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Thema: gestörte Entwicklung des Endocannabinoid-System bei Jugendlichen

  1. #1
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    gestörte Entwicklung des Endocannabinoid-System bei Jugendlichen

    Hallo,

    soweit ich weiß, ist der aktuelle Stand der Wissenschaft, dass sich das Endocannabinoid-System bei Heranwachsenden drastisch verändert und dass daher Cannabis-Konsum in diesem Alter potentiell problematisch ist.

    Worüber mir aber noch keine Informationen vorliegen, ist die Frage, wie sich Cannabis-Konsum auf die Entwicklung des Endocannabinoid-Systems in dieser Entwicklungsphase konkret auswirkt bzw. diese stört. Daran schliesst die noch wichtigere Frage an: Wie kann ein solch "fehlentwickeltes" Endocannabinoid-System behandelt werden?

    Der Hintergrund ist ein persönlicher: Ich zählte selbst zu den jugendlichen Intensivkonsumenten und entwickelte leider letztlich auch eine "substanzinduzierte Psychose". Die akute Phase und die entsprechend stationäre Behandlung dauerte zwar nur wenige Wochen, es gibt aber auch jetzt - zwanzig Jahre später - noch einige nicht-psychotische Symptome (Arbeitsgedächtnis, Konzentrationsschwächen, mangelnde Impulskontrolle, etc.), die vermutlich mit dem Cannabis-Konsum zusammenhängen.

    Übliche Therapieversuche gab es zahlreich, aber eher erfolglos: Medikamente (Elontril, Venlafaxin, Ritalin, Piracetam, Noopept), Psychotherapie (vollständige VT), zahlreiche Naturheilmittel (Ginseng, Rosenwurz, Mucuna Pruriens, Kava Kava, Cordyceps etc.), sowie Neuro-Feedback.

    Es drängt sich die Frage auf: Ist möglicherweise der Rückgriff auf Cannabinoide nötig? Naiverweise könnte man annehmen, ein Endocannabinoid-System, das sich unter chronischer Zufuhr von THC, CBD und Co. entwickelt, könne möglicherweise ohne eine Regulation von außen, etwa durch eine Zufuhr von Cannabinoiden, nicht mehr richtig funktionieren.

    Unkontrollierte Selbstversuche sind mir in der Hinsicht aber zu riskant und im medizinischen System in Deutschland, sind die entsprechenden Ressourcen für ärztlich begleitete Versuche wohl kaum zu finden. Einzig mit CBD würde ich experimentieren, allerdings finde ich keine zuverlässigen Quellen dafür, von lächerlich niedrig dosiertem "CBD-Öl" vieler Anbieter mal abgesehen. Dieses habe ich natürlich schon ausprobiert, für andere Tips wäre ich dankbar, allerdings werde ich hierfür sowieso einen anderen Thread eröffnen.

    Vielen Dank!

    Gruß
    Oliver

  2. #2
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    Hallo Oliver,
    es sind ein paar Jahre vergangen. Hast du eine Antwort erhalten, oder selbst Erfahrungen gemacht?
    Ich interessiere mich auch für eine Antwort auf die Frage, ob Cannabinoide, die extern zugeführt werden, das Endocannabinoidsystem langfristig herunterfahren oder langfristig beeinflussen, auch nach dem absetzen?
    Mein Vater nimmt zur Zeit höhere Dosen CBD (bis zu 1,5Gramm Kristalle am Tag) und verträgt das gut. Stört das die Eigenproduktion von Cannabinoiden akut und langfristig?
    Hat vielleicht jemand anderes eine Antwort oder einen Link zu dieser Fragestellung? Ich habe bei den Suchbegriffen keine adäquaten Ergebnisse erhalten.
    Herzlichen Gruß
    Michael

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