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Thema: Unglaublich!Betriebsarzt: gesundheitl. Bedenken wegen möglichen Rückständen an Händen

  1. #1
    Elra ist offline Registrierter Benutzer
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    Unglaublich!Betriebsarzt: gesundheitl. Bedenken wegen möglichen Rückständen an Händen

    Hallo Community!

    Ich habe Epilepsie. Diese aber im Griff (auch dank Cannabis) und schon seit über 2 Jahren keinen Anfall mehr.

    Jetzt habe ich mich für eine Stelle in einer Kita als Küchenhilfe beworben und musste zu einer betriebsmedizinischen Untersuchung im Klinikum. Der Arzt (auch Suchtmediziner) machte einen aufgeschlossenen Eindruck.
    Heute habe ich nochmal bei Ihm angerufen und was er mir dann gesagt hat kann ich immer noch nicht glauben:

    "Es tut mir Leid, aber ich habe gesundheitliche Bedenken Sie in der Küche arbeiten zu lassen. Die Gefahr, dass THC-Rückstände an ihren Händen die Lebensmittel kontaminieren und so die Kinder gefährden, ist zu groß. Deshalb werde ich in meinem Gutachten schreiben, dass es von ärztlicher Seite gesundheitliche Bedenken gibt."

    Ich habe ihm gesagt, dass man sich doch sowieso vor jedem Arbeitsbeginn Hände wäscht und desinfiziert. Zudem wird meistens mit Handschuhen gearbeitet. Seine Antwort: "Sie könnten es einmal im Jahr vergessen und somit ist das Risiko zu groß."
    Ich bin echt fassungslos. So einen Schmarrn von einem Mediziner zu hören. Das kann doch nicht sein. Mit dieser Quatsch-Aussage verbaut er mir die Zukunft.

    Ich war jetzt fast 2 Jahre ausser Gefecht wegen Tabletten, Nebenwirkung und Stress. Seit 3 Monaten geht es mir gesundheitlich immer besser und ich habe wieder begonnen Bewerbungen zu schreiben. Bei den Vorstellungsgesprächen zu der Stelle waren die Personalleiter hoch erfreut, dass ich bei ihnen arbeiten möchte (ich bin Ernährungswissenschaftler) und jetzt klappt es wohl wieder nicht wegen so einer seltsamen Arztmeinung.

    Hat jemand ne Idee, was ich da machen sollte? Vielleicht Stadtpresse? Ich kenn da jemand...

    Über Feedback würde ich mich sehr freuen.

  2. #2
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    Das ist ja wirklich der Hammer!

    Stellen die dann auch keine Raucher ein? Die könnten ja Tabak an den Fingern haben..

    Vielleicht kannst Du den Arzt bei der Ärztekammer melden? Weil diese Argumente sind ja an den Haaren herbeigezogen...

    Ob die Presse da so eine gute Idee ist... Ich weiß nicht..
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  3. #3
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    Als ich Zivi war im Krankenhaus, mussten ich auch zum Arzt pissen usw., was ja wenn man im Krankenhaus arbeitet und vor allem dort in der Küche sicherlich notwendig zum Schutz der Patienten. Natürlich wurde Cannabis im Urin gefunden, was wie ich am Anfang dachte wohl kein Problem darstellt. Am nächsten Tag wird mir gesagt, dass ich hier nicht mehr arbeiten dürfte, da die gefahr zu hoch sei dass ich mich an den Tablettenschränken vergehe lol. Meine Antwort, haben sie Cannabis in den Schränken? Antwort, nein weshalb? Meine Antwort, was soll ich dann an den Medizinschränken? Keine Antwort mehr lol. Dann wurde gesagt ich dürfe ja überhaupt keine Maschinen bedienen, bezogen auf eine Hubvorrichtung um den Müll aus der Küche eine Etage tiefer zu bringen. Meine Antwort, dann macht dass eben der andere Zivi der mit mir arbeitet (war auch ein Cannabis Liebhaber lol). Antwort, na dann können sie bleiben. Und so war es auch ich habe es bis zum Ende durchgehalten und wäre ich früher gegangen hätte ich vermutlich nie meine jetzige Ehefrau kennen gelernt die ich über alles Liebe!

    Klar kann man dass nicht mit dem oben genannten Beispiel vergleichen, genau wie Wonder Woman es sagt ist es einfach nur an den Haaren herbeigezogen. Vermutlich hat jeder der mit viel Geld zu tun hat und es in den Händen hält, Anhaftungen von Kokain an den Händen. Wer ein Mohnbrötchen oder Kuchen isst oder verarbeitet, kann Opiat positiv getestet werden usw.

    Was mich jedoch am meisten an der ganzen Sache gestört hatte, die Alkoholiker die fest Eingestellt waren im Krankenhaus, waren für die Führungsebene kein Problem, nur die bösen Kiffer kranke Welt!

  4. #4
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    Hallo Elra,

    tut mir sehr leid von Deiner negativen Erfahrung mit dem Betriebsarzt zu hören!

    Lass Dich nicht entmutigen - meiner Meinung nach liegt der Arzt fachlich falsch.

    Anscheinend geht der Betriebsarzt von einer Situation ungefähr wie folgt aus:

    • die Blüten werden mit bloßen Fingern klein gebröckelt, wobei Rückstände an der Haut anhaften
    • danach mit den Fingern in einen Joint gefüllt / in eine Pfeife gestopft oder ähnlich, wobei wieder Rückstände an der Haut anhaften
    • danach geht der Patient direkt an seinen Arbeitsplatz und hantiert mit bloßen Händen mit Lebensmitteln, welche dann angeblich Kinder mit THC kontaminieren


    In diesem Fall könnte an den Fingern tatsächlich THCA / CBDA haltiges Harz anhaften.

    Wie ohne vorherige Decarboxylierung jedoch von medizinischen Blüten der Wirkstoff THC in relevanter Menge auf die Haut der Finger kommen soll, ist mir schleierhaft.

    Allenfalls könnten die Vorstufen (THCA / CBDA) von der Hautoberfläche auf Nahrungsmittel übergehen. Das letztendlich beim einzelnen Kind eine überhaupt messbare, geschweige denn wirksame Dosis von THC ankommt, halte ich für eine wissenschaftlich sehr gewagte These.

    Selbst wenn man von einer teilweisen Decarboxylierung bei der Verarbeitung in der Küche ausgeht, bleibt es für mich sehr weit her geholt. Eine teilweise Decarboxylierung bräuchte Temperaturen von min. 98 Grad Celsius für einen längeren Zeitraum (ca. 2 Stunden), während die Wirkstoffe THC und CBD sich bei höheren Temperaturen wieder verflüchtigen würden (THC bei 157 Grad Celsius, CBD ab 160 Grad Celsius). Zudem sind die Wirkstoffe (und die Vorstufen) nur mit Lösungsmitteln (z.B. Fett, Alkohol, CO2) effektiv zu extrahieren.

    Möglicherweise ist dem Betriebsarzt nicht bewusst, dass die Wirkstoffe in den Blüten hauptsächlich als Vorstufen (THCA / CBDA) vorliegen und nicht durch bloßen Kontakt in aktiver Form (THC / CBD) auf Lebensmittel oder Menschen übergehen können.

    Auch ist die Art der Einnahme bei einem Patienten nicht so, wie sie sich der Betriebsarzt anscheinend vorstellt.

    1. Ein Patient würde typischerweise eine Kräutermühle (Grinder) zur Zerkleinerung des medizinischen Cannabisblüten nutzen, welche er mit einer Pinzette aus dem Vorratsgefäß holt und ohne Hautkontakt in die Kräutermühle einlegt.
    2. Nach der Zerkleinerung würde der Patient zum Beispiel den Inhalt der Kräutermühle in Einzelportionen abwiegen, diese mit Hilfsmitteln auf einzelne Dosierkapseln für die jeweiligen Einnahmezeitpunkte am Tag verteilen und die gefüllten Kapsel in einem Magazin zur Nutzung mit seinem medizinischen Verdampfer aufbewahren.
    3. Für die Einnahme würde der Patient dann eine Kapsel aus dem zu Hause gefüllten Magazin in die Kammer seines medizinischen Verdampfers einlegen und den Vorgang starten.
    4. Der Patient hätte bei dem gesamten Vorgang, bei der Vorbereitung und bei der Einnahme, keinen Hautkontakt zu dem Medikament. Wirkstoffe könnten so nicht, auch nicht in einer Vorstufe, auf die Hautoberfläche gelangen.
    5. Natürlich würde sich eine Arbeitskraft in der Küche nach einer Pause (z.B. zur Einnahme der Medikamente) vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz die Hände waschen. Auch vor Arbeitsbeginn werden die Hände gründlich gewaschen oder sogar desinfiziert. Dies ist aus hygienischen Gründen selbstverständlich, auch wenn meist Handschuhe getragen werden.


    Eine Kontaminierung von Nahrungsmitteln mit THC, durch Patienten bei der Arbeit in der Küche, ist, meiner Meinung nach, bei dieser Art der medizinischen Anwendung von Cannabisblüten ausgeschlossen.

    Selbst wenn der Patient sich bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz nicht die Hände waschen sollte, besteht hier meiner Meinung nach keine Gefahr durch medizinisches Cannabis für die Kinder, sondern allenfalls eine Gefahr durch mangelnde Hygiene.

  5. #5
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    198
    Unser System sprüht uns Glyphosat auf das Getreide, welches auch Kinder essen, eigentlich jeder ist damit kontaminiert, das kann vermutlich Krebserzeugend sein und auch Fracking wird schrittchenweise durch gewunken, wobei doch auch die Kinder das versuchte Grundwasser saufen werden. Wenn es dann aber Cannabis ist, da kann man dann an die Gesundheit denken.

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