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Thema: Hilfe und Empfehlungen - Cannabis bei 11j Sohn (ASS) - plötzliche Autoaggressionen

  1. #1
    caspar ist offline Registrierter Benutzer
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    Hilfe und Empfehlungen - Cannabis bei 11j Sohn (ASS) - plötzliche Autoaggressionen

    Hallo zusammen,

    seit Mai diesen Jahres hat unser Sohn (frühkindlicher Autismus) von heute auf morgen unheimlich starke selbstverletzende Autoaggressionen bekommen. Die Ärzte sind ratlos und sagen, dass es der Autismus gemischt mit der Pupertät ist. Therapiert wird unser Sohn nicht wirklich. Von Psychologen bis Ärzte, alle springen sofort auf den Zug medikamentöse Behandlung auf ... Abilify, Risperidon, Sertralin, Melperon, .... nichts hat wirklich irgend etwas gebracht. Mir sind die giftigen, chemischen, mit unheimlichen Nebenwirkungen einhergehenden Medikamente mehrl als suspekt, auch wirken manche bei unserem Sohn paradox, wie z.B. Tavor. Unser Sohn ist unglaublich angespannt, und sein gemütszustand wechselt von Woche zu Woche. Nicht einmal das Epilepsie Notfallmedikament oder Lachgas hat gewirkt, um unseren Sohn zu entspannen. Er ist/war ein unglaublich liebenswürdiger und glücklicher Junge. Er spricht, ist emotional und spielt mit anderen Kindern.

    Hier unsere Fragen:
    1. Hat jemand Erfahrungen mit Autismus, Autoaggressionen und Cannabis?
    2. Kennt jemand Ärtze im Raum Oberpfalz, Oberbayern?
    3. Gibt es im Raum Bayern Gleichgesinnte? (zum Gruppentreffen Landshut, falls es das noch gibt, habe ich Kontakt aufgenommen).

    Danke, Caspar
    Geändert von caspar (26.11.2017 um 09:20 Uhr)

  2. #2
    caspar ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo zusammen,

    danke schon mal für die ersten PN's.

    hier 2 Videos, wie diese Anfalle aussehen, und wie Cannabis diesen Kindern geholfen hat. Ebenso hoffen wir auf die gleiche Wirkung bei unserem Sohn.

    https://www.youtube.com/watch?v=BcuZ3C9Q3Jg

    https://www.youtube.com/watch?v=mRUWWtTjHPE

    Grüße, Caspar

  3. #3
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    Also ich kenne den Fall einen erwachsenen Asperger-Autisten sehr gut, dem Cannabisblüten als einziges wunderbar gegen die Einschränkungen durch den Autismus wie Konfliktbewältigung, soziale Interaktion, etc. helfen.

    Leider ist der Stand der Forschung hier noch in den Kinderschuhen und mir ist momentan noch kein Facharzt in Deutschland bekannt, der sich mit dem Thema Cannabistherapie bei Autismus beschäftigt.
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  4. #4
    caspar ist offline Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von Wonder Woman Beitrag anzeigen
    Also ich kenne den Fall einen erwachsenen Asperger-Autisten sehr gut, dem Cannabisblüten als einziges wunderbar gegen die Einschränkungen durch den Autismus wie Konfliktbewältigung, soziale Interaktion, etc. helfen.

    Leider ist der Stand der Forschung hier noch in den Kinderschuhen und mir ist momentan noch kein Facharzt in Deutschland bekannt, der sich mit dem Thema Cannabistherapie bei Autismus beschäftigt.
    Hallo Wonder Woman,

    wir wollen und müssen es einfach ausprobieren, eine 1700 Jahre alte Heilpflanze könnte doch die Lösung sein, sein Leben angenehmer zu machen, und dass er sich in seiner Entwicklung nicht mehr selbst im Wege steht.
    Er sagt selbst, dass es ihm nicht gut geht, wenn er so angespannt ist. Er erlebt alles voll bewußt und er hat Angst vor seinen Händen, er sagt immer wieder "Papa, kannst du meine Hände festhalten" .... seine Angespanntheit und seine Selbstverletzungen will er selbst nicht, und er kann dagegen nicht ankämpfen. Die Ärzte wollen wieder eine neue Medikation ausprobieren. Wenn ich an die Nebenwirkungen, die wir als Eltern unterschreiben müssen, wird mir jetzt schon schlecht.

    Grüße, Caspar

    Wir haben erst neulich den fast identischen Fall kennengelernt. Auch ein autistischer Junge mit 11 bei Traunstein. Die Eltern kämpfen seit einem Jahr mit seinem Zustand und keiner kann helfen.

  5. #5
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    Ich würde es als erstes mit Cannabidiniol (CBD) versuchen. Solche Öle, Extrakte und Zubereitungen kann man derzeit in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel ohne Rezept kaufen.

    Alternativ kann der Arzt auch auf einem normalen Privatrezept ein CBD-Extrakt verschreiben. Dieses ist jedoch nicht erstattungsfähig seitens der Krankenkasse und muss selbst gezahlt werden; ist ziemlich teuer.

    Schau mal hier, da stehen einige Informationen zu Cannabis und Autismus drin:

    https://sensiseeds.com/de/blog/medik...kbares-mittel/

    https://hanfjournal.de/2017/04/26/st...-bei-autismus/
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  6. #6
    caspar ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo zusammen,

    unglaublich auf wieviel Wiederstand wir treffen. Ich komme mir schon als Rabenvater vor, der sein Kind unter Drogen setzten möchte. Dabei will ich nur nicht, dass unser Kind leidet.
    Das erste Argument gegen Cannabis ist sofort: Eine Mögliche Psychose. Gibt es da Erfahrungswerte, wieviele Patienten allgemein und wielviel Prozent bei Kinder betroffen sind. Wie kommt man an solche Daten.
    Wie kommt man z.B. an Studienergebnisse von der Studio aus Israel. Sind diese öffentlich zugänglich?

    Grüße, Caspar

  7. #7
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    Also grob geschätzt ist das Risiko an Schizophrenie zu erkranken bei der Gruppe der Cannabisraucher insgesamt etwa doppelt so hoch im Vergleich zur Normalbevölkerung.
    Besonders gefährdet sind Menschen mit einer genetischen Prädisposition. Wenn jemand eng mit einem Patienten mit entsprechender psychiatrischer Vorgeschichte verwandt ist, dann kann man ihm Cannabis nicht empfehlen. Es gibt entsprechende Studien mit bildgebenden Verfahren, die diese These stützen.

    Allerdings kann es gut sein, dass unter den Medikamenten die er jetzt schon nimmt auch das ein oder andere ist, welches als Nebenwirkung "Psychose" oder "Halluzinationen" beinhaltet, speziell bei den Antiepileptika.
    Geändert von moepens (28.11.2017 um 19:05 Uhr)

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