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Thema: Übelkeit, Appetitlosigkeit und BMI von 15,6, (Ileostoma, parenterale Ernährung)

  1. #1
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    Übelkeit, Appetitlosigkeit und BMI von 15,6, (Ileostoma, parenterale Ernährung)

    Hallo
    Hatte im Herbst letzten Jahres eine OP wegen Darmverschluss. Danach aufgewacht mit Ileostoma und 2 Schleimfisteln und parenteraler Ernährung.
    Da ich (23 Jahre alt) mit 80 cm Dünndarm kaum Nährstoffe aufnehme, bekomme ich künstliche Ernährung/parenterale Ernährung(1600 kcal 5* in der Woche). Oral soll ich aber auch essen (stopfendes) da ich sehr untergewichtig bin. Ich bekomme auch Opiumtinktur (3*8 Tropfen) um den Darm zu lähmen (Nahrung kommt viel zu schnell wieder raus). Außerdem bekomme ich Magensäurehemmer. (Vielleicht)Wegen der parenteralen Ernährung hab ich manchmal Übelkeit (bei fettigem und proteinreichem...auch bei der hochkalorischen Trinknahrung die ich im Krankenhaus bekommen hatte) und wenig Appetit.Habe wegen der Übelkeit manchmal schon mit sehr konzentriertem Fenchel-Anis Kümmel Tee probiert...bringt fast nix, auch Iberogast. Irgendwie soll ich zunehmen (BMI von 15,6 und 50 kg). Leberwerte sind aufgrund der parenteralen Ernährung sehr stark erhöht ( GOT, GPT, Gamma GT... sind über 500!). Der Hausarzt will nicht noch mehr parenterale Ernährung verschreiben, weil die Leberwerte recht hoch sind (ist das normal bei parenteraler Ernährung, dass die Werte so stark überhöht sind ?)
    Jetzt habe ich gelesen dass Cannabis/Dronabinol/THC bei Kachexie/Anorexie/Appetitlosigkeit/Übelkeit hilft
    außerdem:
    Magendarmtrakt: Verminderung der Darmbewegungen und verzögerte Entleerung des
    Magens, Hemmung der Magensäureproduktion

    Außerdem leide ich an Schlafproblemen und hab vom Arzt auch schon ein Schlafmittel (Zolpidem) verschrieben bekommen, das aber nicht so gut wirkt ( wird bei den 80 cm Darm vielleicht auch nicht so gut aufgenommen). Außerdem hab ich am Morgen manchmal Blasenschmerzen (seit ich die künstliche Ernährung bekomme).
    Würde THC oder CBD helfen und wenn ja, habe ich da eine Chance dass der Hausarzt mir das verschreibt ? Oder wo finde ich einen Arzt in Baden Württemberg der sich mit Cannabis auskennt ?
    Hoffe mir kann jemand weiter helfen.

  2. #2
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    Hi!

    THC kann auf jeden Fall schnell und sicher gegen Übelkeit wirken und auch gut helfen den Appetit zu steigern, davon berichten mehrere Patientengruppen (z.B. bei Chemotherapie, HIV und Migräne). Möglicherweise kann auch CBD helfen, sei es auch nur um THC verträglicher zu machen. Es kann aber auch Wirkungen von THC umkehren, deshalb solltest du es vielleicht erstmal mit Dronabinol oder einer THC-reicheren Sorte Blüten probieren. Insofern du keine psychiatrische Vorgeschichte oder Herzprobleme hast ist das auf jeden Fall eine gute Option. Die benötigte Dosis ist von Patient zu Patient unterschiedlich, manchmal genügt schon ein Tropfen bzw. Atemzug.

    Genaueres erfahren kannst du z.B. bei der IACM (http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/iacm.php) oder in einigen Büchern von Dr. Franjo Grotenhermen, die im Nachtschattenverlag erschienen sind (http://www.nachtschatten.ch/authors/author_137.html).

    Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, unabhängig davon ob dein Hausarzt dich unterstützen möchte. Auf einem Privatrezept kann es quasi jeder Arzt verschreiben, der Btm rezeptiert. Manche Privatärzte, die naturheilkundlich arbeiten sind dem gegenüber aufgeschlossen. Hier außerdem eine öffentliche Ärzteliste: https://www.cannabis-med.org/nis/dat...erzteliste.pdf

    Ob die Krankenkasse die Kosten trägt würde sich bei einem positiven Versuch mit Privatrezept erst nach der Beantragung durch deinen Arzt herausstellen. Zwar wird oft darauf verwiesen, dass der Antrag vor dem ersten Rezept erfolgen soll, doch ein Privatrezept kann auch noch nach einem erfolgreichen Antrag eingereicht werden. Solch ein Rezept funktioniert sicherlich unproblematischer und schneller (zumindest falls die Apotheke das Produkt vorrätig hat oder zeitnah bestellen kann).

    Zusatzinfos:

    Hier ein interessantes Gerichtsurteil zur Tumorkachexie:
    https://www.bda.de/files/Ausgabe_September_2016.pdf (Seite 3: Off-Label-Use: Verordnung von Marinol - Eine Fallstudie, bzw. Urteil vom 25.09.2015 (Az. L 24 KA 134/11))
    und noch der Hinweis sich mal in der Lokalpresse zu informieren, ob namentlich bekannte Ärzte sich öffentlich positiv äußern.

    Viel Glück!
    Geändert von moepens (07.05.2018 um 21:35 Uhr) Grund: Zusatzinfos

  3. #3
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    Wo genau in BW wohnst Du denn?
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  4. #4
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    Ich wohne im Kreis Sigmaringen.
    Ich hab mich noch nicht getraut meinen Hausarzt zu fragen. Aber ich glaube die meisten Ärzte kennen sich da nicht aus mit Cannabis und sind dem Thema auch nicht sehr aufgeschlossen. Ich könnte ihm ja das Heft "Cannabis: Verordnungshilfe für Ärzte" geben. Aber der hat wahrscheinlich keine Zeit das zu lesen.
    Weiß eigentlich jemand wie stark die darmlähmende Wirkung von THC/CBD ist ? Sicher nicht vergleichbar mit der Opiumtinktur(oder auch das Loperamid) die ich nehmen muss

  5. #5
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    THC und CBD haben keine darmlähmende Wirkungen.
    Als Informationsquelle kann auch das Ärzteblatt dienen (z.B. https://www.aerzteblatt.de/archiv/18...en-Aenderungen, bzgl. der verfügbaren Sorten allerdings outdated).

  6. #6
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    Hey,

    THC bewirkt eine Verminderung der Darmbewegung. Ich habe durch Colitis und Reizdarm auch oft Probleme damit, dass ich Durchfall habe. Mit Cannabis habe ich Durchfälle gut im Griff.

    Quelle: https://www.cannabis-med.org/nis/dat...altsstoffe.pdf

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