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Thema: sind Cannabinoide auch Opioide?

  1. #1
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    sind Cannabinoide auch Opioide?

    Hallo zusammen,

    wie kommt mein Arzt zu der Aussage "Cannabinoide sind auch Opiode" ?

    Viele Grüße

    Gerd
    Geändert von Gerd2000 (24.08.2017 um 12:34 Uhr)

  2. #2
    fiva23 ist offline Registrierter Benutzer
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    Beide unterliegen dem Btmg. Das wars schon mit dem Zusammenhang. Den Rest hat sich dein "Arzt" zusammengereimt.

  3. #3
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    man könnte spekulieren wie er sich das zusammengereimt hat,
    wahrscheinlich bekam er eine dose bedrocan zu gesicht und las "opiumwet artikel"
    und meinte es ist ein opiumartikel :-)
    opiumwet wird ins deutsche BtMG übersetzt und artikel nicht von dem artikel sondern vom gesetzestext / opiumgesetz

  4. #4
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    Zum direkten Vergleich:

    Wikipedia über Cannabinoide

    Wikipedia über Opioide


    Kannst Du Deinem Arzt ja mal ausdrucken.
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  5. #5
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    Ok, vielen Dank für Eure Antworten. Das Problem ist auch, dass er meint, dass bei meiner Krankheit Opioide nicht sehr gut wirken und er deswegen glaubt, dass Canabinoide auch nicht wirken.

  6. #6
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    Puh, da hast Du ja ein besonderes Exemplar von einem Arzt erwischt...

    Magst Du erzählen, um welche Erkrankung es sich bei Dir handelt?

    Vielleicht können wir Deinem Arzt ja das Gegenteil beweisen.
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  7. #7
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    Cannabinoide sind natürlich keine Opioide.
    Es gibt zwar synergistische Wirkungen, beide Systeme können gleichzeitig hormonell angesteuert werden und möglicherweise wird auch dasselbe Belohnungssystem in Individuen aktiviert, dazu gibt es aber unterschiedliche Ergebnisse.
    Man könnte in der Tat in seine Aussagen hinein interpretieren, dass er keine BtM verschreiben will.

  8. #8
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    Ich würde Cannabis gerne gegen Spannungskopfschmerzen / Craniomandibuläre Dysfunktion einsetzen. Ich sollte mit dem trizyklischen Antidepressiva Amitriptylin behandelt werden. Das hat aber furchtbare Nebenwirkungen und hat das Risiko von Langzeitschäden. Da kam ich auf die Idee stattdessen Cannabis einzusetzen. Ich habe in der Vergangenheit ganz gute Erfahrung damit gemacht, was die Entspannung angeht. Außerdem habe ich den Eindruck, dass es gut gegen die Schmerzen hilft. Eine Indica-Sorte würde vermutlich auch gegen meinen schlechten Schlaf helfen, das konnte ich bisher aber nicht testen. Diese Seiten bestätigen meine Erfahrung:
    http://cannabisplus.net/tension-headache/
    https://www.marijuanadoctors.com/con...daches-tension
    https://www.marijuanadoctors.com/con...t-disorder-tmj
    http://ehealthforum.com/health/tmj-a...a-t150360.html

    Tatsächlich sagte mein Arzt, dass er es mir verschreiben würde aber es bei der GKV nicht durchgehen wird, weil Opioide ja nicht sehr gut gegen meine Probleme helfen. Beim nächsten Termin werde ich ihn bitten, dass er mir eine Privatrezept ausstellt um erstmal eine Sorte zu testen. Meine Wahl ist da auf die Sorte Bedrocan Bedica gefallen.

  9. #9
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    Ich selbst habe eine Kostenübernahme, Diagnose Migräne (mit Aura) und Spannungskopfschmerz. Dazu kommen weitere, schwer zu diagnostizierende Kopfschmerzarten. Im Endeffekt vermischen sich die Schmerzarten. Schmerzen habe ich ohne adäquate Behandlung täglich bis zu 10 Stunden lang, dazu kommen Übelkeit, Verdauungsstörungen, Ängste, Sprachstörungen, Sehstörungen, psychische Beeinträchtigungen und Erschöpfung. Ich habe einige Medikamente probiert - erfolglos.
    Mit Cannabis(öl) bin ich fast symptomfrei. Wichtig ist bei mir die orale Einnahme und die gemeinsame Verwendung THC- und CBD-reicher Sorten.
    Geändert von moepens (25.08.2017 um 08:21 Uhr)

  10. #10
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    Dann besteht ja Hoffnung, dass die GKV das bei mir auch übernimmt. Kannst du eine Sorte empfehlen, die dir gegen die Schmerzen geholfen hat?

  11. #11
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    Bedrolite zusammen mit einer Sorte mit hohem THC Anteil. Ich habe dahingehend keine Beschränkungen. Im Notfall, also wenn die Lieferengpässe noch lange anhalten, würde ich dann auch auf CBD-Extrakte oder Nutzhanfblüten ausweichen. Ich brauche aber verglichen mit den meisten Patienten ziemlich wenig. Inhaliert hilft es mir nur bei klar abgegrenzten Attacken, da kenne ich dann i.d.R. den Trigger. Ansonsten hilft mir nur die orale Einnahme, also als öliges Extrakt - das dafür sehr gut! Morgens brauche ich etwas mehr von beiden Sorten, im Laufe des Tages kann ich es reduzieren.

    Viel Glück bei deinem Antrag!

  12. #12
    TomKB ist offline Registrierter Benutzer
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    @Gerd2000
    Du könntest auch Trimipramin 40ml mal ausprobieren (normales Kassenrezept). Nur Abends z.B. immer 22:00 Uhr 10 bis 15 Tropfen. Das ist, lt. meinem Schmerzarzt, eine medizinisch nicht relevante Dosis. Nach ca. 4 bis 6 Wochen Einnahme könnte es zu einer Besserung deines Spannungskopfschmerzes kommen (es muss erst ein "Spiegel" im Körper aufgebaut werden).
    Ich kenne einige Leute, bei denen diese sehr geringe Dosis zu einer Besserung geführt hat.

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