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Thema: ADHS München

  1. #1
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    ADHS München

    Ich bin 28 Jahre alt, leide seit meiner Kindheit an ADHS (+ die bekannten Komorbitäten) und befinde mich seit längerem in Behandlung bei einem Spezialisten für ADHS im Erwachsenenalter in München. Ich würde mich als austherapiert bezeichnen, da ich bereits Strattera sowie Ritalin Adult aufgrund mangelnder Wirkung (Strattera) sowie zu starker Nebenwirkungen (beide) absetzen musste, und nicht bereit bin weitere Stimulanzien wie etwa Amphetamine etc auszuprobieren.
    Hier mein Bericht vom heutigen Arztbesuch:
    "also, ich komm gerade von meinem Arzt und dieser ist leider überhaupt nicht bereit mir Cannabis zu verschreiben. Er behauptete, ADHS wäre keine Indikation für Cannabis und dass in Bayern Ärzte nur bei Krebs und MS Cannabis verschreiben dürften (angeblich laut einer Vorgabe vom MD). Auf eine Diskussion wollte er sich absolut nicht einlassen und die Informations-Unterlagen (zum Cannabis-Medizin Gesetz) die ich für ihn zusammengestellt habe wollte er nicht einmal anschauen (ich wollte sie ihm da lassen, damit er sie in Ruhe lesen kann, aber nicht einmal das wollte er). Ich bin eigentlich bestens informiert über das neue Gesetz und habe ihm auch erklärt dass es in seinem Ermessen liegt mir das zu verschreiben, aber er meinte halt er würde es besser wissen und er kenne auch keinen Arzt der es verschreiben würde... Generell habe ich gemerkt, dass er mich schnell loswerden wollte als ich ihn nach Cannabis fragte. Ich habe ihm auch erklärt, dass es bereits andere ADHSler auch in München gibt die Cannabis auf Rezept bekommen, dann meinte er nur, dann soll ich mir einen anderen Arzt suchen. Er wollte mir noch Amphetamine verschreiben, was ich dankend abgelehnt habe. Und wie es ausschaut bin ich ab jetzt quasi nicht mehr bei ihm in Behandlung, da er meinte dass er jetzt nichts mehr für mich tun kann, wenn ich nicht noch alle anderen Psychopharmaka die es auf dem Markt gibt ausprobieren möchte. Ich bin wirklich sehr entäuscht von ihm, und hätte zumindest erwartet dass er offen für das Thema ist und sich darüber informiert und dann entscheidet, anstatt es generell abzulehnen. Wenn mir jemand einen Arzt in München empfehlen kann, wäre ich wirklich dankbar. Ich bin direkt nach meinem Arztbesuch zu einem anderen Arzt der direkt nebenan ist gegangen und habe direkt für Morgen einen Termin bekommen, mal schauen was da bei raus kommt. also alles nicht so gelaufen wie ich mir das vorgestellt habe und ich darf weiterhin mit meinem untherapiertem ADHS kämpfen (hatte leider schon seit 2-3 Wochen kein Cannabis mehr zur Verfügung)"
    Ich wäre wirklich sehr dankbar wenn mir hier jemand per PN einen Arzt in München empfehlen könnte.

  2. #2
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    Selbe Situation + Depression und Schlafstörung bin 84 geboren. Suche derweilen in Regensburg Nürnberg und München. Habe schon ca. 50 Ärtzte durch. Ich bitte auch dringendst um eine Empfehlung. Diese ewige Suche mit Rückschlägen ist zermürbend und nimm einem die letzte Kraft. ich bin zwar kein Schmerzpatient aber eine psychatrische Erkrankung kann einem ohne die richtige Hilfe auch das leben zerstören.

  3. #3
    mankra ist offline Registrierter Benutzer
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    über einen Tipp für einen Neurologen der bei ADHS Cannabis verordnet hat im Raum München Oder Oberbayern wäre ich sehr zum Dank verpflichtet.

  4. #4
    fiva23 ist offline Registrierter Benutzer
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    Solche Tipps gibts heutzutage leider quasi garnichtmehr die ihr da sucht. Ein Arzt hat nur ein gewisses Budget. Mein Arzt hat auch Aufnahmestopp.
    Viele Freizeitkiffer oder wie meine KK präferieren würde Junkies treiben zur Zeit ihr Unwesen und laufen über.
    Auch gewisse Youtuber haben die Ernsthaftigkeit eines solchen Antrags in Mitleidenschaft gezogen. Die Ärzte sind total entnervt da allerlei Cannabis-Bevorzuger vorbeikommen wollen um ihr wohlwollendes Cannabis zu bekommen.
    Die Lobbys sind in De momentan noch strikt gegen uns. Das könnte nur nach großen medialen Meldungen wieder ins Gleichgewicht führen. Ansonsten ist der Preis immernoch absurd hoch (meiste an Apos) und die KK scheuen dies und wollen das verhindern.
    Es muss erst ein Umdenken stattfinden sonst müssen viele Patienten durchhalten.
    Andererseits dürfen theoretisch fast jede Art Ärzte das Cannabis verordnen und ihr könntet auf einen stoßen der noch Resourcen hat und die Querelen durchmachen möchte. Solche findet man schwer auf der 1. Seite im Internet. Die müsst ihr auch überzeugen können. Dazu solltet ihr gut gerüstet sein. Ärzte die Karriere machen wollen würde ich nicht gerade bevorzugen. Viel Glück und gutes Gelingen.
    Ps: im Umkreis würde ich auch suchen , Muc ist ganz schön bitter
    Geändert von fiva23 (01.07.2017 um 14:21 Uhr)

  5. #5
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    Moin!
    Wie TiboIllus sieht meine Situation ähnlich aus; habe sehr ähnliche Erfahrungen machen dürfen. Wurde auch quasi als "dahergelaufener Junkie" bezeichnet, bzw. habe "Junkie-Indikationen" von ein paar Pseudoprofis mit Doktorentitel vorgehalten bekommen, nur
    um mich bloß schnell wieder aus der Praxis zu kriegen. Das ist sehr verletzend und erniedrigend, ein Arzt sollte sich der Wirkung seiner Worte bewusst sein.
    Bin jetzt bei meinem alten Kinderarzt, der mich von früher sehr gut kennt. Dazu muss ich allerdings auch über 500km Fahrt auf mich nehmen. Müsste ich nun meine Suche erneut beginnen, würde ich wohl auch eine Apothekentour machen und hoffen in der Nähe einen Arzt zu finden.


    Das Thema Neurologen
    Ich habe im Bundesland Bremen und Niedersachsen über 20 Neurologen angeschrieben bzw. angerufen oder Termine ausgemacht. Viele waren sich zu fein überhaupt mehr als die üblichen 4 Worte die da wären "Wir verschreiben keine Cannabispräparate" zu verlieren. Zwei Ärzte wiesen mich darauf hin dass ADHS keine neurologische Erkrankung sei, und ich mich daher an einen niedergelassenen Psychiater wenden müsse. Was sind eure Erfahrungen zu dem Thema?

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