Ergebnis 1 bis 15 von 15

Thema: Leafly: "Die Begleiterhebung des BfArM – was Sie als Arzt wissen müssen"

  1. #1
    Registriert seit
    01.2017
    Ort
    Oberhausen
    Beiträge
    366

    Leafly: "Die Begleiterhebung des BfArM – was Sie als Arzt wissen müssen"


    Die Begleiterhebung des BfArM – was Sie als Arzt wissen müssen



    Für interessant halte ich vor allem diese Bereiche:


    Wie hoch ist der zeitliche Aufwand um die Fragen auszufüllen?

    Es wurde versucht, den Aufwand für Ärzte möglichst gering zu halten. Die Daten werden ausschließlich online über das Portal www.begleiterhebung.de eingegeben. Zu den einzelnen Fragen werden Erläuterungen angeboten. Das Ausfüllen der Fragen dauert nach Aussagen von Ärzten pro Patient etwa 15 bis 20 Minuten.


    Wann und wie oft müssen die Fragen beantwortet werden?


    Die erste Erhebung erfolgt ein Jahr nach Therapiebeginn mit einem Cannabisarzneimittel. Sollte vor Ablauf eines Jahres eine Therapie beendet werden, so wird der Fragebogen zu diesem Zeitpunkt ausgefüllt.

    Der Wechsel zwischen zwei Cannabisarzneimitteln, wird als Therapieabbruch und Therapieneubeginn gewertet.

    Daher sind bei einem Wechsel des medizinischen Cannabisarzneimittels die Daten zur Beendigung der Behandlung mit dem ersten Arzneimittel abzugeben. Die Daten zur Therapie mit dem neu gewählten Medikament erfolgt erneut nach einer Therapiedauer von einem Jahr, oder wenn die Behandlung erneut abgebrochen oder das Medikament gewechselt wird.

    Der Wechsel von einer Sorte medizinischer Cannabis Blüten auf eine andere Sorte zählt nicht als Therapieabbruch. Daher müssen in diesem Fall keine Daten übermittelt werden. Ebenso müssen Dosisänderungen nicht neu erfasst werden.

    Wird eine Behandlung länger als ein Jahr fortgeführt, so soll im ersten Quartal des Jahres 2022 noch einmal eine Datenerhebung stattfinden. Ab dem Q2 des Jahres 2022 werden die Daten ausgewertet.


    Versteh ich das richtig?

    Der Arzt muss bei andauernder Therapie mit Blüten einmal nach 1 Jahr und dann erst wieder 2022 Daten übermitteln?

    Scheint ein überschaubarer Aufwand zu sein, wie ich finde.
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  2. #2
    TomKB ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2017
    Ort
    München+
    Beiträge
    49
    Die sogenannte Begleiterhebung hat sich geändert bzw. wird/ist/soll auch auf uns Patienten ausgeweitet werden.
    Lt. meinem Arzt muss er ab sofort jedes mal, wenn er ein BTM-Rezept für Cannabisblüten, Sativex, Dronabinol und sonstige THC- oder Cannabinoidhaltige Medikamente ausstellt dem jew. Patienten einen Fragebogen geben (erinnert mich bisschen an die typischen Schmerzambulanz-Fragebögen). Diesen hat der Patient bis spätestens zur Austellung des nächsten Rezepts ausgefüllt wieder mitzubringen und erhält dann das nächste Rezept plus neuen Fragebogen.
    Dieser Fragebogen soll aber in den nächsten Wochen nochmals überarbeitet werden.
    in über 10 Jahren musste ich zB für das mtl. Dronabinol nie irgendeinen Fragebogen ausfüllen.
    the show must go on....

  3. #3
    Registriert seit
    02.2004
    Ort
    Mannheim
    Beiträge
    825
    Kannst Du diesen Fragebogen mal einscannen? Ich weiß davon nichts und Michas Arzt auch nix, das hätte er mir gesagt.
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  4. #4
    TomKB ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2017
    Ort
    München+
    Beiträge
    49
    Zitat Zitat von Gabi Beitrag anzeigen
    Kannst Du diesen Fragebogen mal einscannen? Ich weiß davon nichts und Michas Arzt auch nix, das hätte er mir gesagt.
    Lade ich morgen hier hoch, wenn ich wieder zu Haus bin
    the show must go on....

  5. #5
    TomKB ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2017
    Ort
    München+
    Beiträge
    49
    Zitat Zitat von Gabi Beitrag anzeigen
    Kannst Du diesen Fragebogen mal einscannen? Ich weiß davon nichts und Michas Arzt auch nix, das hätte er mir gesagt.
    Hallo Gabi,

    anbei der sogenannte Verlaufbogen:

    Verlaufbogen001.pdf
    the show must go on....

  6. #6
    Aurora ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    11.2015
    Beiträge
    34
    Sehr seltsam, dieser Fragebogen. Soll der wirklich von der Bfarm sein? Und nicht doch von der Krankenkasse als weitere Hürde/Schikane? Und ist scheinbar nur für Schmerzpatienten gedacht. Was machen da die Adhsler, Tourettler etc. ?

    Finde, der geht zu wenig auf das Schmerzempfinden vor und nach der Medikamenteneinnahme ein. Auch die Frage 6 nach dem jetzigen Schmerzempfinden : jetzt sitze ich beim Schreiben = alles ok; müßte ich dieses hier im Stehen schreiben = ohje ohje... auf die jeweilige Situation wird in keinster Weise eingegangen.
    Auch nicht auf die Ausgangssituation, die ja bei einigen schon eine Zeitlang zurück liegt.

  7. #7
    Registriert seit
    06.2017
    Beiträge
    71
    Auch medizinisch gesehen ist es fragwürdig, Schmerzzustände täglich genau abzufragen. Die Aufmerksamkeit richtet sich dann auf den Schmerz, was sich als wahrgenommene Verstärkung äußern kann. Deshalb macht man sowas bei chronischen Schmerzpatienten eigentlich nicht mehr bzw. nur kurzzeitig und mit größeren Zeiträumen.
    Geändert von moepens (21.11.2017 um 06:51 Uhr)

  8. #8
    Registriert seit
    02.2004
    Ort
    Mannheim
    Beiträge
    825
    da scheint irgendeine Schmerzgesellschaft ihre eigenen Daten zu erfassen. Frag doch mal Deinen Arzt, für wen die Daten erhoben werden.
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  9. #9
    TomKB ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2017
    Ort
    München+
    Beiträge
    49
    So, habe heute noch einmal in der Praxis wg diesem Bogen nachgehakt.
    Lt. der Praxis sei der Bogen vom BfArm, aber eben nicht der offizielle, sondern lediglich ein vorläufiger. Eine Verpflichtung, diesen vorläufigen Bogen an die Patienten bereits weiterzugeben bestehe nicht.
    Das BfArm habe aber vor 2 Tagen bekanntgegeben, dass die endgültige Fassung des Fragebogens in den nächsten Tagen veröffentlicht und zum Download dann zur Verfügung stehe.

    Ja, meine betreuende/behandelnde Praxis ist eine hauptsächliche Schmerzpraxis. Die Ärzte dort haben sich aufgrund ihrer Erfahrungen in der Vergangenheit mit den KK's, kassenärztl. Vereinigung und sonstigen Stellen entschieden, schon bereits jetzt diesen vorläufigen Bogen an ihre Schmerzpatienten wie mich zu Dokumentationszwecken auszugeben, um hier erst gar nicht dann irgendwann in der Zukunft von diesen Herrschaften wg. nichts oder angeblich anfangs fehlender Patientendokumentation "eine auf den Deckel zu kriegen". Sobald dann eben die endgültige Fassung des BfArm da ist, wird der Bogen dann halt ausgetauscht.

    In wie weit sich der Bogen für die einzelnen Patienten mit unterschiedlichen Diagnosen dann unterscheidet, Konnte die Praxis mir nicht sagen.
    Es sei dann eben Auflage, wie im vorherigen Post schon geschrieben, dass alle Patienten, die ein Rezept für Medizinalhanf, Dronabinol, Sativex und vergleichbare Medikamente erhalten diesen Bogen ausfüllen müssen bzgl. Therapieverlauf, Begleiterhebung BfArm und im Endeffekt auch Neueinstellung mit dem jeweiligen Medikament.
    Ich persönlich habe diese Art von Fragen schon oft genug in den letzten 20 Jahren erlebt, insbesondere eben bei Neueinstellung mit opiathaltigen Medikamenten.

    Mehr konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

    Moepens
    Dieses "Schmerztagebuch" gibt es sehr wohl bei Patienten mit chronischen Schmerzen, auch über lange bzw. längere Zeiträume. Bei allen Schmerzambulanzen in zB. Kliniken, meistens in Zusammenhang, wenn zB eine medikamentöse Einstellung stattfindet, egal ob komplett neu oder Wechsel von Medikamenten, aber auch während einer mehrmonatigen Behandlung in einer Klinik-Schmerzambulanz. Vergleichbare Bögen inkl psychologischen Fragen müssen zB auch in Schmerzambulanzen niedergelassener Ärzte 1x pro Quartal von den Patienten ausgefüllt werden.
    Natürlich kann dies sich als wahrgenommene Verstärkung äußern, aber eben auch genauso als klare positive Verbesserung/Reduzierung der chronischen Schmerzen, wenn zB eine medikamentöse Neueinstellung oder auch Präparatwechsel durchgeführt wird. Stationär ist das zB auch Standard, wenn du als chron. Schmerzpatient auf Morphium eingestellt wirst (Dauer ca. 4 bis 6 Wochen), um hier die optimale Dosis zur Schmerzreduzierung mit so wenig Nebenwirkungen wie möglich zu finden.
    the show must go on....

  10. #10
    Aurora ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    11.2015
    Beiträge
    34
    Danke fürs Info-einholen.

    Aber eine Frage hätte ich noch ;-)

    wird dieser Fragebogen auch anonym durchgeführt?

  11. #11
    Registriert seit
    01.2017
    Ort
    Oberhausen
    Beiträge
    366
    Ich weiß nicht.. Mir kommt das irgendwie dubios vor.

    Bin gespannt, ob da wirklich irgendwas vom BfArM kommt..
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  12. #12
    Duck ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    01.2017
    Beiträge
    31
    Das sieht aus wie ein ausschnitt der fragebögen vor der Schmerzklinik.
    Partientenaufklärung is wohl nicht nötig?

  13. #13
    Registriert seit
    06.2017
    Beiträge
    71
    @TomKB Das ist mir schon bekannt, bei mir waren das aber immer Fragebögen, welche längere Zeiträume erfasst haben. Darüber hinaus habe ich zur Dokumentation u.a. gegenüber der KK jahrelang täglich ein Schmerztagebuch geführt. Davon wurde mir aber vor längerer Zeit im Rahmen einer multimodalen Therapie abgeraten. Ich möchte mir nicht wieder täglich Gedanken darüber machen müssen, vor allem wenn mir von ärztlicher Seite davon abgeraten wurde.
    Geändert von moepens (22.11.2017 um 06:04 Uhr)

  14. #14
    Duck ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    01.2017
    Beiträge
    31
    Ich stimme zu das solche tagebücher mehr schaden als helfen.
    Wie oft soll man denn diesen fragebogen ausfüllen?
    Er bezieht sich ja nur auf die letzten 24 Stunden.

    Auch diese formulierung Stärkste vorstellbare Schmerzen.
    Was man sich vorstellen kann ist ja mal sehr individuell.

  15. #15
    TomKB ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2017
    Ort
    München+
    Beiträge
    49
    @moepens und @Duck

    da stimme ich als seit 30 Jahren schwer chronischer Schmerzpatient sogar zu 150% zu!!
    Auch stört mich die fehlende Anonymisierung.

    @Aurora
    keine Ahnung
    the show must go on....

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •