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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : regressforderungen



querkopf
25.03.2006, 00:24
Hallo

Läuft da bei noch jemandem was in der Richtung für schon abgerechnete behandlungen?

Habe aktuell mitbekommen das da jemanden der mal hier war einen Strick gedreht bekommt Läuft auf mehreren Ebenen ab. Also Forderungen der krankkasse und eines Krankhauses an den Patienten weil die behandlung nachträglich doch irgendwie nicht akzeptiert wird.

cya

interessiert mich nur weil ich davon nichts lese und vermute das wird nicht nur ihm so gehen.

Denis
25.03.2006, 16:23
Danke, querkopf, dass Du das Thema ansprichst!

In der nächsten Woche werde ich wieder hier hineinschauen, nachdem ich einem Klinikarzt dazu verhelfen möchte, da dieser einen "Regress in Höhe von 10.000,-- Euro (in Worten: zehntausend Euro) von einer (AOK)-Kommission hinsichtlich einer Dronabinol-Verordnung erhalten hat und ich dies -mit- regulieren muss, ansonsten werden (fast) 1000 (tausend) Schmerzpatienten NICHT mehr versorgt!!!!!

-end posting-

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__________

btw: was den Disclaimer betrifft, da können wir drüber reden (jeder Benutzer kann ihn auch individuell komplett abstellen, wenns stört..)

Denis
02.04.2006, 18:46
-no comment-

Gabi
03.04.2006, 23:16
Original geschrieben von querkopf
Hallo

Läuft da bei noch jemandem was in der Richtung für schon abgerechnete
behandlungen?



Der Arzt von Ute Köhler wurde schon vor ein paar Jahren in Regress
genommen,
wie auch ein Potsdammer Arzt, der einem Krebspatienten Dronabinol
verschrieb.
Dronabinol gehört lt. kassenärztlicher vereinigung Bayern zu den 84 am
häufigsten im Zusammenhang mit Regressforderungen aufgetauchten
Medikamenten.
Und in der zeitschrift für angewandte Schmerztherapie wurde Anfang 2004
vor Regressforderungen gewarnt
Schmerztherapeuten dürfte dies bekannt sein .
Interessant in diesem Zusamenhang - und das wissen die Therapeuten
vielleicht nicht - ist die Empfehlung des Petitionsausschusses und
die Aufforderung der Bundesregierung an den Ausschuss der Ärzte und
Krankenkassen, die Kostenübernahme für Dronabinol endlich zu prüfen.

Gruß Gabi

querkopf
04.04.2006, 09:03
thx

Denis
07.04.2006, 16:39
von Gabi

Dronabinol gehört lt. kassenärztlicher vereinigung Bayern zu den 84 am
häufigsten im Zusammenhang mit Regressforderungen aufgetauchten
Medikamenten.
Und in der zeitschrift für angewandte Schmerztherapie wurde Anfang 2004
vor Regressforderungen gewarnt
Schmerztherapeuten dürfte dies bekannt sein .
Interessant in diesem Zusamenhang - und das wissen die Therapeuten
vielleicht nicht - ist die Empfehlung des Petitionsausschusses und
die Aufforderung der Bundesregierung an den Ausschuss der Ärzte und
Krankenkassen, die Kostenübernahme für Dronabinol endlich zu prüfen.

Und was ist mit dem "Off-label-Use"?

Auch ich habe mittgeteilt, das es eine Schmerzmittelkommission geben wird!
siehe: http://cannabis-med.org/german/forum/showthread.php?threadid=386
Aber keine Resonanz (bin wohl auf ner "Ignor"-Liste gelandet... :(

LG
Denis
--

Denis
12.04.2006, 14:30
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=810386&firmaid=32151

Bundessozialgericht lässt Cannabispatienten hoffen /
THC Pharm GmbH begrüßt Urteil des BSG zur Leistungspflicht der Krankenkassen

12.04.2006 - 12:14 Uhr

Frankfurt (ots) - Die THC Pharm GmbH hat das am 4.4.2006 ergangene
Urteil des Bundessozialgerichts (Az.: B1 KR 7/05 R) zur
Leistungspflicht der Krankenkassen beim "Off-Label-Use" begrüßt.
Dadurch können auch jene Patienten hoffen, die durch eine
Verweigerung der Kostenübernahme für Cannabinoide in die Illegalität
gedrängt worden sind.

In Deutschland war Cannabis nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr
verschreibungsfähig. Seit 1998 kann aber Dronabinol, der
Hauptinhaltsstoff der Cannabispflanze verschrieben werden. Die von
Patienten gegründete Firma THC Pharm GmbH hat daher schon vor acht
Jahren Dronabinol oder Delta 9 Tetrahydrocannabinol als
Rezepturarzneimittel in Deutschland eingeführt. Die Rezeptur erlaubte
erstmals eine exakte Dosierung des Cannabiswirkstoffes als Tropfen
oder Kapseln. Ein Problem blieb aber die uneinheitliche
Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen. Unter der Hand
rieten gelegentlich sogar Ärzte Ihren Patienten, sich zur Not
Cannabis auf dem Schwarzmarkt zu besorgen.

Holger Rönitz, Geschäftsführer der THC Pharm GmbH, ist
zuversichtlich, dass lebensbedrohlich erkrankte und gleichzeitig
austherapierte bzw. unter starken Nebenwirkungen leidende Patienten
nunmehr die Therapie erhalten, die Ihnen auch tatsächlich hilft. Das
Urteil setze damit konsequent die Vorgaben des Beschlusses des
Bundesverfassungsgerichts (BverfG) vom 06.12.2005 um. Zwei Wochen
vor Weihnachten hatten die Richter entschieden, dass die gängige
restriktive Praxis der gesetzlichen Krankenkassen nicht mit dem
Sozialstaatsprinzip vereinbar ist.

Als erster Hersteller von Dronabinol als Rezepturarzneimittel in
Deutschland ist das Frankfurter Unternehmen vermehrt mit Anfragen
von Ärzten und Patienten konfrontiert, die trotz guter Ergebnisse mit
Dronabinol nicht auf die Finanzierung der Therapie durch die
gesetzlichen Krankenkassen bauen können. Das aktuelle Urteil
erschwert nun die Praxis der gesetzlichen Krankenkassen, sich bei
todkranken Patienten darauf zu berufen, die Therapie mit Dronabinol
sei noch umstritten und damit nicht finanzierbar. Der Verweis der
Leistungsträger, es läge keine Empfehlung des gemeinsamen
Bundesauschusses der Ärzte und Apotheker für Dronabinol vor, ist
insofern unverfroren, da Krankenkassen und kassenärztliche
Vereinigungen das Monopol auf Antragstellung besitzen.

"Schwerstkranke Patienten können seit acht Jahren Dronabinol
verordnet bekommen. Die Erstattung der Kosten mit dem Hinweis auf den
gemeinsamen Bundesausschuss zu verweigern, wenn man die Klärung eben
dieser Frage selbst blockiert, zeugt von Ignoranz gegenüber dem
Leidensdruck dieser Patienten", so Rönitz. Schon Ende letzten Jahres
hatte der Petitionsausschuss des Bundestages eine baldige Klärung der
Kostenübernahme für Dronabinol angemahnt und sich für die
Kostenübernahme bei Tumorkranken ausgesprochen.

Ausser zur Appetitsteigerung bei Krebs und HIV Patienten findet
Dronabinol auch als Antiemetikum bei der Chemotherapie und in der
Palliativmedizin Verwendung. Daneben wird die Substanz bei Multipler
Sklerose, Dystonien, Tourette-Syndrom und bei neuropathischen
Schmerzen eingesetzt.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Holger Rönitz
Geschäftsführer THC Pharm GmbH
Tel.: +49 69 63 80 99 17
Mob.: +49 151 16 20 49 79
homepage: www.thc-pharm.de
--

querkopf
12.04.2006, 15:19
Mit dem Off Label Use bist du wohl der einzige der zugehört hat und es sich zeigen ließ. LOL

Denis
12.04.2006, 15:26
lol, ich glaubs auch!