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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : erteilte genehmigungen



werter
10.02.2009, 14:44
:D Liebe Leser/innen,
das bfarm hat über die bobst(bundesopiumstelle) erste Genehmigungen für Patienten zur legalen Nutzung von Medizinal-Cannabisblüten erteilt.
Das an sich ist ein Fortschritt in die richtige Richtung. Der Patient hat die Wahl zwischen drei verschiedenen Cannabis-sorten. Diese unterscheiden sich in thc,cbd,cbn Gehalt und deren Mischungsverhältniss im natürlichem produkt zu einander.
Auch stand die Wahl zwischen einem bereits längere Zeit erhältlichen Extrakt und Medizinal-Cannabisblüten.
Der oder die jenige die eine Genehmigung erhalten, können sich dann für nur das Extrakt, nur für Blüten(granulat) oder auch für beides entscheiden.
Der vom Arzt vorgeschlagen, empfohlen täglichen Menge, wurde (wie mir bekannt ist) bei der Genehmigung gefolgt
Wichtig ist hierbei die ärztliche Empfehlung und die eigene Erfahrung.
Das angebotene Extrakt hat sich bei einigen Patienten aber leider als unwirksam gezeigt. Dazu gibt es schon einiges geschriebenes....
Die große Freude die der Erhalt der Genehmigung auslöst schlägt bei der Abholung in der Apotheke durch Nennung des Preises in Ohnmacht um.
Euro 16,00 für das Gramm bedrocan-cannabis.
Das ist für ein Gramm, wenn auch "lupenreines" Cannabis zu viel.
Wer von den Patienten kann sich das finanziell leisten.
es gibt mir bekannte ärztliche Empfehlungen(Verordnungen darf das nicht genannt werden) von bis 3Gramm natürliches Cannabis am Tag.
Was da für monatliche Kosten entstehen kann sich jeder selbst ausrechnen.
Noch ist nicht entschieden, (mir bekannt) wer diese Kosten am Ende tragen wird.
Das die meisten Kk,s und anderen Zahlungsträger schon mit Dronabinol Schwierigkeiten machen ist zu erwarten das es hier noch zu "verhärtungen" zwischen den einzelnen Beteiligten kommen wird.
Bedrocan(holland)gibt das natürliche produkt für ca.5-6euro ab. Der (belgische) Importer will denke ich auch was für seine Dienste und dann kommt da noch die Apotheke.
Alles im Einzelnen berechtigte Forderungen.
Das aber 16,00euro/gramm für den Patienten dabei rauskommen ist nicht ok.
Wer die Schwarzmarktpreise kennt oder in einem Land lebt wo der Patient ungestraft sein Cannabis selbst anbauen kann, weiß von Kosten die da für das Gramm aufgewendet werden müssen.
Außerdem ist die therapeutische Wirkung bei legalem Eigenanbau positiv erfahrbar und nicht zu unterschätzen.
Legaler Eigenanbau hilft einen günstigen Preis für ein sehr gutes Produkt zu erreichen.
Euro 16,00 für das Gramm Cannabisblüten lösen Ängste aus, sich trotz ergangener Genehmigung kein "Apothekengras" leisten zu können.
Ich hoffe das sich diese unbefriedigende Situation bald zum positiven klärt. Sonst sehe ich Patienten wieder "in Bahnhofsnähe" mit "Rauschgifthändlern" tuscheln.
Und wenn nichts geht wird wieder illegal angebaut, erwischt und vor Gericht gestellt.
Sollte das zum Ergebniss der Genehmigungserteiling sein. NEIN.
ich hoffe auf eine rege Unterhaltung. mit besten Grüßen,
Werter

illuminati
11.02.2009, 11:34
hey werter,

herzlichen glückwunsch... das ging ja sogar relativ schnell am schluss, was?
;)
Naja ich hoffe, dass du mit deiner neuen Medizin zurecht kommst und dass du nicht aufgrund von Geldmangel wieder auf normales Cannabis zurückgreifen musst.
Kannst uns ja mal auf dem Laufenden halten, vorallem was die Finanazierung anbelangt.
Ich schätze du hast noch keinen Antrag auf Kostenübernahme gestellt?
lg illuminati

Cecile
20.02.2009, 11:31
Hallo . . .
nach jetzt fast einem Jahr Erfahrungen mit Dronabinol würde mich einfach interessieren, wie es in der Praxis mit dem Medizinal-Hanf ausschaut. Gibt es überhaupt einen Anhaltspunkt für eine Vergleichbarkeit der Wirkung und der Dosisfindung?
Mein Mann ist jetzt bei einer Tagesdosis von 30 Tropfen Dronabinol, wobei sich leider nicht alle erhofften positiven Effekte gezeigt haben - die Appetitlosigkeit ist ihm jedenfalls geblieben, und die Übelkeit immer wieder auch. Da hoffe ich natürlich dass das an dem künstlichen Produkt liegt und der echte Hanf anders wirken würde.

Ich schwanke so zwischen sich ergeben in diese Situation oder nochmal kämpfen um eine Verbesserung :rolleyes:

LG
Britta

Systobi
20.02.2009, 17:54
Schändlich und peinlich für das deutsche Gesundheitswesen, wenn allüberall von "Kostendämpfung" geredet wird und von "Reformen" und von "gerechteren Systemen".
16 € sind der glatte Wucher!

Anstatt - wie man es beim BfArM beabsichtigte - die pharmakologische Sachkunde des cannabisbedürftigen Patienten per Nachweis zu überprüfen, sollte die Behörde dazu übergehen diejenigen Patienten, die aus Geld und Gewissensgründen selbst anbauen wollen, auf ihre gärtnerischen Qualifikationen zu durchleuchten und vom gezüchtetem Endprodukt jeweils eine Probe zur Messung des tatsächlichen Wirkstoffgehaltes einfordern.
Die Messungen könnten gebührenfrei und billigerweise von Praktikanten vorgenommen werden. Die Proben sollten gesammelt - und bedürftigen Kranken zur Verfügung gestellt werden.

So stelle ich mich ein soziales bzw. sozialeres Gesundheitssystem vor.

garten
20.02.2009, 21:07
Hallo Cecile,
so wie ich gehört habe ,
soll die Wirkung von Dronabinol nicht genau so wirken wie Cannabis Kraut (Blüte)denn in dem Kraut sind viel mehr Wirkstoffe(THC,CBD,CBN,CBC usw.) als im Sinthetischen .Wenn ich mich nicht irre ist
Dronabinol nur THC.
Daher wirkt es auch ganz anders.

Ergib dich nicht und kämpfe weiter.

liebe Grüße Tilo

jume
01.03.2009, 14:09
16Euro ... das ist ja ein Maerchenpreis ... zum totlachen, aber das ist eiskaltes Kalkuel der Politiker, eine Art von Strafzoll damit moeglichst wenige in den Genuss davon kommen ... und die Pharmaindustrie dadurch geschuetzt wird, den so ist das Naturprodukt ncit konkurrenzfaehig. :mad:

Wobei unzweifelhaft das Naturprodukt dem Synthetischen ueberlegen ist in der ganzheitlichen Wirkung :) ... das wurde auch schon durch verschiedene wissenschaftliche Studien belegt!

ticcer
23.07.2009, 14:04
Hallo,

jetzt endlich, nach langer Irrfahrt durch die konventionelle Pharmakologie, erteilt mir das BfarM eine Genehmigung , mein Tourette-Syndrom mit Cannabisblüten zu behandeln. Die Genehmigung wurde so erteilt, wie das mein Neurologe auf meine Anregung hin vorgeschlagen hat. Das heißt, ich bin jetzt berechtigt , jeden Monat in der Apotheke um die Ecke 12 Gramm Bredocan zu bestellen. Allerdings kostet diese Haze-Kreuzung pro Gramm 24,- € und nicht wie unten erwähnt nur 16 € ! In den Coffeeshops kostet diese Sorte nur 12 €, was aber immer noch viel zu viel ist. Ich weiss , dass die Hanzeplein-Apotheek in Groningen Bredocan inkl. aller Gebühren für 8 € abgibt, wie zum Teufel kommt die Apotheke in Deutschland dann auf einen Preis von 24 € ???

Ich hätte anfangs, so vor 10 Jahren, nie gedacht, dass es überhaupt zu Genehmigungen kommen würde, insofern ist die Gesamtentwicklung des Medizinischen Cannabis sehr erfreulich, nicht zuletzt haben wir alle das den zahlreichen politischen und juristischen Aktivitäten von Dr. Grotenhermen zu verdanken. Durch die immens hohen Kosten , sehe ich mich aber gezwungen, weiterhin die billigeren Coffeeshops anzusteuern und mich dabei einer strafrechtlichen Gefahr auszusetzen.

Ich würde mich sehr freuen , wenn die Aktivitäten zur Gründung einer Patientenvereinigung (Cannabisbuyers- oder socialclubs) vorankämen oder wenn erreicht wird, dass das Apothekencannabis durch die Kassen gezahlt wird. Wer weiss dazu etwas neues ?

Liebe Grüße
Frank :D

Gabi
24.07.2009, 11:39
hallo Frank

Michael kann diesen Preis auch nicht bezahlen und hat deshalb auf Eigenanbau beharrt. Da sein Antrag dann
nicht weiter vom BfArM beschieden wurde
(vermutlich haben sie vom Gesundheitsministerium die Anweisung,keinen Anbau zu genehmigen),
läuft z.Z. wieder eine Untätigkeitsklage.
Ich hoffe für uns alle, dass uns die Gerichte weiterhelfen, auch diese letzte Hürde zu nehmen.

lg Gabi

jume
24.07.2009, 14:47
Hallo,

wer kann sich den eigentlich das ueberteuerte Apotheken-Bedrocan leisten?

Bei meinem Bedarf waeren das im Monat locker 720 Euro ... :confused: uebernimmt das ueberhaupt eine einzige KK in D.

Sehe da noch kein Licht am Ende des Tunnels der Zwei-Klassengesellschaft. Ausser, wir die Betroffenen solidarisieren uns und gruenden bzw. schliessen uns zusammen in Cannabis-Social-Clubs.

LG
Juergen :cool:

Geheimrat1
04.08.2009, 19:05
Hallo,

habe im April einen Antrag gestellt und ich habe ihn durchgebracht. Sobald meine Apothekerin ihren Antrag ebenfalls gestellt hat, würden sowohl ihr, als auch mir die entsprechenden Urkunden zugesandt.
Nach anfänglichen Problemen mit der Apotheke (Apothekerin wollte sich erst über Preis, Import, etc. informieren), hat mir meine Apothekerin zugesichert, sich direkt morgen früh darum zu kümmern - zahlen muss ich übrigens bei ihr lediglich den Importpreis + MwSt.
Sie meinte, dass sie um meine finanzielle Situation wüsste und sich nicht an mir bereichern möchte. Saugut, oder???

Gruß, Frank!

jume
19.08.2009, 14:27
Hallo Geheimrat,

herzlichen Glueckwunsch zu der Ausnahmegenehmigung durch das BfArM und zu der freundlichen und fairen Apothekerin, jetzt darfst du dir das C edlich legal in der Apotheke kaufe gehen, aber bitte was kostet dich jetzt ein Gramm der Medizin?

Nenne uns den Importpreis + MwSt. und mache damit fuer uns die Geschaefte bitte etwas transparent.

Vielen Dank und einen lieben Gruss. :)

Crews
21.08.2009, 12:25
Servus, bin neu hier angemeldet und stell mich in kurzen worten mal vor:

Bin durch einen Autounfall chronischer Schmerzpatient geworden und leide an kaputten Füßen (genauere Definierung sprenngt den rahmen etwas).

Nutze Cannabis zur Linderung der Schmerzen seit über 3 Jahren und habe vor 2 Jahren den Antrag ans BfArM gestellt der dann auch positiv beschieden wurde.

Das Medikament kostet mich in der Apotheke 14,10 Euro pro Gramm um von den 24 Euro und den etwas überspitzten Preisen wegzukommen... Was trozallem absolut zu teuer ist und durch die Krankenkasse finanziert werden sollte....

MfG
Crews

Crews
21.08.2009, 12:28
@ Geheimrat...

Glückwunsch für die Genehmigung, und vorallem für die rasche Bearbeitungszeit vom BfArM!
Das sind doch richtig gute Nachrichten für alle Patienten denen Cannabis zur Linderung hilft!

Gruß

jume
21.08.2009, 13:03
@crews:
Prinzipiell, herzlichen Glückwunsch auch dir zu der erteilten Ausnahmegenehmigung durch die BfArM.

Durch dich hat jetzt ein Apotheker mehr eine gute Einahmequelle. Der Preis von 14,10E für ein Gramm lupenreines Cannabis ist meiner Meinung nach viel zu hoch! Das reisst bei einer Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen ein riesiges Loch in deren Haushalte, ich frage mich wie das finanziert werden soll.

Saludos :D

Crews
21.08.2009, 19:38
Das ist nicht die Frage wie die Krankenkasse das finanziert...

Eher stellt sich die Frage ob der Staat nicht in Hinsicht der Patientenfürsorge eine Heimische Zuchtstation für Medizinalcannabis aufbaut und so Arbeitsplätze und günstige Preise für die Krankenkassen schafft.

Gruß Crews

Matthias Pollak
05.09.2009, 15:27
Den Weg erstmal einen Antrag auf Kostenübernahme für Bedrocancannabis bei seiner Krankenkasse zu stellen, sollte jeder Pat der Cannabis über das BfArM erhält konsequent gehen. Erst wenn dieser Weg nicht zum Ziel führt, kann man über andere Optionen reden, alles andere führt leider zurück in den Weg der gesetzlich so gewollten Kriminalität. Also Vorsicht!
Von bisher drei Leuten die eine relativ hohe tägliche Cannabisdosis brauchten (bisher mehr als 2 gramm am Tag) habe ich gehört, das sie von Bedrocanblüten nicht so viel, oftmals weniger als die Hälfte der ursprünglichen Tagesdosis benötigen.
Dies hängt wohl in erster Linie damit zusammen, daß Bedrocan ein Spitzenprodukt von hohem Standart und garantierter Reinheit zur Verfügung stellt, das es in dieser Form aus sg. illegale Eigenproduktion bzw. bei Erwerb auf dem Schwarzmarkt, selbst nicht in den meisten der sg. holländischen Coffeshops gibt.
Das relativiert die Preisdiskussion hier schon ein wenig, kann aber vor dem Hintergrund einer sich mehr und mehr ausweitenden Zweiklassenmedizin und der Erkenntnis, das Armut mit Krankheit und Krankheit mit Armut vergesellschaftet ist, so nicht einfach stehen gelassen werden. 16 Eur sind in meinen Augen 6 Euro zuviel, da ja bekannt ist, was Cannabis dieser Qualität in den Niederlanden kostet. Das der umständliche Import über Belgien mit einigen Zwischenstationen so gesetzlich verwaltungtechnisch geregelt wurde, kann ja nicht bedeuten, daß der Patient allein die Kosten für diesen sehr komplizierten und dadurch rechtlich einwandfreien Importprozeß allein "aufgebrummt" bekommt, finde ich mehr als lieblos.
Das erinnert ein wenig an das Heroinprogramm, wo sich eine Schweizer Firma eine goldene Nase an sehr teurem, synthetischen Heroin verdient, weil eine Verwendung billigen "normalen", also halbsynthetisch hergestelltem Heroin, rechtlich nicht zulässig ist. Eher geht ein Elefant durch ein Nadelöhr, als daß auch nur ein Buchstabe am heiligen BtM durch einen neuen ausgetauscht würde.
Daher hoffe ich, der im Moment etwa angeschlagenen ACM fehlt nicht der Mumm, den Eigenanbau unter gewissen Bedingungen, also beispielsweise einer fehlenden Kostenübernahme durch die Krankenkasse bei einer Harz4 Patientin, durch eine weitere, viele Jahre dauerende, sehr teure juristische Auseinandersetzung mit Ausschöpfung aller juristischen Instanzen, zu erkämpfen.
Für einen Patient ist kein rechtsfreier Raum da, er muß sich ans Gesetz halten, notfalls darf er nichts einnehmen, schon gar nichts erwerben. Für die Bundesbehörden gibt es offenbar mehr rechtsfreien Raum. Seit dem Urteil im Jahre 2006, daß überhaupt darauf hinausgezielt hat, das jeder Pat einen Antrag beim BfArM stellen kann und der ersten Ausnahmegenehmigung sind über drei Jahre vergangen. Das in dieser über dreijährigen Zwischenzeit ein Notstand für manche Patienten bestand, für den Abhilfe geschaffen wurde, beispielsweise durch die damaligen Aktivitäten der sg. Hanfapotheke, will aber auch keiner der Juristen, die heute Unschuldige beklagen und bei Unschuldigen Hausdurchsuchungen durchführen, einsehen.
Obwohl die Situation sich radikal gebessert hat, bleibt noch viel zu tun und darüberhinaus auch noch einiges in diesem ewigen Streithema zu erkämpfen. Für viele offene und heimliche Cannabisfeinde ist schon die derzeitige Regelung viel zu weitgehend, ein Dammbruch den man mit Einsatz von Polizei und Bundeswehr dazu, versucht zu reparieren.
Insofern sind auch wir innerhalb der IACM und ACM aufgefordert darüber zu diskutieren, welchen Stellenwert wir THC überhaupt einräumen und was über die medizinischen Einsatzmöglichkeiten für Cannabis, bzw. die Gefährlichkeit des therapeutischen Einsatzes von Cannabis, wirklich gedacht wird.
Das durch die BtM-verbotspolitk ganze Substanzgruppen für illegal erklärt werden und damit auch nicht mehr wissenschaftlich erforscht werden können, ist einigen Cannabisforschern egal.
Das alles ist ein riesiges, weites Feld lt. Günter Grass, wo man früher bei Patienten zur Erzeugung einer einer akuten Psychose noch auf ein Molekül wie das LSD eingesetzt und damit auch versucht hat zu erforschen, werden heute künstliche Psychosen und inverse Hohlmaskenbildchen von angeblicher neuropsychogischer Relevanz, mit der Gabe von Dronnabinol provoziert. Alles sehr merkwürdig, von einer Freiheit der Wissenschaft und der Forschungstätig ist in jenem Kontex gar nicht die Rede und jeder hält sich eisern an die Regeln.
Wir können aber als Mediziner in der ACM andere Mediziner über Cannabis nur dann sinnvoll aufklären, wenn es bei uns intern einen Konsens u den Streitthemen und eine Diskussionskultur über strittige Themen gibt.
Für ein THC, das nachweislich chronisch schihzophrene Psychosen auslösen würde, lohnt es sich in meinen Augen nicht zu streiten, ein solches Molekül ist für den Schaden den es mutmaßlich verursacht, zu verdammen und bald ist THC exotisch wie die Substanz LSd in der heutigen Zeit für ein THC, das vielleicht genau das Gegenteil von dem ist, was die Wissenschaftler derzeit damit verbinden, lohnte es sich aber schon zu streiten und weiter zu kämpfen. Dies mit allen Mitteln.
Die Gegner schlafen ja auch nicht.........

Lilli
08.09.2009, 18:04
Hallo,
ich habe mal in einem Film gesehen, den ich auch aufgenommen habe, dessen Name mir aber zur Zeit entfallen ist, den gibt es wahrscheinlich auch bei www.Youtube.de (Mit Fr. Dr. Vahl, einem Tourette-Patienten und Bedrocan), daß der Hersteller Bedrocan 0,05 Euro, also 5 Cent pro Gramm bekommt.
Wo bleibt die Differenz?
Kann man eventuell direkt bei Bedrocan bestellen , für sagen wir 0,20 bis 0,50 Euro pro Gramm?
Gruß Lilli

Crews
02.10.2009, 10:50
Dem ist nicht so, habe mit der BfArM Telefoniert und es gibt quasi nur Fagron der die Genehmigung für die Apothekenbelieferung mit Medizinalcannabis nach Deutschland hat.

Dort selbst einkaufen wäre zwar vom Verstand her gesehen sinnvoll und für nicht wirklich gut betuchte Patienten eine absolute Erleichterung Ihrer Problematik parallel zu den Krankheitssympthomen.

Ein Europäischer Preisangleich wäre sinnvoll und würde 50 % der Kosten für Patienten einsparen!

Mörnest
17.10.2009, 12:34
Was haltet ihr hier von?
http://www.cannabisbureau.nl/en/ImportExport/Foreignpatientsandbusinesses/

Grobe Übersetzung: Ausländische Patienten können direkt aus den Niederlanden beziehen wenn sie sich um ein Zertifikat in zwei Facher Ausführung aus ihrem Land kümmern. Das Land muss sich im Schengener Abkommen befinden. (Ist Deutschland da nicht auch drin?)

Dann würde mich mal noch interessieren ob ein Polizist überhaupt den Unterschied zwischen selbst angebauten und importierten legalen, wie illegalen Cannabis kennt. Ich glaube das selbst ein Jahrzehnte langer Konsument das nicht wirklich vermag. Vorausgesetzt dass die Blüten richtig getrocknet, behandelt sind.

Gabi
17.10.2009, 15:24
hallo Mörnest

was das niederländische Cannabisbüro da schreibt, bedeutet hierzulande den oben beschriebenen Weg über einen Antrag beim BfArM.

Gruß Gabi

Mörnest
18.10.2009, 11:27
Hallo Gabi,
bedeutet das denn nicht auch das man dann selber importieren kann? Ohne über die Belgische Apotheke?

Gabi
18.10.2009, 14:17
Original geschrieben von Mörnest
Hallo Gabi,
bedeutet das denn nicht auch das man dann selber importieren kann? Ohne über die Belgische Apotheke?

Du bekommst ja keine Importgenehmigung, sondern Deine Apotheke.
Das Cannabis wird auch nicht vom Arzt verschrieben. sondern als Ausnahmegenehmigung vom BfArM. Soweit ich weiß, hat auch noch kein Genehmigungs-Inhaber ausprobiert, ob er das genehmigte Cannabis auf der Grundlage des Schengener-Abkommens ins Ausland mitnehmen darf. Holländische Patienten dürfen das. Aber dort ist Cannabis auch ein verschreibungsfähiges Medikament - hier nicht.

Gruß Gabi

Mörnest
20.10.2009, 05:45
Oh weia, ich sehe schon, das ist mal wieder Typisch Deutsch. Kann man nicht eine Partei Gründen? Ähnlich der Piraten Partei?
Ich würde sofort Eintreten, auch wenn ich ich auf Grund einiger BTM Vergehen selber nicht zur Wahl Aufstellen lassen dürfte.

Crews
21.10.2009, 19:54
Gabi hat Recht, ich hatte auch mit dem BfArM nochmal gesprochen und ich würde keine Einfuhrgenehmigung bekommen um Direkt in Holland meine Medizin zu kaufen! Leider funzt das nicht!

Es geht nur über EINE Apotheke und die muß auch diesen groben Antrag stellen:

Wir die ... Apotheke,

möchten Herrn ... mit Medizinalcannabisblüten beliefern.

MfG
Die Apotheke

Dadurch hast Du immer nur eine Verantwortliche Apotheke die genau wie Du eine Ausnahmegenehmigung hat.

Crews
21.10.2009, 19:58
Zum Preis...

Meine Apotheke bezahlt knapp 8 Euro im Einkauf für ein Gramm Bedrocan Medizinalcannabis und verkauft es mir für 14,10 Euro das Gramm!

Da sehe ich das größere Problem! Sollen wir armen Patienten jetzt auch noch die Apotheker reich machen? Da sollte man lieber genauer schauen und Patientenfreundlicher agieren...