Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Mögliche Nebenwirkung als Suchtkrank betittelt zu werden

  1. #1
    Registriert seit
    02.2015
    Beiträge
    195

    Mögliche Nebenwirkung als Suchtkrank betittelt zu werden

    Hallo

    Hier wird thematisiert, wie viele Cannabisabhängige es gibt. Klar sagen einige, es gibt keinen einzigen, da man nicht körperlich abhängig werden kann. Wie ist es mit Glücksspielautomaten? Man kann von vielen Dingen abhängig werden, es ist eine Frage des Betrachtungswinkels. Und es ist die Frage des geringeren Übels.

    Aber: Ein Patient ist von seiner Medizin abhängig, um sich wohl zu fühlen oder gesundheitlichen Schaden abzuwenden. Wer Diabetes Typ I hat, ist abhängig vom Insulin. Ohne wird er sterben.

    Das wird im Artikel angeschnitten, dass diese Form der medizinischen Abhängigkeit mit in der Zahl steckt und man hier keinen Handlungsbedarf hat, eine Abhängigkeit bekämpfen zu müssen. Auch ansonsten sollte man immer den Weg des geringeren Übels nehmen als sich unnötigen Total- Zwängen zu unterziehen, die das Leben gewiss nicht bereichern.

  2. #2
    Registriert seit
    10.2016
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    55
    ich denke eine wirkliche Abhängigkeit besteht erst, wenn man für seine Droge wirklich alles tut (Beschaffungskriminalität). Und das ist bei Cannabis nicht gegeben.
    Sicher besteht eine Gewöhnung, aber von Cannabis auch keinen Entzug haben, wie von harten Drogen (Alkohol, Medikamente oder Heroin).

    Aber ich kenne das auch zu genüge, schief angeguckt zu werden und als Suchtkrank betitelt zu werden.

  3. #3
    Registriert seit
    02.2015
    Beiträge
    195
    Man würde auch für Insolin alles tun. Wenn es aber Cannabis ist, verstehen selbst Ärzte das nicht und regen einen "Entzug" an.

  4. #4
    Registriert seit
    12.2017
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    3
    Zitat Zitat von Chris Beitrag anzeigen
    ich denke eine wirkliche Abhängigkeit besteht erst, wenn man für seine Droge wirklich alles tut (Beschaffungskriminalität). Und das ist bei Cannabis nicht gegeben. ...
    Um das weiter zu diffenzieren: Bei dem Punkt das die Cannabisabhängigkeit nicht stark genug ist um anderen Leid/Unrecht zuzufügen nur um seine Droge zu bekommen gebe ich dir Recht. Die Cannabisabhängigen legen nicht das selbe Beschaffungs/Suchtverhalten an den Tag wie man es vielleicht von anderen Abhängigkeiten gewöhnt ist.
    Zitat Zitat von Chris Beitrag anzeigen
    ..., wenn man für seine Droge wirklich alles tut...
    Dies ist nicht der Fall, daher da gehe ich voll mit dir mit.

    Aber ich würde ja mal behaupten das Selbstanbau zu medizinischen Zwecken, trotz klarer Positionierung des Arztes auf seiten des Patienten aber abgelehnten MDK Bescheides, der Anbau von einem Großteil der Richter/Staatsanwaltschaft als Beschaffungskriminalität angesehen wird und dementsprechend witzlos/frigide bestraft wird.
    Ich meine mich an einen aktuellen Fall aus der Zeitung zu erinnern in dem ein BTM-Vorbestrafter Patient nach einen abgelehnten MDK Bescheid das in seine eigene Hand genommen hat(Eigenanbau) und nun, zwar mit Blütenrezept, in der JVA sitzt. RIP

    Hat jmd. eigene Erfahrungen, sogar vlt. noch den Bericht, zu meiner gestellten Situation?

  5. #5
    Registriert seit
    02.2015
    Beiträge
    195
    "das in seine eigene Hand genommen hat(Eigenanbau) und nun, zwar mit Blütenrezept, in der JVA sitzt. RIP"

    @flinteimkorn Der ist in Haft dann gestorben? Das erfüllt dann schon den Tatbestand von Mord.

    DAs ganze BtMG ist doch albern, da es zum einen extrem kontraproduktiv für Konsumenten und die Gesellschaft ist und zum anderen doch den Freiheitsgedanken von unserem Wertesystem und den Menschenrechten widerspricht: Wenn ich nicht mal in meiner Privatwohnung über mich selber entscheiden kann, welche Drogen oder Medikamente ich nehme, dann ist man nicht frei, da man diese Freiheiten nicht hat oder halt kriminalisiert wird. Wer dann wirklich Beschaffungskriminalität oder Körperverletzung usw. macht, kann doch genügend für diese Tatbestände angegangen werden.

    Ich habe mir das als Threadstarter noch mal alles durch gelesen und bringe deswegen noch etwas an, was gewiss dem ein oder anderen Patienten im Notstand helfen kann.

  6. #6
    kanna ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    12.2017
    Ort
    im Norden Deutschlands
    Beiträge
    9
    Also Cannabis macht nicht wirklich abhängig, zumindest nicht körperlich.
    Allerdings konnte ich nach einer kurzen Test-Absetzung (seit einem Jahr Patient) erhöhtes impulsives Verhalten und Unruhe feststellen, welche sich aber nach 2-4 Tagen komplett eingestellt hat.

    Das ist nicht verwunderlich, da der Körper sich wieder neu einpendeln und die körpereigene Cannabinoidproduktion umstellen muss. Daher sollte man auch als chronischer Patient nicht einfach absetzen/anfangen/absetzen/anfangen sondern eine möglichst konstante Versorgung haben.

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •