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Thema: Aktuelle Lieferschwierigkeiten Cannabisblüten - Was sind die Hintergründe?

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  1. #1
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    Aktuelle Lieferschwierigkeiten Cannabisblüten - Was sind die Hintergründe?

    Da sich die Verfügbarkeit von medizinischen Cannabisblüten derzeit sehr negativ entwickelt, ist an anderer Stelle die Frage aufgekommen, was die Hintergründe der aktuellen Lieferschwierigkeiten sind.

    Wieso genau ist die Versorgungslage momentan so schlecht - einfach nur blöd gelaufen? - eine Fehlplanung? - bürokratische Gründe?

    Und wie ist die Perspektive - wird sich die Lage bessern oder noch zuspitzen?

    Hat jemand hierzu Hintergrundinformationen und / oder Daten zu den vorher geplanten und jetzt tatsächlich verkauften Mengen?

    Was denkt ihr über die Situation?

  2. #2
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    Gute Frage(n)..

    Bin am Überlegen, wem wir die stellen könnten.

    Bundesapothekerkammer?
    Bundesministerium für Gesundheit?
    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte?

    Bei den letzteren könnten wir eine Anfrage über "FragdenStaat" stellen. Dauert halt auch wieder eine Zeit, bis da ne Antwort kommt..
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman

  3. #3
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    Die Hintergründe können mMn höchstens Hersteller und Importeure wirklich überblicken, da diese Zahlen zu den tatsächlich hergestellten, importierten und an Apotheken abgegebenen Mengen vorlegen könnten.
    Daraus könnte man einen Durchschnitt berechnen und damit vergleichen ob die Abnahmemengen höher sind, als das was eigentlich pro Monat/Jahr vom Hersteller an Menge veranschlagt war. So könnte man z.B. eine Aussage dazu treffen, ob die veranschlagten Mengen uns Patienten in Deutschland überhaupt über das Jahr 2017 bringen oder einige Monate vor Jahresende nichts mehr verfügbar ist.

    Ich hab auch mal irgendwo gelesen, dass es Verträge über die maximale Importmenge pro Jahr pro Hersteller gibt, aber ob das stimmt..?

  4. #4
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    ..zulassungsbehörde / ..importeur

    "spektrum" hat sich hier ja registriert, vielleicht können die ja ein statement dazu öffentlich posten ..wo es denn hängt..
    ansonsten mal bei peace naturals a.ka "pedanios" /oder spektrum nachfragen .. telefonisch/schriftlich ?

  5. #5
    fiva23 ist offline Registrierter Benutzer
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    Ich glaube das müsste man bei den Vertreibern nachfragen. Oder bei niederländischen Stellen(vllt. Cannabis Burreau?) aus begründetem Interesse nachhacken. Ob dem Bfarm da Infos vorliegen ? Wär nicht schlecht.

  6. #6
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    Ich habe zuerst bei Bedrocan direkt gefragt, ob denn Bedrobinol für Patienten in Deutschland sofort lieferbar sei. Bedrocan hat mich an das Cannabisbureau verwiesen.
    Das hat das Cannabisbureau am 22.6. geantwortet:

    "Dear [...],

    The Bedrobinol is not sold out for a long period., but the availability at the moment is unsure, since there is a big demand, that exceeds our expectations and availability."

  7. #7
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    Danke für die zahlreichen Antworten!

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob eine Behörde in Deutschland momentan für die Planung der Liefermengen zuständig ist und entsprechende Vorgaben macht, oder ob dieses momentan 'dem freien Markt' überlassen ist.

    Mir ist auch noch nicht klar, wer rechtlich im Falle von Lieferschwierigkeiten verantwortlich ist und welche schnell wirksamen Rechtsmittel den Patienten in diesem Fall offen stehen.

    Die Antwort vom niederländischen Cannabisbureau finde ich interessant, da sie ein Hinweis darauf ist, dass die Behörde in den Niederlanden den Bedarf niedriger eingeschätzt hat und dementsprechend ihre Planung ausgerichtet hat.

    Für mich stellt sich da die Frage, ob das Cannabisbureau vorab von der anstehenden Gesetzesänderung in Deutschland informiert gewesen ist und mit welchem Mehrbedarf sie gerechnet haben.

    Falls das Cannnabisbureau vorab nicht informiert gewesen ist und keine entsprechenden Maßnahmen für die zu erwartende erhöhte Nachfrage aus Deutschland getroffen wurden, stellt sich mir die Frage, ob jemand diese Behörde hätte unterrichten müssen.

  8. #8
    Fagro ist offline Registrierter Benutzer
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    Im Hanfjournal war im März zu lesen, dass viele Hausarztpraxen ihren Patienten ein Wunschrezept ausgestellt haben und/oder bei den Verordnungsmengen arg übertrieben wurde.

    Das habe ich selbst erlebt. Bestellt habe ich eine Dose Pedanios 18/1, bekommen habe ich zwei.

    Auch in den Westfälischen Nachrichten wurde am 01. Juni von einem Run auf Arztpraxen gesprochen. [Ironie an] Wir medizinischen Anwender sind wohl einfach nicht nicht dreist genug. [Ironie aus] Aber auch von anderen Anlaufschwierigkeiten.

    Wenn es keine Instanz gibt, die einen Überblick über die Patientenzahl hat und auch keine, die einen Überblick über die importierten Mengen hat, ist doch klar, dass das nicht funktionieren kann.

    Dann sollte man, denke ich, politisch an diesem Punkt ansetzen und genau das einfordern
    Geändert von Fagro (26.06.2017 um 17:35 Uhr)

  9. #9
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    Zitat Zitat von Fagro Beitrag anzeigen
    Wenn es keine Instanz gibt, die einen Überblick über die Patientenzahl hat und auch keine, die einen Überblick über die importierten Mengen hat, ist doch klar, dass das nicht funktionieren kann.

    Dann sollte man, denke ich, politisch an diesem Punkt ansetzen und genau das einfordern
    Das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e. V. (DAPI) kann wohl Auskunft über die Anzahl der Kassenrezepte geben.

    Wie wir an die Zahlen über die privaten Verschreibungen rankommen versuche ich gerade rauszubekommen.

    Ob z. B. die Ärzte melden müssen, wofür sie ihre erhaltenen BTM-Rezepte ausgestellt haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das BfArM da nicht den Überblick drüber hat.

    Was meint Ihr?
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman

  10. #10
    Fagro ist offline Registrierter Benutzer
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    Es kann auch sein, dass diese überaus wichtige (Schnitt-)Stelle, die den aktuellen Bedarf erfasst, beim Stricken mit der heißen Nadel verbrannte. So etwas kommt bei neuen Gesetzen häufiger vor. Es fehlt ja noch so einiges...

    Leider kann ich heute nicht mehr ernsthaft diskutieren und ziehe mich deshalb als stiller Mitleser zurück.

  11. #11
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    Okay, die von Großhändlern/Importeuren an deutsche Apotheken gelieferten Mengen werden durch das Betäubungsmittel-Abgabebelegverfahren bei der Bundesopiumstelle dokumentiert.

    faximan, die Information über diese Mengen sollten wir auf jeden Fall in die IFG-Anfrage mit aufnehmen.

    Deinen Vorschlag diesbezüglich finde ich sehr sinnvoll und, da Du bei der Formulierung solcher Anfragen Erfahrungen hast, fände ich es klasse, wenn Du eine solche verfassen könntest.

    Bis auf die Angabe über die von Apotheken bestellten Mengen fällt mir gerade keine Ergänzung zu dem, was Du oben geschrieben hast ein.
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman

  12. #12
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    Ich dachte eher an die Menge, die von Apotheken bestellt wurde.

    Die wenigsten werden sich größere Mengen auf Vorrat legen.

    Da ja kaum noch Sorten verfügbar sind, wird diese Menge in etwa derer entsprechen, die die Patienten erhalten haben.

    Oder hab ich da nen Denkfehler?
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman

  13. #13
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    Gibt es noch mehr Hintergrundinfos zu der möglichen Involvierung von Einkaufsgemeinschaften oder bevollmächtigten Großhändlern, die angeblich anstatt der einzelnen Apotheken bei den Importeuren einkaufen dürfen?

    Ich kann das nicht verifizieren, hat jemand Kontakte zu den Importeuren um zu klären, wer dort einkauft / einkaufen darf?

    Was mir noch auffällt, es scheint bis jetzt zwar Hinweise auf eine mögliche Erfassung der Mengen zu geben, jedoch ist weiterhin unklar, ob der Markt in irgend einer Form reguliert ist, oder ob die Marktteilnehmer einfach machen können, was sie wollen.

    Gibt es Obergrenzen bei der Gesamtmenge, vielleicht eine prognostizierte Jahresmenge die als Grundlage für Planungen genommen wurde?

    Gibt es Obergrenzen für die Bestellmenge pro Apotheke oder pro Importeur oder gar keine Limitierung?

    Falls dem nicht so ist, könnten beispielsweise theoretisch einzelne Apotheken (oder ggf. Einkaufsverbände?) große Lagerbestände der Importeure aufkaufen, quasi 'den Markt für die anderen Teilnehmer leer fegen'?

  14. #14
    fiva23 ist offline Registrierter Benutzer
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    Komisch finde ich dass Pedanios da infos zum Liefertermin machen durfte. Sonst dürfen die das ja nur an Apotheker. Welches Gesetz das vorschreibt, wüsste ich auch nur zu gerne.

  15. #15
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    Sagen wir es mal anders herum: Sie dürfen keine Auskünfte an Patienten geben. Oder wollen nicht(?), weil sie dann wohl dafür extra noch eine Service-Hotline einrichten müssten.

    Wenn ich Einzelhändler bin, dann bekommt mein Kunde auch keine Auskunft bei meinem Lieferanten/Hersteller/Großhändler. Die haben damit nichts zu tun. Und daher halten sich die Cannabis-Importeure auch aus der Patientenkommunikation raus. Finde ich verständlich.

    Von daher fand ich es super, dass sich aufgrund des großen öffentlichen Interesses (welches wir losgetreten haben), Pedanios jetzt schon mehrfach geäußert hat.
    Geändert von Wonder Woman (13.08.2017 um 21:42 Uhr)
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman

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