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Gabi
18.12.2006, 02:28
Am 16. Dezember haben haben 8 SCM-Mitglieder und 2 Begleitpersonen,
sowie der holländische Ms-Patient, der vor kurzem wegen Eigenanbau
freigesprochen wurde, die Firma Bedrocan besucht. Bedrocan baut für das Büro für mediz. Cannabis beim holländ. Gesundheitsministerium den medizinischen Hanf an, den Patienten in holländischen Apotheken beziehen können.

Mich hatten an dem Besuch vor allem 2 Fragen interessiert. Was wir für den gemeinsamen Anbau, den wir als SCM planen, von diesem professionellen
Projekt lernen können und ob vielleicht auf Unterstützung von Seiten Bedrocans hoffen können?
Und ob der Import von mediz. Cannabis, das von Bedrocan hergestellt wird,
eine mögliche Alternative oder zusätzliche Option ist?

Schon im Vorfeld des Besuchs war ich sehr postiv davon überrascht, dass
Kathrin Höner-Snoeken, eine Mitarbeiterin des Office of Medizinal Cannabis
beim hölländ. Gesundheitsministerium ebenfalls ihr Kommen angekündigt hat, um uns umfassend zu unterrichten. Würden Mitarbeiter/innen des deutschen Gesundheitsministeriums Patienten ebenso ernst nehmen, wären wir sicher schon ein gutes Stück weiter.

Der Empfang durch das 3-köpfige Bedrocan-Team und Kathrin Höner-Snoeken
war sehr herzlich und außer uns mit selbstgebackenen Kuchen zu bewirten, haben sie sich alle Zeit genommen, die wir brauchten.

Über spezielle Informationen zum Anbau werden hoffentlich noch andere berichten. Mich hat da vor allem eins beeindruckt. Dass sie es schaffen, fast allein durch Hygiene die Pflanzen ungezieferfrei zu halten.
Überrascht hat mich, dass die Anlage bei weitem nicht ausgelastet ist.
Von stahlarmierten Backsteinwänden und Tresoren, wie das Bundesinstitut f- Arzneimittel und Medizinprodukten von Patienten fordert, war dort nichts zusehen. Trotzdem machte die fensterlose Anlage einen sicheren Eindruck und es gab bisher auch noch nie einen Einbruchsversuch.
Die Anbauer haben ihre Fachkompetenz als Gärtner, Landschaftsbauer, Journalist, die sich in die Materie reingekniet haben, erworben und werden von
ihrer Auftragsgeberin, dem Büro f. mediz. Cannabis begleitet. Jedoch nicht so, dass ein Pharmazeut quasie sein Nachtlager zwischen den Cannabispflanzen
aufschlägt, wie es die Formulare des BfArM vermuten lassen.
Kathrin Höner-Snöken, die Pharmazeutin ist, kommt bei jeder Ernte (Ernte ist alle 2 Monate) vorbei und überprüft per Augenschein die geernteten Blüten auf Ungezieferfreiheit,
sauber geschnittene Blüten ohne jegliche Stengel und das Gewicht.
Anschließend kommen Proben ins Labor um festzustellen, ob THC-und CBD-Gehalt den Forderungen entsprechen und werden bestrahlt um evtl. vorhandenen
Bakterien abzutöten.
Es werden auch andere Laborversuche gemacht, aber das hängt damit zusammen, das Bedrocan auch für Firmen produziert, die an der Entwicklung von Cannabis-Medikamenten arbeiten und neue Laborverfahren mitentwickelt,
um z.B. den CBD-Anteil zukünftig genauer bestimmen zu können. Also Dinge, die für uns ohne Belang sind.

Jede Pflanze ist durchnummeriert und ihr weiterer Werdegang wird dokumentiert. So ist problemlos garantiert, dass nachvollzogen werden kann, woran es liegt, wenn bestimmte Pflanzen vom Standard abweichen,
als auch, dass nicht einfach was verschwindet.

Abfall und der Überschuß an Ernte, der dadurch entsteht, dass eine Reserve produziert werden muß, wird als Sondermüll in der Müllverbrennung entsorgt.
Einen Sack voll wunderschöner Blüten zu sehen, der demnächst diesen Weg antritt, war schon für alle ziemlich bitter.


der Bericht wird fortgesetzt, aber jetzt geh ich erstmal schlafen

viele Grüße
Gabi

illuminati
18.12.2006, 12:18
Dankeschön Gabi,

da ich ja leider verhindert war, konnte ich nicht mitkommen.

Die holländischen Kollegen scheinen uns ja weit vorraus (geringe Auflagen, Unterstützung vom Gesundheitsamt etc.).
Wäre doch schön, wenn man sich bei der Legitimierung auf die bereits funktionierende Versorgungstaktik von Bedrocan berufen könnte (du hast jetzt nichts genaueres geschrieben, aber ich schätze mal, dass Bedrocan über die Apotheken verteilt.). Vorallem in dem Punkt, dass sich das holländische Gesundheitsamt ernsthaft mit der Problematik beschäftigt und Qualitätssicherungsmaßnahmen vornimmt.

Danke für den tollen Bericht!
Hoffentlich äussern sich noch ein paar mehr zu dem Besuch. Hätte noch einige Fragen.

Greetz Illuminati

Gabi
18.12.2006, 20:55
Kathrin Höner hat uns mitgeteilt, dass das BfArM sich beim Office of medizinal Cannabis darüber informiert hat, wie die Versorgung der Patienten in Holland geregelt ist. Sie hat das BfArM auch davon unterrichtet, dass sie sich mit uns trifft, wenn wir Bedrocan besichtigen. Es gab jedoch keine Absichtserklärungen
oder gar Verhandlungen von Seiten des BfArM in Richtung Versorgung der deutschen Patienten.
Bedrocan und das Cannabis-Büro wären aber an einer solchen Versorgung durchaus interessiert.
Eine Unterstützung des SCM beim Aufbau eines Zwecksbetriebs in Eigenregie
z.B. in Form eines Praktikums eines Gärtners des SCM bei Bedrocan, können sie sich nicht vorstellen, da sie sehr viel reingesteckt haben ihr jetziges Knowhow zu entwickeln und selbst immer um ihre Weiterexistenz bangen müssen.
Die Erlaubnis, das Mediz. Cannabis anzubauen, bekommt Bedrocan vom Gesundheitsministerium z.Z. immer nur für 1 Jahr. Wenn sie kostendeckend
arbeiten, ist eine Verlängerung von 5 Jahren in Aussicht gestellt.
Da zu Beginn des Anbaus davon ausgegangen wurde, dass die holländ. Krankenkassen die Kosten für das mediz. Cannabis übernehmen, wurde die Anlage in ihrer Größe ursprünglich darauf ausgelegt, eine große Zahl an Patienten zu versorgen.
Da in der Realität die Kostenübernahme aber die Ausnahme ist, können nur relativ wenige Patienten sich das Cannabis aus der Apotheke leisten und kaufen weiterhin lieber im Coffeeshop.
Da Bedrocan nur soviel herstellen darf, wie vom Gesundheitsministerium bestellt wird, also in den Apotheken oder für wissenschaftl. Projekte gebraucht
wird, sind Bedrocan die Hände gebunden, durch Mehrproduktion die Preise zu senken.
Dazu bedarf es einer politischen Entscheidung der Holländischen Regierung die Produktion zu erhöhen und noch besser, die Kostenübernahme durch die Kassen zu regeln.
Die Macher von Bedrocan gehen davon aus, dass sie bei einer Vollauslastung
ihrer Anlage ihr Cannabis für 3 € an die Patienten abgeben könnten.
Ein erster Schritt in diese Richtung, den Abgabepreis für Patienten zu senken, ist
die Hanfapotheke, die es seit kurzem in Groningen gibt.
Im Gegensatz zu den 5-Gramm-Endverbraucherdosen, die in die anderen Apotheken gehen, bezieht die Hanfapotheke das Cannabis in größeren Einheiten
und gibt das Cannabis für 6€ ab.
Eine weitere Hoffnung von Bedrocan ist, durch Bestellungen aus dem Ausland
die Produktion erhöhen und die Preise senken zu können. Bisher werden allerdings nur Krebspatienten in Italien im Rahmen eines wissenschaftl. Projekts
sowie seit neuestem eine finnische Apotheke mit dem Bedrocan-Cannabis versorgt. Die kanadische Regierung hat allerdings auch Interesse angemeldet,
da das Cannabis, das dort in einem Bergwerk angebaut wird, wohl keinerlei
Standards aufweist.
Das Büro für mediz. Cannabis hat bereits einen Vertriebspartner in Deutschland.
das BfArM müßte die Einfuhr „nur“ zulassen.
Der Preis würde sich allerdings unter den gegebenen Bedingungen nicht unter den 6€ der holl. Hanfapotheke bewegen.
Für Patienten, die sich z.Z. auf dem Schwarzmarkt versorgen, wäre das sicher eine Alternative. Vor allem eine gesunde, angesichts dessen, dass manche tatsächlich das mit Quarzsand versetzte Hollandgras rauchen.
Für Patienten, die hohe Dosen brauchen, von einer Minirente oder ALG2-Bezug leben, ist das m.E. aber keine Perspektive, weil unbezahlbar.

Eure Meinung zu dieser Frage interessiert mich.

Was weder die Holländer noch wir sagen konnten, ist, wieviele Patienten es überhaupt gibt, die Cannabis brauchen.
Ich finde es das sehr bedauerlich. Ich denke, je mehr Patienten beim Bundesinstitut f. Arzneimittel und Medizinprodukte einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung stellen, desto größer ist unsere Chance, dass sich endlich was ändert.
Auch wenn wir als SCM einen Antrag auf einen gemeinsamen Anbau stellen,
können wir nur für diejenigen kalkulieren und planen, die Mitglied im SCM sind und einen Antrag gestellt haben.


also, nur Mut

Gabi

encod
19.12.2006, 07:12
Moin,

Falls wer interessiert ist wie medical marijuana growrooms in Amerika ausschauen.

www.urbangrower.com

Carsten
19.12.2006, 09:59
Hallo,

alle diese Grower Videos (US/Kanada) sind von seiten der Düngerfirma Advanced Nutritiens gesponsert und entsprechen nicht dem Standard für die Produktion von med. Mar. wie sie z.B. Bedrocan hat. Es ist nicht von der Hand zu weisen, das die Firma Advanced Nutritiens, welche auch direkt (unentgeldlich) für legitime med.Grower in Kanda Growräume einrichtet, eine Düngerfirma ist, bei denen es um Etragssteigerung geht. Alle vorgestellten Produkte (Enzyme etc.) stammen von der Firma, der "Moderator" erhält ein Entgeld von "Advanced Nutrients" und es handelt sich eindeutig um eine von "Advanced Nutrients" geschickt eingefädelte Werbestrategie. Am deutlichsten wurde das beim Videodreh bei Steve Kubby (mittlerweise abgeschoben in die US), der bei der Vostellung seines Growrooms (auch in dieser Videoreihe mit dem gleichen "Moderator") sämtliche Wände mit Advanced Nutrients Postern vollkleben musste, das sieht aus wie ne Werbesäule. Auch werdet ihr nicht ein Video finden, in denen der Moderator nicht den "besten Dünger der Welt" (gääähn) anpreist.Wenn ich schon die ersten Worte der website höre : Dies ist die einzige Show, die euch zeigen wird, wie Ihr pro Lichquelle auf über 2 Pfund kommt !
Fazit : Das ist Kommerz pur , hat nix mit medizinischen Abau zu tun, sorry.
lg
Carsten

weedman
19.12.2006, 11:24
Hallo Leute.
Auch für mich war der Besuch bei Bedrocan ein Erlebnis. Ich hab schon einige Plantagen gesehen/bzw mit eingerichtet und weiss deshalb, wie schwer es ist, qualitativ hochwertiges Weed zu growen. Die sterile Umgebung mit den hochwertigen Filteranlagen haben mich schon beeindruckt. (Für Homegrower aus finazieller Sicht indiskutabel). Auch die Erntemethode (erst die ganze Pflanze trocknen und dann die Blätter abzuppeln) war für mich ungewöhnlich.
Ausserdem habe ich auf den getrockneten Blüten das Glitzern vom Harz vermisst...ist das Sorten abhängig ?
Ansonsten ein gelungener Tag, viele Infos und vielleicht für den SCM mal eine Bezugsquelle.
Grüsse aus Gronau...
weedman:cool:

illuminati
19.12.2006, 12:29
Kommerz hin oder her ... was leistet das Produkt?

Ist es wirklich für einen medizinischen Anbau geeignet etc?
Ich denke solange das Produkt medizinisch unbedenklich ist, ist es doch durchaus legitim dafür Werbung zu machen. Wir leben nun mal im Kapitalismus. Jede andere Firma, die genauso gut ist, wird wohl kaum auf Werbung verzichten.

greetz Illuminati

Carsten
19.12.2006, 12:39
Hallo,

das ist es ja grade. Wenn man sich das Produktsprektrum von Advanced Nutrients anschaut, wird schnell klar, das dort mit teils fragwürdigen Pflanzenboostern und anderen Ertragssteigern gearbeitet wird, welche u.a. Blutmehl/Knochenmehlextrakte enthalten und keinesfalls in der medizinischen Zucht Ihren Platz finden sollten.
Sonst hätte ich damit auch überhaupt kein Problem, aber grade dieser Widerspruch - medizinischer Anbau / fragwürdige Düngezusätze- ist kein guter Ansatz.
lg
Carsten

tHa EnBee
19.12.2006, 13:59
zum beitrag:
da wäre ich auch echt gerne dabei gewesen, anhand deines beitrages merkt man auch mal wie durchdacht das alles ist, dokumentation sondermüll und und und.

ich hoff mal das der sack nicht größer als ein lachsack war, wär ja sonst echt ne träne wert so ein anblick mit dem gedanken das bald alles in der deponie verbrennt.
die herrn von der müllverbrennung legen da vermutlich sogar eine sonderschicht ein nur um diesen sack seperat zu verbrennen :D :mrgreen:
allein um sowas mal zu sehn, weil riechen tun se hinterm glas eh nichts^^





Original geschrieben von weedman
Auch die Erntemethode (erst die ganze Pflanze trocknen und dann die Blätter abzuppeln) war für mich ungewöhnlich.
Ausserdem habe ich auf den getrockneten Blüten das Glitzern vom Harz vermisst...ist das Sorten abhängig ?


so ungewöhnlich its der trockenvorgang gar nicht, gibt ja mehrere arten der fementierung und meiner meinung nach ist es wirklich am besten die blätter erst dann von den blüten zu trennen wenn sie trocken sind, dauert halt nur wesentlich länger.
harzige blätter sind schon ziehmlich sorten und klima/licht abhängig.

Carsten
19.12.2006, 15:36
Hallo,

hiermit möchte ich einen kleinen Überblick über Art und Weise, wie Bedrocan Cannabis anbaut, geben. Es wird fast ausschliesslich mit Stecklingen gearbeitet, die ursprüngliche Selektion ist samenbasiert. Es handelt sich bei den Stecklingen um normale cuttings (Stecklinge), und nicht um in-vitro Stecklinge (gen.clone).Diese stecklinge werden auf 4x4 Steinwollblöcken angebaut. Der ganze Anbau findet auf Steinwolle statt. Grund dafür sind die extrem hohen Ansprüche an Keimfreiheit, die Erde nicht erfüllen kann, noch wichtiger ist aber die genauere Steuerung von pflanzenahrungspezifischen Faktoren (EC Wert, pH Wert etc.) auf Hydro (Steinwolle) , die bei Bedrocan ein "muss" ist, um ein standardisiertes Produkt m.auf Dauer gleichbleibendem Wirkstoffgehalt und Profil zu erhalten. Dies scheint auf Erde -zumindest langfristig- nicht realisierbar.
Die Räume sind nach Wachstumphasen unterteilt, also Wachstumsraum mit Müttern und Stecklingen (jeder Steckling erhält beim Setzen ein Steckettikett, welches die Pflanze bis zur Trocknung begleitet, zwecks Nachverfolgung und Verifizierung).
Es müssen recht besondere , besser gesagt aussergewöhnliche Sorten sein, schon im Wachstumsraum zeigten die Stecklinge im frühen Wachstumsstadium starke Vorblüte. Die Stecklingsblöcke werden übrigens nach dem Durchwurzeln in Töpfe mit Steinwollflocken getopft, die Bewässerung im Wachstumsraum lief per Schlauch,geführt per Hand.In einem weiterem, noch unbestücktem Raum, lag ein PE- Bewässrungsystem mit Kapillarschläuchen.
im Blütenraum blühen die Pflanzen dann in ca. 2 Monaten ab.
Bedrocan arbeitet mit 600Watt Lampen , die sehr hoch hingen, dicht an dicht. Geruchstechnisch ist eindeutig ein Geruch nach Haze/Sativa zu vernehmen.
Nach der Blüte werden die Pflanzen unten am Stamm gecuttet und kopfüber aufgehängt, die Trocknung findet unter sehr speziellen und sterilen Bedingungen statt. Luftfeuchte max. 30% bei permanenten 16 grad Celsius. Auf diese Art wird den Pflanzen in ca. 7 Tagen ausreichend Feuchtigkeit entzogen, um zur maniküre überzugehen. Diese findet ausschlielich per hand statt, Hygiene ist Wichtigkeitsgaktor Nr.1, nix wird ohne Handschuhe angefasst , z.B mussten auch alle Besucher einen Einwegoverall und Plastikschuhüberzüge anziehen. Pestizide und Fungizide oder andere Gifte finden keinerlei Anwendung. Die Zuluft wird vollständig durch Hepa/Upa Filter geleitet, welche eine sterile Zuluft garantieren, frei von Keimen und Sporen.Im Falle eines Schädlingsbefalls wird das Material / die Pflanzen vernichtet.
Nach dem Maniküren werden die sehr sauber manikürten Blüten in Grosspackungen aus Aluminium gepackt, die Abfüllung in die apothekenüblichen 5g Döschen findet in einem anderem Betrieb statt.
lg
Carsten

encod
19.12.2006, 21:10
gut zu wissen das urbarn grower gesponsert sind.

Die Räume die gezeigt werden sind aber sehr professionell eingerichtet. Da steckt viel Know-How dahinter.

Zu Bedro Can würde mich interessieren wie die Blütephase funktioniert. Ich nehme an die growen hydro? Was verwenden die für einen Dünger?

sg

tHa EnBee
19.12.2006, 22:15
zum thema "wie wird gegrowed" da antworte ich einfach mal mit einem zitat von carsten


Der ganze Anbau findet auf Steinwolle statt. Grund dafür sind die extrem hohen Ansprüche an Keimfreiheit, die Erde nicht erfüllen kann, noch wichtiger ist aber die genauere Steuerung von pflanzenahrungspezifischen Faktoren (EC Wert, pH Wert etc.) auf Hydro (Steinwolle) , die bei Bedrocan ein "muss" ist, um ein standardisiertes Produkt m.auf Dauer gleichbleibendem Wirkstoffgehalt und Profil zu erhalten. Dies scheint auf Erde -zumindest langfristig- nicht realisierbar.



über den dünger habe ich leider auch nichts gefunden, aber so viele gescheite und bekannte hydrodünger gibt es ja nicht, von dem her ist es nicht soo tragisch es nicht zu wissen.

find ich aber irgendwie auch gut das bedrocan auf ihrer homepage nicht sagen wie sie anbauen und was sie dazu alles markenmäßig benutzen. sonst würde es gleich wieder heissen das sie dazu anstiften es selbst zu machen und anleitungen darlegen.



hehe jetzt sind mir vor lauter googlen sogar meine hanfburg zugangsdaten wieder eingefallen....thx muss mich morgen mal wieder einlesen was da so zur zeit los ist :D

Piet
20.12.2006, 08:01
Hallole Gabi! Danke für dein Beitrag.Ich hätte es mir auch gern angeschaut,aber leider bin ich durch meine krankheiten oft nicht Gehfähig.Die fantastichen anbauräume und Sterielität sind schon Bewundernswert.Eines hätte mich ganz doll interessiert.Ich zum b,habe mit Erde sehr gute erfahrungen gemacht.Hatte fast keine Probleme mit Schädlingen,mußte mir kein Teuren Filter kaufen.Was daß Düngen betrifft,halte ich nicht alzuviel von Cemie und Säuren.Woh bleiben da die Naturstoffe?durch horn,Pferdemißt,asche,kalk usw,wir erhalten doch durch unsere Natur genug stoffe die verwendet werden könnten.Hier in Deuschland hätten wir selbst möglichkeiten,mit unseren Naturstoffen anzubauen(vielleicht mit anderen möglichkeiten als die Holländer).Das wissen haben wir auch.Trotzdem nochmals haben wir den andere möglichkeiten???.Gruß, ich kämpfe weiter für mein RECHT auf Eigenmedikation.Piet;)

weedman
20.12.2006, 12:48
Original geschrieben von Piet
Hallole Gabi! Danke für dein Beitrag.Ich hätte es mir auch gern angeschaut,aber leider bin ich durch meine krankheiten oft nicht Gehfähig.Die fantastichen anbauräume und Sterielität sind schon Bewundernswert.Eines hätte mich ganz doll interessiert.Ich zum b,habe mit Erde sehr gute erfahrungen gemacht.Hatte fast keine Probleme mit Schädlingen,mußte mir kein Teuren Filter kaufen.Was daß Düngen betrifft,halte ich nicht alzuviel von Cemie und Säuren.Woh bleiben da die Naturstoffe?durch horn,Pferdemißt,asche,kalk usw,wir erhalten doch durch unsere Natur genug stoffe die verwendet werden könnten.Hier in Deuschland hätten wir selbst möglichkeiten,mit unseren Naturstoffen anzubauen(vielleicht mit anderen möglichkeiten als die Holländer).Das wissen haben wir auch.Trotzdem nochmals haben wir den andere möglichkeiten???.Gruß, ich kämpfe weiter für mein RECHT auf Eigenmedikation.Piet;)

Hallo Piet.
Es geht um Schimmelsporen und die Beschaffenheit der Zusatzstoffe. Was ist drin und wie viel von was.
In NL gab es noch einen zweiten Betrieb (ähnlich wie Bedokan), der auf Erde angebaut hat. Diesem Betrieb wurde die Erlaubniss entzogen, weil im fertigen Produkt Schimmelsporen gefunden wurden...dewegen also Steinwolle.
Ich mag auch lieber Bio-Weed und würde niemals auf Steinwolle oder Kokosmatten anbauen.
Grüsse aus Gronau...
weedman:cool:

Carsten
21.12.2006, 11:21
Hallo,

wie weedman schon sagte, hat der frühere "Konkurrent" von Bedrocan (namens SIMM unter Leitung von Richard Burton, zu der Zeit belieferten SIMM und Bedrocan die Apotheken) den Anbau seiner Pflanzen auf Erde durchgeführt.Dies führte im Endeffekt dazu , das er die Lizenz verlor, da er die strengen Bedingungen nicht einhalten konnte. Auch ich bevorzuge bio und benutze nur Erde, kann Bedrocans Verhalten allerdings nachvollziehen, es geht halt nicht anders unter den Voraussetzungen, die sie zu erfüllen haben.
Über die Düngung : Bedrocan mischt seinen Dünger selber an. Das heisst es wird nicht ein Fertigdünger einer Firma benutzt, sondern die einzelnen Hauptnährstoffe N , P , K werden je nach Bedarf zusammengefügt (z.B. 200g Granulat/Lösung N mit 500g Granulat/Lösung P und 400g Granulat/Lösung K ergibt einen NPK 2.00-5.00-4.00 Dünger, Microstoffe und Spurenelemente werden natürlich ebenfalls zugefügt.So kann der Dünger an die Ansprüche der Pflanze recht genau angepasst werden.
lg
Carsten

encod
21.12.2006, 16:17
Hört sich nach Chemie pur an.

Soll aber für den Anfang nicht stören wenn die Babies gegen Ende gut gespült werden.

Bio auf Erde wäre mMn für Patienten besser. Das Problem ist halt, dass die nur schwer steril bekommt.

Was solls die werden schon wissen was sie tun.

lg

Gabi
02.02.2007, 11:45
hallo
da sich das mit der SCM-Website leider länger hinzieht als geplant, hier ein Link
zum Lagerplatz der

Bilder vom Besuch bei Bedrocan (http://inside.to/cannabis/besichtigung_dezember06/)

liebe Grüße
Gabi