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Thema: Arzt macht einen Rückzieher, wieder ein viertel Jahr Zeit verloren

  1. #1
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    Arzt macht einen Rückzieher, wieder ein viertel Jahr Zeit verloren

    Hallo,

    ich leide an Multipler Sklerose, Migräne und chronischem Spannungskopfschmerz. Ich hab schon alle möglichen Medikamente zwecks Linderung der Spastik, Krämpfe und Kopfschmerzen hinter mir. Ich war in diversen Schmerzkliniken und hab viele diverse klassische und Heilpraktiker-Therapien hinter mich. Alle erfolglos.

    In einer Schmerzklinik hab ich vor ca. 7 Jahren einen Leidensgenossen kenngelernt, der mich mit der Inhalation von Cannabisblüten mittels Vaporisator bekannt gemacht hat. Das war wie ein Befreiungsschlag. Seit ich regelmäßig Cannabis inhaliere kann ich mit meinen Symptomen relativ gut leben. Ich kann arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Ich war seit 7 Jahren nicht mehr beim Neurologen und auch nicht mehr aufgrund der o.g. Krankheiten krankgeschrieben. Für meine Verhältnisse bin ich sehr gut über die Runden gekommen. Kein MS-Schub, Krämpfe und Kopfschmerzen hatte ich ganz gut im Griff.

    Wie viele andere auch hab ich mich von den bürokratischen Hürden abschrecken lassen und mich auf dem Schwarzmarkt versorgt.

    Nun, nach der Gesetzesänderung, wollte ich doch in die Legalität und bin mal wieder zum Neurologen gegangen. Den musste ich aber auch erst finden was gar nicht leicht war. Zuerst hieß es von seiner Seite, das kriegen wir hin, ich sehe bei Ihnen gute Chancen auf eine Kostenübernahme durch die KK, wir bekommen sie schon in die Legalität. Er wolle sich nur erst informieren. Dann hieß es auf einmal, er würde eine Verschreibung von dem Aufwand den es für ihn bedeuten würde abhängig machen. Insbesondere vor der Begleiterhebung hatte er Angst. Ich hab ihm im Verlauf von ca. einem viertel Jahr alle möglichen Infos zukommen lassen, auch was die Begleiterhebung angeht. Ich hab den Antrag für die KK ausgefüllt, Nachweise zusammengestellt, Begründung geschrieben, und so weiter. Nach einem viertel Jahr sagt er mir dann, er würde es doch nicht machen, er kenne sich zu wenig aus. Aber er empfiehlt mir eine Betaferontherapie, bis an mein Lebensende.

    Ich bin echt am kotzen. Da hält er mich solange hin und dann kommt nichts dabei raus als die klassische Pharmakeule ohne die ich gut zurechtgekommen bin. Ich bin total frustriert.

    Nun bin ich wieder auf der Suche nach einem Arzt in Berlin der sich besser auskennt und der mir helfen würde. Ich weiß, viele Patienten tun das und es gibt wenig kompetente Ärzte. Und viele Leute werden ein aufs andere mal enttäuscht. Durch Unwissenheit, Dogmatismus und Angst der Ärzte vor allem Möglichen.

    Hat jemand einen Rat für mich? Ich wohne in Berlin-Spandau.

    Ich danke Euch schon mal dafür, dass ihr diesen langen Text gelesen habt. Ich musste mir meinen Frust einfach mal von der Seele schreiben. Sorry für das viele Bla Bla.

    Viele Grüße aus Berlin

    Ben

  2. #2
    Fagro ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo Ben,

    Deinen Frust kann ich sehr gut verstehen.

    Ein solches Verhalten ist einfach unprofessionell in meinen Augen.

    Aber was soll Dir geraten werden, außer: Weitersuchen.

    Einige fragen in Apotheken nach: Die einen haben mehr, die anderen weniger Erfahrung und vielleicht nennt Dir die eine oder andere einen Arzt.

    Es muss kein Neurologe sein, auch Dein Hausarzt z. B. darf verordnen.

    Mir ist auch Angst und Bange. Ich ziehe in ein paar Wochen in ein anderes Bundesland und Vorabanfragen werden eher negativ aufgefasst. Also werde ich mich auch über eine Apotheke durchfragen und Termine vereinbaren. Geht halt nicht anders.

    Die aktuelle Situation ist schlimm beide Seiten.

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