den Vorscheinen kamen unvorhersehbar. Auch da hat Cannabis Abhilfe geschaffen.
Essstörungen sind zwar bei mir nicht wie die oben genannten Diagnosen fest gesichert nach F.xx. G, aber das gehört für mich mit Depressionen schon fast dazu. (74kg 190cm)

Meine Medikation besteht aus: 70mg Elvanse (Lisdexamfetamin) pro Tag und Bedrocan zurzeit.
Es gibt sicherlich mehr, aber das ist erstmal das gröbste.

In Behandlung bin ich bei einem Arzt der Oberarzt einer LWL Institutsambulanz ist und auch auf ADHS bei Erwachsenen spezialisiert ist. Im Januar/Februar haben sie sich dann zusammengesetzt in einem Team, also mein Arzt (OA), der Chefarzt, und 3 Therapeuten, die mich 3 Tage lang beurteilen konnten in der Kognitiven Verhaltenstherapie die ich Anfang Januar gestartet habe, dann aber abgebrochen wurde von den Therapeuten, weil ich es bis dato nicht einmal auf Privatrezept Cannabis bekam von meinem Arzt. Die Grundlage der Therapie ist aber eine konstante Medikation.
Als die Oberpsychotherapeutin dann zu mir kam und quasi meine Therapie beendete war ich natürlich in Rage und Sauer, weil es wieder ein Niederschlag für mich war, auch wenn ich keine Schuld hatte. War ein Vrständigungsproblem zwischen Therapie und den Ärzten.


Naja, jedenfalls kann ich die Therapie weitermachen sobald die KK die Kosten übernimmt. Das ist auch vorgeschrieben. Tagesklinik dürfen keine Privatrezepte bzw Medis verwendet werden. Jetzt zu den wichtigsten Sachen und ich weiß es ist viel und wirkt wahrscheinlich auch etwas wirr war wie ich hier schreibe, weil das momentan alles Zuviel ist und ich mich erstmal ordnen muss.

Also. Nach der Therapie "Rauswurf“ bzw "pause" wie sie es nannte. Bin ich natürlich direkt rüber zum meinem Facharzt 50m weiter. Ist ja alles ein Gelände mit der LWL zum.
Total zitternd und fast weinend konnte ich grade noch so an der Anmeldung sagen "Ich muss bitte ganz ganz dringend Dr. x. sprechen es ist ein Notfall wegen der Therapie"
Er hörte mich dann kurz in seiner Mittagspause an und hat auch gehofft das ich komme. Also direkt am nächsten Tag Notfallsprechstunden Termin. Am selben Tag zuvor hatten mein Arzt, der Chefarzt und 3 andere Therapeuten etc. sich zusammengesetzt und alles besprochen und es waren sich alle, selbst mit dem Chefarzt einig das meine Anamnese absolut dafür spricht, vor allem auch weil die Therapie erst dann weitergehen kann und ich eig. Mittellos bin seit einigen Jahren durch die Depressionen und Angststörungen aus denen ich damit rauskommen will bzw schon vielleicht hätte längst sein können. Denn direkt am selben Tag fuhr ich zur Krankenkasse (DAK) und sprach mit einem Sachbearbeiter. Übergab ihm dem Arztfragebogen ausgefüllt etc. Die 2 Hilfsmittel Rezepte für die Vaporizer" und den Antrag auf Kostenübernahme.
Dies war am 8.01.2019.

Am 09.01.2019 kam dann erstmal die Absage für die Hilfsmittel, was ich aber auch verstehe, da die Kostenübernahme bzw mein Zuspruch auf Cannabisblüten ja noch gar nicht geklärt ist bzw entschieden vom Sozialgericht.

Am 21.01.2019 kam dann der Brief von der DAK, indem steht, dass sie den Antrag auf Kostenübernahme nun an den MDK weitergeleitet haben und sich spät bis zum 12.02.2019 entscheiden.

Dann vergingen die Tage und war schon über 2 Wochen später und ich bin eh kein geduldiger Mensch leider. Also rief ich bei meinem Arzt an, weshalb ich keine Post bekomme von der DAK oder dem MDK mit irgendeiner Nachricht. Mein Arzt staunte dann irgendwie, er hatte das Sozialmedizinische Gutachten schon seit dem 28.01.2019 bei sich liegen. Sind 4 Seiten. Ich ließ mir das Gutachten also vom Arzt kopieren, weil der MDK das wohl angeblich eigentlich nicht an Patienten rausgibt.

Am 18.02.2019 bekam ich dann einen Brief von der DAK. In diesem steht das die Kostenübernahme abgelehnt wurde aufgrund des MDK Gutachten, da meine Erkrankung wohl nicht schwerwiegend ist. Ich gehe mittlerweile seit 22 Jahren alle 4-6 Wochen zu ‘nem Psychologen, Psychiater, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Kinderkur stationär, Motop. etc. Also mindestens 3-4x pro Quartal, seit Kindesalter.


Nun war der Punkt erreicht, in dem ich meinen Anwalt einschaltete, der mich persönlich schon kennt seit ich 9 Jahre alt war und mich gut kennt.
Er schickte dann erstmal einen Brief bzw Einschreiben an die DAK und legte 2 Widersprüche ein.
Einmal allgemein für den Bescheid vom 18.02.2019 und den zweiten Widerspruch gegen den Bescheid vom 09.01.2019.
Zusätzlich hat er in dem Brief um Akteneinsicht gebeten, die so wie er es mir erklärt hat nicht an Mandanten rausgegeben werden dürfen, sondern nur z.b für den Anwalt mit Vollmacht des Mandanten.

Nun so weit so gut. Ich habe mich dann vor etwa 3 1/2 - 4 Wochen mit meinem Anwalt zusammengesetzt, um die weitere Vorgehensweise zu planen.

Er guckte dann erstmal in seinen Ordner mit der täglich einsortierten Post für die Mandanten.
Er suchte und suchte und tatsächlich fand er keine neue Post von der DAK oder dem MDK. Nicht einmal die Akteneinsicht war da, die schon am 26.02.2019 angefordert wurde.

Nun so weit so gut?!...

Wie gesagt vor ca 3-4 Wochen hatte ich dann einen Termin und wir haben uns dafür entschieden eine Einstweilige Anordnung per Eilantrag und unter EID an das Sozialgericht zu schicken. Das sozusagen "Gefahr im Verzug" ist, weil es mir psychisch sehr schlecht ohne Geld und ich es mir finanziell gar nicht leisten kann und dadurch das soziale Umfeld etc. leidet.


Nun ist seitdem aber Stillstand. Ich gehe jeden Tag zum Briefkasten, aber nichts neues.... Ich halte es einfach nicht mehr aus dieser Warterei bzw dass es keine neuen Nachrichten gibt mal. Es heißt doch Eintrag und ich habe den EID abgelegt damit ich ja auch schwöre, dass ich in einer Notlage bin.


Ich werde Montag nochmal den Anwalt anrufen nachmittags. Vielleicht kommt ja Post mit dem Entscheid über die E.A. am Montag.



Jetzt hätte ich noch einige wichtige Fragen. Die eigentlich der Grund für den Thread sind. Wollte nur die Vorgeschichte etwas erklären. Danke.
Wie lange hat das Sozialgericht Zeit über so einen Eilantrag zu entscheiden?
Wurden schon irgendwelche Fristen überschritten?
Kann man beim Sozialgericht anrufen oder auch dort hingehen und nachfragen wie es mit dem eigenen Fall aussieht?

http://www.sg-gelsenkirchen.nrw.de/kont ... /index.php Da wüsste ich grade auch nicht wo ich anrufen soll bzw welche Nummer. :shock:

Ich habe nämlich schonmal in zwei Foren für Cannabis Patienten gelesen, dass die Patienten dort den Richter wohl anrufen konnten und nach dem Status nachfragen konnten. Ich weiß aber nicht ob das bei mir geht. Hab ja noch kein Aktenzeichen was ich nennen könnte. Reicht da der Name, Vorname, Geburtsdatum oder was muss man wissen. Ich werde wahrscheinlich eh persönlich zum Gericht fahren und mir dort jemand suchen der dafür zuständig ist. Aber habt ihr Tipps bzw Antworten auf meine Frage?


Vielen Dank schon einmal im Voraus

Mfg

Raphael