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Thema: Pharmazeutische Zeitung: "Cannabisblüten: Patienten klagen über Preisexplosion"

  1. #1
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    Pharmazeutische Zeitung: "Cannabisblüten: Patienten klagen über Preisexplosion"

    Cannabisblüten: Patienten klagen über Preisexplosion


    Sehr interessant vor allem der Teil, der über die Antwort von Herrn Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer, auf den Protestmailer der ACM geht.

    Er traut den Patienten offenbar nicht zu, sich eine Feinwaage anzuschaffen (sofern nicht längst vorhanden), um die Einzeldosis abzuwiegen. Feinwaagen, die auf 0,01 g genau wiegen, gibt's schon für weniger als 10 €.

    Gibt es Patienten, die Einzeldosen von 0,01 g oder weniger einnehmen?
    Und wenn ja, dann hat ja immer noch der Arzt die Möglichkeit, zu entscheiden, ob der Patient unzerkleinerte Blüten bekommt, oder das ganze bereits in der Apotheke gesiebt und portionsweise abgepackt wird.

    Und da Patienten ja nicht richtig wiegen können mangels Feinwaage, müssen die Blüten zwangsweise zerkleinert und gesiebt werden. Und dann? Dreimal eine Messerspitze täglich? Irgendwie macht das nicht wirklich Sinn..
    Geändert von Wonder Woman (09.06.2017 um 17:14 Uhr)
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Cannabis Patientenhilfe Oldenburg

  2. #2
    Aurora ist offline Registrierter Benutzer
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    Vieles, was Herr Kiefer so von sich gibt, macht keinen Sinn. Ich kopiere mal mein Statement vom DHV-Forum hierher :

    "Der gute Herr Kiefer widerspricht sich doch selber oder wie seht ihr diese zwei Aussagen von ihm?

    "Der Arzt muss die Dosierung auf dem Rezept angeben. Bei den Fertigarzneien und Rezepturarzneien gibt es dafür Empfehlungen. Bei Cannabisblüten muss er auf dem Betäubungsmittelrezept exakte Angaben zu Blütensorte, Verordnungsmenge und Anwendungsform geben. Das sei für unerfahrene Ärzte eher schwierig, sagt Überall. Zudem ist die Bandbreite viel größer als zum Beispiel bei Schmerzmitteln, fügt Kiefer hinzu. Bei gängigen Schmerzmitteln liege die Höchstdosis zum Beispiel beim Sechsfachen einer einzelnen Tablette. «Bei Cannabisblüten ist es mehr als das 50-fache.»"

    http://www.augsburger-allgemeine.de/the ... 61461.html


    "Kiefer weist zudem auf die Prüfpflichten der Apotheker hin. So sei die Identitätsprüfung der Blüten als Ausgangsstoff «zwingend rechtlich vorgeschrieben». Darüber hinaus sei eine gleichmäßige Zerkleinerung der Droge Voraussetzung für eine exakte Dosierung. Sie müsse unbedingt gemahlen und gesiebt werden, erst dann könne der Apotheker sie zur medizinischen Behandlung an den Patienten abgeben.

    Die wenigsten Patienten verfügten außerdem über eine äußert sensibel Feinwaage, um die Einzeldosis exakt zu bemessen. Eine Dosierung der Cannabisblüten nach Gefühl sei jedoch «aus pharmazeutischer Sicht unverantwortlich und übrigens auch eine teure Verschwendung», so Kiefer. "


    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=69810


    Wenn ich die 50-fache Dosis von z.b. Ibu einnehme, dann gehts mir wahrscheinlich richtig dreckig. Langt evtl. schon die 25-fache Menge oder noch weniger.

    Daher ist das wirklich meist vernachlässigbar, wenn Patient statt 0,2 0,4 oder 0,6 vaporisiert, während ich es mir schon sehr gut überlegen würde, statt einer 2 oder 4 Ibu einzunehmen."

  3. #3
    Sumpfi ist offline Registrierter Benutzer
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    Frage von meinem Doc war, wie ich es denn machen wolle mit der Dosierung. Erst als das klar war, dass ich alles notwendige zu Hause hab, ging es an das Rezept. Möchte mal den Doc sehen, der es "blauäugig" verschreibt und dem es egal ist, was seine Patienten damit machen. Wen die Apos noch auf den Gedanken kommen das ganze in Briefchen zu verpacken, dann "gute Nacht".

  4. #4
    Aurora ist offline Registrierter Benutzer
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    Meine Apothekerin hat ob dieser Idee die Hände über den Kopf zusammen geschlagen. Wenns mal ein 5g Döschen ist, ginge es ja noch. Aber der richtig große Arbeitsaufwand fängt ja schon bei den 10g Dosen von Pedianos an. Und dann erst die "Großabnehmer", die gleich ihren Monatsvorrat von 100g brauchen und bestellen. Das dürfte einige Zeit dauern, diese Menge in 0,2g Tütchen händisch abzupacken.
    Das ist wohl einer schon lange nicht mehr hinten in der Apotheke gestanden bei so einem Vorschlag ...

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