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auge
14.01.2006, 13:32
hallo,

mein antrag ist auf dem weg.
mal sehen, wie es weiter geht.


love and light
auge

Piet
15.01.2006, 10:58
Hallöchen,mein Antr-ist auch schon seid ca,3mon unterwegs.Meine Form, von eigenmedikation ist ganz genau zu prüfen(hatta ein Gerichtsgutachten und anders beigefühgt.Habe auch eine Gerichtsverhandlung,es geht schon eie weile)über merere Insta.Mein Schmerzen als auch meine Allgemeine Sit,sieht nicht Toll aus.ZEIT,die ich gar nicht mehr habe, soll ich mich mit All den Großen Gesetzen außenander setzen.Es geht nicht Ohne R:A:.was leider immer mit Kosten zu tun hat.Das ist ein noch anderes Tehma.Ich grüße euch aus BERLIN-Hatte eine Pflichtverteitigung mit der konnte ich nicht viel anfangen,Sie kannte sich im BTMG nicht so aus.Daher war ich gezwungen mir ein Wahlverteitiger zu nehmen*Ich spare mir jeden Monat 50 Eu. :rolleyes:

baba
25.01.2006, 17:31
Hallo,

hast Du keinen Berechtigungsschein?

1 mal kann man den einsetzen, wie Du ja sicherlich weißt..wenn man sich einen Anwalt selbst nich leisten kann.

@piet:
bist Du in schmerztherapeutischer Behandlung?

werde jetzt auch mal nen Antrag stellen..


Gruß
baba

weedman
04.02.2006, 17:49
Hallo Leute.
Hab auch einen Antrag zur medizinischen Nutzung von Cannabis gestellt und folgende Antwort erhalten:

Sehr geehrter Herr "weedman"
Ihe o.a. Antrag kann noch nicht abschliessend bearbeitet werden. Wir müssen Sie deshalb um etwas Geduld bitten. Zurzeit läuft die juristischen Auswertung deas Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes vom Mai 2005, das u.U. bei der Entscheidung über Ihren Antrag zu berücksichtigen ist.
Zur Vervollständigung der Antragsunterlagen bitten wir Sie in der Zwischenzeit, uns eine lesbare Kopie Ihres Personalausweises zu übersenden. Sie dienen zur Überprüfung der Zulässigkeit gem. § 5 Abs. 1 Nr. 3 BtMG und werden zu diesem Zweck an das Bundeszentralregiester übermittelt.
Vorsorglich weisen wir darauf hin, das wir auch im Falle eines abschlägigen Bescheides gehalten sind, Gebühren festzusetzten. Diese werden nach den Vorschriften der Betäubungsmittel-Kostenverordnung (BTmgKostV;BGBI. 1981/S. 1433 ) ermittelt und mindestens 51,13 Euro betragen.
Sollten Sie unter diesen Voraussetzungen Ihren Antrag zurückziehen wollen werden wir auf eine Kostenfestsetzung verzichten, sofern Sie uns Ihren Verzicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang diese Schreibens mitteilen.
mfG.

Was haltet Ihr davon...insbesondere der Teil mit dem Bundeszentralregiester ?
Greatings...
weedman :cool:

weedman
06.02.2006, 10:11
Hallo Günther.
Was denkst Du, wie lange dieser Juristische Definierungsprozess dauern kann ?
Dann noch ein Wort zum Bundeszentralregister...hab am Wochende mit Freunden über die Antwort gesprochen. Wäre es denkbar, das diese Daten auch irgendwie zur Führerscheinstelle gelangen und das da evtl eine MPU im Raume steht ?
Hört sich zwar weit hergeholt an...aber wer weiss ...?
Grüsse aus Gronau...
weedman:cool:

Systobi
06.02.2006, 23:14
Moin zusammen,
die Formulierung "Das Warten beginnt" hat mich sehr stutzig gemacht, zumal ich im Widerspruchsverfahren meines Antrags nun schon länger als 18 Monate auf eine Entscheidung harre. Natürlich wurden die fälligen Gebühren für den Widerspruch längst von mir bezahlt, auch wenn ich die Überweisung etwas hinausgezögert habe. Man hatte mir ursprünglich den doppelten Gebührensatz berechnet...
Auf Anfrage teilten mir die Damen und Herren Bundesopiaten mit, dies sei "ein bedauerlicher Bürofehler" gewesen...
Ich hingegen betrachte es als als bedauerlich beamteten Bürofehler, daß das BfArM erst die fällige Knete einsackt und dann trotzdem nichts tut.
Aber mit Untätigkeit kann man scheinbar auch unliebsame Antragsteller abwimmeln. Zumal, wenn bedrohliche Krankheiten das Ticken der ablaufenden Uhr immer lauter werden lassen.

Nach dem jüngsten OVG-Urteil, das ich persönlich als schallende Ohrfeige an das Bundesinstitut empfinde, stellt sich jetzt die Frage, ob die "alten Anträge" überhaupt noch bearbeitet werden oder ob die B-Farmer sich gezwungenermaßen nur der Anträge annehmen, die in ihrer Begründung inhaltlich bereits auf das jüngste Urteil des OVG abzielen.
Übrigens: Sehr viel deftigere, literarische Auseinandersetzung mit der gesamten Problematik ist in meinem Buch "Blowin`free" nachzulesen, das in den kommenden Tagen bei der HANFBURG - Hamburg - erhältlich ist. Darunter auch eine Shortstory über eine geruchsintensive Danksagung einer unter HIV- leidenden Frau, die nach Kanada emigriert, weil das BfArM nicht reagiert.
Realität und Fiktion liegen ebenso dicht beieinander, wie es diese Frau tatsächlich gibt. Oder aber den algerischen Asylanten in "Kurze Geschichte über den Tod durch Kiffen".
Rezensionen zum Buch werden voraussichtlich im HANFBLATT, GROW! und HANF-JOURNAL erscheinen.
Dr. Franjo G. wird ggfs. im Rundbrief darauf verweisen.
Preis: 10 € plus 1,10 Porto & Verpackung.

Warten?
Oder lesen und warten?

fragt
aXXL auf Sylt

P.S.
Bezüglich der Sache mit den Auskünften beim Zentralregister...:
Waren deutsche Bürokraten nicht erst vor Kurzem wegen ihrer SELEKTIONEN im Gerede?
Scheint nicht viel genutzt zu haben, den Leumund in 66 Jahren mühsam wieder aufbauen zu wollen.

auge
08.02.2006, 18:54
hallo weedman,

das selbe schreiben habe ich auch bekommen.
aber ohne den bezug auf das bundeszentralregister, ich hatte eine kopie des persos mitgeschickt.

die 4 Wochen bedenkzeit sind auch bald um.
als wenn ich das ganze nicht laengst durchdacht haette.
waere ja schoen, wenn die bfarm in den naechsten 4 wochen zu einer entscheidung kommt. mein arbeitsvertrag muss neu verhandelt werden und eine positive entscheidung der bfarm wuerde meine position erheblich verbessern.

naja, das warten geht weiter


love and light
auge

weedman
09.02.2006, 09:51
Hallo Leute.
Hatte ans BfArM die Frage gestellt, warum meine Daten mit dem Bundeszentralregiester abgeglichen werden und wer alles Zugriff auf meine Daten hat...hier die Antwort :

Sehr geehrter Herr "weedman",

Ihre Antwort mit Ihren Ausweisdaten ist hier eingegangen. Die
Beantwortung Ihrer Frage war versehentlich unterblieben. Wie wir Ihnen
am 16.1.06 geschrieben hatten, dienen Ihre Daten ausschließlich zur
Überprüfung der Zuverlässigkeit gem. § 5 Abs. 1 Nr. 3 BtMG. Zu diesem
Zweck fragen wir an Hand dieser Daten beim Bundeszentralregister (BZR)
an, ob dort rechtskräftige Verurteilungen eingetragen sind. Natürlich
werden Ihre Daten vertraulich behandelt und an keine andere Einrichtung
weiter gegeben.


Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Dr. Schinkel

Bundesopiumstelle
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn
Geschäftszeichen: 82
Tel. 0228/207-5127
Fax 01888/10 307 5127
E-Mail: schinkel@bfarm.de

...sieht nach nem neuen Trick aus...jeder der schon mal auffällig wurde ist nicht zuverlässig ...?
weedman :cool:

weedman
10.02.2006, 16:54
Original geschrieben von Günther
das was Du hier anschneidest war ja schon mal weiter oben -gepostet - !

spez. bzgl. " Zuverlässigkeitsprüfung "ist es durchaus denkbar , dass Personen welche ein - BtM Verfahren - hatten bzw. haben und hierzu wg. dealen z.B. verurteilt werden
bzw. wurden

durch das - BfArM - " negativ " beschieden werden.

Personen welche wg. Besitz oder Beschaffung ( ohne Beschaffungskriminalität ) verurteilt wurde und bei denen im Urteil bzw. Gerichtsverfahren festgestellt wurde dass eine - medizinische - Verwendung
begründet wurde , dürften vom - BfArM - schwerlich auszuschliessen sein .

Dennoch sei jedem gesagt , dass es bis dato ein herkömmlicher Ablauf üblicher Praxis darstellt hier Personen zu überprüfen /

nabend Günther.
Nein, diese Antwort hatte ich noch nicht weiter oben gepostet.
Die Frage wäre, wie soll ich wissen ob Cannabis für mich die richtige Alternative ist, wenn ich es nicht probieren darf ? (probieren wohl, aber nicht erwischen lassen...)
greatings...
weedman:cool:

weedman
11.02.2006, 14:41
Original geschrieben von Günther
möglich dass sich etwas überschnitten hat /
falls mein -Fehler - sorry.:

aber nun zu Deiner Frage.:

natürlich kannst Du - Cannabis - straffrei -konsumieren - / lt. Gesetz steht der Konsum nicht unter Strafe

da gibt es nur folgenden - Haken - zu bedenken.:

meist setzt Konsum den - Erwerb - und oder - Besitz - vorraus und genau das steht unter Strafe
....................
im Zweifel um das zu testen ob Dir - C - überhaupt hilft , na ja da musst Du halt in
die Niederlanden fahren /
das dürfte die Beste Möglichkeit sein zu testen ,ohne Para vor Polizei

Hallo Günther.
Meine "Frage" war eigentlich ironischer Natur...ich nutze Cannabis seit 1997 und hab somit meine Erfahrungen auf dem Gebiet schon gemacht. Auch mit dem Gesetz. 1999 ist meine Indoor-Plantage hochgegangen (Anschiss meiner Ex-Frau). Bei der Gerichtsverhandlung (es ging um ca 1 Kg bestes Indoor-Bioweed) hatte ich ein Attest meines Arztes dabei, das mir chronische Schmerzen bescheinigte. Darauf hin hat der Richter die Strafe halbiert. Schon 1999 lagen beim zuständigen Amtsgericht Gutachten über Cannabis zur medizinischen Anwendung vor. Das Urteil lautete ausschliesslich auf Besitz nicht auf Dealerei.
Dann werd ich mal abwarten, in wie weit diese Verurteilung in Spiel gebracht wird.
cooles Weekend wünscht...
weedman :cool:

auge
21.02.2006, 23:15
hallo,

der mann von der post ist bestimmt schon verwirrt. seit die 4 wochen bedenkzeit um sind, kann ich es nicht lassen, ihn etwas neugieriger zu erwarten.
obwohl es sich ja noch nicht lohnen kann.
die bfarm hat die juristische aufarbeitung sicher noch nicht abgeschlossen :(

sind schon informationen nach aussen gedrungen, ob die bfarm eher dahin tendiert, die sache in die laenge zu ziehen oder doch dazu neigt, die medizinische verwendung von cannabis in absehbarer zeit vernuenftig zu regeln ?


love and light
auge

rüdeberta
22.02.2006, 15:47
Hi Auge

Auch mein Antrag dödelt im behördlichen Selbstfindungsprozess vor sich hin.

Das wird noch ein weilchen dauern.

Was mir übel aufstösst ist die Kostenfestsetzung von
MINDESTENS 51,13 €
mit Ablauf der 4 Wochen Wartezeit haben wir uns mit mindesstens 51,13€ einverstanden erklärt aber nach oben keine Grenze gesetzt.

Im Koalitionsvertrag unserer neuen Regierung steht
Zitat:
"Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte soll in eine moderne Deutsche Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur umgebaut und damit eine international konkurrenzfähige Zulassungsagentur werden. Hierfür werden wir zügig den
Gesetzentwurf einbringen.
Zitat Ende

Hoffentlich finanzieren wir mit unsen Anträgen der "neuen" Agentur nicht die gläserne Aufzuganlage.

auge
22.02.2006, 19:41
hallo Rüdeberta,

dass der antrag etwa 50 euro kosten soll wusste ich vorher.
nur die 4 wochen "bedenkzeit" haette ich nicht erwartet.
moeglicherweise rechnet die bfarm mit nicht ernstgemeinten antraegen und versucht sie so auszusieben.
vielleicht wollen sie uns auch nur einschuechtern.

was genau der grund ist, laesst sich wohl am ehesten an der motivation der bfarm erkennen, und die wird sich daran zeigen, wie und in welcher zeit die bfarm das thema behandelt.
sollte sich die sache in die laenge ziehen, tendiere ich zur zweiten erklaerung :(


love and light
auge

rüdeberta
14.03.2006, 19:25
Hallo Forum

Wie schon weiter oben geschrieben sumpft mein Antrag so vor sich hin.
Obwohl ich der Behörde geschrieben habe, das ich keine " Bedenkzeit" benötige da der Antrag durchaus ernst gemeint war, sind die 4Wochen mehr als vorbei.
Nicht mal die von mir nachgefragte Kontonummer zum Überweisen der Gebühr wurde mir mitgeteilt.

Wat nu?
Soll ich mich nun auch erst beim Bundesgesundheitsamt (als übergeordnete Dienststelle) beschweren um wie ein anderes Forenmitglied auch wieder auf eine Antwort zu warten die nicht kommt?

Oder Klage einreichen wegen unterlassener Hilfeleistung und Untätigkeit?
Wäre einer der anderen Wartenden evtl. bereit bei einr Sammelklage mitzumachen?
( An dieser Stelle würde ich gerne mal wissen wieviele Leute überhaupt einen Antrag gestellt haben.)

Noch eine Möglichkeit wäre ganz einfach die Lampen wieder anzumachen und... Was kann schon passieren? Ich bin immer noch krank. Mein Gerichtsverfahren scheint in der Berufungsinstanz eingefroren, es gibt weiterhin kein anderes Medikament welches mir so hilft wie Cannabis.Die Behörden glänzen durch Untätigkeit.

illuminati
15.03.2006, 15:20
Das ist ja assozial !!!:mad:
Die wollen also noch nicht mal Geld für ihre Arbeit ... da würde ich mich mal Fragen ob die da überhaupt was bearbeiten ... Wenn ich arbeiten gehe sorge ich doch auch dafür dass ich bezahlt werde oder..?

Da ist doch was faul ...

So nun zu meiner eigendlichen Frage:
Ich habe Morbus Crohn und will auch so einen Antrag stellen

Mein Problem : wie viel kostet es insgesamt ? (50€ habe ich gelesen)

und wird man in irgendeinsterweise vom gericht oä vorgeladen oder muss man überhaupt keine Gerichtsverhandlung durchgehen ...
THX ILLu

und viel Glück bei deinem Antrag *daumendrück* *ganzfest*

rüdeberta
15.03.2006, 15:50
Hallo illuminati
Natürlich mußt Du dich nicht erst von einem Gericht wegen Deiner Medizin verknacken lassen.
Du mußt einen Arzt haben der für Deine Krankheit Cannabis als sinnvoll bescheinigt. Zudem müssen die gängigen (zugelassenen) Medikamente an Dir ohne Erfolg ausgetestet worden sein.

Zu den Kosten

Die veranschlagten Kosten von 51,etwas Euro sind vorläufig das heist für mich eigentlich nur das es mit Sicherheit teurer wird.

illuminati
16.03.2006, 07:07
Bei mir ist eigendlich jedes Kriterium erfüllt ...
Aber da ich in letzter zeit viel um die Ohren hab muss ich erst herrn grotenhermen anschreiben dass er mir solch eine Bescheinigung zuschickt ...

und ich bekomme garantiert keinen Prozess oä? ich habe 0 Geld um sowas zu finanzieren und noch weniger lust dass jeder es mitbekommt ...

illu

illuminati
19.03.2006, 12:40
Ok damit haben sie sehr wahrscheinlich recht. Ich werde mich umgehend schriftlich an meinen Arzt wenden und hoffen dass er mir so eine "Bescheinigung" ausfüllt ohne dass ich dort erscheinen muss... weil ich ziemlich weit entfernt wohne.
Werde mich melden wenn ich die Bescheinigung habe

Carsten
02.04.2006, 20:58
Hallo,

Gutachten bez. der medizinischen Indikation von Cannabis bei entsprechenden Erkrankungen sind über das nova Insitut zu erhalten. Eine persönliche Vorstellung ist meist nicht notwendig, wenn ausreichende Dokumente und Unterlagen (Krankenhausberichte, Arztberichte etc...) vorliegen, dann frag doch mal über den ACM an, am besten sprichst du direkt mit Dr. Franjo Grotenhermen.
mfg
Carsten

illuminati
03.04.2006, 12:17
Hallo Carsten !

Ich habe Herr Grothenhermen angeschrieben und er hat gemeint, dass es nicht unbedingt notwendig wäre so ein gutachten beizulegen da es noch nicht mal bewiesen ist ob es überhaupt etwas bringt ...

Ich soll meinen Krankenhausbericht als einzige Anlage mitschicken ... dass würde aussreichen.

Aber kannst du mir mal den Link zu diesem Institut schicken ? Muss ich denen auch einfach nur meinen Krankenhausbericht zusenden und dann bekomme ich Informationsmaterial oder wie soll ich mir das vorstellen :confused: :smoke:

Carsten
03.04.2006, 21:33
Hallo,

das Nova Institut für Ökologie und Innovation befindet sich in Hürth (nova-Institut GmbH , Goldenbergstr.2 , 50354 Hürth, www.nova-Institut.de) , und das Nova Institut beauftragt Franjo mit der Gutachtenfertigung , (Franjo bitte berichtige mich wenn ich hier was falsches sag). Also brauchst Du Dich nicht extra ans Nova Institut wenden , wenn Du eh schon mit Franjo in Kontakt getreten bist. Das mit der Zusendung der ärztlichen Unterlagen war bei der Anfertigung meines Gutachtens identisch. Ob Du ein Gutachten benötigst, musst Du im Endeffekt selber entscheiden.
In meinem Fall hatte es sich als richtig erwiesen, ein Gutachten anzufertigen (ging aber um ein Strafverfahren). Ich habe nun auch einen Antrag gestellt. Bin mal gespannt , wie reagiert wird , insbesondere was die "Zuverlässigkeit" betrifft. Auf einer Seite wurde ich vom Landgericht verurteilt und habe nach Strafreduzierung das Strafmass akzeptiert, auf der anderen Seite steht in meinem Gerichtsurteil ausdrücklich geschrieben , das das Gericht dem Angeklagtem keine Handlungsalternative zum Cannabiskonsum aufzeigen konnte...
grüße
Carsten

illuminati
04.04.2006, 11:21
Achso ich glaube wir haben da ein bisschen aneinander vorbeigeredet!
Herr Dr. Grotenhermen hat mir auch angeboten so ein Gutachten auszustellen ... nur das ganze würde mich 150€ kosten und ich habe gerade mal so die 50€ über um den Antrag überhaupt zu stellen!
Is halt alles ein bisschen Scheisse! :mad:
Finde es schon ungerecht dass man als Schüler 200€ aufbringen muss um sich von der ungerechten Illigalität zu befreien (falls ich überhaupt den Antrag bewilligt bekommen)
achso falls ich es noch nicht erwähnt habe ich habe Morbus Crohn...
Lg Illuminati

04.04.2006, 14:11
Hallo,

vielleicht kurz eine Erläuterung zu den Gutachten, die ich erstelle. Ich bin gleichzeitig Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin und wissenschaftlicher Mitarbeiter des nova-Instituts.

Bis etwa zum Jahre 2001 habe ich für alle Personen, die von Cannabisprodukten medizinisch profitieren und in diesem Zusammenhang Probleme mit der Justiz bekommen haben, oder wenn Cannabiskonsumenten Probleme im Zusammenhang mit ihrer Fahreignung oder Fahrtüchtigkeit bekamen, kostenlos Gutachten erstellt. Seit dem Jahre 2001 erstelle ich solche Gutachten nur noch kostenlos für Mitglieder der ACM. Dies ist einer der Vorteile, die Mitglieder der ACM durch ihre Mitgliedschaft genießen.

Alle anderen zahlen für ein Gutachten vom nova-Institut einheitlich 150 Euro. Einige Gutachten verursachen wenig Arbeit, vor allem, wenn ich auf frühere Gutachten zurückgreifen kann, für andere benötige ich mehr Zeit, wenn es sich um komplexe Sachverhalte handelt. Auf diese Weise organisiere ich eine solidarische Unterstützung für sonst sehr teure Gutachten. Ich bin mir darüber im Klaren, dass auch 150 Euro für viele Personen viel Geld ist, aber auch meine ehrenamtliche Tätigkeit zum Thema Cannabis hat seine Grenzen.

Viele Grüße

Franjo Grotenhermen

Carsten
04.04.2006, 16:40
Hallo,

ich kann Günther und Franjo nur Recht geben, für Dich als Schüler etc. sind 200€ sicherlich eine Menge Geld - für mich auch - , aber für ein Gutachten sind 200€ sicherlich nicht zu viel verlangt, wenn man bedenkt, wieviel Arbeit in einem Gutachten steckt , desweiteren sind die Preise bei anderen Gutachtern wie Günther schon sagte weit höher. Das Gutachten fällt sicherlich je nach Auftragslage/Vorgeschichte unterschiedlich umfangreich aus ( bei mir waren es 13 volle Din A4 seiten), und die Gutachten sind derart fundiert das ich daran zweifle, das es im deutschsprachigen Raum einen kompetenteren Gutachter als Franjo - in Bezug auf Cannabis als Medizin - gibt.
Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit für Dich als Morbus Crohn Patient eine Schmerzklinik aufzusuchen , welche bez. Dronabinol/Cannabis positiv ansprechbar ist und dort von einem Arzt die eventuell notwendige Medikamention attestieren zu lassen.
grüße
Carsten

illuminati
04.04.2006, 21:14
ja ich wollte ja weniger euch als ehrenamtliche mitarbeiter bzw. sogar leiter anpöbeln. es ist halt traurig soviel bürokratie im wege zu haben ... das macht frust...

wie schon gesagt werde ich jetzt einen antrag mit meinem krankenhausbericht stellen ... mal sehen was sich so ergibt!

Sry , Illuminati:hi:

rüdeberta
05.04.2006, 09:25
Hallo Illu

Zitat Dr. Grotenhermen :Seit dem Jahre 2001 erstelle ich solche Gutachten nur noch kostenlos für Mitglieder der ACM. Dies ist einer der Vorteile, die Mitglieder der ACM durch ihre Mitgliedschaft genießen. Zitat Ende.

Was hält Dich davon ab dem Verein beizutreten?
Stell Deinen Antrag einfach erst mal mit Deinem Krankenhausbericht. Der landet sowiso erst mal in der Warteschleife. Zeitgleich trittst Du in den ACM ein.
Falls dann später ein anderes Gutachten notwendig sein sollte siehe Zitat.

An Alle

Jeder hier im Forum der noch kein Mitglied im ACM ist sollte noch mal bei sich ganz persönlich nachschauen und prüfen, ob er/sie sich nicht einen Ruck geben kann und dem Verein beitritt.

Auch und erstrecht wenn Ihr (noch) kein Gutachten braucht.


...ganz viel Sonne für Euch alle.

illuminati
08.04.2006, 13:25
ich denke dass ich es so machen werde !

ich stelle meinen antrag mit meinem krankenhausbericht...
dann werde ich bei der ACM beitreten ...

warten bis der antrag bearbeitet wurde und falls er mit der Begründung zurückkommen sollte, dass kein ärztl. Gutachten gefertigt wurde... werde ich dieses anfertigen lassen und erneut einen Antrag stellen ...

Wie denkt ihr stehen meine Chancen?
Ich meine wie ich mitbekommen habe gibt es nur 29 Patienten bei der Hanf Apotheke!

und ich bin einer der 11 der auf der Warteliste für ne Patenschaft steht!

Ohne dass bei mir die Vorraussetzungen erfüllt wären, wäre ich jetzt sicher nicht Patient der HA.

Sollte ich das vielleicht irgendwie in dem Antrag erwähnen oder ist es gerade zu empfehlen so etwas unerwähnt zu lassen?
MFG Illu:hi:

querkopf
12.04.2006, 14:19
Hallo

Vielleicht antwortet der fachman mir auch mal. Ich würde beitreten aber ich erwarte dann bei Problemen unterstützung in Bezug auf Drogensubstution. Soll heißen bekomme ich als Ex Junkie der mit 18 körperlich im Arsch war von Franjo ein gutachten das hanf mir hilft mein leben zu bewerkstelligen?
Habt ihr auf dem gebiet erfahrung und wie sieht es vor gericht aus. Bringt mir euer Gutachten etwas oder schadet es mir nur weil die dann auch an den füherschein denken werden und es vielelicht Folgen für Harz4 hätte.

Also ich bleibe lieber illegal als legal der Arsch ohne Auto und ohne Ausicht auf Arbeit zu sein.

cya

medizische Akten zu meiner Drogenkarriere gibt es nicht denn ich bin nicht aufgefallen. Bullenakten darf es nicht mehr geben und ich will ganz bestimmt nicht die Sache tief und nachverfolgbar ausgraben. Die Strafe habe ich zwar schon bekommen aber zu der Zeit hatte das ganze noch keine Folgen für den Strassenverkehr.

12.04.2006, 20:40
Hallo Querkopf,

zunächst einmal wurde die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der sich Patienten, Ärzte und andere Interessierte gemeinsam für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die medizinische Verwendung von Cannabisprodukten einsetzen können. Die ACM wurde also nicht gegründet, um individuelle Sonderinteressen einzelner Mitglieder zu befriedigen.

Die einzelnen Mitglieder haben aber dennoch etwas von ihrer Mitgliedschaft, beispielsweise die Erstellung von Gutachten. Ob ein einzelnes Gutachten von einem Richter, einem Staatsanwalt oder einer Führerscheinbehörde berücksichtigt wird, kann vorher nicht abgeschätzt werden. Grundsätzlich ist es im Bereich der medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten schwierig, Prognosen zum Ausgang von Gerichtsverfahren oder zur politischen Entwicklung zu machen.

Zu der konkreten Problematik: Es gibt eine lange Tradition der Substitution mit Cannabisprodukten, so dass hier ein gewisser Erfahrungsschatz vorliegt. Leider gibt es bisher zu diesem Thema keine klinischen Studien. Es ist daher möglich, ein entsprechendes Gutachten zu erstellen, dessen Argumentationsbasis aber schwach ist.

Ihr Posting macht auf mich einen Eindruck von Aggressivität, ohne dass ich dafür einen Anlass erkennen kann. Ihr Name scheint Programm für Ihr Auftreten zu sein. In der ACM geht es jedoch um ein möglichst solidarisches Handeln, so dass Sie dort vielleicht nicht richtig aufgehoben sind.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Franjo Grotenhermen

Gabi
13.04.2006, 00:32
Original geschrieben von illuminati
[Ich meine wie ich mitbekommen habe gibt es nur 29 Patienten bei der Hanf Apotheke!

und ich bin einer der 11 der auf der Warteliste für ne Patenschaft steht!

Ohne dass bei mir die Vorraussetzungen erfüllt wären, wäre ich jetzt sicher nicht Patient der HA.

Sollte ich das vielleicht irgendwie in dem Antrag erwähnen oder ist es gerade zu empfehlen so etwas unerwähnt zu lassen?
MFG Illu:hi: [/B]

hallo Illuminati

wie vorgehen, ist schwierig zu raten,da es keine Erfahrungswerte gibt. Die Hanfapotheke würde ich aber nicht unbedingt ins Feld führen. Ich seh das auch so, wie die anderen, dass es nicht notwendig ist, dass alle Antragsteller ein Gutachten beischleppen.
Das kann ja kein Mensch verlangen, dass Patienten das alles finanzieren.
Die Bestätigung des eigenen Arztes ist sicher ausreichend. Ich würde Forschungsergebnisse dazulegen und mich in deiner Situation auf die Ergebnisse im Prozess von Michael Grosse beziehen, wo die Frage Cannabis bei Morbus Crohn ja ausführlich behandelt wurde.
Ich gehe eh davon aus, dass die seit Jahren laufenden Anträge und Verfahren als erstes behandelt werden und Normen setzen.
Für das Gesrpräch mit deinem Arzt was diesen Antrag betrifft, kannst Du Dir vom ACM einen offen Brief an die Ärzte zumailen lassen, der den Sinn und Zweck erläutert und die Ärzte um Unterstützung bittet.

viel Glück
Gabi

Carsten
13.04.2006, 01:26
Hallo illuminati,

sicherlich hast Du schon - wie von Gabi erwähnt - von dem Gerichtverfahren von Michael Grosse aus Berlin gehört, der ebenfalls an Morbus Crohn leidet, Du kannst ja über seine webside www.cannabisprozess.de Kontakt mit ihm aufnehmen und dich informatorisch noch mal austauschen, was Ärzte,Kliniken und Erfahrungsberichte/Fallstudien etc. bez. Dronabinol/Cannabis betrifft. :

Hier nochmal der Auszug aus der S.Z. von 11/2003 bez. Grosses Gerichtsverfahren :


Berliner Richter erlaubt einem Kranken den Anbau und die Verwendung von Cannabis!

Am 27.11.03 erhielt ein Patient mit Morbus Crohn die richterliche Erlaubnis zu Anbau und Verwendung von Cannabis. Richter Michael Zimmermann vom Berliner Amtsgericht urteilte, dass sich der Angeklagte Michael Grosse in einer Notstandslage befunden habe und die medizinische Verwendung von Cannabis daher gerechtfertigt sei. Der Staatsanwalt verzichtete darauf, Berufung einzulegen. Damit ist das Urteil rechtskräftig, und zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren darf ein Patient in Deutschland Cannabis zu medizinischen Zwecken anbauen und konsumieren.

... Herr Grosse leidet seit 21 Jahren an einer entzündlichen Darm-Erkrankung, die Gewichtsverlust, Durchfälle und Krämpfe im Bauchraum verursacht. Im Jahre 2002 hatte ein anderer Richters des Amtsgerichts ihn zu einer fünfmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt, das Berufungsgericht hatte das Urteil jedoch aufgehoben und das Amtsgericht aufgefordert, die Umstände der Tat zu berücksichtigen.

Am 27. November erklärte Grosses Hausärztin dem Gericht, dass sich seine Gesundheit durch die Selbstbehandlung deutlich gebessert habe. Zwei vom Gericht geladene Sachverständige, Dr. Rommelspacher, Professor für Pharmakologie an der Freien Universität Berlin, und Dr. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, bestätigten, dass Cannabisprodukte hilfreich bei Appetitverlust mit Gewichtsverlust und schmerzhaften Krämpfen sein können. Dr. Grotenhermen wies zudem auf die entzündungshemmenden Eigenschaften der Cannabinoide hin. Schmerzhafte chronisch- entzündliche Zustände stellten einen möglichen medizinischen Anwendungsbereich von Cannabis dar. ...
lg
Carsten

illuminati
13.04.2006, 11:24
Original geschrieben von Gabi
Die Hanfapotheke würde ich aber nicht unbedingt ins Feld führen.

> Ok

Ich seh das auch so, wie die anderen, dass es nicht notwendig ist, dass alle Antragsteller ein Gutachten beischleppen.
Das kann ja kein Mensch verlangen, dass Patienten das alles finanzieren.
Die Bestätigung des eigenen Arztes ist sicher ausreichend.

> Hab ja ne ärtzl. Bestätigung dass ich Morbus Crohn habe...

Ich würde Forschungsergebnisse dazulegen und mich in deiner Situation auf die Ergebnisse im Prozess von Michael Grosse beziehen, wo die Frage Cannabis bei Morbus Crohn ja ausführlich behandelt wurde.

> Siehst du darauf wäre ich gar nicht gekommen... mir ist der Prozess und das Urteil sehr wohl bekannt gewesen aber ich wusste noch nicht einmal ob ich so ein Urteil mitschicken sollte um meine Situation bzw. um meinem Bedürfniss Gewicht zu verleihen..

Bei mir helfen die Medikamente auch nichts! Im Moment (schwarz.versorgung) komme ich schon über ein halbes Jahr ohne Kortison aus und konnte mein Gewicht halten !
Das ist für mich wie ein Wunder (betrachtet man das Jahr davor)
Das eine Behandlung mit Cannabis bei mir zu Erfolgen führt ist also ausser Frage!



Für das Gesrpräch mit deinem Arzt was diesen Antrag betrifft, kannst Du Dir vom ACM einen offen Brief an die Ärzte zumailen lassen, der den Sinn und Zweck erläutert und die Ärzte um Unterstützung bittet.
> ich bin mir leider nicht sicher mit meinem Arzt ... er reagierte bereits allergisch gegen das wort dronabinol
von daher sehe ich darin keinen pos nutzen !

viel Glück
Gabi

>Danke kann ich gebrauchen ... und auch vielen Dank an Carsten


-EDIT- oops im zitat stehen meine antworten ... sry :D

@Carsten ... der Fall von Michael Grosse war doch schon etwas anders.
Wurde er nicht erst zum x-ten mal erwischt bevor er von einem Gericht die Berechtigung zugesprochen bekommen hatte?
bei mir ist es ja noch nicht zu spät ... deswegen brauche ich ja dringendst den Antrag...

Carsten
13.04.2006, 15:44
Hallo,

der Auszug bezüglich Michael Grosse stammt aus der Süddeutschen Zeitung und stimmt nach einem früheren Gespräch mit Michael so schon, das Gespräch war vor ca 1,5 Jahren . Er wurde nicht wegen mehrerer Vergehen, sondern nur einmal angeklagt, was sich dann aber durch verschiedene Gerichtsinstanzen zog, bis es schliesslich zu dem abschliessendem Urteil kam.
Vermutlich verwechselt Du den Fall mit Michael aus Mannheim (Gabis Lebensgefährte), der nach langem Kampf freigesprochen wurde und dem auch sein zuvor beschlagnahmtes Cannabis von der Staatsanwaltschaft zurückgegeben wurde.
lg
Carsten

tHa EnBee
18.04.2006, 23:31
kann mich da nur illuminati anschließen was die ganze sache mit dem antrag angeht.

ich bin wegen mc sogar arbeitslos geworden und bekomme jetzt keinen job mehr ber der momentanen lage in deutschland auf dem arbeitsmarkt. da bleibt mit mit meinen ~480€ inkl untermiete nicht gerade viel um das alles zu bezahlen. bin echt mal gespannt wie ich das machen soll. mit dem unterschied das gerade ein verfahren gegen mich läuft wegen cannabis in dem ich mich aber ausführlich mit eltichen unterlagen und gerichtsurteilen auf meine krankheit berufen habe.


die sache ist einfach die da gibt man dann zwischen 100- und XXX- Euro aus mit dem großen risiko das es umsonst ist da es abgelehnt wird :(

Carsten
19.04.2006, 00:23
Hallo,

im Falle einer Antragstellung müsst Ihr doch nicht unbedingt sofort ein Gutachten vorlegen. Ich würde einfach Informationen arztlicher Berichte (Krankenhaus etc.) beilegen, welche die Krankheit belegen. Sollte sich das Ganze dann in eine positive Richtung entwickeln und Ihr kein Formablehnungsschreiben erhaltet, habt Ihr immer noch die Möglichkeit , ein Gutachten nachzureichen, das sollt als Ersteingabe doch ausreichend sein, wenn man sich die 150€ (für ein derart fundiertes Gutachten extrem günstig) für das Gutachten nicht leisten kann oder - aus welchen Gründen auch immer - nicht Mitglied im ACM werden will. Solidarischer gehts doch nun wirklich nicht mehr, denn ACM Mitgliedern werden die Gutachen bei Notwendigkeit gestellt.
mfg
Carsten

weedman
09.07.2006, 10:27
Hallo Leute.
Hier die Antwort vom BfArM.

Antrag zum Umgang mit Cannabis zu medizinischen Zwecken

Sehr geehrter Herr weedman,

aufgrund des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 19.5.2005 (Az. 3 C 17.04) sind wir gehalten, Angaben und Unterlagen, die gemäß § 7 BtMG einem Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 3 BtMG beizufügen sind, abzufragen. Erst nach Berücksichtigung dieser Angaben und Unterlagen ist die Einzelfallentscheidung zu treffen, ob im vorliegenden Fall die Sicherheit und Kontrolle des Betäubungsmittelverkehrs gewährleistet ist bzw. ob aus einem der in § 5 BtMG aufgezählten Gründe die beantragte Erlaubnis versagt werden muss.

Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir noch die nachgenannten Angaben und Unterlagen erbitten, unabhängig von der vorhandenen Datenlage:

Welche Mengen Cannabis werden innerhalb eines Jahres benötigt? Wie und aufgrund welcher Umstände wurde die Gesamtmenge berechnet? Im Falle, dass Cannabis vor dem Konsum noch bearbeitet wird, ist eine Beschreibung des Herstellungsganges erforderlich mit Angaben zu Art und Menge der Ausgangsstoffe oder -zubereitungen sowie der Zwischen- und Endprodukte, auch wenn Ausgangsstoffe oder -zubereitungen, Zwischen- oder Endprodukte keine Betäubungsmittel sind.

Eine Beschreibung der Räumlichkeiten, in denen Cannabis aufbewahrt werden soll sowie Angaben zu den Vorkehrungen, die gegen eine Entwendung getroffen werden (siehe hierzu unsere Richtlinien über Maßnahmen zur Sicherung von Betäubungsmittelvorräten, die wir

in Kopie beifügen). Auch für die Aufbewahrung von Cannabis sind -abhängig von der voraussichtlich benötigten Jahreshöchstmenge -Sicherungsmaßnahmen gern. unserer Richt- linien erforderlich.

Obgleich die Erlaubnis erst bei Vorliegen geeigneter Nachweise über das Vorhandensein ausreichender Sicherungsmaßnahmen erteilt werden kann, empfehlen wir dringend, Investitionen für Sicherungsmaßnahmen erst dann zu tätigen, wenn Sie von uns eine Mitteilung erhalten haben, dass weitere Hindernisgründe einer Erlaubniserteilung nicht entgegenstehen.

Irn Falle eines Erwerbs von Cannabis Namen und Anschrift des Abgebenden, der nach dem Arzneimittelgesetz zum Inverkehrbringen von Cannabis berechtigt sein und irn Falle einer Genehmigung Ihres Antrages eine betäubungsmittelrechtliche Erlaubnis zur Abgabe beantragen müsste. Sofern beabsichtigt ist, Cannabis zu importieren, machen wir vorsorg- lich darauf aufmerksam, dass für jede einzelne Einfuhr eine Importgenehmigung gern. § 11 BtMG benötigt wird.

Im Falle eines Anbaus von Cannabis Angaben zur Anbausorte sowie der Bezugsquelle, zur Größe der Anbaufläche, eine detaillierte Beschreibung der Örtlichkeit sowie der siche- rungsmaßnahmen, mit denen die Entwendung von Pflanzenteilen von der Anbaufläche verhindert werden soll.

Im Falle eines Anbaus ist zusätzlich eine Beschreibung des Ernte- und Trocknungsvorganges erforderlich.

Zum Umgang mit Betäubungsmitteln ist ein Nachweis über die erforderliche Sachkenntnis erforderlich. § 6 BtMG zählt auf, wie dieser Nachweis erbracht werden kann. Teilen Sie uns bitte mit, ob Sie selbst diesen Nachweis erbringen können (unter Beifügung einer beglaubigten Kopie des Ausbildungsnachweises) oder welche Person als Verantwortlicher für Anbau bzw. Erwerb sowie Lagerung und ggf. auch Verabreichung benannt wird. Von dieser Person erwarten wir ebenfalls einen Nachweis der erforderlichen Sachkenntnis unter BeifÜ- gung einer beglaubigten Kopie des Ausbildungsnachweises sowie eine Erklärung auf dem anliegend beigefügten Formblatt darüber, ob und aufgrund welcher Umstände diese Person die ihr obliegenden Verpflichtungen erfüllen kann. Zusätzlich benötigen wir von dieser Person eine lesbare Kopie des Personalausweises. (Die persönlichen Daten dienen zur über- prÜfung der Zuverlässigkeit gern. § 5 Abs. 1 Nr. 3 BtMG. Sie werden zu diesem Zweck elektronisch gespeichert und an das Bundeszentralregister übermittelt.)

Ein aussagekräftiges Gutachten Ihres behandelnden Arztes, welches insbesondere Anga- ben zu folgenden Punkten enthält:

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Steht zur Behandlung der Erkrankung ein gleich wirksames zugelassenes Arzneimittel zur Verfügung?

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Welche Vorgaben empfiehlt der behandelnde Arzt hinsichtlich der Art der Anwendung (orale Anwendung, rauchen oder inhalieren, Bäder etc.), der THC- Konzentration der anzuwendenden Zubereitungen sowie der Dosierung und Häufigkeit der Anwendung?

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Unter Bezugnahme auf einschlägige wissenschaftliche Literatur eine Nutzen- /Risiko-Analyse -und zwar allgemein sowie speziell bezogen auf Ihre Person -, ob und wie weit der mögliche Nutzen eines Therapieeinsatzes von Cannabis eine gesundheitliche Schädigung und andere Risiken rechtfertigt.

Das dem Antrag beigefügte Gutachten geht leider auf die vorgenannten Fragestellungen nicht ein.

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand ist Dronabinol, das seit gerau- mer Zeit in Deutschland als Rezeptursubstanz erhältlich ist und auf BtM-Rezept verschrie- ben werden könnte, zumindest gleich wirksam wie Cannabis. Wir benötigen deshalb eine innerhalb der letzten drei Monate ausgestellte Bescheinigung der zuständigen Krankenkas- se, dass eine Verschreibung von Dronabinol in Ihrem Fall auch nach dem inzwischen er- gangenen Urteil des Bundessozialgerichts vom 4.4.2006 (Az. B1 KR 7/05 R) nicht über- nommen würde.

4114 (4.04)
Richtlinien
über Maßnahmen zur Sicherung von Betäubungsmittelvorräten

Nach § 15 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) hat jeder Teilnehmer am Betäubungs- mittelverkehr die in seinem Besitz befindlichen Betäubungsmittel gesondert aufzubewahren und gegen unbefugte Entnahme zu sichern.
Nach den derzeitigen sicherungstechnischen Erkenntnissen ist eine ausreichende Sicherung gegen eine unbefugte Entnahme von Betäubungsmitteln grundsätzlich nur gewährleistet, wenn die dafür vorgesehenen Behältnisse oder Räumlichkeiten mindestens den unter Ziffer 1 oder 2 genannten mechanischen Anforderungen genügen.

2
Aufbewahrung in Schränken
Wertschutzschränke haben mindestens dem Widerstandsgrad I nach EN 1143-1 zu entsprechen. Wertschutzschränke mit einem Eigengewicht unter 1.000 kg sind entsprechend der EN 1143-1 zu verankern. Sog. Einmauerschränke sind in eine ge- eignete Wand fachgerecht einzubauen.
Aufbewahrung in Räumen
Wird anstelle von Schränken eine Raumsicherung bevorzugt, sind als Raumab- schluss Wertschutzraumtüren mit einem Widerstandsgrad III oder höher nach EN 1143-1 zu verwenden.
Wände, Decken und Fußböden von neu zu erstellenden Räumen sind
.mit Klinkermauerwerk (KMZ 2 in einer Stärke von 240 mm mit beidseitigem Baustahlgewebe N 141 (untereinander verbunden) und 30 mm Zementputz (1 :3) sowie Bandstahl-(25/2)-einlagen in den Fugen Q.Q.§.[
.aus Stahlbeton (B 25) in einer Stärke von 240 mm mit beidseitigem Baustahl- gewebe Q 295 zu errichten .
Auf Fensteröffnungen ist zu verzichten; ggf. sind für die Belüftung gebogene Stahl- rohre mit einem Durchmesser von 50 mm nach innen steigend einzulassen.

Sie werden gebeten, uns Ihre Stellungnahme bis zum 31. August 2006 zu übermitteln. Sollten Sie für die Beibringung der Angaben und Unterlagen länger benötigen, teilen Sie uns bitte bis zum vorgenannten Termin mit, bis wann wir mit Ihrer Antwort rechnen können. Sofern uns die fehlenden Angaben und Unterlagen nicht fristgerecht vorgelegt werden bzw. bis zum vorgenannten Ter- min nicht schriftlich um Fristverlängerung nachgesucht wurde, müssen wir nach Aktenlage entscheiden.



viele Auflagen, aber machbar. Ich bleibe am Ball.

weedman :cool:

tHa EnBee
09.07.2006, 12:36
oh mann ich bin mal gespannt ob sich bei dieser lage mal was positiv entscheidet.

Piet
10.07.2006, 08:18
Hej Leute.Meinen Ant zum Anbau mit Canna zu Med Zwecken.Hat ja fast noch mal ein halbes jahr gedauert das sich was tut.Tja was sollte man den noch alles erbringen,EINEN Panzerschrank,einen Gärtner,und dann sollen wir unsere Quellen Benehnen,neh Danke.Ich Denke das die bei der B,op stelle selbst nicht wissen wie sie vorgehen sollen. Kann ja ruhig,(warten) zum wohle des Pat,heißt es dann auch wenn Ich mit starken schmerzschüben da liege,hiilft mir auch von denen keiner.Ohne Cannabis nehme ich keine nahrung zu mir.Wollen die mich dann zwangserneren-Füttern?.Sollange ich noch soweit mich bewegen kann, um meine Pflanzen zu versorgen.Meine Gesundheit tut dies auch Psych als auch imm allgem gut.Bekam übrigens am 5 juni Post aus Bonn.Möchte noch auf die Hanfparade06 die am 6 august in Berlin stattfindet aufmerksam machen.wo ich auch Präsent sein werde.Grüße euch mitleidenden Menschen.Piet :mad:

weedman
11.08.2006, 15:05
Hallo Leute.
Hab den Ablehnungsbescheid von meiner KK (Dronabinol) und das geforderte Gutachten vom Doc...am Wochenende gehts an den Rest.
Grüsse aus Gronau...
weedman:cool:

Piet
15.08.2006, 11:16
Original geschrieben von Piet
Hej Leute.Meinen Ant zum Anbau mit Canna zu Med Zwecken.Hat ja fast noch mal ein halbes jahr gedauert das sich was tut.Tja was sollte man den noch alles erbringen,EINEN Panzerschrank,einen Gärtner,und dann sollen wir unsere Quellen Benehnen,neh Danke.Ich Denke das die bei der B,op stelle selbst nicht wissen wie sie vorgehen sollen. Kann ja ruhig,(warten) zum wohle des Pat,heißt es dann auch wenn Ich mit starken schmerzschüben da liege,hiilft mir auch von denen keiner.Ohne Cannabis nehme ich keine nahrung zu mir.Wollen die mich dann zwangserneren-Füttern?.Sollange ich noch soweit mich bewegen kann, um meine Pflanzen zu versorgen.Meine Gesundheit tut dies auch Psych als auch imm allgem gut.Bekam übrigens am 5 juni Post aus Bonn.Möchte noch auf die Hanfparade06 die am 6 august in Berlin stattfindet aufmerksam machen.wo ich auch Präsent sein werde.Grüße euch mitleidenden Menschen.Mittlerweile fühle ich mich sehr schwach,um zu Kämpfen;Meine Rechte durchzusetzen, sollte nicht heißen das der Bürger LEIDET.Mir geht es nicht um Rausch!Sondern um eine angemeßene Therapie,die ich aus sonstiger schuhlmed sicht nie erreichen kann.Mit Cannabis spielt man nicht!PIET :mad: