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Thema: Diabetes und medizinische Anwendungsmöglichkeiten

  1. #1
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    Diabetes und medizinische Anwendungsmöglichkeiten

    Liebes Forum,

    hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Verordnung von Medizinalhanf bei Diabetes und seinen Folgeschäden gemacht?

    Mir persönlich hilft es seit 26 Jahren, ein gutes Jahr Abstinenz während eines Führerscheinproblems ließ die SONST-Situation erkennbar werden (AVK, Blutdruck, Zuckerwerte), aber wie beweise ich das dem Hausarzt?

    Klar, neurologische Erkrankungen und beginnende Polyneuropathie mit Schmerzzuständen - aber gilt das beim Bundesamt?

    Schade, dass so wenig wissenschaftliche Untersuchungen stattfinden. Im Prinzip müsste für jedes Krankheitsbild ein Gutachten erstellt werden. Aber unsere Ärzteschaft beginnt ja erst, den Nocebo Effekt zu begreifen. Leider wird Ihnen der hippokratische Eid als Schlinge um dan Kassenhals gehängt. Mich kann kein Arzt kostendeckend behandeln. Eine ständige Belastung für das Budget, obwohl ich sicherlich der "billigste" Diabetespatient in Deutschland bin. Allein im Diabetesmanagement könnten 300 Millionen gespart werden. Gibt Kassenpreise von 26 Euro pro 50 Teststreifen und "unverordnete" Teststreifen für 18 Euro. Mein Diabetologe meinte dazu, "das könne schnell gefährlich" werden.

    Die Kassen wollen davon nichts wissen. Ein Argument für Gröhe? Wenn er dreihundert Millionen sparen kann, sollte der gte Mann doch glücklich sein...

    Wovon will er denn das Kassengrass bezahlen? Griechischer Medizinalhanf könnte man echt mal durchdenken.

    Schönes Wochenende, Michael

  2. #2
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    Für Diabetiker könnte Medizinalhanf sinnvoll sein, weil wenig darüber zu finden ist, dieser Versuch, etwas Information in diesem Ordner zusammenzutragen.

    Unter https://www.clinicaltrials.gov/ct2/search wären mit den Suchbegriffen "Diabetes Cannabis" knapp 30 Gutachten zu finden. Nicht alle Forschungsergebnisse werden veröffentlicht, ein Hauptaugenmerk scheint auf dem Typ II Diabetes zu liegen. Zusammenhänge zwischen (diabetisch bedingten) Polyneuropathien und Cannabisnutzen wurden ebenso erforscht. Allerdings ist mein Englisch nicht ausreichend, genug davon zu verstehen.

    Ich denke, es geht für Diabetiker eher um eine individuelle Argumentationskette, denn die Erkrankungsverläufe sind nicht oft derart verhaltensbedingt zu beeinflussen, als es beim Selbstmanagement des Diabetes zum Ausdruck. Wobei keine Erkrankung ohne Selbstheilungskräfte überwunden werden kann, was ja am Ende immer das Ziel der inneren Auseinandersetzung mit dem Wunsch nach mehr Gesundheit stehen sollte. An Krankheiten festzuhalten scheint mir ein allgemeines Problem zu sein. Was Gesundheit bewirkt, wird eher selten beachtet.

    Dumm bei (vorgeblich) chronischen (Autoimmun-) Erkrankungen ist die fehlende Genesungsaussicht. Obwohl auch hier Spontanheilungen vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit beim insulinpflichtigen Typ I Diabetes äußerst gering. Als Autoimmunerkrankung umschrieben, greift das Immunsystem die "Langerhans´schen Inselzellen" an, die vormals das Hormon Insulin produzierten. Zu selten bemerkt das Immunsystem diesen Irrtum rechtzeitig, genug "Restproduktion" zu erhalten. In den meisten Fällen verschwindet die Restproduktionsmöglichkeit von körpereigenem Insulin langfristig völlig. Wichtig ist zunächst, dass beim Typ I Diabetes die Gabe des Wirkhormons von außen erfolgen muss und der gesamte Kohlenhydratstoffwechsel aller Körperzellen quasi ausgefallen ist. Im Blut ist ordentlich Zucker als Verbrennungsstoff für die Kraftwerke in den Zellen vorhanden, der Schlüssel zum Eintritt in das Zellsystem fehlen jedoch.

    Die Straßen sind verstopft mit Lieferwagen und keiner öffnet die Haustür - das Insulin hat diese Funktion des "Aufschließers", sonst kommt keiner rein.

    Eine Analogie, die auf die hormonaktiven Substanzen allgemein zu übertragen wäre. Es ist egal, welcher Name auf dem Lieferwagen steht, wenn die Pakete "reingelassen" werden, entstehen bestimmte Wirkungen auf Zellebene. Wir, und auch die Zelle, bestellen es in Zukunft nicht mehr. Ein Stau von Giftpaketen entsteht in unserer Blutbahn, die Pandemie chronischer Umwelterkrankungen könnte einen Zellschutzfaktor benötigen.

    Warum nicht mal untersuchen, was daran gesund macht - sonnenverwöhntes Grass als Medizinprodukt einzusetzen? Information ist die Ursache von Gesundheit, der epigenetisch verschaltete - dauerhafte Irrtum, ist, zumindest im Falle meines Symptomheitsbildes, die URsache abweichend verschalteter Information (beim Angriff von Immunzellen auf die Inselzellen). Im Grunde beginnt die Krankheit in meinem Geist, klingt blöd, ist aber wohl so. Sie wirkt, wenn ich daran denke und an "Krankheit schraube"; sie wirkt nicht, wenn ich einen "Deckel draufmachen kann" - sobald kein Handlungsbedarf (nach Verbesserung des Zellzustandes - also Blutzuckerwertes) besteht. Symptomlosigkeit ist immer da, wenn ich mich in diesem Moment nicht krank fühle.

    Beim Typ II Diabetiker wird hingegen zunächst nur zu wenig Insulin produziert, oftmals, weil die "insulinproduzierenden Inselzellen" im Regelkreislauf der Zuckerversorgung aller Zellen überlastet werden. Einer gegebenen Menge an Insulin stehen verschiedenste Faktoren gegenüber, ein wichtiger körpereigener Gegenspieler ist das Adrenalin, welches bei Fluchtreflexen für eine sofortige Glukoseversorgung der Muskeln durch einen Blutzuckeranstieg sorgt. Ständiger Stress führt somit zu einer Überlastung dieses Regelkreislaufes auf Körperebene, durch die permante Überlastung der Bauchspeicheldrüse entwickeln sich Blutzuckerspitzen, der so genannte "Altersdiabetes" entsteht. Stressoren in diesem Sinn sind ebenso: Übergewicht, Rauchen, wenig Bewegung, kohlenhydratreiche Nahrungsmittel, negative Emotionen und Gedankenmuster und vieles andere mehr.

    Eine günstige Insulintoleranz, ein Begriff für die Wirksamkeit einer bestimmten Insulinmenge auf den Körper, bewirkt auch Cannabis. Als Heisshungergfühl wahrnehmbar, steigern natürliche Cannabisprodukte sowohl den Appetit, und verbessern die Insulintoleranz. Hungergefühle entstehen durch ein leichtes Absinken des Blutzuckerspiegels, wir als Bewusstsein entscheiden uns zur Nahrungsaufnahme.

    Cannabis als positiver Wirkmechanismus im beschriebenen Sinn ist hoffentlich hinreichend wissenschaftlich anerkannt und durch Untersuchungen belegt.

    Daneben und ebenso für beideTypen des Diabetes in einer Argumentationskette über den Nutzen einer medizinischen Verwendung erwähnenswert, wäre der allgemeine Zellschutzfaktor durch die Einnahme von Cannbisprodukten natürlicher Herkunft. Die verordnungsfähigen Präparate kann ich bisher nicht beurteilen. Was mir im Langzeitselbstversuch auffiel, ist folgendes:

    Draußen gewachsenes Material ist bekömmlicher und schützt mich besser vor "Krankheitsgefühl" als das "industrielle Lampenkaufgrass" ohne "Heilpflanzenseele". Bei "Gartengrass" (leider zu seltener Herkunft) wäre ein "inneres Zellleuchten" zu beschreiben, eine körperliche Linderung der Symptome und eine "Erleichterung des Seins". Bessere Worte fehlen hier noch.

    Wobei wir die Summe aller Zellzustände als Körperbewusstsein empfinden - ein (mindestens) zweigleisiges System, das Zellgefühle im Bewusstsein - und Bewusstsein auf die Zellebene spiegelt. Das Immunsystem wäre dann als "wandelndes Gehirn" aufzufassen. (siehe auch: Candace Pert, Moleküle der Gefühle)

    Griechischer Medizinalhanf würde, in meinen Augen, von den so genannten sekundären Pflanzenwirkstoffen leben - von der Qualität der eingelagerten Energieformen - nicht von den Quantität. Leider ein unterschätzter Einflussfaktor in der allgemeinen Herstellung von Medizinprodukten. Im Grunde die Qualität der eingelgerten Photonen, die die In-Form-A(k)t-IONS - Struktur der Medizin gestaltet. Indoormation, hätte Samuel Hahnemann an dieser Stelle eingeworfen, ist nichts für Heilpflanzen.

    Für die Ökobilanz ebensowenig. Zwei AKW´s nur für diesen Lampenschwachsinn einer Investmentsparte der Bandwurmwirtschaft (Colorado), wobei die Sonne den (zu beweisenden) Unterschied macht. Heilpflanzen wachsen auf sparsam gedüngten Böden, nicht im PK-Rausch, der selbst die Fingernäger und Haare zum Wachstum anregt. Dieser Lampenscheiß ist kein Heilkraut, allein das wäre ein Argument für griechischen Hanf. Leider wird ja nur untersucht, was dem zu erwartenden Kommerzgedanken marktbeherrschender Strukturen entspricht. Colorado allein keine wirklich nutzenstiftende Lösung, griechischer Hanf ginge auch mal.

  3. #3
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    Zum Thema der medizinischen Verwendung von Cannabis beim Diabetes fand ich im geliehenen Buch von Dr. Grotenhermen und Frau Dr. Reckenhaus zwei erwähnenswerte Aspekte, die auf Seiten 20 und 59 nachzulesen wären.

    Einmal geht es "Parästhesien (Kribbeln, Brennen, Ameisenlaufen) bei Zuckerkrankheit oder Aids". (S.20)

    Auf Seite 59 wird eine mögliche Beeinflussung des Blutzuckers hinterfragt, die beim Menschen als gering eingestuft wird. Im Tierversuch wurde bei extremen Gaben von THC eine Erhöhung des Zuckerspiegels ausgemacht.

    Wobei: "einige Cannabiskonsumenten geben an, ihre Insulindosis durch die Einnahme von Cannabis reduziert zu haben." (S.59)

    Insofern wollte ich mich hier nur dieser (subjektiven) Meinung anschließen, dass es Zeiten mit äußerst geringen Bedarfen an Insulin gab. Für den Diabetologen könnte die Information darüber (- Cannabis mglw. als "Zellschutzfaktor" zum Schutz vor vielerlei möglichen Folgeschäden einzusetzen - im Zweifel und bei gegebenem Vertrauensverhältnis,) hilfreich sein. Sollten plötzliche und scheinbar unerklärbare Blutzuckerschwankungen auftreten, sollte jeder Mensch für sich abschätzen, ob es mit Veränderungen des THC- und CBD Spiegels in Verbindung stehen könnte.

    Meine Erfahrung ist hierbei, dass eher eine Unterversorgung mit THC und CBD zu Blutzuckerspitzen führt. Mit einem zu niedrigen Blutzucker ist bei mir eher in den, oft auch vom Nicht-Diabetikern empfundenen "Heisshungerattacken" zu rechnen.

    Insgesamt wird die Zuckerkrankheit aus zwei Blickwinkeln betrachtet: Einmal handelt es sich (beim Typ 1) um eine Autoimmunerkrankung, bei der die insulinproduzierenden Zellen vom Immunsystem angegriffen und zumeist zerstört werden; beim Typ 2-Diabetes "reicht" die Produktion an Insulin nicht aus, die Menge der Kohlenhydrate aus der Nahrung mit der Insulinmenge zu beantworten, die benötigt würde. Verkürzt: Das Organ Bauchspeicheldrüse reicht oft nicht mehr aus, die Kohlenhydratmengen auf Dauer zu verwerten. So könnte der Faktor Übergewicht beim Typ 2 Diabetes mit einem Organ verglichen werden, das für die oftmals dauerhaft zunehmende Körpermasse einfach nicht mehr genügend Insulin produziert, was für das Organ dann die "Pillenpeitsche" bedeutet - oft in Verbindung mit Diätmaßnahmen und Bewegung zur Verbesserung der "Insulintoleranz der Zellen.

    Daher wäre es bei beiden Formen wichtig, auf die Anweisungen des Arztes bezüglich der Ernährung zu achten und dem "übermüdeten Pferd" der Bauchspeicheldrüse nicht weiterhin die "Peitsche zu geben", indem zumeist weniger Kohlenhydrate im Ernährungsverhalten eingeplant werden. In der sogenannten Remissionsphase wird durch die "Entlastung" zuweilen auch ein "Verschwinden" eines Typ 1 beobachtet, was mittlerweile zu weiteren "Untertypen" der Klassifizierungen führte.

    Sie wissen im Grunde wieder einmal nur, noch nichts Wirkliches wieder zu wissen. Wie die "Spontanheilungen" möglich werden, die beobachtet werden, kann weiterhin weder erklärt werden, noch wird den Wirkmechanismen nachgegangen.

    Im Sinne der möglichen Verhinderung von "Folgeschäden" wäre Cannabis auch beim Diabetes weiter zu erforschen.

    Wenn wir das Kraut bald nicht mehr für 16 Euro von den fliegenden Holländern kaufen müssen, sondern für Centbeträge genossenschaftlich "Outdoor" herstellen dürften, sollte ein Zugang auch für Diabetiker erwogen werden, der allein wegen der nunmehr wohl bewiesenen Zellschutzfunktion zur Entlastung von vermeidbarem Leid für Patienten und vermiedenen Folgekosten für das begrenzte Budget eines "gedeckelten Gesundheitswesens

    Mal schauen, was die "Deutsche Cannabis-Agentur" für Preise raushandelt, danach richtet sich wohl auch, wie die Krankenkassen und verordnenden ÄRzte "das Thema" einordnen. Führt die Versorgung von Schwerstkranken mit Cannabis als Medikament jedoch zu fühlbaren Einbußen an anderer Stelle des Gesundheitswesens, ist nicht mmit "Compliance" der Ärzteschaft zu rechnen. Schade eigentlich...

    So kann ich ohnehin nur die Erfahrungen als Typ 1 Diabetiker teilen. Mir hilft es, mich leichter und nicht krank zu fühlen. Selbst, wenn dies subjektiv sein mag, ist Wirklichkeit immer auch - was jeweils wirkt.
    Geändert von Michael (01.07.2016 um 20:57 Uhr)

  4. #4
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    Viele Patienten mit Mehrfachdiagnose haben sich die Erkrankung raus gesucht, bei der sie am aussichtsreichen ihre Notsituation begründen können. Noch immer scheint der Schlüssel zum Erfolg darin zu liegen, dass man austherapiert ist aber heute muss man nicht mehr alles aus dem Medizinschrank testen sondern nur das, was der Arzt für aussichtsreich hält. Oder mit den noch wirkenden Medikamenten ist keine genügende Linderung der Erkrankung erzielbar und nur mit dem Cannabis kann der gesundheitliche und allgemeine Zustand stabilisiert werden.

    Wer es nicht ausprobiert, hat noch nie solch eine Ausnahmegenehmigung erhalten. :joint:

  5. #5
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    Hallo Hanfseilner,

    danke für Deine Antwort. Ging erstmal um einen möglichen medizinischen Nutzen, der in meinen Augen durchaus vorhanden ist. Bezogen auf eine Ausnahmegenehigung sehe ich - ohne die von Dir genannten Mehrfachdiagnosen - zu viele mögliche Anwender, denen es helfen könnte.

    Das Problem ist wohl die "drohende Kostenübernahme", die einer offenen Anwendung und einer entsprechenden Forschung entgegensteht. Daneben ist der Begriff "austherapiert" ziemlich relativ. Persönlich hätte ich mit dem Diabetes "allein" kaum Chancen gesehen und keinen Versuch unternommen.

    Ist auch nicht so, dass ich mir die chronischen Schmerzzustände "raus gesucht" hätte, könnte ich frei zwischen Beschwerdefreiheit und Symptomlinderung wählen. Gut, raus gesucht hatte ich mir das Moto-Cross als Hobby. Also fehlende Ursachen und Wirkungsverknüpfung...

    Aber auch der jetzige Weg über die Schmerzambulanz birgt die Gefahr, dass es seitens der Ärzte um ihr "Sonst-Budget" geht, von dem die "Cannabis-Verordnung" abzuziehen wäre. Es entscheidet somit bisher die Einstufung, was anderen Patienten in der Schmerzambulanz am Ende des Quartals "fehlen" könnte.

    Am Ende ist es wohl auch eine Preis- und Mengenfrage, wie sich die Verordnungsfähigkeit entwickeln wird.

    Ich fürchte, es wird eine Entwicklung wie in Colorado befürchtet: Menschen, von denen angenommen wird, sie "suchen" sich eine Erkrankung, damit sie auf Krankenkassenkosten mit einem Genussmittel versorgt werden. Insofern wäre es wichtig, eine "Extra-Topf" für das Medikament Cannabis einzurichten und den Preis niedrig zu halten.

    Die DCA soll wohl bisher aus 6 Mitarbeitern bestehen. Selbst wenn sie dort dem "Willen" des Gesundheitsministeriums folgen, stehen die Krankenkassen dieser getroffenen Entscheidung wohl weiter ablehnend gegenüber. Für die Ärzte ist die Budgetfrage ein zweischneidiges Schwert, sie fragen sich wohl, was sonst mit dem Geld "geheilt" werden könnte...

    Nutzen kann erst vermittelt werden, wenn eine "Wenn - Dann - Sonst - Verknüpfung" auch einmal durchgerechnet werden würde. Mit dem Berechnen des Nutzens von Gesundheit tun wir uns noch schwer. Bei einem insgesamt gedeckelten Budget kann der Nutzen einzelner Medikamente ebensowenig in einen Ursache-Wikungs-Kontext gesetzt werden, weil Gesundheit schon individuell mit unterschiedlichen "Werten" bemessen wird und für den Gesetzgeber steht eine Zahl im Vordergrund. Qualitätsanforderungen treffen nicht auf Resonanz im Kampf um Patienten als Einnahmequelle. Warum sollten Einnahmequellen durch "Heilung" verstopft werden?

    Wäre dem Gesetzgeber der Begriff einer relativen Volksgesundheit wirklich etwas wert, hätten viele Fehlentwicklungen früher korrigiert werden müssen. Wieweit also die Verhinderung einer Verschlimmerung bei bestimmten (progredienten, d.h. sich ohnehin ständig verschlimmernden) Krankheiten schon Einzug in das Bewusstsein der Entscheider gefunden hat, wird sich zeigen.

    Was jedoch nicht erforscht, berechnet und verglichen wird, kann den Krankenkassen kaum als "nutzbringend" vermittelt werden. Daneben taucht der Gesundheitszustand der Bevölkerung nicht im BIP auf, obwohl er wesentlich für unsere "internationale Wettbewerbsfähigkeit" erscheint.

    In den Bilanzen der CETA-Unternehmen tauchen die Folgen nicht auf...

    Allein die Frage, was global an positiven klimatischen Veränderungen möglich wäre, sollte eine sofortige Hanfwirtschaftsform ins Zentrum einer ressourcenorientierten Globalentgiftung aller Böden stellen.

    Wir kriegen eher die Rückversicherer als die Krankenkassen mit ins Boot. Welchen Wert hat unser Gesundheitszustand für Staat, Wirtschaft und Mitwelt?

    Ich finde konkret, der "Heilpflanzenanbau" sollte so organisiert werden, dass keine Kosten (im gedeckelten Gesamtbudget) wirksam werden. Freiwillige, die ehrenamtlich an der Heilpflanzenerforschung mitsamt Kultivierung mitarbeiten würden, ließen sich wohl ausreichend finden.

    Das Gesundheitswesen ist ja so ne Art Planwirtschaft: Das Geld, das ins System fließt, ist "fix", diejenigen, die sich am Trog bedienen, sind recht "variabel". Da der "Gesundheit", die am Ende für das Geld "hinten rauskommt" kein Wert beigemessen wird, spielt das Ergebnis (kuzfristig) keine Rolle.

    Langfristig steht jedoch die Substanz und die Struktur des Gesamtsystems bei diesem Spiel auf dem Spiel.

    Ist nicht zu erwarten, dass die, die vorne am Trog des planbaren Geldsegens Krankheitswesen stehen, von ihren Honigtöpfen etwas abgeben möchten.

    Obwohl sich der zu erwartende Gesamtbedarf auf einem einzigen "Landgut" decken ließe und der Preis für Medizinalhanf lächerlich gering sein könnte, ziehen die "alten Bewusstseinskräfte" weiter in Richtung Krankheit als Zukunftsmarkt. Ist wohl nichts sicherer...

    Allein die Nutzpflanze Hanf könnte über die Bodenentgiftung erheblich zur Verbesserung des Gesundheitszustandes beitragen. Die Symptombilder, bei denen es sich aktiv zur Behandlung einsetzen ließe, stellen "Märkte" dar, die nicht freiwillig aufgegeben werden. Ist doch kein Unternehmensziel, die Bevölkerung eines Staates gesund zu erhalten...

    Eine Planwirtschaft in einer Marktwirtschaft ist ein Widerspruch an sich. Welcher Anreiz besteht denn, Cannabis als Heilpflanze wirklich zu erforschen?

    Dazu müssten Heilung und Gesundheit mit einem Wert verbunden werden. Jack Herer meinte ja, eine "Umweltgarde" könnte helfen.

    In freiwilliger volkswirtschaftlicher Eigenleistung den Planeten mit Hanf zu begrünen, wäre kein großes Ding. So könnte Wasser gebunden werden, dass den Rückversicherern schon bis zum Halse steht. Ab einem Athmosphärenanteil von 0,3 % THC in der Atemluft könnte Profit weniger wichtig werden.

    Wie überall, ist die Gier das kausale Problem.

    Daher gebe ich Dir recht: Auch der allgemeine globale Zustand könnte stabilisiert werden, ebenso wie die abrutschenden Berghänge. Warum sich die Menschen in den Gebirgsregionen nicht durch Hanfanpflanzungen vor "Hochwassertsunamis" schützen dürfen?

    Letztlich wäre ein Notstandskartell angezeigt. AG Hanf statt Rüstungsexporte.

    Es sind die gleichen Beweggründe und Motive, die es verhindern, den Planeten gesund zu erhalten und die jeweiligen Bevölkerungen.

    Muss denn VW für seinen globalen Schadstofffrevel wenigstens mit zusätzlichen CO2-Emissionsrechte bezahlen? Wie sollen sich Klimaschutzabkommen bei solch einer unlauteren Industrie umsetzen lassen? Die Zeche dafür zahlen ja die Gesundheitssysteme der Staaten, die zu unintelligente Gesetze aufweisen, das Verursacherprinzip umzusetzen...

    Denke, da ist noch Bewusstseinsarbeit zu leisten, bis der tatsächlich mögliche "Nutzen" von Hanf erkennbar wird.
    Geändert von Michael (08.07.2016 um 13:06 Uhr)

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