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Thema: Enttäuschung

  1. #1
    Marcos ist offline Registrierter Benutzer
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    Enttäuschung

    Hallo!

    Also, ich habe Mitte März eine Hausärztin aufgesucht, nachdem ich ca. 7 Jahre keinen Hausarzt hatte (bin wenn nötig direkt zum Facharzt gegangen).
    Ich leide seit einiger Zeit an Depressionen, behandle meine Symptome seit ca. 2 Jahren gezielt selbst mit Cannabis und habe damit sehr gute Erfahrung gemacht, zumindest was die Linderung der Symptome angeht.
    Eine Psychotherapie ist angestrebt usw., darauf möchte ich hier aber nicht weiter eingehen.

    Die Ärztin hatte mir sofort und ohne weitere Untersuchung ein Antidepressivum verschrieben und mir eine Überweisung für eine Psychotherapie mitgegeben (das Standartprogramm?).
    Erst nach einem zweiten Besuch und einiger Überzeugungsarbeit war sie zumindest bereit mir ein Privatrezept zu verschreiben, das ich auch annahm und in der Apotheke eingelöst habe.
    Auf die zusätzliche Arbeit mit der Begleiterhebung hatte sie keine Lust, was ich schon verstehen kann.
    Ich habe das Rezept bei der Krankenkasse (BKK) eingereicht, mit der Bitte wenigstens eine Zuzahlung für dieses eine Rezept (10g = 245,-) zu übernehmen, das ich mir als Student schlecht leisten kann.
    Daraufhin erhielt ich ein Schreiben, dass mein Antrag auf Kostenübernahme angekommen sei und ich nach Bescheid des MDK innerhalb 5 von Wochen Antwort bekäme.
    Ich war wieder bei meiner neuen Ärzin, habe den Fragebogen mit ihr durchgesprochen, und sie war guter Dinge und wollte den Bogen fertig machen. Soweit so gut.

    Diese Woche ist die 5-Wochen-Frist abgelaufen und ich war bei meiner Ärztin um mir meine Medizin nach §13 Abs. 3a... selbst zu beschaffen.
    Meine Ärztin sagte mir: "Ich habe den Antrag gar nicht abgeschickt weil ich doch keine Lust auf die Zusatzarbeit mit der Begleiterhebung habe.", woraufhin ich aus allen Wolken gefallen bin.

    Jetzt ist die Frist verstrichen, mir hat 5 Wochen lang niemand Bescheid gegeben, die Krankenkasse bis jetzt nicht. Wie auch :/

    Nachdem sie gemerkt hat was das für mich bedeutet hat sie mir nun doch noch ein Privatrezept ausgestellt, aber möchte weiterhin das Formular nicht abschicken.
    Sie bekommt die zusätzliche Arbeitszeit nicht vergütet und ich kann sie in dem Punkt verstehen. Nur hätte sie mir dies gleich mitteilen können.

    Aber ich weiß nicht was ich nun tun soll, ich habe jetzt weder die Energie noch die Zeit mir einen neuen Arzt zu suchen und meine Diagnose/ Probleme schon wieder durchzugehen, was wieder viel Streß für mich bedeutet.
    Und das alles in meiner Studiums-Abschlußphase, wegen der mein Streß überhaupt erst so groß geworden ist, dass ich mir Hilfe gesucht habe.
    Von der Art wie ich in den Apotheken behandelt worden bin will ich hier gar nicht erst anfangen.....
    Auf den Schwarzmarkt auszuweichen ist für mich keine Option mehr, Psychopharmaka lehne ich auf Grund der Nebenwirkungen ab und monatliche Kosten für Privatrezepte über insgesamt 45g á 24,50€ kann ich mir schlicht nicht leisten.
    Ich fühle mich ziemlich im Stich gelassen, von den Leuten die mir bei gesundheitlichen Problemen eigentlich helfen sollten.

    Es passt vllt. nicht in das Ärzteforum, aber wo ich hier schon alles geschildert habe:
    Gilt in meiner Sitaution evtl. doch die "Genehmigunsfiktion"?
    Schließlich habe ich 5 Wochen lang keinen Bescheid erhalten und habe mir die Medizin nun selbst beschafft. Vielleicht hat da ja schon jmd. Erfahrung gemacht oder kennt sich damit aus.

  2. #2
    Nik94 ist offline Registrierter Benutzer
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    "Ich habe den Antrag gar nicht abgeschickt weil ich doch keine Lust auf die Zusatzarbeit mit der Begleiterhebung habe."
    Damit kannst du dir deine abschließende Frage sicherlich selbst beantworten.


    Eine Frage, wann wurden Depressionen oder andere psychische Erkrankungen zum 1. mal diagnostiziert ?
    Ich frage nur, weil mittlerweile jeder Depressionen, ADHS, etc. hat um an eine Verschreibung zu kommen (ohne dir das unterstellen zu wollen). Nur liest sich dein Text so, als würdest du seit paar Wochen wegen der Prüfungsphase (kenn ich) schlecht gelaunt und gestresst sein (wie gesagt, möchte dir nix unterstellen, liest sich für mich eben so).

    Und dass es eben nun einige gibt die gesund sind aber diese Schiene fahren um ein Rezept zu bekommen provoziert mich dann schon erheblich.

  3. #3
    Marcos ist offline Registrierter Benutzer
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    Wie erbärmlich ist es denn psychiche Erkrankungen anderer in Frage zu stellen?
    Meine Krankheit/Diagnose ist komplexer, besteht schon länger, ist diagnostiziert seit ca. 1,5 Jahren, hat gravierende Auswirkungen auf mein Leben und ich habe wirklich keinen Grund meine Beschwerden von irgendwelchen Leuten hier im Forum anzweifeln zu lassen, ich glaub doch es geht los.....
    Meine Prüfungphase sollte eigentlich schon vor 2 Jahren zu Ende gewesen sein und hat sich durch alles verzögert. Ist auch nicht meine erste Prüfungsphase
    Tatsächlich wollte ich schon eine Therapie anfangen, was dann aus Gründen nicht geklappt hat.
    Ich hoffe ich muss die Gründe nicht hier darlegen...

    Wenn Menschen versuchen sich ein Rezept ohne Indikation zu beschaffen werden sie wohl kaum Erfolg haben, erst recht nicht mit psychiatrischen Problemen.

    Und schließlich: nein, meine Fragen beantworte ich mir nicht selbst. Das würde am Sinn einer Frage dann doch vorbei gehen...
    Zur Sache selbst: Wenn ich z.B. irgendeine Frist überschritten habe, bekomme ich i.d.R. ein Schreiben mit einer Zahlungsaufforderung. Da interessiert es keine Sau was es für Gründe gab warum ich nicht reagiert habe, der Aufforderung muss ich in jedem Fall nachkommen, weil die Frist verstrichen ist.
    In diesem Fall wurde die 5 Wochen überschritten und man hat mich warten lassen. Hätte vorher jmd etwas gesagt hätte ich 5 Wochen Zeit gehabt einen anderen Arzt zu suchen.

    Wenn ich auf dem Recht bestehen kann, würde ich es gerne tun. Daher meine Frage.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Nik94 Beitrag anzeigen
    "Ich habe den Antrag gar nicht abgeschickt weil ich doch keine Lust auf die Zusatzarbeit mit der Begleiterhebung habe."
    Damit kannst du dir deine abschließende Frage sicherlich selbst beantworten.


    Eine Frage, wann wurden Depressionen oder andere psychische Erkrankungen zum 1. mal diagnostiziert ?
    Ich frage nur, weil mittlerweile jeder Depressionen, ADHS, etc. hat um an eine Verschreibung zu kommen (ohne dir das unterstellen zu wollen). Nur liest sich dein Text so, als würdest du seit paar Wochen wegen der Prüfungsphase (kenn ich) schlecht gelaunt und gestresst sein (wie gesagt, möchte dir nix unterstellen, liest sich für mich eben so).

    Und dass es eben nun einige gibt die gesund sind aber diese Schiene fahren um ein Rezept zu bekommen provoziert mich dann schon erheblich.
    @ Nik - Am besten mal bei der Krankenkasse bewerben, die suchen Leute wie dich.

    Du machst genau dass selbe wie die KK, du urteilst anhand eines Textes ob derjenige krank ist oder nicht, egal ob du deine Unterstellungen relativierst.

    Ab wann ist eine Krankheit schwer genug? Ab wann ist sie vorhanden?

    Möglicherweise wurde derjenige mit Depressionen als Kind schwer misshandelt? Kannst du dass durch den oberen Text ausschließen? Oder andere Schicksalsschläge, wie Tod eines nahe stehenden Menschen, Verkehrsunfall usw.. Depressionen sind genau wie Migräne und ADHS nur schwer zu beweisen, sie jedoch in Frage zu stellen ist eine Frechheit.
    Und wenn der Arzt ihm schon eine Medikament aufschreibt, dann unterstellst du ja auch dem Arzt dass er Inkompetent ist.
    Soviel dazu.

    @ Marcos - Fakt ist, du brauchst erstens einen Arzt der die Therapie mit Cannabis unterstützt. Zweitens solltest du wenn an einer oder mehreren schweren Krankheit leiden, diese muß diagnostiziert sein und es sollte schon einige Behandlungsversuche gegeben haben, am besten Austherapiert.
    Zu der Frage mit der Nichteinhaltung der 5 Wochenfrist, du bzw. deine Ärztin ist ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, da der Bogen nicht eingeschickt wurde. Daher ist deine Chance hier gleich Null.

  5. #5
    Marcos ist offline Registrierter Benutzer
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    @nik
    Ich hatte auch noch geantwortet, vielleicht wird es ja noch frei geschaltet.
    Wenn nicht: Dein Post ist ziemlich daneben.

    @littleGanja
    Danke für die Antwort. Ja ich sehe die Chancen auch bei Null, nur weiß ich ja nicht was meine Ärztin macht und den Antrag habe ich ja zuerst formlos bei der KK gestellt. Und den hat niemand abgelehnt. Und das Verhalten meiner Ärztin ist ziemlich daneben, ich fühle mich komplett desillusioniert.

    "Austherapiert" bin ich nicht und muss ich nicht sein. Psychopharmaka hatte sie vorher verschrieben, die weitere Behandlung lehne ich aber aus guten Gründen ab.
    Vorher hatte ich halt leider immer nur Erstgespräche, ich bin immer direkt zu Therapeuten gegangen und habe entsprechend keine Behandlungsunterlagen.
    Das mit der Unterstützung ist so eine Sache, ein neues Privatrezept habe ich ja. Also unterstützen will sie mich weiterhin, sie möchte nur nicht unentgeltlich Begleiterhebung betreiben.

    Eine Überweisung für Pychotherapie/ Pychiatrie habe ich auch bekommen, und ich denke es wäre auch sinnvoll dass ein Facharzt die fachspezifischen Untersuchungen durchführt.
    Nur leider habe ich da ganz unangenehme Erfahrungen in den bisherigen Erstgeprächen gehabt, auch was die Einstellung zu Cannabis angeht.
    Blöd wie ich war, war ich damals ehrlich und habe einem Therapeuten gesagt, dass ich mit Cannabis selbst meine Symptome behandle, bzw. besser damit leben kann.
    Daraufhin hatte ich keine Chance mehr auf den Therapieplatz und er wurde ziemlich aggressiv...
    (Wenn übrigens jemand einen aufgeschlossenen Therapeuten/Arzt in Hamburg kennt, schreibt mich gerne an!!)

    Und wie ich im ersten Post schon sagte, den eigentlichen Therapiestreß kann ich mir im Moment auf gar keinen Fall antun, das kommt wenn die Abschlußarbeit vorbei ist.

  6. #6
    Nik94 ist offline Registrierter Benutzer
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    @Littleganja

    Nein, ich hab genau deswegen geschrieben, dass ich ihm nichts unterstellen möchte.
    Auf der einen Seite interessiert es, wie lange man in Behandlung sein sollte damit man gute Chancen hat, zum anderen ist das sicher nicht böse oder verwerflich nachzuhaken.

    Gut, dass aus meiner Aussage so ein Strick gedreht wird.
    Vielleicht solltest du in die Politik gehen, die suchen dort Leute die es besser wissen.

    Bin raus, kann ja zur Thematik nichts beitragen.
    Marcos dir alles gute und gute Besserung.

  7. #7
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    Hallo Littleganja,

    warum ist es blöd wenn man dem Therapeuten sagt, dass man sich selbst mit Cannabis behandelt hat?

    Und falls du mir einen Arzt in Hamburg empfehlen könntest (als PN), der es zumindest als Privatrezept ausstellen könnte wäre ich dir sehr dankbar. Ich kann dir gerne im Gegenzug dazu einen Therapeuten und zwar meinen empfehlen, der offen für Cannabis als Medikation ist.

    Freundliche Grüße,

    Cannabis

  8. #8
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    "Ich habe den Antrag gar nicht abgeschickt weil ich doch keine Lust auf die Zusatzarbeit mit der Begleiterhebung habe."

    Wo ist das Problem, dafür (Teilnahme & Übermittlung an Studie) gibt es extra eine Abrechnungsposition. Man muss doch nur 1x am Ende des Jahres was dafür ausfüllen.. paar IGEL-Leistungen in Anspruch nehmen, dann sollte sie doch ausreichend vergütet sein.

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