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Thema: Sibannac stellt sich vor...

  1. #1
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    Lächeln Sibannac stellt sich vor...

    Hallo liebes Forum,

    Ich bin 24 Jahre alt, komme aus Bayern und leide seit meiner frühen Kindheit an einer emotional instabilen Persönlichkeitsakzentuierung (Borderlineanteile), mit daraus resultierenden, mittelgradigen bis schweren, depressiven Episoden.

    Im Januar 2014 suchte ich erstmalig psychiatrische Hilfe auf. Nach eineinhalb Wochen Psychiatrieaufenthalt folgten ein halbes Jahr Behandlung in einer Tagesklinik und anschließend ein Jahr stationäre, medizinische Rehabilitation. Weiterführend nehme ich an der Psychotherapie teil.

    Im März 2014 wurde ich erstmalig, aufgrund meiner psychischen Erkrankung, medikamentös eingestellt. Mir wurde Venlafaxin verschrieben, das bis zu einer Dosierung von zweimal 75 mg täglich erhöht wurde. Die sozialen Ängste und die Antriebslosigkeit wurden leicht verringert, wobei die Anspannungsprobleme und die Unruhezustände bis zu einem kritischen Maß verstärkt wurden. Im Herbst 2014 wurde das Medikament abgesetzt, was die Anspannungsprobleme und die Unruhezustände leicht verringerte. Im Februar 2015 wurde mir 25 mg Agomelatin verschrieben, woraufhin meiner Leber- und Nebennierenwerte um mehr als das Doppelte anstiegen. Das Medikament wurde abgesetzt und mir wurde vermittelt dass kein weiteres Medikament ohne höhere Risiken für mich geeignet ist. Im September 2015 habe ich es nocheinmal mit Venlafaxin versucht, welches nach 2 Wochen wieder abgesetzt wurde, weil die Nebenwirkungen einfach zu stark waren. Im Dezember 2015 wurde mir von einem weiteren Facharzt für Psychiatrie das Johanniskrautpräparat „Laif 900“ (eine Filmtablette täglich) verschrieben, das ich besser als die bereits versuchten Medikamente vertrage, jedoch, genau wie die im Vorhinein genommenen Antidepressiva, die Symptome in folgender Auflistung verstärkt.

    Von der Medikation von Cannabis erhoffe ich mir eine Linderung der folgenden Symptome:

    - Anspannungsprobleme mit daraus resultierenden, täglichen Rückenschmerzen, welche das Schlafen negativ beeinflussen
    - starke Nervosität und Unruhezustände die sich durch Beinwippen, das Kauen auf der Lippe, das Schnipsen und Wackeln mit den Zehen (verursacht ständig offene Stellen an den Füßen),
    Fingernägelkauen, Zähneknirschen (tags und nachts), Konzentrationsmangel, negative Beeinflussung des Gedächtnis und Reizbarkeit (die Sinneseindrücke überwältigen mich dann) zeigen
    - Appetitlosigkeit mit daraus resultierender Gewichtsabnahme
    - Lid- und Muskelzuckungen
    - Starkes Schwitzen mit gleichzeitigen Frieren
    - Zittern (ganzer Körper)
    - (Ein-) Schlafproblematik
    - Unfähigkeit zu Entspannen (obwohl ich seit 2 Jahren regelmäßig die Progressive Muskelreflektion, die Aromatherapie, sowie verschiedene Meditationsverfahren praktiziere)
    - stark reduziertes, sexuelles Verlangen

    Bis vor zwei Jahren habe ich gegen die oben genannten Symptome gelegentlich Cannabis konsumiert, was sehr gut geholfen hat. Aus Angst vor Strafverfolgung und vor sozialer Abgrenzung habe ich diesen Konsum jedoch eingestellt und werde diesen auch nur im Falle einer Genehmigung wideraufnehmen.

    Aufgrund folgender Symptome stehe ich einer Cannabistherapie bedingt kritisch entgegen:
    - sozialer Rückzug
    - Antriebslosigkeit

    Ich habe starke Bedenken, dass ein von mir gestellter Antrag für eine Ausnahmeerlaubnis von der Bundesopiumstelle beim BfArM genehmigt wird, da ich denke, dass ich nicht als austherapiert gesehen werde, wobei anzumerken ist, dass es kein Medikament gibt, dass zur Eindämmung meiner Erkrankung wirklich geeignet ist. Ich möchte ergänzen, dass ich nie psychotisch war.

    Ich würde mich über eine Einschätzung von Forenmitgliedern sehr freuen.

    Die Psychotherapie hat mir geholfen, mein Leben so zu gestalten, dass depressive Verhaltensmuster von mir selber erkannt und abgelegt werden, jedoch nimmt mir die ständige Anspannung einen großen Teil meiner Lebensqualität. Ich sehe eine Cannabistherapie nicht als Lösung meiner Probleme, da diese im Überlagern von negativen Erfahrungen und im Ablegen von schädlichen Verhaltensweisen liegt, jedoch erhoffe ich mir durch diese ab und an eine Verschnaufpause und somit eine Steigerung meiner Lebensqualität.
    Da ich sehr wenige Informationen über den Einsatz von Cannabis zur Linderung psychischer Erkrankungen gefunden habe, würde ich gerne an einer Studie zu diesem Thema teilnehmen (wenn es denn eine gibt).

    Liebe Grüße,

    Sibannac

  2. #2
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    Hallo und willkommen

    Ist es nicht so, dass du dich aufgrund deiner Erkrankung vom gesellschaftlichen Leben zurück ziehst und beim Cannabis wegen der Strafverfolgung? Wenn dir Cannabis hilft und legal ist, kannst doch viel aktiver präsent sein.

    Und das mit der Ausnahmegenehmigung: Suche ein Krankheitsbild, bei dem nur wenige Medikamente getestet werden müssen. Dann kriegst es schneller durch. Der Schlüssel ist, austherapiert zu sein. Was man hat, ist nicht so wichtig, solange es einen maßgeblich beeinträchtigt und nur Cannabis hilft. Den mitwirkenden Arzt zu finden wird das Problem sein.

    Und wegen der Kriminalisierung: Probiere doch einmal CBD Extrakte, die sind legal im Handel erhältlich. Vielleicht helfen die bereits etwas.

    Das mit deinem Krankheitsbild hört sich sehr chronisch an. Eine angenehme Behandlung ist in diesen Situationen der Schlüssel, um das eigene Leben akzeptieren zu können. Da wünsche ich dir viel Glück, dass dir der Hanf hilft. In München gibt es einige Aktive, z.B. die DHV Ortsgruppe München. Und auch andere. Auch der Bayerische Hanfverband, Hanfwandertag München und andere. In Bayern gibt es auch viele andere Aktive.

  3. #3
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    ps.: Hier ist nicht das meiste los. Aber im Forum vom Deutschen Hanfverband tauschen sich laufend Leute aus.

  4. #4
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    Danke für den Tipp, dort habe ich mich letzte Woche schon angemeldet.

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