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Thema: Dr. Grotenhermen erneut im Hungerstreik - diesmal unbefristet!

  1. #1
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    Ausrufezeichen Dr. Grotenhermen erneut im Hungerstreik - diesmal unbefristet!

    Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper und Tränen in den Augen, als ich das Video gesehen habe!

    http://cannabis-hungerstreik.de/


    Was kannst Du tun?



    Direkt-Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=J78t_r-c458
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  2. #2
    Duck ist offline Registrierter Benutzer
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    Ich hab den link an die Tagesschau gesendet, warum berichtet da keiner?
    Hilfe mein Arsch ist zu klein, ja sowas kommt in die nachrichten. Grrrr

  3. #3
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    Mal eine Idee, was man tun könnte, wollte das Thema noch vor der Wahl in den Wahrnehmungshorizont der Politik gerückt werden. Vielleicht kann jemand auf mögliche Fehler oder Lücken in der Argumentation hinweisen. Einer, der gerade verzweifelt nach einem Thema mit Alleinstellungsmerkmal sucht, wäre er ja:


    Sehr geehrter Herr Schulz,

    aus gegebenem Anlass möchte ich Sie auf den Hungerstreik des Herrn Dr. Grotenhermen hinweisen und Sie bitten, die Eigenverantwortung wahrzunehmen, die das Parlament durch die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Willens des Gesetzgebers auf Herrn Dr. Grotenhermen überträgt, der vermeidbares Leiden für eine Vielzahl von Patienten zu verhindern sucht.

    So bitte ich Sie, sich dieses Video anzusehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=J78t_r-c458

    Es kann doch nicht sein, dass Menschen dafür bestraft werden, gesund werden zu wollen. Es kann doch nicht sein, dass es Ärzten so schwer gemacht wird, ihren Eid einzuhalten und alles zu tun, was unnötiges Leid vermindern könnte. Und es kann nicht sein, dass der parteiübergreifend geäußerte Wille des Gesetzgebers von den Selbstverwaltungsorganen weder wahrgenommen, noch umgesetzt wird. Bei der Anhörung zu diesem Thema im September 2016 wurde von der Krankenkassenvertreterin die These geäußert, das, was von den Krankenkassen damit gefordert würde, sei ein vollständiger Paradigmenwechsel. Dieses Gesetz wurde ob seiner Sinnhaftigkeit und Überfälligkeit von ALLEN Parteien mitgetragen und in der auf 5 Jahre angelegten Begleitstudie sollten erst die evidenzbasierten Forschungsergebnisse zusammengetragen werden, die nun vom MDK von den Ärzten und Patienten schon eingefordert werden. Es sollte geforscht werden und daher ist es unverhältnismäßg, jetzt bereits die Ergebnisse einzufordern, die der Gesetzgeber über 5 Jahre sammeln wollte.

    Was aus dem übereinstimmenden Willen aller Parteien in unserer Demokratie „wurde“, entwürdigt das Parlament und damit das Volk. Bei der Sternstunde im Bundestag, als das Cannabis-Gesetz Anfang diesen Jahres beschlossen wurde, bekam ich Hoffnung darauf, in einem Land zu leben, in dessen Parlament der Geist des Mitgefühls die Grenzen zwischen Parteien aufhebt und die Freiheit gewährt wird, alle Mittel zur Gesundung nutzen zu dürfen, die von der Natur in der Apotheke der Schöpfung zur Verfügung gestellt wurden.

    Herr Dr. Grotenhermen setzt sich seit 20 Jahren für die medizinische Verwendung von Cannabis ein und durch die Begleitumstände in der Umsetzung des Cannabisgesetzes wird vermeidbares Leid erzeugt. Es wäre ein unwiederbringlicher Verlust, würde Herrn Dr. Grotenhermen der Eid, Menschen zu helfen, auf diese Art als Schlinge um den Hals gelegt.

    Weder die Politik, noch die Patienten des Herrn Dr. Grotenhermen könnten vor Ihrem Gewissen dann noch frei von einer Mitschuld an den Folgen dieses Hungerstreiks bleiben, dessen Ursache ist, dass der Wille des Gesetzgebers keine Bedeutung mehr zu besitzen scheint.

    Will das Parlament wirklich die Erfahrung machen, dass die Heiligkeit, die Anfang des Jahres im Parlament als Sternstunde aufleuchtete, wirkungslos verpufft? VW hat dem Parlament die Würde genommen, eine Lösung dieses Problems VOR und trotz der Wahl könnte dem Bürger das Gefühl geben, es gäbe Gründe dafür, den Menschen hinter der Politik vertrauen zu dürfen.

    Wie Ärzte darunter leiden, nicht alle sinnvollen Mittel zum Zweck der Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit ihrer Patienten einsetzen zu dürfen, machte mir dieser Hungerstreik deutlich. Mit einem Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik könnten sie die von der SPD erhoffte Wende im Wahlkampf noch erreichen.

    (Bis hierhin habe ich das mal im SCM-Verteiler für Verbesserungsvorschläge gepostet.)

    Eine kurze persönliche Anmerkung zur Ursache des Terrors möchte ich in einem Beispiel deutlich machen: Es gibt einen Apotheker, dem vorgeworfen wird, rund 10 000 Chargen eines Krebsmedikamentes „verschnitten“ zu haben. Was unterscheidet diese Form des Terrors der Gier im Gesundheitswesen inhaltlich vom Terror der traumatisierten Menschen, die zum Opfer einer „anderen Illusion“ werden? Im Ergebnis könnte der vom Standesrecht gedeckte, deutsche Apotheker wohl mehr Opfer gefordert haben als der Terror der Traumatisierten. Was die „Gefährder“ brauchen, sind wirkliche Einbindung und echte Anteilnahme, aber vor allem eine angemessene Hilfestellung zur Bewältigung der schweren Traumatisierung.

    Was Europa bräuchte, wäre eine Idee, die verbindet und einen Vorteil für alle bietet. Gesundheit wäre ein Thema, mit dem sich national wie auf europäischer Ebene der Geist einen ließe. Mögen Menschen in der Wahl der Mittel zur Erlangung von Gesundheit, Frieden und damit Freiheit von Konflikt höchst unterschiedlicher Meinung sein, die Anhörung im September 2016 hat bewiesen, dass ein geeinter Geist alle (partei- und organisationsbedingten Ego-Grenzen des Selbsterhaltungstriebes der Selbstverwaltungsebenen) auflösen kann und es zwischen im Ziel geeinten Geistern keine bedeutungsvollen Unterschiede gibt.

    Im Einsatz für das Leben des Herrn Dr. Grotenhermen könnten Sie ein „Alleinstellungsmerkmal“ im Wahlkampf gewinnen, dass sie menschlich von ihrer Mitbewerberin abhebt und gleichsam die Würde des Parlamentes wiederherstellt, dessen Wille ansonsten als bedeutungslos erkannt werden müsste. Bedeutungslos, weil der Wille des Gesetzgebers für die Organe der Selbstverwaltung keine Bedeutung zu haben scheint. Was VW überdeutlich demonstrierte und womit dieser Republik die Menschenwürde genommen wurde. Wenn wir uns diese Menschenwürde im Gesundheitswesen nicht zurückerobern, dann werden wir die Läuse im Pelz auch durch Fibronil nicht mehr los.

    Für mich bleibt nur, festzustellen, dass dem Parlament nicht klar war, was die Dame von der Krankenkassenvertretung mit dem damit verbundenen Paradigmenwechsel meinte. Es wäre daher ein Zeichen von Eigenverantwortung, würde das Parlament in dieser Legislaturperiode beenden, was darin beschlossen wurde. Keine Lösung gefunden zu haben, würde bedeuten, den Beweis zu erbringen, dass der über alle Parteien hinweg geeinte Geist, der spürbar durch den Bundestag wehte, für die Selbstverwaltungsorgane keinerlei Bedeutung besitzt. Doch all das Leid durch die - vom nicht verstandenen Willen des Gesetzgebers enttäuschten Hoffnungen – wird bei Herrn Dr. Grotenhermen ausgelagert und so trägt er die Last des Leidens all seiner Patienten. So bitte ich Sie, die verlorene Würde des Parlamentes wiederherzustellen, indem das, was als Gesetz in dieser Legislaturperiode begonnen und beschlossen wurde, auch umgesetzt wird. Eine weitere Luftnummer wie beim Dieselgate wird den Vertrauensverlust der Menschen in die Fähigkeit des Staates, seinen Willen umzusetzen, nicht vertragen. Wenn jedoch Apotheker, Krankenkassen, ärztliche Standesvertretungen und alle Facharztgruppen dem Willen des Gesetzgebers keinerlei Bedeutung mehr zumessen, hat der Staat seine Ordnungsfunktion verloren und damit seine Existenzberechtigung. Dann hätte nach der „Freiburger Schule“, die unsere „Soziale Marktwirtschaft“ einst prägte, der Staat sogar seine (nachrangige ordnungspolitische) „Nachtwächterfunktion“ verloren.

    Die Funktion, Menschen vor unnötigem Leiden zu bewahren, nimmt Herr Dr. Grotenhermen sehr ernst. Wie ernst nimmt der Gesetzgeber ein Gesetz, dem die Selbstverwaltungen nicht angemessen Rechnung tragen?

    Wäre es nach Verfassung noch geboten, einen Staat ernst zu nehmen, dem die Macht abgesprochen wird, seine Bürger vor vermeidbarem Leid zu schützen?

    Um den gewählten Begriff des Nachtwächterstaates in einen Kontext mit den Aufgaben im Gesundheitswesen zu bringen, sind einige Dokumente beigefügt, hier nur ganz kurz ein Zitat von Ludwig Erhard aus dem Jahre 1964:

    „In eindrucksvoller und weitsichtiger Weise hat der frühere Bundeswirtschaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhardt bereits 1964 davor gewarnt, >>eine Wachstumspolitik ad infinitum zu betreiben, ansonsten mit Sicherheit zu Recht die Frage gestellt wird, ob es noch immer richtig und nützlich sei, mehr materiellen Wohlstand zu erzeugen, oder ob es nicht sinnvoller ist, unter Verzichtleistung auf diesen sog. Fortschritt mehr Freiheit, mehr Besinnung [mehr Gesundheit und Lebensqualität, Anm.] im Kontext] und mehr Muße zu gewinnen“, … dass, „solange man auf der politischen Ebene nach dem Motto verfährt – lasst uns weniger arbeiten, auf das wir mehr konsumieren können – wir uns auf dem falschen Weg befinden. Wenn der angestoßene Entfaltungsprozess (???) aber in dem Sinne verläuft, dass unser Volk, neben dem unverzichtbaren Wert auf Sicherung materieller Lebensführung, in steigendem Maße eine geistige oder seelische Bereicherung als nützlich und sinnvoll erachtet, dann werden wir in ferneren Tagen auch zu einer Korrektur der Wirtschaftspolitik kommen müssen. Niemand dürfe dann so dogmatisch sein, allein in der fortdauernden Expansion noch länger das Heil erblicken zu wollen<< (1)

    Niemand dürfte jetzt so dogmatisch sein, allein in der fortdauernden Expansion der Umsatzzahlen im Gesundheitswesen noch länger das Heil erblicken zu wollen. Niemand dürfte jetzt so dogmatisch sein, den parteiübergreifend angestoßenen Entfaltungsprozess nicht zu einer Korrektur der Wirtschafts- und Gesundheitspolitik führen zu lassen.

    (Bis hier könnte es fortgesetzt werden.)

    Sollte Teil 1 reichen? Ich dachte, man müsste das Parlament bei seiner Restwürde packen... So könnte Frau Merkel im Prunzip der Argumentation des CDU-Idols Ludwig Erhard nur zustimmen. Was ja für Schulz einleuchtend sein könnte...

  4. #4
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    Hallo Michael!

    Ich zähle mich selbst zu den chronisch kranken Menschen, der nach nur 7 Wochen Cannabinoid-Therapie (mit allen Einschränkungen bei der Titrierung) ein Lichtlein der Hoffnung erleben darf, ich bin fast 60 Jahre alt und hatte fast keine Lebenskraft mehr verspürt.
    Ich bin dir sehr dankbar für deine Aktion, wer auch nur etwas offen für das Leid der Mitmenschen ist, wird deinen Brief verstehen, sehr gut geschrieben! Sollte eigentlich an alle politischen Entscheidungsträger/das Parlament als "Brandbrief" geschickt werden!

    Meine Unterschrift dafür gebe ich sehr gerne!

    Liebe Grüße, Martin

  5. #5
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    Wir die Patienten sind alle in Gedanken bei Dr. Grotenhermen, wenn nur jeder fünfte Arzt so wäre, hätte sich in diesem Land schon viel früher etwas bewegt! Aktuell ist Dr. Grotenhermen zumindest wenn man in die Ärztewelt schaut fast ganz allein, ich frage mich was geschehen muss dass der Funke überspringt? Ich finde es unglaublich was ein eh schon Kranker Mensch sich selbst antut um einen Hilfeschrei abzusetzen den evtl. überhaupt niemand hört bzw. es überhaupt niemand interessiert, außer uns?
    Für mich ist Dr. Grotenhermen der beste Arzt in Deutschland, nicht weil er Cannabis verschreibt, sondern weil er mit Leib und Seele für seine Patienten eintritt und seine eigene Gesundheit auf´s Spiel setzt. Ich kann nur an jeden hier appellieren der noch kein Mitglied im IACM ist, beitreten oder zumindest mal eine kleine Spende hinterlassen, mit Wissen und Forschung steigen auch unsere Chancen auf Erfolg!

    Vielen Dank Dr. Grotenhermen!

  6. #6
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    Ich hoffe und wünsche mir, dass Herr Grothenhermen, bei all dem, bei Kräften bleibt, wir brauchen ihn noch sehr lange!

    Zu den "Funken" mache ich mir auch etliche Gedanken, was ich trotz meiner eigenen krankheitsbedingten Einschränkungen an überspringenden Mini-Fünkchen beisteuern könnte.
    Ich persönlich "beglücke" bspw. meinen Hausarzt, in dem ich hilfreiche Literatur (nicht zu viel) bei jeder Sprechstunde auf seinen Tisch lege und dann dort liegen lasse.
    Meist so zwischen Nierenleiden-Pharmabroschüren, Kataloge für Osteo-homöopathische Akkupunktur-Nadel-Sets, etc., in der Hoffnung, er möge sich auch für unsere Sache "erleuchten".

    Auch wenn jeder Einzelne nur ein wenig beitragen kann, kann das nur gut sein.

    Martin

  7. #7
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    Hallo Daniel!

    Gibt es irgendwo eine Seite, wo man mitbekommt,
    was gerade abläuft bei Herrn Dr. Grotenhermens
    Streik?
    Meldet sich wer?
    Politiker, die informiert sind, beachten die das?
    Wie geht es Ihm, ist er hoffentlich in guter Verfassung?
    Kann mn Ihn eventuell unterstützen?

    Ich hab schon mal angefangen, daß Video an so ziemlich
    jeden zu schicken, der in meinem Handi steht.
    Mit der Bitte, es weiter zu leiten!

    Bisher habe ich aber außer dem verlinkten Film
    und dem Schreiben dazu nix gefunden!

    Gruß, da Thomas..
    Wer ständig in die Fußstapfen Anderer tritt wird NIE eigene Spuren hinterlassen!

  8. #8
    Duck ist offline Registrierter Benutzer
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    https://youtu.be/o-G2Ib8J55Y

    Tag 1 mehr gibt es wohl noch nicht.

  9. #9
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    Ddanke!

    Und sorry, ich wollte Daniela schreiben....
    Wer ständig in die Fußstapfen Anderer tritt wird NIE eigene Spuren hinterlassen!

  10. #10
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    Gibt es was neues?
    Videotagebuch ?

  11. #11
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    Sorry, alles nur in Kurzfassung von mir, weil mir momentan die Kraft fehlt.

    Die ACM hat folgende Erklärung abgegeben: Link


    Der Hungerstreik wurde abgebrochen:

    Video

    Sorry, alles nur in Kurzfassung von mir, weil mir momentan die Kraft fehlt...
    Geändert von Wonder Woman (01.09.2017 um 11:08 Uhr)
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

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