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Thema: Cannabis und Schizophrenie

  1. #1
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    Idee Cannabis und Schizophrenie

    Hallo zusammen,

    hoffe hier niemanden auf den Schlipps zu treten - aber mir war grad danach den folgenden Text zu verfassen und mich und meine Meinung was das Thema angeht mal ein wenig "breit zu treten".

    Zunächst wer bin ich - bzw mit welchen Problemen habe ich zu kämpfen?

    Wenn ich selbst ehrlich zu mir wäre - anhand der Symptome - müsste ich mich wohl in die Schublade der Schizophrenie schieben.

    Wenn ich Ärzte frage (Nervenärzte) und vor allem ehrlich alles (!!!) erzählen würde - bekäme ich diese Diagnose mit Sicherheit. Aus verständlichen Gründen war ich früher bei Ärzten vorsichtig und habe nur die Spitze des Eisbergs erzählt und trotzdem schon folgende zwei Diagnosen abbekommen:

    - Paranoide Schizophrenie (Nervenarzt)
    - Drogeninduzierte Psychose (Vorstellungstermin Tagesklinik/ Diagnose von Schwester (!!!) bekommen - was wie ich erfahren habe nichtmal rechtens ist)

    Ich war in den letzten 7 Jahren insgesamt bei etwa drei Psychologen über kurz oder länger in Behandlung. Diese waren ANDERER Meinung!
    Da sieht man auch mal wie vorsichtig man sein muss, wo man sich welche Diagnose holt und wem man Glauben schenkt. Denn alleine die "Placebo" Wirkung tut ja einiges dazu! Was die Psychologen dazu brachte mich nicht so zu sehen ist folgender Punkt: Ich verlor nie den "Kontakt" zur Realität- auch wenn sich das Chaos oder massive Ängste IN mir abspielten.

    Einer drückte es mal so aus "Jemand der z.b. Verfolgungswahn hat ist überzeugt davon dass 10 Leute hinter ihm her sind. Da fehlt jede Möglichkeit die Realität "realistisch" einzuschätzen!"

    Ob jetzt die Ärzte recht haben oder die Psychologen - weiß ich auch nicht so genau. Wie gesagt wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, würde ich mich selbst in die Schublade stecken, weil ich all zu viel an Symptomen kenne, aber eben noch nie "durchgetickt" bin. Es spielt sich alles im inneren ab und ist je nach Phase - so habe ich das Gefühl - kaum zu ertragen. "Einrollen" auf dem Bett und warten bis die "paranoiden" Gedanken vorbei sind, war bisher das einzige was half (nebst Tabletten). Ich habe auch schon diverse Tabletten hinter mir, von Benzos, über "Rosamacher", hin zu Antidepressiva (AKA "nimm das wenn du Impotent sein willst") und eben auch Neuroleptika.

    Ich habe also etwas Erfahrung was den ganzen Mist angeht.

    In Bezug auf Cannabis wusste ich schon immer dass es SO einfach nicht sein kann. Ich gehöre zu den Menschen die schon eher früh sehr (psychisch) Abhängig waren - und nun - nach 7 Jahren - quasi durchgehender - Abstinenz immer noch sehr "daran hängen".

    Mir ist absolut klar geworden, dass es vor allem die Negativsymptomatik - schwere Depressionen, Antriebslosigkeit, Dunkelheit, massive Ängste (wenn ich überhaupt Schizophren bin) ist, die danach schreit verbessert zu werden. Ein paar wenige Versuche innerhalb der (fast durchgehenden) Abstinenz waren wie eine Offenbarung. Vor allem der Tag nach dem abendlichen Konsum. Plötzlich lebensfroh, zuversichtlich in den Tag "Jaaa ich fühle mich wieder! Gott ist das schön!" - einfach wunderbar. Man fühlt sich wieder am Leben. Da wird einem erst wieder bewusst welche Lebensqualität einem fehlt! Es ist brutal- um es mal so auszudrücken. Die Menschen wissen nicht wie es ist, wenn man dauerhaft in solch einem Zustand steckt... Und natürlich ist da eine für manche arg übertrieben scheinende "Hochlobung" vorhanden die massive (psychische) Sucht ausdrücken könnte.

    Klar man sucht ja auch Besserung.

    Ich bin mir für mich heute zu 90% im Klaren, dass ich es früher in meiner aktiven Konsumphase, schon dazu nutzte um gewisse Symptome zu mildern. Doch es dauert eine gewisse Zeit, gerade als Junger Mensch, bis man sich eingesteht dass man Probleme hat. Die Zusammenhänge verstand ich sowieso noch nicht.

    Zitat von "cannabislegal.de"

    "Verschiedene Wissenschaftler vermuten, dass sich ein hoher Prozentsatz an Cannabiskonsumenten unter Schizophreniepatienten damit erklären lässt, dass Cannabis bestimmte Symptome davon lindern kann.... daraus zu schliessen, dass Cannabis Schizophrenie verursache ist so, als würde man aus der Beobachtung, dass Leute die Hustensaft trinken auch einen Husten haben, schliessen dass Hustensaft Husten verursacht."

    Es mag unbestritten sein (wenngleich auch noch nicht wirklich erforscht denke ich), dass Cannabis gewisse Symptome verschlimmern kann während es eben andere verbessert. Angeblich wird der Verlauf der Erkrankung eher negativ beeinflußt.

    Wenn wir mal davon ausgehen, dies würde so zutreffen, wäre es dennoch einmal wichtig zu fragen wieso es sich negativ auswirkt.

    Ich kann mir z.b. vorstellen dass einige (nicht alle- soweit würde ich nicht gehen) negative Auswirkungen vor allem mit der Illegalität zu tun haben und der Folge sich als eine Randgruppe und sozialer Aussenseiter - wenn nicht gar "krimineller" zu fühlen, der dies eben verstecken muss.

    Nichts ist für jemanden der schon paranoide Ansätze hat, schlimmer als auch noch seinen Zustand (in dem Fall "high" oder "stoned") verstecken zu müssen. Diese Lage ist nicht mit einem "gesunden" Menschen zu vergleichen der damit umgehen kann! Irgendwann kann es sich nur noch darum drehen, ob die Menschen auf der Straße einem ansehen dass man kifft. Und so mustert man dann selbst die Menschen wer wohl kifft...

    Wenn wir uns selbiges mit legalen "Pharma Drogen" wie Benzos, Neuroleptika oder Anti Depressiva vorstellen, könnte das genauso sein! Da sie aber nicht verboten sind, kommt man gar nicht erst in diese Lage.

    So gesehen könnten diese Stoffe genauso paranoider machen. Ich bezweifel stark dass alles NUR an der Hirnchemie liegt! Ich denke der Geist hat schon auch noch ein Wörtchen mitzureden und "wirkt" auf das Hirn.

    So z.B. wäre in meinem Fall zu erklären, dass in einem Umfeld in dem ich mich sicher fühle (Wie z.B. bei einer früheren Therapeutin) - meine Erkrankung z.b. auf einer Skala von 10 - von 9 auf 3 abfällt - nur durch die Umwelt und das Gefühl der "Sicherheit" und sich "angenommen" fühlens. Leider ist das nicht gängige Praxis in der (Vor allem auf Kassenbasis) Psychotherapie - in der eine gewisse Distanziertheit und "kälte" eher dominiert. Gute Therapeuten sind schwer zu finden - ich suche derzeit nach einem/einer guten Therapeutin (die alte war leider nicht Kassentherapeutin).

    Urvertrauen ist eines der größten Probleme, welches mir eben fehlt. Ich weiß nicht wie das bei anderen Erkrankten ist. Ich habe ja bereits erwähnt dass ich u.U. nicht 100%ig typisch in die Schizophrene Schublade falle.

    Worauf ich vor allem hinauswollte ist, dass ich denke, dass das Umfeld in dem eine "Medizin" genommen wird, mehr als wichtig ist. Ich könnte mir vorstellen (vielleicht ist das naiv) dass Cannabis bei SChizophrenen, in einem bejahenden therapeutisch und vor allem menschlichen Umfeld, weit weniger gravierend negativ wirken würde.

    Das Problem bei Schizophrenen - und auch anderen psychisch Erkrankten - ist ja vor allem die Ausgrenzung. Als würde man nicht schon genug neben sich selbst stehen, so nehmen viele Menschen Abstand, soziale Kontakte sind schwer, Liebesbeziehungen fast unmöglich, Sexualität für viele etwas was es nur im Fernsehen gibt... die Menschen können einen schlichtweg nicht verstehen - und die die einen verstehen können sind meist selbst mit sich so beschäftigt - dass das irgendwie meist auch nicht geht.

    Man lebt also quasi völlig isoliert von der Aussenwelt. Dann geht man zu Therapeuten und wird auch eher "professionell kalt" behandelt. Viele Therapien oder auch andere Veranstaltungen wollen keine Schizophrenen behandeln, weil die "Gefahr" zu groß sei. Überall wird von "Gefahr" gesprochen, wo doch bekannt ist, dass unter Schizophrenen weniger Gewaltäter sind als innerhalb der normalen Bevölkerung. Ich z.b. habe massive Ängste vor mir selbst und dass da "was ausbrechen" könnte... und überall stoße ich nur auf Warnungen oder werde ausgegrenzt.

    Ich für mich, weiß einfach dass gewisse Dinge nicht ohne Grund hochkommen und sich in der Psyche so dermassen auswirken. Aber ich finde keine Therapeuten die damit arbeiten wollen - weil das in meiner Lage nicht gehen würde - zu labil. Bei Verhaltenstherapeuten z.B. frage ich mich wozu diese studiert haben...

    Der Oberhammer war mal eine Kassen-Verhaltenstherapeutin mit der ich über Psycholytische Therapie (Therapieform mit Psychedelika) sprechen wollte, als sie mir vorwarf ich würde mir einbilden dass es sowas gab - das hätte es nie gegeben. Ich habe 4 Bücher von Stanislav Grof hier, welcher nicht der einzige ist der auf dem Gebiet geforscht hat - und angeblich mit solchen Therapien sogar Schizophrene wieder lebensfähig bekam.

    Selbst wenn man es besser weiß, hat man als "psychisch Kranker" immer die Gefahr nicht ernst genommen zu werden. Das alles kann natürlich - wie ich finde - mehr als Cannabis selbst- den Verlauf negativ beeinflussen.

    Im Grunde spielt man oft als Kranker - und das ist das allerschlimmste - die selben Taktiken wie in der Kindheit durch. Echte Gefühle werden aufgrund der Abhängigkeit von der Umwelt (Ärzte, Ämter etc etc) abgetötet - was ja in der Kindheit auch ein PUnkt ist- wieso man psychisch im Jugend/Erwachsenenalter massiv Probleme mit sich selbst bekommt. Die sogenannten Überlebenstaktiken aufgrund von Abhängigkeit- die einen davon abhalten der zu sein der man ist. Klar wird man da noch kränker! Wenn man selbst als Erwachsener immer noch auf dieses "Spiel" angewiesen ist.

    Wer sagt schon einem Psychiater alles ganz ehrlich, mit der Energie die in einem vorherrschend ist? Die Angst vor Einweisung ist doch zu groß. Als Kranker darf man nicht die selben Dinge sagen wie ein gesunder, denn sie könnten falsch interpretiert werden. Dies haben mir mehrere Psychologen bestätigt "Achte darauf WAS du einem Nervenarzt erzählst"...

    man lebt also ohnehin ständig in Angst vor allem möglichen...

  2. #2
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    Fortsetzung:

    Wenn ich meinen Hausarzt besuche ist bei allem was ich von ihm möchte- seine erste Frage "sie haben doch früher mal Neuroleptika genommen, nehmen sie diese wieder/noch?". Als wollte er erstmal sehen ob ich zurechnungsfähig sei...

    Um das zu klären sei gesagt, dass ich immer von mir aus zu Ärzten gegangen bin um mir Psychopharmaka oder Hilfe zu holen- ich bin also nie irgendwo eingeliefert worden weil ich den Bezug zur Realität verlor.

    Was Cannabis angeht gab es ja z.B. in Amerika (glaube ich- einfach googlen) mal eine Klinik die 5 schwerst Schizophrenen Menschen künstliches THC verabreichten - in sehr geringen Dosen. Die Ergebnisse waren mehr als positiv. Allerdings waren das fünf Patienten bei denen in der Vergangenheit auffällig war, dass sie in Zeiten des Cannabiskonsums psychisch besser drauf waren. Es wurde von einem Fall berichtet, der Dauerhaft in der Klinik war und durch nichts therapierbar. Nach einiger Zeit Cannabis, konnte er halbwegs lebensfähig entlassen werden...

    Die Frage die sich natürlich stellt ist, ob das nicht auf mehrere Patienten zutreffen würde und sich viele unnötig herumquälen, da dieses Thema so ein riesiges Tabu darstellt?!

    Sei also auch hier (sorry... :-/ ) von mir "gewarnt"- denn das könnte nur auf einen Bruchteil der Patienten zutreffen - bei anderen könnte es sich negativ auswirken.

    In Holland gibt es einen schwer traumatisierten Schizophrenen der vor allem viele agressive Stimmen hört. Durch Cannabis geht es ihm um einiges besser.


    Viele Patienten haben sicher schon davon gehört- dass das nicht psychoaktiv wirkende Cannabinoid "CBD" (also nicht THC) - laut Studien gegen Psychosen/Schizophrenie, aber auch massive Ängste hilft. Eine Studie ist von der Uni Klinik Köln. Eine ältere aus Brasilien wenn ich nicht irre. In der "Szene" (z.b. beim Sativex Hersteller) als auch in der Pharma INdustrie im allgemeinen - ist dies schon lange bekannt.

    CBD wirkt im Endeffekt genauso gut wie starke Neuroleptika- bei SIGNIFIKANT WENIGER NEBENWIRKUNGEN.

    WAS KÖNNEN WIR PATIENTEN DAFÜR TUN DASS WIR EIN ANRECHT AUF DIESES MITTEL HABEN???

    Haben wir nicht das Recht auf körperliche Unversehrtheit?

    Es darf doch nicht sein, dass wir Jahrzehnte warten müssen, bis - falls überhaupt - mal ein Mittel auf den Markt kommt...

    Welches vielleicht nie auf den Markt kommt, weil natürliche Produkte nicht patentierbar sind...

    Sollen wir weiterhin Mittel nehmen müssen, welche uns in Gefühlsarmut und Persönlichkeitsveränderungen schickt. Die unser Hirn schrumpfen lassen, die Libido und Potenz teils bis zur Unbrauchbarkeit veringern, Parkinson und Diabetes induzieren können (witzigerweise wirkt CBD z.b. gegen Diabetes) etc etc

    diese Mittel bedeuten - nebst akut u.U. positiven "himmel hilf - hauptsache raus aus dem scheiß" - auf lange sicht nur "bye bye Lebensqualität".

    Sicher mag es Menschen geben die auf die Mittel schwören- weil sie ohne nicht Lebensfähig sind - aber wer würde nicht gerne noch "lebensfähiger" sein?

    Unter der Abstumpfung von Neuroleptika ist man eh nicht mehr wirklich man selbst - eher gleichgeschaltet - so kommt es mir selbst oft vor.

    Natürlcih kann auch sein, dass CBD selbst auch eher abstumpft - nur weil es natürlich ist, bedeutet das nicht dass damit alles bestens ist.

    Wenn ich jedoch ein Übel wählen müsste - so immer das kleinste Übel.

    Vielleicht eine Frage an Herrn "Grotenhermen"

    Was können wir als Patienten tun... können wir überhaupt etwas tun? Wäre es vielleicht eine Idee sich zusammen zu tun, und zumindest mal per Brief oder Mail Ärzte zu kontaktieren und darauf hinzuweisen- damit das Thema ein wenig in Gang kommt?

    Ich habe Angst vor typischen Antworten wie "dazu gibts nicht genug Studien" etc... klar verdient ja auch keiner daran- sonst gäbs die wohl schon längst... oder klingt das zu ... schizophren ;-).


    Und an alle ein paar Infos über CBD:

    - wirkt gegen Psychosen, Schizophrenien, Ängste - und hat auch einige phyische "Vorteile" wie z.b. anti-diabetisch, anti bakteriell, Krebshemmend etc etc
    - nicht giftig (schmeißt mal eine Packung starke Neuroleptika auf einmal ein...)
    - CBD wirkt der THC Wirkung entgegen - dh schwächt sie ab
    - Tests mit nicht kranken Menschen - haben gezeigt dass bei einer Ratio von 2:1 CBD:THC schon keine Rauschwirkung mehr vorhanden ist- also kein High im eigentlichen Sinne. Ob das für Schizophrene genauso gilt ist natürlich fraglich. ICh kann mir vorstellen dass diese noch sensibler auf THC reagieren.
    - Faserhanf z.b. wie es ihn hier in Deutschland zu kaufen gibt hat eine Ratio von 7:1 bis 15:1 CBD:THC.
    - In Amerika - in den Staaten in denen medizinisches Cannabis verfügbar ist, gibt es 1. bereits CBD dominante Züchtungen 2. CBD dominante Medizin
    - Die sogenannte "CBD CREW" arbeitet gerade an Züchtungen innerhalb Europas welche einen hohen Anteil an CBD aufweisen. Im Moment haben sie jedoch "Nur" 1:1 Sorten im Angebot- was quasi "Sativex in Pflanzenform" ist. Laut homepage soll es aber auch zukünftig Sorten mit hohem CBD gehalt und niedrigem THC Gehalt geben - was dann absolut nicht psychoaktiv wirkt- also mit Faserhanf vergleichbar ist, wenngleich die Qualität und die Menge an CBD etc natürlich höher ist.
    - Hanf an sich kann von natur aus THC oder CBD dominant sein- oder eine Mischung aus beidem. Die "Hollandsorten" sind alle THC dominant.
    - Manche Sorten können je nach Erntezeitpunkt (je früher desto weniger THC) eine Ratio von 50:1 aufweisen - was an sich für psychisch Kranke sogar "sicherer" wäre als Nutzhanf - der lediglich zwischen 7:1 und 15:1 angesiedelt ist!
    - Es gibt bereits vereinzelt Pflanzen mit CBD Gehalten um die 20% (in den Blüten)

    D.h. diese Medizin könnte im Endeffeckt sehr günstig hergestellt werden. Ich könnte aber irgendwie (leider) wetten, dass die Pharmaindustrie das nur auf den Markt bringen würde- wenn sie es schafft so etwas künstlich herzustellen und zu patentieren.... ein paar Felder nicht "high machenden" 20%CBD hanf auf dem Land- ein Labor dass das CBD extrahiert - zack fertig... aber so läuft unsere Welt halt nicht :-(

    (natürlich möchte ich hier niemanden auffordern irgendwas illegales zu unternehmen- das dient nur der Information!)


    Ich wollte mich und meine Gedanken hier lediglich mal mitteilen .... und hoff jemand liest das überhaupt ganz durch :-)

    Ach ja zu folgender gewagten These wollte ich noch kommen:

    Wenn THC die negativsymptome verbessert
    gleichzeitig CBD die positiven(plus?)symptome (wie wahn, halluzination etc) verringert

    wäre da nicht denkbar, dass die richtige Mischung aus beidem - DAS Mittel der wahl wäre???

    Ist eine der Hoffnungen die ich noch habe. Die richtige Ratio und beides ist bedient.

    Somit verbleibe ich hoffend auf mehr Durchblick und bessere Behandlungsmöglihchkeiten in der Zukunft!


    Richtig

    PS: CBD ist NICHT mit CBN zu verwechseln! Auch sei zu sagen dass die ganzen Sorten (besonders Indicas) mit angeblich hohen CBD gehalt (von vielleicht max 1%) - KEINEN hohen CBD Gehalt aufweisen! 1% CBD bei z.b. 15% THC ist kein hoher Gehalt! Das ist eine Folge der einseitigen Züchtung auf THC Dominanz die zwecks Rausch als auch Heilzwecken nur so entstanden sind. Desweiteren ist es nicht richtig dass Indica Pflanzen pauschal immer mehr CBD enthalten als Sativas. Recherchen was "Ursprungssorten" angeht, zeigen ganz klar, dass vor allem auch in Sativa Sorten hohe CBD Werte normal sein können.

    Aber wie gesagt- abgesehen davon dass es ja nicht erlaubt ist - sind derzeitige Züchtungen (abgesehen von hoffentlich bald neu erscheinenden) nicht dazu geeignet.

    Und auch noch als kleine Info: Von solchen eventuellen Sorten sind keinerlei oder "kaumst" irgendwelche psychoaktiven Wirkungen zu erwarten! Wer also an CBD als auch an THC interessiert ist und ein "high" medizinisch benötigt- der ist mit dem gängigen Cannabis besser bedient.
    Geändert von richtig (04.04.2012 um 14:17 Uhr)

  3. #3
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    Hallo,

    Sie fragen mich, was man als Patient tun kann. Man kann das tun, was andere aktive Patienten beispielsweise im Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin (SCM) tun. Sie organisieren gemeinsam Aktionen, treffen sich beispielsweise zur Anhörung im Gesundheitsausschuss am 9. Mai in Berlin, formulieren gemeinsam eine Stellungnahme, schreiben Personen an, die sie überzeugen möchten (Politiker beispielsweise über parlamentswatch.de). Ich denke, dass es für aktive Patienten (oder solche, die aktiv werden wollen) und nicht nur für aktive Patienten wichtig ist, sich mit anderen ähnlich Denkenden zusammenzuschließen.

    Gut informiert haben Sie sich ja schon. Übrigens gibt es Patienten, die sic CBD-reiche Extrakteaus Faserhanf herstellen.

    Viele Grüße

    Dr. Franjo Grotenhermen

  4. #4
    Hanf ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo richtig,
    von manchen ähnlichen Gegebenheiten kann ich dir ebenfalls ein Lied singen.
    Von vielen abblockenden Ärzten,häufiges unverständniss der Mitmenschen usw.
    Vorallem aber solltest du die Ohren nicht hängen lassen.
    Dabei halfen und helfen mir die Leute vom Scm sehr.
    Schau dich mal auf der Seite dort um,evtl wäre ein Eintritt ja auch was in deinem Fall,so wie sich einiges ließt sicherlich.
    Hab den gesamten Text zwar gelesen,aber auf alles einzugehen würde wohl den Rahmen sprengen,wenn du das wünschst ist dies aber sicherlich kein Problem.
    Auch ich habe neben div anderen Gebieten bei denen ich Cannabis einsetze starke Depressionen,wogegen Cannabis wunderbar hilft.
    Auch ich kann bestätigen welchen RIESEN Unterschied es ist nach der Einnahme.
    Du beschreibst das alles teilweise sehr gut,wofür mir oft die Worte fehlen.
    Sehr Gefühlsbetont...
    Lange Rede kurzer Sinn,sieh mal in die Seite rein:
    http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/
    Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil!
    (Albert Einstein)

  5. #5
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    hallo richtig,
    was du beschreibst erleben patienten mit anderen diagnosen auch. es hat etwas von ohnmacht nicht einmal mit "seinem" arzt ehrlich reden zu können. ein zur therapie gehörendes gespräch sollte beiden seiten ohne eine vorverurteilung des gegenübers stattfinden.
    leider wird von behandelnden ärzten und therapeuten oft sehr schnell und fast ohne information "verurteilt" und sofort eine "passende" behandlung "empfohlen".
    lass dich nicht alle machen. du bist schon gut informiert und möchtest dich um dich selbst kümmern. tausche dich breit gestreut mit patienten deren diagnose ähnlich der deinen ist aus. das hat zumindest mir immer sehr geholfen.
    kopf hoch! beste grüße, werter

  6. #6
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    Zitat Zitat von Grotenhermen Beitrag anzeigen

    Gut informiert haben Sie sich ja schon. Übrigens gibt es Patienten, die sic CBD-reiche Extrakteaus Faserhanf herstellen.

    Viele Grüße

    Dr. Franjo Grotenhermen
    Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort,

    es ist ja nun wirklich kein einfaches Thema. Vor allem da ich selbst auf soviele Medikamente äusserst sensibel reagiere und oft auch psychisch quasi "hypochondrisch" werde.

    Die Frage ist vor allem, wie könnte man aus "Sicherheitsgründen" CBD von den restlichen Stoffen des extrakts isolieren?! Ich bin größtenteils auf englischschprachigen Seiten unterwegs, da es in DE massivst an Informationen mangelt. Doch selbst im englischsprachigen Raum habe ich noch nichts wissenswertes darüber gefunden.

    Das mit dem Faserhanf ist mir nicht neu. Ein Tee davon (mit Milch- zwecks Löslichkeit) habe ich schon öfter probiert. Vereinzelt auch mit einem kurzfrstig gutem Ergebnis. Auch "kenne ich jemanden" der auch Extrakte davon herstellen wollte. Öl ist möglich. Die Ausbeute der ja sehr sehr geringen Cannabinoide dieser Sorten, ist jedoch nicht der rede wert. Das ganze wurde mal in kapseln geträufelt und im Selbstversuch probiert. Die erste Kapsel am ersten Tag wirkte schon halbe wunder... der innere Stress ließ nach... die andauernde eiskalte Depression verwandelte sich in etwas Lebensmut.... allgemein mehr in der Lage wieder zu seinen Gefühlen zu finden... ängste wurden definitiv weniger. Die gabe dieses Öls betrug 200mg als test (wenns hoch kommt waren davon 50% CBD). Es war allerdings schwer darauf zu schlafen, ein paar seltsame Dinge kamen hoch - alles eher unangenehm. Am zweiten Tag wurde die Dosis verdoppelt - um auf ca 200mg CBD zu kommen. Das ging dann nach etwa 8 stunden (erst!) massivst nach hinten los und endete in einer Panickattacke die so heftig war dass der Notarzt kommen musste- und die Person dachte sie würde jetzt entgültig in der Klinik landen. Nunja- hochdosiertes Lorazepam, obendrein Valium und noch eine Spritze in den Hintern die 4 tage wirken soll (weiß der geier was der Mensch da bekommen hat) und der arzt ging wieder und meinte "sie werden gut schlafen- morgen können sie sich ja dann überlegen ob sie immer noch in die Klinik möchten." - die Person schlief dann von den ganzen Stoffen allerdings so lang- dass klinik schon wieder ein ding der unmöglichkeit war ;-)

    Hier sind natürlich viele Möglihckeiten wieso das so lief. 1. der Hanf war schon sehr alt (hanf-zeit , falls jemand den anbieter kennt)- lag schon 2 jahre ungeschützt und ungekühlt herum. Was bedeutet es könnte sein dass sich einiges an CBD schon umgewandelt haben könnte (CBN wenn ich nicht irre)- das wäre natürlich kontraproduktiv. Obendrein könnte dahingegen eben noch einiges an THC vorhanden gewesen sein- wenngleich unter Grenzwert. ABer als - nennen wir es- Schizophrener- könnte dies bereits ausreichend sein.

    Die Person die dies nahm, wirkt jedoch auf viele Medikamente Paradox! Gerade bei solchen die eigentlich helfen sollten.

    Jedenfalls wartet die Person nun lieber auf "bessere ZEiten" - d.h. auf andere "Ratios"- da wohl 7:1 schon zuviel für anfällige Personen sein könnte. Obendrein enthält hanf ja soviele inhaltsstoffe, dass es schwer ist genau zu wissen, was nun von was kommt. Der Person geht es seit wochen sehr mies und sie war öfter kurz davor sich einweisen zu lassen. Es könnte sogar im Endeffeckt sein, dass dies so oder so passiert wäre in der nacht mit dem Notarzt (dem auch von Fasterhanf nix erzählt wurde, das wäre schon etwas lächerlich gewesen).

    So gesehen kann und muss ich leider auch zur Vorsicht raten!

    Mit Faserhanf unbekannter Frische + unbekanntem Verhältnis von CBD und THC - sehr vorsichtig sein!

    Jedenfalls ist die Person auch sehr angetan gewesen von dem ganzen "Misch Masch" von Benzos und Spritze die sie bekam... und wünscht sich seit dem nichts sehnlicher als eine äusserst starke Indica mit narkotischem, beruhigenden, sedierenden "kopf aus" "Stone". Ist nur fraglich ob es Sorten gibt die eine so ähnliche Wirkung haben ohne die Psyche wieder auf Notarztniveu zu bringen.

    So können Dinge aussehen :-) - auch wenn es dazu sicherlich nichts zu smilen gibt...


    Wollte euch die Erfahrungen der Person nicht vorenthalten - gibt noch viel für uns zu lernen was diese ganzen Themen angeht.

    Man könnte sogar mutmassen dass CBD für manche personen einfach nciht geeignet ist. "paraxode Wirkungen" - da dies aber ein cocktail aus allen teilen der pflanze war und wie ich mir habe sagen lassen- scheusslichst schmeckte... ist jeder wissenschaftliche Ansatz hier ein wenig weit hergeholt
    Geändert von richtig (09.04.2012 um 07:24 Uhr)

  7. #7
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    Nochmals an Herrn Grotenhermen,

    jetzt sehe ich erst ihre pdf... mit den Infos/Studien/Versuchen von denen ich u.A. sprach.

    Muss Ihnen wie ein deja vu vorkommen :-).

    Ich informiere mich seit geraumer Zeit - hätte ich jetzt gewusst dass das von Ihnen kommt, hätte ich natürlich die Quelle mit angegeben und darauf hinweisen können.

    Gruß

  8. #8
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    Ich komme mir auch oft vor, das manche Ärzte nicht auf dieses Thema zu sprechen sind. Ich hoffe mir kann eines Tages ein Arzt helfen, sowie das Dronabinol verschreiben.

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