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Thema: Geplantes Cannabistherapie- und Informationszentrum in München

  1. #1
    F.MUC ist offline Registrierter Benutzer
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    Geplantes Cannabistherapie- und Informationszentrum in München

    Ich war gestern in der Münchner Füßgängerzone unterwegs und traf an einem Informationsstand zum Thema Legalisierung Vaclav Wenzel Cerveny vom Bayerischen Cannabis Verband.

    Dieser hat aktuell ein Crowdinvestment für ein Cannabistherapie- und Informationszentrum in München angeschoben. Geplant sind ein festangestellter cannabispositiver Arzt und ein externes Team von Fachärzten die je nach Bedarf in die Therapie einbezogen werden können. Weiterhin geplant sind ein Diskussionsforum für permanente Öfffentlichkeitsarbeit, Fachdiskussionen und Patientengruppen, eine Dauerausstellung zur Kulturpflanze Hanf und deren Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen, sowie ein Shop mit Hanfprodukten und eine Küche in der z.B. Cannabiskochkurse stattfinden.

    Herr Cerveny plant mit einem Startkapital von €100.000 und hat bisher ein Viertel zusammen. Ich habe mir die Seite https://www.transvendo.de/dci angeschaut (nach der unverbindlichen Plattformanmeldung hat ich Zugang zum detaillierten Businessplan) und finde das Ganze sehr interessant. €100 Einstiegskapital und gar eine fünfprozentige Verzinsung sehen aus meiner Sicht eigentlich sehr fair aus und offengestanden würde ich sogar darüber nachdenken, wenn das Ganze eine Spende statt dem hier geplanten Kapitalanlagekonzept wäre.

    Andereseits wundere ich mich ein wenig, dass das Konzept kein wesentlich größeres Echo nach sich zieht. Übersehe ich hier etwas? Ich glaube wenn die Community sich nicht selbst in konkreten Projekten engagiert, könnte die aktuelle Dynamik wieder abflauen und freue mich endlich auch mal einen, soweit ich sehe, realistischen Plan zu sehen der umgesetzt wird.

    Ich bin jetzt seit rund drei Monaten Cannabispatient und obwohl ich mich bereits seit einigen Jahren mit dem Thema befasse und alles mögliche lese das mir unter die Finger kommt, sind mir die eher "informellen Strukturen und Beziehungen" der deutschsprachigen Aktivisten noch immer ein wenig rätselhaft. Ich habe bisher den Eindruck, dass die in Bayern, im Vergleich zum Rest der Republik, ein wenig isoliert dastehen, kann mich aber auch irren.

    Was haltet Ihr davon? Gibt es hier einen Haken? Ehe ich einsteige würde ich mich über Hintergrundinfos freuen.....

  2. #2
    fiva23 ist offline Registrierter Benutzer
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    F.MUC das seh ich genauso. Das von Wenzel Cerveny organisierte Projekt hat echt bicht seines gleichen wiedergefunden und stockt noch ein bisschen muss man sagen. In Bayern haben wir zum Teil auch noch ein sehr gestörtes Verhältnis mit allem was mit Gras zu tun hat. Ich finde immernoch kein Arzt der damit zu tun haben möchte. Im großen und ganzen Stockt das ganze auch weil sich die Leute zu wenig zusammenschließen und gemeinsam Lösungen finden.

  3. #3
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    ja, es gibt Haken. Weder erfüllt Cerveny die vom BfArM vorgegeben Voraussetzungen für den Anbau, noch können sich bisher Ärzte auf die Verschreibung von Cannabis spezialisieren. Die Ärztin, die er mehrmals öffentlich als Teil dieser Projektes nannte, hat sich distanziert und von ihm verlangt, das zu unterlassen. Menschen, die bei anderen Projekten mit ihm zu tun hatten XXL-Cannabismesse, sagen dass sie von ihm finanziell beschissen wurden.
    zahme Vögel singen von Freiheit - die Wilden fliegen

  4. #4
    fiva23 ist offline Registrierter Benutzer
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    Schade, das wär auch zu gut gewesen.. Die Arztlücke in Bayern zu schliessen mit Ärzten die sich dem Teufelszeug,glaubt man den Medien, annehmen würden und nicht im Vornhinein wüssten dass das vor den letzten Lebensstunden oder schweren und diagnostizierbareren physischen Schmerzen in Betracht kommen ansonsten eher "nicht soeine gute Idee" sei.
    Ärzte über diesem Duktus sind mir bisher noch nicht als Kassenarzt über den Weg gelaufen. Trotz dem neuen Gesetz gibts da noch zuviele Grauzonen und Schwierigkeiten die nicht wie versprochen vom Tisch sind. Was denkt man sich als Kasse wie denn die neue Medizin nützlich eingebracht werden kann auch für den Patienten im Zweifel. Alles ist noch ganz frisch heisst es bei Nachfragen immernoch etc..
    Wozu das neue Gesetz erlassen wurde? Sicher nicht um das Warten der bedürftigen zu beenden muss ich teilweise bemerken.

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