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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : bevölkerung in Deutschland befürwortet Cannabis als medizin



Gabi
25.06.2006, 00:13
da ich nicht weiß, ob alle hier die IACM-News beziehen,
hier ein wichtiger Auszug daraus :D
Ich hoffe doch, dass diese Erkenntnis auch den politischen Entscheidern
ein Licht aufgehen läßt :hi:


"Mehrheit der Deutschen befürwortet medizinische
Verwendung von Cannabis

In der deutschen Bevölkerung gibt es eine breite Unterstützung
für die Verwendung natürlicher Cannabisprodukte in der
medizinischen Behandlung Schwerkranker. Auch die
Kostenübernahme einer Behandlungen mit dem
Cannabiswirkstoff Dronabinol durch die Krankenkassen
befürwortet eine große Mehrheit. Dies ist das Ergebnis einer
Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach, die im Juni
durchgeführt wurde. Am höchsten ist die Befürwortung der
Verwendung von Cannabis in der Medizin in den gebildeten
Schichten und bei Anhängern der kleineren Parteien FDP,
Bündnis 90/Die Grünen und Linkspartei. Aber auch bei
Befragten mit Hauptschulabschluss und bei Anhängern von CDU
und CSU liegt diese über 70 Prozent.

Laut Ergebnis sprechen sich 77 Prozent der Deutschen dafür
aus, eine Behandlung von Schwerkranken mit natürlichen
Cannabisprodukten, wie Marihuana oder Haschisch, zuzulassen.
Voraussetzung ist, dass der Arzt dies befürwortet, aber die
Krankenkasse die Kosten für eine Behandlung mit dem
Cannabiswirkstoff Dronabinol nicht übernimmt. Lediglich 11
Prozent würden dies verbieten. Ebenfalls 77 Prozent der
Deutschen sprechen sich dafür aus, dass die Krankenkassen die
Kosten für eine Behandlung mit dem Cannabiswirkstoff
Dronabinol erstatten, wenn begründete Hinweise für die
Wirksamkeit dieses Medikaments vorliegen. 7 Prozent waren
dagegen.

In der repräsentativen Befragung wurden im Juni 1438
Bundesbürger ab 16 Jahren persönlich zu ihrer Kenntnis und
Meinung zur medizinischen Verwendung von
Cannabisprodukten interviewt. 69 Prozent der Befragten war
die Verwendung von Cannabis oder künstlich hergestellten
Produkten mit dem gleichen Wirkstoff zu medizinischen
Zwecken bereits bekannt, während 31 Prozent davon erstmals
im Interview erfuhren.

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin
(ACM), Neunkirchen-Seelscheid, die die Studie in Auftrag
gegeben hatte, handelt es sich um die erste repräsentative
Umfrage zu diesem Thema in einem Land der Europäischen
Union. Der Vorsitzende der ACM, Dr. med. Franjo
Grotenhermen, zeigte sich über die Ergebnisse sehr erfreut,
jedoch wenig überrascht: "Bei ähnlichen Umfragen wurde in den
USA eine Zustimmung zwischen 60 und 70 Prozent, in Kanada
von etwa 90 Prozent erzielt", so Grotenhermen. "Die Menschen
können zwischen der medizinischen Verwendung von
Cannabisprodukten und ihrem Konsum zu Rauschzwecken
unterscheiden. Ich wünsche mir, dass die zuständigen Politiker
angesichts der unbefriedigenden Gesetzeslage nachdenklich
werden. Medizinische Cannabiskonsumenten sollten nicht länger
in die Illegalität gedrängt werden."

Die Befürwortung der Behandlung von Schwerkranken mit
natürlichen Cannabisprodukten ist unter den Jüngeren deutlich
ausgeprägter als unter den Älteren. Die Frage wurde in Ost und
West, von Männern und Frauen und unabhängig von religiösen
Orientierungen ähnlich bewertet. Parteipolitisch wird sie am
stärksten von Anhängern der FDP mit 88 Prozent, vor Bündnis
90/Die Grünen mit 85 Prozent und der Linkspartei mit 80
Prozent unterstützt. Anhänger der SPD sprechen sich zu 77
Prozent und Anhänger der Unionsparteien zu 72 Prozent für die
Möglichkeit der Behandlung von Schwerkranken mit natürlichen
Cannabisprodukten aus.

Die Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zu Cannabis
in der Medizin kann als PDF-Datei aus dem Internet herunter
geladen werden unter:
http://www.cannabis-med.org/german/allensbach.pdf

rüdeberta
03.07.2006, 11:10
Sollten die Krankenkassen durch Klagen dazu gezwungen werden die Kosten für Dronabinol zu übernemen, werden die Anträge auf Selbstversorgung mit nat. Cannabis sicherlich vom BfArm mit der Begründung abgelehnt das keine Studien gemacht wurden die einen Unterschied zwischen Dronabilon und der Pflanze an sich bestätigen. Sofort würden 77% der heutigen Befürworter dann sagen:" Wozu Cannabis? Dronabinol ist doch das gleiche."
Wenn es kaum gelingt med. Fachpersonal von Unterschieden zu überzeugen wie soll man dann in der breiten Bevölkerung argumentieren.

Sicherlich ist die Kostenübername von Dronabinol durch die KK. ein Schritt in die richtige Richtung aber evtl. wartet das BfArm genau auf diese Entscheidung.

Liebe Grüße:
rüdeberta

Bookster
03.07.2006, 13:52
Auf der anderen Seite, wird es dann immer schwerer zu begründen sein, warum man das Kraut nicht selbst anbauen darf, wenn man doch der Gemeinschaft jährlich zigtausend € erspart.

illuminati
03.07.2006, 14:40
Es heisst "Dronabinol"! ;)

Jeder Arzt kann der BfArm bestätigen, dass Dronabinol lange nicht soviele CB1 und CB2- Rezeptoren anspricht, wie das Cannabis was natürlich gezüchtet wird.

Viele Patienten die mit Dronabinol behandelt worden sind können das auch bestätigen (vorrausgesetzt sie haben schonmal Cannabis geraucht)

greetz illu