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Thema: THC während Interferon/Rebetol Behandlung?

  1. #1
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    THC während Interferon/Rebetol Behandlung?

    Hallo!

    Weiß jemand von euch, ob der gelegentliche Konsum von THC die Wirkung der Medikamente (Interferon/Rebetol) in irgendeiner Form negativ beeinträchtigt?

    Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

    Viele Grüße und Danke im Voraus!

    Centauri

  2. #2
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    Hi centauri,
    zunächst einmal herzlich willkommen bei uns im Forum ... :hi:

    Ich bin zwar auch mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert, aber bisher konnte ich mich noch nicht zu einer Therapie durchringen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass gelegentlicher Cannabiskonsum die Wirksamkeit der Therapie beeinträchtigt - aber ich bin kein Mediziner. Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es zu dieser Fragestellung keine Untersuchungen. Vielleicht antwortet dir noch jemand, der/die sich da besser auskennt?

    Ich habe Genotyp 1 und bin wahrscheinlich schon ziemlich lange infiziert. Welchen Genotyp hast du, wie lange machst du bereits Therapie, ist die Virenlast bereits signifikant gesunken, und welche Nebenwirkungen musst du in Kauf nehmen?

    Das sind viele Fragen, aber deine Antworten würden mich natürlich sehr interessieren! Vielleicht hast du ja einmal Zeit.

    Viel Erfolg ... ... und möglichst wenig Nebenwirkungen wünscht dir
    Thomas

  3. #3
    Gast
    Hallo,

    es gibt keine Hinweise, dass Dronabinol (THC) oder Cannabis die Wirksamkeit von Interferon beeinträchtigt. Diese Kombination ist recht häufig. Systematische Untersuchungen gibt es bisher nicht (wie auch zu den meisten anderen Medikamenten-Kombinationen nicht).

    Viele Grüße
    Dr. Franjo Grotenhermen

  4. #4
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    Hallo Thomas,

    wir haben uns schon mal geschrieben, ich hatte dir vor einigen Wochen ne private mail geschickt, mit der gleichen Frage. Wollte dir wieder antworten, aber dein account war so voll, dass meine Nachricht dort garnicht ankam. An dieser Stelle "sorry", dass ich mich nicht mehr gemeldet habe, hab´s aber immerhin versucht.;-))) Damals hast du mir den Tipp gegeben, diese Frage mal ins Forum zu posten!
    Ich bin Tanja, erinnerst du dich?

    Deine Fragen beantworte ich dir natürlich gerne:

    Bin Genotyp 3a, bin seit ca. sieben Jahren infiziert. Die Bahandlung mache ich jetzt seit 15 Wochen, 9 habe ich noch vor mir.
    Naja, und die Nebenwirkungen....ich will ehrlich sein!

    Sie steigern sich! Nix von wegen, nach ein paar Wochen werden die Nebenwirkungen weniger!
    Der Juckreiz wird immer schlimmer, meine Haare fallen vermehrt aus, habe total trockene Haut. Habe null Kondition und bin immer müde. Solange es mir psychisch einigermaßen gut geht, ist das Ganze auszuhalten, aber wenn ich dazu noch Depri-Anfälle bekomme, fällt´s mir schwer das zu ertragen.

    Aber das ist bei jedem anders! Ich würde auch mehr an "Leid" in Kauf nehmen um gesund zu werden. Und falls die Therapie nicht anschlagen sollte, ich würde es nochmal machen!

    Nach meinem Virus wird erst Ende Juli geguckt, wenn ich fertig bin mit der Therapie. Ich bekomme keine Zwischenergebnisse. Aber ich hab´s irgendwie im Gefühl, dass das Virus bereits den Kampf verloren hat.
    Ich glauber fest daran, dass ich wieder gesund werde!

    Thomas, ich kenne inzwischen einige Leute, die diese Therapie selbst mit Genotyp 1 erfolgreich hinter sich gebracht haben. Verlier die Hoffnung nicht und versuch es.
    Ich habe auch aus Angst vor den Nebenwirkungen viel zu lange damit gewartet. Aber wenn man liebe Menschen um sich herum hat, die einen unterstützen, kann man das schaffen.

    Viele Grüße, Tanja

  5. #5
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    @ Grotenhermen

    vielen dank für die Info!

    viele Grüße zurück!

  6. #6
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    THC-Interferon-Rebetol

    Hallo Centauri
    Ich habe im Jahr 2000 an einer der ersten Studie zum Thema Kombinationsterapie Interferon (PEG Intron) - Rebetol bei Hepatitis C (Genotyp 1) in einer Uni- Klinik teilgenommen.
    Zu Beginn der Behandlung sagte ich dem leitenden Arzt, daß ich wegen einer anderen Krankheit Cannabis konsumiere.
    Nach ca. 2 Wochen begannen die Nebenwirkungen. Ein- u. Durchschlafstörungen, Kopfschmerzen, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Unruhe, Schwitzen, Schüttelfrost, Hautjucken, Blutungen am ganzen Körper, später Depressionen.
    Von meinem Arzt erhielt ich die üblichen Medikamente gegen diese Symptome mit dem Ergebniss,daß ich in der sechten Woche völlig neben mir stand und die Therapie abbrechen wollte.
    Nachdem ich meinem Arzt dieses mitgeteilt hatte befragte er mich ausführlichst über mein Cannabiskonsumverhalten.Zuerst bekam ich eine Belehrung darüber das er als deutscher Arzt mir nicht dazu raten dürfe ein nicht zugelassenes Kraut als Medizin zu benutzen. Auch dürfe ich mich nicht auf ihn berufen.
    Und dann machte er den Vorschlag mein Konsumverhalten zu ändern. Ich solle mal die ganzen Nebenwirkungsmedikamente weglassen und regelmässig (2x am Tag ) Cannabis als Tee trinken.
    Nachdem ich dieses nur 3 Tage gemacht hatte setzte eine deutliche Besserung bei mir ein. Ich konnte schlafen war ausgeglichener, Verspannungen und Krämpfe wurden erträglich, das Hautbild wurde besser, Schmerzen waren kaum noch da, ich hatte richtigen Hunger.
    Nach 24 Wochen hatte ich die Therapie erfolgreich hinter mich gebracht und die Viruslast war unter der Nachweisgrenze.
    Von ca. 100 Menschen die gemeinsam mit mir die Kombiterapie
    begannen war ich am schnellsten damit fertig, hatte zum Schluss die wenigsten Nebenwirkungen und als einziger eine Zuname des Gewichts zu verbuchen.
    Als ich am Ende der Behandlung nochmal mit dem Arzt über Cannabis als Medizin (speziell als Mittel gegen die Nebenwirkungen der Hepatitis Terapie) reden wollte sagte er jedoch nur das er mir zu garnichts geraten hätte.Schade eigentlich.
    Hinzufügen möchte ich noch, daß Betroffene trotz der Nebenwirkungen den Mut fassen sollten eine Therapie zu machen.
    Die zurückgewonnene Lebensqualität wiegt das zugegeben harte halbe Jahr mehr als auf.

    Ich wünsche Dir/Euch Gute Besserung und jede Menge Power.

    Gruß: Rüdeberta

  7. #7
    Registriert seit
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    Hallo!

    Ich bin jetzt fertig mit der Interferon Behandlung und es geht mir prächtig!


    Ich habe die letzten 4 Wochen der Behandlung jeden Abend eine Tüte geraucht und konnte so die letzte schwierige Zeit einigermaßen gut überstehen, hatte richtigen Appetit und habe wieder an Gewicht gewonnen (ich habe extrem viel abgenommen). Die Depressionen sind viel besser geworden, ich konnte wieder lachen!
    Meiner Leber hat das wohl nichts ausgemacht, denn ich habe super Leberwerte, wie ich gestern erfahren habe. Das Ergebnis des pcr bekomme ich in 2 Wochen, bin mir aber ganz sicher, dass die Viren weg sind.

    Ich habe mich lange gequält mit der Frage "soll ich, oder soll ich lieber nicht" (kiffen). Viel zu lange!
    Wollte stark sein und das Ganze ohne "Hilfe" überstehen.
    Aber die Depressionen haben mich völlig unter Kontrolle gehabt, es war schrecklich.

    Jetzt fühle ich mich wieder topfit, und das nur nach einer Woche ohne Interferon&Co.

    Mir hat Cannabis geholfen, hatte auch keine Kreuzschmerzen mehr und meine Haut ist dadurch viel besser geworden.

    Viele Grüße von Centauri :hi:

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