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Thema: Cannabinoidbehandlung bei Krebs

  1. #1
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    307

    Daumen hoch Cannabinoidbehandlung bei Krebs

    Seit 22 Jahren rauche ich Gras bzw. Haschisch, weil ich an einer inkompletten Querschnittslähmung leide und mir das kiffen sehr gut gegen die damit verbundene Spastik hilft.
    Vor 2 Jahren erkrankte ich an einer sehr seltenen Krebsform - ein Sarkom. Nur 1 unter 300.000/Jahr erkrankt daran.
    Bei der anschließenden Chemotherapie hatte ich anfangs große Probleme mit Übelkeit, bis ich dachte: "rauch mal was, schlechter kann´s nicht werden".
    Ab diesem Moment hatte ich nur noch geringe Probleme mit Übelkeit und einen ausreichenden Appetit - habe nicht abgenommen!!!
    Ich habe den Ärzten gleich reinen Wein eingeschenkt. Alle sagten: "Wenn Ihnen etwas rauchen gegen die Übelkeit hilft, dann machen Sie es. Ist tausendmal besser, als die Chemie, die wir Ihnen geben können. Nur, lassen Sie sich nicht erwischen, aber ein Tip - in den Toiletten ist eine sehr gute Abluft!"
    Alle Mediziner befürworten diese Art der Selbstmedikation!!! Seltsam, oder???
    Seit kurzer Zeit bekomme ich auch noch Dronabinol gegen die Schmerzen und die Spastik - hilft noch nicht gut, aber es muß sich ja auch erstmal ´n Spiegel aufbauen. Solange muß ich eben kiffen.
    Das kann ich nur jedem raten, der in einer ähnlichen Situation ist!

  2. #2
    Gast
    Hallo Geheimrat,

    Schön, dass bei dir Cannabis so gut gegen die Nebenwirkungen der Chemo und den Spastiken bei deiner Lähmung hilft. Ganz grosse Klasse finde ich auch das Verhalten und die Einstellung deiner Aerzte.
    Ih leide an einem Morbus Crohn und benutze auch Hanf gegen die Schmerzen, Uebelkeit Entzündung usw. Nur sind meine Aerzte dermassen konservativ gegenüber Cannabis eingestellt, dass sie wenn sie das Wort nur hören fast an die Decke springen. Die Begründungen reichen von ethischen Problemen bis hin zu abhängigkeitserzeugend. Es sind genau diejenigen, die dir dann ohne mit der Wimper zu zucken Morphium oder entsprechende Derivate spritzen.
    Ich selber bin im Laufe der Zeit auf den Vaporizer umgestiegen, das könnte für dich auch eine gute Alternative zum rauchen sein. Kennst du das Gerät?

    In welcher Dosis nimmst du Dronabinol?
    Nimmst du Tropfen oder eine andere Formulierung?
    Wie teuer ist das Medikament in Deutschland?

    Gruss
    Christoph

  3. #3
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    Beitrag Cannabis bei Krebs

    Hi Christoph,

    seltsam, daß deine Ärzte sich da so anstellen - wenn ich richtig gelesen habe, wohnst Du in der Schweiz. Da sind sie doch was Cannabis angeht recht tolerant, oder???
    N´ Vaporizer werde ich mir bald auch holen - kiffen ohne Husten zu müssen, ha, wenn die Dinger nur nicht so Schweineteuer wären.
    Dronabinol nehme ich in Kapselform 5mg/Kapsel, 4x täglich. Die Kosten für 100 Kapseln belaufen sich auf etwa 450€.
    Bekommst Du Dronabinol wenigstens auf Rezept? Naja, eigentlich ´ne dumme Frage. Gras ist ja viel günstiger, als Dronabinol.
    Ich wünsche Dir, daß Du deine Probleme mit Morbus Crohn auch bald in den Griff kriegst - mit Cannabis oder auch ohne!

    Gruß
    Geheimrat

  4. #4
    Gast
    @ Geheimrat:

    In der Schweiz herrscht rund um das Thema Cannabis ein absolutes Chaos! Das Parlament kündigt immer wieder an darüber zu debatieren aber bisher ist gar nichts passiert! Jedesmal wenn der Sitzungstermin steht, wird er wieder verschoben. Besonders schlimm ist es, wenn gerade Wahlen anstehen, dann will sich ja keiner unserer Politiker die Finger an so einem Thema verbrennen.
    Mit Dronabinol sieht es auch ziemlich düster aus, im Moment werden keine Sonderbewilligungen ausgestellt.

    Da hilft wirklich nur der grüne Daumen weiter!

    Gruss
    Christoph

  5. #5
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    1
    Hallo Acrylamit,
    hallo Geheimrat,

    was ist denn bitte ein Vaporizer und was kostet das Ding?

    Viele Grüße aus Berlin
    Susanne

  6. #6
    Gast
    Hallo Susanne,

    Mit einem Vaporizer kann man die Inhaltsstoffe aus Cannabis inhalieren (ohne Tabak) ohne das eine Verbrennung stattfindet wie beim Rauchen. THC wird zwischen 180 und 210 °C flüchtig. Das ganze System ähnelt einer Wasserpfeiffe.
    Unter dem Link IACM Informationen findest du zusätzliche Infos. Kannst auch unter Suchen das Stichwort Vaporizer eingeben.

    Zum Preis: ich habe ein Gerät der ersten Stunde, und habe in der Schweiz damals 450 Franken bezahlt. Das entspricht ungefähr 300 Euro. Mittlerweile sind aber viel mehr Geräte auf dem Markt, deshalb kann ich dir nicht genau sagen, wie teuer die Dinger heute sind.

    Frag nach wenn du noch mehr Infos brauchst.

    Gruss
    Christoph

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