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Thema: Microdosierung

  1. #1
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    Depression

    Hallo Zusammen,

    Ich leide seit gut 13jahren unter Depression sowie diversen Angstzuständen. Über die Jahre hinweg habe ich immer wieder Therapien gemacht, jedoch ohne einen wirklichen Erfolg, wenngleich ich weiß dass es ein komplettes Auflösen der Depressionen wohl auch nicht gibt, lediglich Linderung. Ich nehme seit gut vier Jahren citalopram (ssri), 20-40mg.

    Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen dass cannabis geteilte Wirkung gehabt hat. Das klassische high, kurz nach dem.konsum, war für mich eher unangenehm und teils angstauslösend. Nach einer Weile, wenn sich die Kurve wieder langsam abgeflachte, kam es jedoch zu einem Zustand in dem die oben genannten Beschwerden deutlich gelindert wurden wenn nicht sogar ganz verschwanden. Entspannung, Zuversicht traten ein ebenso wie eine steigerung der Konzentrationsfähigeit, klares Denken, etwas womit ich ebenfalls häufig zu kämpfen habe. Auch muskelverspannungen ließen merklich nach.

    Wenn es eine Möglichkeit gäbe, diesen “endzustand“ direkt zu erreichen, wäre dies wirklich ein Segen.

    Vielleicht weiß jemand Rat, ich wäre sehr dankbar.

    Gruß
    Geändert von Josef_K (04.03.2018 um 11:18 Uhr) Grund: Depression

  2. #2
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    Hallo!

    Von meiner Krankheits-Symptomatik her betrachtet leide ich vermutlich an anderen Beschwerden als du, wobei auch sekundär depressive Zustände auftreten. Gleichwohl hatte ich zu Beginn letzten Jahres vergleichbare Probleme bei meinen ersten Selbstversuchen mit Cannabinoiden zur Therapie. Die, verkürzt als Euphorie bezeichnete Wirkung, erschien mir alles in Allem als eher "überflüssig" bis unangenehm, ein großer Teil der nicht-psychischen Wirkungen aber sehr hilfreich. Das mag mit meinem eher gesetzten Alter von 58 Jahren zusammenhängen. Bzgl. deiner Fragestellung ist wohl primär das THC zu betrachten, ich schreibe hier mal, was ich komprimiert für mich als Erkenntnis im vergangenen Jahr bei der Vorbereitung zum Antrag auf eine Therapie mit Cannabinoiden aufgeschrieben hatte:

    "Für das Auftreten psychischer Effekte wird in der Literatur ein Cannabinoidgehalt im Blutkreislauf (systemische Bioverfügbarkeit) von wenigstens 30 bis 50 μg/kg KG für THC angegeben, entsprechend für den Autor bei aktuell 75 kg Körpergewicht 0,03 mg THC. Bei der Verdampfung mittels des Volcano Medic wird vom Hersteller eine systemische Bioverfügbarkeit für THC mit ca. 40% des Ausgangsmaterials (hier Cannabis Blüten) angegeben. Für bspw. 50 mg Bedrobinol mit ca. 13,5 % THC ≙ 6,75 mg THC, ergibt sich damit für den Autor ein Cannabinoidgehalt im Blutkreislauf von 243 μg/kg KG, also die ca. fünffache Menge. Bei etwa 10 mg Bedrobinol wäre somit nach einer Verdampfung/Inhalation ungefähr mit dem Beginn psychischer Effekte zu rechnen."

    Ab Juli vergangenen Jahres begann ich mit der Titrierung meiner Dosierung, nach einigem Hin und Her bin ich bei einer täglichen Dosierung von 20 bis 30 mg ARGYLE (5,4% THC / 7% CBD) gelandet, also bzgl. THC knapp über der Schwelle für primär psychische Wirkungen, ich nehme bei diesen Dosierungen auch keine wahr, allerdings sehr wohl die weiteren Wirkungen! Zusätzlich verdampfe ich eine reine "CBD-Sorte" wie Bedrolite.
    Mit Erfolg, verkürzt beschrieben hat sich meine Gesamt-Symptomatik nach gut 6 Monaten um mehr als 50% gebessert, der Verbrauch an den zuvor eingenommenen Medikamente auf 1/3 reduziert.

    Letztendlich kannst du für dich nur durch ausprobieren herausfinden, welche Dosierungen hilfreich sind, für mich sind diese "Mikro-Dosierungen" ein Segen!

    Herzliche Grüße, Martin Otto

  3. #3
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    Lieber Martin,

    Lieben Dank für deine sehr ausführliche Antwort. Das mit cbd/thc kam mir auch mal in den Sinn, als ich in den letzten wochen das internet dazu befragt hatte. Mein Problem liegt derzeit vor allem in der Unterstützung und dann der Beschaffung. Sicher, ich könnte auf dem.illegalen markt mir etwas besorgen aber hier weiß ich ja nicht welche sorte geschweige denn welches thc/cbd Verhältnis vorliegt. Habe es mal mit einem Arzt besprochen, jedoch verwies er nur darauf das cannabis gefährlich ist und wenn.nur für seltene leiden freigegeben wird. Ich weiß, aus eigener Erfahrung dass es mir früher geholfen hat, d.h. ich müsste es irgendwie nochmal testen, aber ohne den zugang zu med. Cannabis wird es wohl eher schwierig

  4. #4
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    Die Aussage dieses Arztes erscheint mir sehr dürftig, und so er nicht mehr an Argumenten gebracht hat, auch nicht wahr. In den Jahren 2007 bis 2016 erhielten Patienten mit mehr als 50 verschiedenen Erkrankungen/Symptomen eine Ausnahmeerlaubnis vom BfArM für eine ärztlich begleitete Selbsttherapie mit Medizinal-Cannabis. Darunter sind die Wenigsten wirklich "selten"! Und was bedeutet denn bitte "gefährlich"?
    Es wird so sein wie es derzeit vielen Patienten hierzulande geht, die Suche und das Finden eines aufgeklärten Mediziners!
    Mein behandelnder Arzt war glücklicherweise nach anfänglichen Bedenken sehr offen für die Literatur zu diesem Thema, die ich ihm überreicht hatte, insbesondere die Bücher von Dr. Grothenhermen ("Cannabis: Verordnungshilfe für Ärzte" und "Die Behandlung mit Cannabis und THC")waren für ihn hilfreich. Vielleicht mag das eine Möglichkeit sein, deinen Arzt an das Thema heranzuführen, ansonsten bleibt der legale und medizinisch sinnvolle Weg eben nur die Suche nach einem anderen Therapeuten.
    Viel Glück!

    Martin Otto

  5. #5
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    Hallo, ich habe jetzt nicht die anderen Antworten gelesen. Das, was du beschreibst, deutet jedoch sehr stark darauf hin, dass du im ersten Moment nach dem Rauchen oder Konsumieren einfach überdosiert bist. Du verwendest vermutlich Marihuana mit viel THC und wenig CBD. Dieses kann Ängste stark begünstigen, kann aber bei der Depression helfen - aber auf Dauer auch nur bei geringer Dosis. (würde mir meine Erfahrung sagen) Aber bei Ängsten kenne ich wen, der sein Marihuana aus der Apo holt - und zwar mit hohem CBD Gehalt. CBD hilft gegen Ängste. Ich würde also mal empfehlen, von den THC Strains viel weniger auf einmal zu konsumieren und zugleich einen CBD Strain mit 1 zu 1 THC zu CBD zu testen. Aber auch nicht zu viel auf einmal. Bei vielen Erkrankungen kommt es darauf an, nicht zu viel zu nehmen, damit es hilft. Und für den Fall, dass du noch neu im Thema bist, kann ich hier die Cannabinoid-Serie empfehlen oder den Artikel aus der Serie "Cannabidiol - was steckt dahinter?" Die Serie geht nach und nach on, immer wieder mal schauen.

  6. #6
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    Lieben Dank für die vielen Informationen

  7. #7
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    man sollte seine eigene balance finden zuviel und zu wenig können kontraproduktiv sein,
    ich durfte die letzten 8 monate seit vielen jahren nahezu symptomfreiheit geniessen,dank kontrollierter blüten/gehalt/dosierungen und hoffe es hält noch einige zeit an
    entsprechend dem befinden regel ich mitlerweile die dosierungen runter und komme derzeit auf maximal 200mg blüten(nicht wirkstoff) pro tag /und mit 20-40mg blüten pro einheit hin.
    die THC/CBD 1:1 / CBD blüten spielen eine ganz große rolle, aber eben auch sedierende und belebende thc sorten haben ihren nutzen in gleicher dosierung und gehören dazu, bis man seine sorten und dosierungen findet kann eine weile vergehen wünsche jedoch jedem den gleichen erfolg und besserung der symptome

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