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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BfARM lehnt meinen Antrag ab



linuxsuse
21.03.2007, 11:59
Hallo

hatte Heute Morgen Post im Briefkasten. Mein Antrag wurde abgelehnt
u.a mit der Begründung ich hätte einmal eine Verurteilung (40 TS wegen Erwerb von Cannabis)
Und weil meine Ärztin irgentwie nicht blickt was sie schreiben soll.
Und findet das meine Hepa C ausgeheilt sei etc.
Wer kannmir einen Guten Arzt nennen Kreis Offenburg Freiburg

Grotenhermen
21.03.2007, 12:37
Hallo,

eine Ablehnung wegen einer Verurteilung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Cannabis sollten wir nicht akzeptieren, wenn es sich auch damals bereits um eine Verwendung zu medizinischen Zwecken handelte.

Wenn es sich allerdings um einen Ablehnungsgrund unter mehreren handelt, wird es sicherlich schwierig. Ich bin auch nicht sicher, ob die Stellungnahme eines anderen Arztes nun noch helfen kann. Man muss wirklich von Angang an darauf achten, einen gut formulierten Antrag abzugeben. Niemand zwingt das BfArM, eine neue Stellungnahme höher einzuschätzen als die Ihrer Ärztin, die Sie sicherlich schon lange kennt.

Vielleicht können Sie mir die Ablehnung in's ACM-Büro faxen (02247-9159223). Vielleicht habe ich dann noch eine Idee.

Viele Grüße

Dr. Franjo Grotenhermen

linuxsuse
21.03.2007, 13:42
Hallo Herr Dr. Franjo Grotenhermen,

Vielen Dank für die Schnelle Antwort und die Hilfsbereitschaft.
Ich werde versuchen das zu Faxen. Sollte ich das Softwaremäßig nicht hinkriegen wäre ich um eine E-Mail Adresse Dankbar wo ich den Bescheid als Anhang schicken kann.

Nochmals zu meinem Fall ich erhalte schon seit ca. 7 Jahren Substitutionsmittel. Erst "Methadon"dann "Subutex" ich bekomme auch schon seit Jahren mein „Zeug“ als „Tage-Home“ und bin auch immer sehr Verantwortungsvoll damit umgegangen.
Da mir ein Opiat anvertraut wird, sollte mir auch möglich sein mit Cannabis Medizinisch korrekt umzugehen.
Wenn ich Cannabis konsumiere, komme ich erheblich besser mit der „Subutex“ Dosierung klar.
Ohne Cannabis nur mit „Subutex“ kann ich die ganze Nacht kaum schlafen, und bin seelisch sehr angespannt. Diese Schlafstörung ist bei mir Chronisch. Ein Antidepressiva das mir die Ärztin verschreibt bringt gar nichts.
Andere Psychopharmaka will ich nicht nehmen da auch sie sehr starke Probleme bringen und Abhängig machen.
Meine Hepatitis ist nach Angaben der Ärztin ausgeheilt. Nach Mehrmonatiger Behandlung mit „Interferon“ letztes Jahr.
Diese Angabe bezieht sich jedoch lediglich auf zwei Blutproben die gut waren. Hatte nämlich noch vorher sehr Starke „Viruslast“ im Blut.
Meine Besserung diesbezüglich will ich auf keinen Fall gefährden, zum Beispiel durch Rückfall. Weil „Subutex“ bekanntlich keinen Starken Positiven Psychischen Effekt erzielt.
Meine Gründe sind Starke Seelische Verstimmung, Verspannung, eine Infektion mit Hepa (die doch Unheilbar sein soll)
Chronische Schlafstörungen, und natürlich auch zu Abgrenzung vom Drogenmarkt und deren Gefahren (was die Wahrscheinlich nicht Akzeptieren)

Um nicht zuviel vorweg zu nehmen möchte ich nur noch sagen nach 2 Terminen bei meiner Subärztin kam wenig raus. Meine Papiere hat sie mehr oder weniger scheinbar verschlampt.
Nach Wochenlangem hin und her und Urlaub.
Habe mehrmals dann den Abgabe-Termin verlängern lassen
So wurde es mir zu dumm und ich hatte ohne jegliches Ärztliches Attest den Antrag weggeschickt. (Was Scheinbar ein Gefundenes Fressen für das BfArm war.)
Es ist sehr schwierig meiner Ärztin die ja über die komplexen Rechtlichen Vorgänge keine Ahnung hat dieses Attest mit den Kuriosen Forderungen und Formulierungen die vom BfArm verlangten Angaben zu kriegen.
Das mit den Vorstrafen waren nur 40 TS wegen Erwerb von Cannabis. Und wenigen Exstasy Tabletten (Konsum ist bei Subutex eh unmöglich nehme zurzeit NUR Cannabis und „Subutex“
Es ist Idiotisch die Ablehnung der Medizinischen Abgabe von Cannabis damit zu begründen dass ich schon einmal illegal Cannabis erworben habe. Es war ja niemals möglich dies Legal zu tun.

Ich würde gerne mit Ihnen als Arzt in Kontakt bleiben. Der sich besser Auskennt mit der Situation.

Freundliche Grüße:

Stefan

Grotenhermen
21.03.2007, 14:00
Lieber Stefan,

Sie können Ihre Ablehnung auch an die E-Mail Adresse info@cannabis-med.org schicken.

Viele Grüße

Franjo Grotenhermen

linuxsuse
21.03.2007, 15:13
Halllo

Vielen Dank habe den Antrag losgeschickt

illuminati
21.03.2007, 20:37
@Jan:

Deine Links funktionieren nicht einmal ...

greetz Illu

linuxsuse
21.03.2007, 21:47
Hallo

vielen Dank für die Helfenden Hinweise vor allem die Verschiedenen § werden mir Hilfreich sein und Viele Arbeit ersparen.

@Jan Grunenberg ist dieser Widerspruch ein Echter oder nur rein Fiktiv? (ein solches Rezept kann ich natürlich nicht vorweisen habe keins)

Ich finde es eine Sauerei wie das BfArm sich in der Cannabis Sache verhält.

Ein Abgabe Modell in Schleswig Holstein scheiterte weil das BfArm seine Genehmigung mit dummen Sprüchen verweigerte. Bei dem Projekt müssten sie nicht Panzerung der Wohnung aller Patienten verlangen

Dann das „Dronabinol“ das meines Wissens ja niemals eine Richtige Zulassung vom BfArm erhielt.
Fast alle Selbst Krebspatienten die es Verschrieben bekamen haben jetzt Ärger wegen der Kostenerstattung (und deren Ärzte mit) tausende € Kosten in kürzester Frist entstehen durch „Dronabinol“.
Es ist nicht wirklich zugelassen meine Ärztin fand es nicht in der Roten Liste (dann das scheinheilige Verbot an die Hersteller Firma keinem Patienten auch nur geringste Auskünfte über die Wirkung zu erteilen.)
Und zur Krönung kommt das das BfArm als der MS Patient vors BuVerwG zog, der Dronabinol erhielt und es bei Ihm nicht Wirkte mit der Lächerlichsten Ausrede:
„vom Zumindest Gleich Wirkenden Dronabinol“ die Genehmigung verweigern wollte. Das Dronabinol hat ja auch scheinbar keine Richtige Zulassung von der Behörde erhalten

Das BfArm schwallt immer noch munter vom Gleich Wirkenden „Dronabinol“ (in meiner Ablehnung) obwohl das BuVerwG diese Argumente ausdrücklich ablehnte.
Und auch Ausdrücklich darauf hinwies das auch das Subjektive Empfinden des Patienten die Genehmigung rechtfertigt.(mit Einschränkungen)
Was diese Behörde sich Leistet ist ein unglaublicher Vorgang.
Und dann die ewig lange Zeit.
Auch meine Angaben das meine Wohnung sowohl durch Außentür Innentür mit Sicherheitsschlüssel und auch Fenstervergitterung als nicht Zureichend ablehnt wird.

Ich werde mir außerdem Vorbehalten Anzeige zu erstatten da das BfArm ohne meine Erlaubnis in meinen Datenrechtlich Geschützten Akten rumschnüffelt. Ein Dr.(med?) Schinkel sollte sicherlich nicht das Recht haben alle Patienten auszuschnüffeln und auszuleuchten. Und Gerichtsakten da mehr oder weniger vielen unbefugten Personen zugänglich zu machen.
Ein paar einfache Hinweise wie und wo ich die Anzeige einreichen muss wären schön


Es scheint der persönliche Ergeiz des Dr Schinkels zu sein es möglichst jedem Menschen zu Verwehren Cannabis Medizinisch zu konsumieren bzw. die Genehmigung dazu zu erhalten.



Stefan

Dickmans@freenet.de

Systobi
22.03.2007, 05:27
Hallo Stefan,
keine Ahnung, warum Herr Grunenberg sich hier so verdächtig rechtskundig gibt.
Dabei scheint er nur ein unter Mangel an Selbstbewusstsein leidender Medizinalhanfsamen-Möchtegern-Verkäufer zu sein, wie
sein entsprechendes Posting in
www.hanfburg.de/forum/mülleimer Stichwort "Heilhanf" uns vorlügen möchte.
Keine einzige Antwort von ihm auf die schweren Vorwürfe,
Jan Grunenberg sei reine Fiktion.

Wir versuchen Herrn Grunenberg bereits seit 3 Tagen unter einer hier im Forum oftmals genannten 040-Nummer (für HH) zu erreichen, aber dubioserweise ist er immer gerade "außer Haus" oder "nicht da" oder "kurz abwesend".

Komischerweise hat dieser Jan Grunenberg überdies eine Rechnung an mich über insgesamt 7.700 € erstellt, kann oder will sich jedoch nicht öffentlich dazu äußern, wie ein Samenhändler derart fix zum Rechtehändler mutieren kann und als "wissenschaftlicher Mitarbeiter" simpel falsifizierte Honorarforderungen auflisten muß oder darf oder will.


Schönes Kasperle Theater.
Jeder darf mal die Klatsche in die Hand nehmen und aufs Krokodil einschlagen, respektive auf `nen ganz besonders grunen Berg.

aXXL-systobi-Axel

linuxsuse
22.03.2007, 06:44
von Jan Grunenberg
...."Anlage habe ich ein Privatrezept über Dronabinol beigefügt, aus dem sich ergibt, dass die Einnahme von Cannabis als Medizin für mich ärtztlich indiziert ist...."




Über ein solches Rezept verfüge ich wie gesagt nicht. Nach einigen Gutgemeinten Infos bin ich mir auch gaaanz sicher das ich keine Rechte Erwerben will an gar nix, ich nichts Spenden will (vor allem nicht an Bessserverdienende als mich :D .
I Wuil a ka Samen aus England oder sonst wat. Eilanträge müssens auch nicht gerade sein.

Und Danke nochmals Rechnungen hat mir schon das Bfarm geschickt

Tchüssie

Grotenhermen
22.03.2007, 14:17
Lieber Stefan,

als Hauptproblem Ihres Antrages beschreibt das BfArM das Fehlen jeglicher ärztlicher Unterlagen. Diese seien trotz mehrmaliger Fristverlängerung nicht beigebracht worden. Ohne eine ärztliche Stellungnahme, die ihre Erkrankungen, die bisherige Behandlung und den Verlauf der Erkrankungen bestätigen kann, halte ich jeden Antrag und auch jeden Widerspruch für aussichtslos. Der Rat von Jan Grunenberg, der ohne Kenntnis der Sachlage erfolgte, war sicherlich voreilig.

Alle anderen Ablehnungsgründe sind sicherlich angreifbar. Da Ihnen in dem Strafverfahren kein Handel vorgeworfen wurde, sondern nur der Konsum, so dürfte die Ablehnung aufgrund dieses Strafverfahrens in einem Verwaltungsgerichtsverfahren vermutlich keinen Bestand haben. Dass Sie als illegaler Drogenkonsument wegen des Erwerbs illegaler Drogen verurteilt wurden, sollte Ihnen heute nicht den Zugang zur medizinischen Verwendung von Cannabis verwehren. Methadon dürfen Sie schließlich auch verwenden.

Es dürfte schwierig sein, eine Erlaubnis zur Behandlung mit Cannabisprodukten zur Substitution einer Opiatsabhängigkeit sowie zur Behandlung von Schlafstörungen zu bekommen. Dies liegt vor allem an der schlechten wissenschaftlichen Datenlage zu diesem Thema. Allerdings hat das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 19. Mai 2005 an diese wissenschaftliche Datenlage keine hohen Anforderungen gestellt. Sollten Sie einen Arzt finden, der Ihren Antrag unterstützt, so wird das BfArM diesen Antrag wegen der fehlenden klinischen Studien voraussichtlich ablehnen, auch wenn Sie alle anderen Bedingungen erfüllen sollten. Vor den Gerichten wäre diese Sache allerdings dann nicht völlig aussichtslos.

Sie haben daher recht, wenn Sie sich zunächst darum bemühen, einen Arzt zu finden, der Ihren Antrag unterstützt. Dies ist in allen anderen Systemen zur medizinischen Verwendung von Cannabis, sei es in Kanada oder in den USA, eine Mindestvoraussetzung. Da werden wir auch in Deutschland nicht drum herumkommen. Ich kann Ihnen allerdings wenig Hoffnung machen, weil viele Substitutionsärzte zwar den Beikonsum von Cannabis tolerieren, ich allerdings jetzt spontan niemanden kenne, der Ihnen bescheinigen würde, dass dieser Beikonsum für Sie aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist. Vielleicht findet sich im Umfeld des Selbsthilfenetzwerkes-Cannabis-Medizin ein solcher Arzt. Dann könnten Sie einen neuen Antrag stellen.

Viele Grüße

Franjo Grotenhermen

linuxsuse
23.03.2007, 17:33
Hallo Herr Grotenhermen,

hmh, das klingt leider nicht sehr Viel versprechend. Werde von meiner Ärztin jetzt auf jeden Fall verlangen das alles, mein Therapierverlauf etc endlich mal Schriftlich zu Bestätigen.
Es gibt auch ein Leidenbild das man nicht so leicht per Attest und Co verfassen kann.

ich sage es hilft mir sehr wenn ich Cannabis konsumiere, Beamte von ihrem Lehnsessel aus wollen es anders, besser Wissen.

Cannabiskonsum IST FÜR MICH THERAPEUTISCH SINNVOLL, UND HILFT MIR SEHR BEI MEINEM LEIDENSILD DAS NATÜRLICH SEELISCHER NATUR IST WAS ABER AUCH MEDIZINISCH IST: Im Kopf fängt ja bekanntlich alles an.
Ich dachte immer Opiat-Abhängigkeit wäre eine anerkannte Krankheit, zumindest ein Chronisches Leiden.

Bin in Kontakt mit einem sehr Erfahrenen Mitglied bei euch Namens Axel, der gerade mithilft.

hoffentlich klappt alles, weiß nicht welchen Vorteil die Behörde BfArm darin sieht wenn Leute die sich ja "ausleuchten" lassen müssen. Anträge stellen etc Quasi zu sagen
"Geh weiterhin auf die Drogenszene"

Ausserdem finde ich das das Bundesverwaltungsgericht
DAS ÖFFENTLICHE INTERESSE des Medizinischen Cannabisgebrauchs Ausdrücklich bejahte.

Dr Schinkel will leider das "nicht Öffentliche" Interesse wieder jedem der den Antrag stellt auf de Buckel binden. Und gesondert wieder jedem einzelnen sagen:
"deine Medizinische Verwendung ist Öffentliches Interesse und das nicht." :mad:
Das geht meines Erachtens so nicht
Da er auch im Übrigen immer wieder Stur, Stupide, Borniert und Selbstherrlich mit seinen ollen Ausgelutschten Argumenten kommt die vom BuVerwG doch nun Ausdrücklich abgelehnt wurden kommt, finde ich das Voraussetzungen gegeben sind über Anzeige gegen ihn Nach zudenken. Aber das ist ein anderes Thema.
Also werde auf jeden Fall von meiner Subs Ärztin jetzt mal verlangen ALLES meine ganzer Therapieverlauf „Interferon“ Behandlung etc schriftlich zu bestätigen vielleicht kann ich ihr wenigstens abringen das sie Cannabis für mich wenigsten Therapeutisch für Sinnvoll hält.
Durch meine Beantragte Mitgliedschaft im ACM versuche ich hier bei euch einen Arzt zu finden der mehr Erfahrung auf dem Gebiet hat (Und vor allem mehr Interesse)
Daran liegt es wahrscheinlich.

Meine größten Chancen werden vielleicht bei meiner Hepathitis Infektion Liegen, Interferon etc will ich nicht noch mal mitmachen müssen

Gruß Stefan

Grotenhermen
23.03.2007, 19:58
Lieber Stefan,

Ihre Erfahrungen mit Cannabis im Rahmen einer Substituitionsbehandlung werden auch von anderen Patienten geteilt. Insofern brauchen Sie mich nicht zu überzeugen. Leider zählt meine Meinung in diesem Fall wenig.

Viel Erfolg!

Franjo Grotenhermen

Systobi
27.03.2007, 18:10
Hallo, Stefan,
als ich im August 06 die Interferon-Therapie an der Uni-Klinik Kiel begann, war die Assistenz-Ärztin noch Feuer und Flamme für meinen Hinweis, ich würde Cannabis gegen die Nebenwirkungen gebrauchen. Sie wollte sogar Informationen über die entsprechend positive, klinische Studie haben.

Als es nach 6 Monaten daran ging, meinen Cannabisgebrauch im Abschlußbericht der Therapie zu erwähnen, hat sie Bedenken wegen "zensorischer Eingriffe" der Oberärzte ausgesprochen.

Letztlich hat sie mir aber den CannabisGEbrauch attestiert - statt es als CannabisMISSbrauch darzustellen.

Ich für mich jedenfalls weiß, wie Recht die Studie hat und dass
mir das Kraut geholfen hat, ein ziemliches Martyrium durchzustehen.

Gruß
Axel

P.S.
Mal an Uni-Kliniken im Süden rumtelefonieren.