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Thema: ADHS - darf Arzt Methylphenidat (Ritalin/Medikinet) bei Cannabis-Konsum verordnen?

  1. #1
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    ADHS - darf Arzt Methylphenidat (Ritalin/Medikinet) bei Cannabis-Konsum verordnen?

    Hallo Ihr, ich habe mal eine drängende Frage an euch.

    Habe im Internet schon viel über Cannabis als Medizin und Cannabis bei ADHS und Schmerzen gelesen und mir Videos angesehen.

    Jetzt meine Frage, stellt euch bitte folgendes fiktives Szenario vor:

    Ihr habt in den letzten Jahren einige Erfahrungen mit Cannabis und der für euch wohltuenden Wirkung gemacht und festgestellt das Cannabis euch dabei hilft eure chronischen Rücken und Wirbelsäulen Schmerzen besser zu ertragen, desweiteren hilfe es euch auch bei euren Einschlafproblemen, gegen soziale Ängste, und es hilft euch besser zu konzentrieren, nur als einige positive Beispiele.

    Dann wird ab dem 10.3.2017 wird Cannabis als Medizin freigegeben und jeder Arzt (ausser Zahnarzt und Tierarzt) kann das Medikament nun verschreiben.

    Also denkt ihr darüber nach, nun doch mal zu einem Arzt zu gehen und darum zu bitten zu prüfen ob eine Möglichkeit besteht das verschreiben zu lassen.

    Das Problem dabei ist, ihr seid selbständig und seit c.a. 10 Jahren nicht mehr beim Arzt gewesen, dazu seid ihr auch noch neu in die Stadt des behandelnden Arztes gezogen.

    Es gibt keine vorangehenden Arztunterlagen, und euer Besuch bei diesem Arzt ist euer erster bei Ihm, ihr habt also überhaupt keine schriftliche Vorgeschichte, und wollt dem Arzt jetzt klar machen das ihr wegen der weiter oben beschriebenen Probleme Cannabis verschieben bekommen wollt. Noch dazu äussert ihr den Verdacht das ihr eventuell an ADHS leiden könntet und den Arzt darum bittet das herauszufinden und einen Test zu machen.

    Ab hier beginnen dann wohl einige Probleme...
    Da es keine Vorgeschichte gibt, macht der Arzt erstmal einen Rundumcheck incl. Blut, Urin, EKG... gehen wir mal davon aus das dabei alles ok war.

    Jetzt überweist der Allgemeinarzt euch an einen Neurologen, von dem ihr einen ADHS Fragebogen für euch und ggf eure Familenmitglieder bekommt.

    Den füllt ihr nun zu hause aus und während des ausfüllens wird euch anhand der Fragen ziemlich klar das ihr wohl wirklich ADHS haben könntet.

    Und jetzt kommen wir zum Hauptproblem:

    Was wäre wenn ihr bei dem nächsten Termin und den weiteren Tests gefragt werdet ob ihr Drogen nehmt und in welchem Ausmaß ?

    In Foren habe ich gelesen das Arzte kein Methylphenidat (Ritalin/Medikinet) verordnen dürfen wenn eine Drogenabhängigkeit besteht, (STIMMT DAS ?)
    und ADHS´ler potentiell zu Drogenmissbrauch neigen....
    Nach welcher Definition wird eine Drogenabhängikeit von Cannabis unterstellt ?

    Welcher Patient wäre nun in diesem Beispiel besser dran ?

    Einer der sagt das er Cannabis bisher bei Bedarf so 8 -15 Tage im Monat bei Schmerzen und Einschlafproblemen und zum runterkommen nutzt.

    Der Andere der sagt das er es täglich nutzt z.b. nur Abends um innerlich zur Ruhe zu kommen und schlafen zu können auch wegen der Rückenschmerzen und dem Gedankenkarusell.

    Und ein weiterer sagt, das er es täglich gegen seine Probleme nutzt, nicht nur Abends.

    Keiner von den drei fiktiven Personen hat negative Nebenwirkungen.

    Das man es nutzt hat man ja schon Eingangs beim ersten Gespräch bei dem Allgemeinmediziner erwähnt, was ja der eigentliche Grund für den Arztbesuch war.

    Mittlerweile habt ihr euer Interesse aber gewandelt, da ihr bisher Medikamente abgelehnt habt und auch nicht wusstet das ihr ADHS hattet, seid ihr auch nie auf die Idee sowas zu nehmen, aber jetzt wo eine positive ADHS Diagnose im Raum steht würde ihr das gerne sofern das dann auch Diagnostiziert wird probieren.

    Was wäre jetzt der beste Weg um Methylphenidat guten Gewissens vom Arzt verordnet zu bekommen ?

    Oder könnte es langfristig sogar auch möglich sein Cannabis und Methylphenidat zusammen verschrieben zu bekommen ?

    Habe schon vielfach gelesen das das einige mit guten Ergebnissen machen, morgens Methylphenidat und später am Abend wenn das MPH abgebaut ist dann Cannabis zum runterkommen, einschlafen und ggf für eine soziale Öffnung der Persönlichkeit was den Umgang für ADHS´ler mit ihren Mitmeschen vereinfacht..

    Das würde sich für mich nach einer Idealvorstellung anhören, aber ist sowas legal möglich ?

    Würde mich freuen wenn jemand was sachdienliches beitragen könnte :-)

  2. #2
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    Okay.

    Ich denke, Du brauchst, wie so viele von uns, einfach den richtigen Arzt.

    Ein Neurologe, der Cannabis als hilfreiche Medizin betrachtet und auch einsetzt, wird Dich nicht pauschal abstempeln dafür, dass Du die Wirksamkeit im Selbstversuch in Deinem Fall bestätigt hast.

    Im Gegenteil, er sollte Dich bei Deiner zukünftigen Therapie unterstützen wollen.

    Soviel zur Theorie.

    Desweitere denke ich, Du solltest als erste Priorität die ADHS-Diagnose anstreben. Egal, ob Dir dann gleich dieser Arzt Cannabis verschreibt oder nicht.

    Wichtig ist die Diagnose. Bis Du die erstmal hast, kannst Du weiter nach einem Neurologen suchen, der Cannabis befürwortet.

    Da wir, glaub ich, einige ADHSler hier im Forum haben, denke ich, es wird sich noch jemand melden, der sich da mehr auskennt, als ich.
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  3. #3
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    Danke, das mit der ADHS Diagnose sehe ich genauso, erst mal ist es am wichtigsten die zu bekommen, das denke ich auch, und dann geht es weiter.

    Daher ja auch die vielen Fragen und fiktiven Beispiele von mir ;-)

    Noch eine Frage am Rande, kann es sein das man diesen Forenbeitrag hier nur lesen kann wenn man hier als Mitglied angemeldet ist ??

    Falls ja, würde jemand den Beitrag bitte irgendwohin verschieben wo er von möglichst vielen Menschen auch ohne Login gelesen werden kann ?

    Danke

  4. #4
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    Zitat Zitat von Pusteblume Beitrag anzeigen
    Noch eine Frage am Rande, kann es sein das man diesen Forenbeitrag hier nur lesen kann wenn man hier als Mitglied angemeldet ist ??

    Falls ja, würde jemand den Beitrag bitte irgendwohin verschieben wo er von möglichst vielen Menschen auch ohne Login gelesen werden kann ?

    Danke
    Erledigt. Im Bereich der neurologischen Erkrankungen ist Dein Thread eh besser aufgehoben.
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

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