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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suche neuesten Text: Verordnungsfähigkeit!



Finja
25.10.2004, 21:28
hallo zusammen,
ich suche den neuesten text zur verordnungsfähigkeit von dornabinol. ich glaube vor noch nicht allzu langer zeit dazu etwas im rundbrief gelesen zu haben???
wo kann ich ihn im netz finden?
gruß finja :cool:

Gabi
25.10.2004, 23:43
hallo Finja

ich verstehe nicht ganz, nach was du suchst. Dronabinol ist verordnungsfähig, aber was die Übernahme der Kosten
betrifft, gibts tausend meinungen. Nach was suchst du genau?

lg Gabi

Finja
26.10.2004, 12:18
Hallo Gabi,

genau den Text suche ich: in dem steht, dass Dornabinol verordnungsfähig ist, mit Quelle / Entscheidungsurteil, etc. Den Text, den man mit zum Arzt, Freunden usw. nehmen kann, um das schriftl. zu belegen.
Und evtl. datengeschützete Bewilligungen von KK, etc.

Lieben Gruß,
Finja

Gabi
26.10.2004, 23:23
na ja, ganz NEU ist das nicht ;) ,
aber immer noch gültig Gabi


Deutschland: Rezeptierfähigkeit von DRONABINOL (Delta-9-THC) in Deutschland ab 1. Februar 1998

Auf der Sitzung des Deutschen Bundesrates vom 19. Dezember 1997 wurde im Rahmen der "Zehnten Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (Zehnte Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung - 10. BtMÄndV)" DRONABINOL in die Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes umgestuft. Cannabis selbst bleibt weiterhin in der Anlage I der nicht verkehrsfähigen Betäubungsmittel.

DRONABINOL ist der Freiname für das pharmakologisch wirksamste Isomer des Delta-9-Tetrahydrocannabinol, welches auch in der Hanfpflanze vorkommt und für den charakteristischen Cannabisrausch verantwortlich ist. Seine vollständige chemische Bezeichnung ist: (6aR, 10aR)-6,6,9-Trimethyl-3pentyl-6a,7,8,10a-tetrahydro-6H-benzo(c)chromen-1-ol

Maximal dürfen nach der neuen Regelung vom Arzt innerhalb von 30 Tagen 500 mg DRONABINOL verschrieben werden (Artikel 2, § 2). Dies bedeutet eine maximale Tagesdosis von 16 mg THC, die für einige Indikationen und Patienten ausreichen wird, für andere nicht. Zu rezeptieren ist vom Arzt "DRONABINOL" und nicht "THC","Delta-9-THC" oder ähnliches.

In der Begründung heißt es: "Die Position DRONABINOL wird neu in die Anlage III des BtMG aufgenommen. Damit kann diese synthetisch hergestellte stereoisomere Form des Cannabiswirkstoffes Delta-9-Tetrahydrocannabinol nunmehr durch Ärzte verschrieben werden. Das Verschreiben pflanzlicher Cannabisprodukte ist weiterhin nicht möglich... Obwohl in der Bundesrepublik Deutschland ein entsprechendes Arzneimittel noch nicht zum Verkehr zugelassen ist, kann nach der Umstufung von DRONABINOL in Anlage III des BtMG auf der Grundlage einer ärztlichen VERSCHREIBUNG gemäß § 73 Abs. 3 des Arzneimittelgesetzes jedes in einem anderen Land mit diesem Wirkstoff zugelassene Arzneimittel in geringen Mengen für einzelne Patienten durch eine Apotheke importiert werden, so das in den USA zugelassene Arzneimittel Marinol."

Die ACM hatte darauf aufmerksam gemacht, daß DRONABINOL in der Hanfpflanze vorkomme und eine Extraktion möglich sei. Daraufhin war aus dem Bundesgesundheitsministerium mündlich die Absicht erklärt worden, den Begriff "synthetisch" auch aus der Begründung zu streichen. Dies sei jedoch nach dem 6. November 1997 aus terminlichen Gründen nicht mehr möglich gewesen.

Es erfolgte jedoch auf der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 3.12.1997 eine entsprechende Klarstellung, daß der Verordnungstext für die Rechtsdurchführung maßgeblich ist. Dort heißt es im Protokoll:
"Die Vertreterin Hessens ... bittet um Auskunft, ob die Ausführungen zuträfen, daß das Verschreiben pflanzlicher Cannabisprodukte weiterhin nicht möglich sei. Der Vertreter des BMG legt dar, dem Bundesministerium für Gesundheit sei inzwischen bekannt, daß DRONABINOL auch in der Pflanze vorkomme und aus dieser gewonnen werden könne. Deshalb treffe die zitierte Begründung nicht zu. DRONABINOL dürfe - unabhängig von seiner Herkunft, ob synthetisch hergestellt oder aus der Pflanze isoliert - verschrieben werden."

Die bedeutet, daß sowohl synthetisch hergestelltes als auch aus der Pflanze extrahiertes DRONABINOL (Delta-9-THC) verschrieben werden darf. In der Praxis existiert jedoch bisher nur ein zugelassenes THC-Arzneimittel, das synthetisch hergestellte Marinol, welches in den USA und Kanada auf dem Markt ist. Bisher ist nach Angaben der Auslandsapotheke Paesel und Lorei, Frankfurt, unklar, wie lange der Import dauern wird und wie hoch der Apothekenabgabepreis sein wird.

(Quelle: Bundestagsdrucksache 881/97; Niederschrift der 396. Ausschußsitzung des Gesundheitsausschusses des Bundesrates am 3. Dezember 1997; Schreiben von Dr. Möller aus dem BMG vom 6. Januar 1998; persönliche Mitteilung Paesel und Lorei).


Und hier der entsprechende Text:
§ 2 der 10. BtMÄndV
Verschreiben durch einen Arzt
(1) Für einen Patienten darf der Arzt innerhalb von 30 Tagen verschreiben:
a) bis zu zwei der folgenden Betäubungsmittel unter Einhaltung der nachstehend festgesetzten
Höchstmengen:
1. Amphetamin 600 mg
2. Buprenorphin 150 mg
3. Codein (nur für Betäubungsmittelabhängige) 30.000 mg
4. Dihydrocodein (nur für Betäubungsmittelabhängige) 30.000 mg
5. Dronabinol 500 mg
6. Fenetyllin 2.500 mg
7. Fentanyl 1.000 mg
8. Hydrocodon 1.200 mg
9. Hydromorphon 5.000 mg
10. Levacetylmethadol 2.000 mg
11. Levomethadon 1.500 mg
12. Methadon 3.000 mg
13. Methylphenidat 1.500 mg
14. Modafinil 12.000 mg
15. Morphin 20.000 mg
16. Opium, eingestelltes 4.000 mg
17. Opiumextrakt 2.000 mg
18. Opiumtinktur 40.000 mg
19. Oxycodon 15.000 mg
20. Pentazocin 15.000 mg
21. Pethidin 10.000 mg
22. Phenmetrazin 600 mg
23. Piritramid 6.000 mg
24. Tilidin 18.000 mg
oder
b) eines der weiteren in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes bezeichneten Betäubungsmittel
außer Alfentanil, Cocain, Etorphin, Pentobarbital, Remifentanil und Sufentanil.
(2) In begründeten Einzelfällen und unter Wahrung der erforderlichen Sicherheit des Betäubungsmittelverkehrs
darf der Arzt für einen Patienten, der in seiner Dauerbehandlung steht, von den Vorschriften
des Absatzes 1 hinsichtlich
1. des Zeitraumes der Verschreibung,
2. der Zahl der verschriebenen Betäubungsmittel und
3. der festgesetzten Höchstmengen
abweichen. Eine solche Verschreibung ist mit dem Buchstaben „A“ zu kennzeichnen.

Dickschädel
28.10.2004, 08:04
hallo

Ich danke dir, solche Listen sind ja nur Lächerlich. 20 gramm morphium darf man im monat verschreioben und nur ein halbes gramm Thc.

Einfach lol. Ist die Liste noch aktuell? Welcher Schmerzpatient kommt mit nem halben Gramm pro 30 Tage hin?

Cya

ps solche kommentare kann und will ich mir nicht verkneifen. ist halt meine komische Art! Excuse me wenn das nervt!

Finja
28.10.2004, 13:27
Das mit den 20mg Morphium kann irgendwie nicht stimmen. Ich bekomme im Monat ca. 4800mg.
Und damit bin ich nicht die Einzige.....

Liebe Grüße, Finja

Geheimrat1
28.10.2004, 15:56
Hi,

:D , Dickschädel schreibt von Gramm und Du von Milligramm, deshalb kommst Du da etwas durcheinander.
20.000 mg = 20 gr. deine Dosis liegt mit 4,8 gr. nur bei einem viertel der verordnungsfähigen Monatsmenge.

Ist nicht böse gemeint, wollte nur Missverständnisse ausräumen!

Gruß Frank

:smoke: :D :cool:

Finja
28.10.2004, 19:13
:D danke für die aufklärung,, ich hatte mich auch stark gwundert,zumal ich immer dachte, dass meine dosis noch nicht sooooo hoch sei....
:hi: finja

Dickschädel
28.10.2004, 22:33
Hallo

Die Dosis ist nicht so gering das entspricht einem richtigen deutschen Strassenjunky der sich kleine mengen täglich kauft.
Das sind im Extremfall bei 5% Anteil an Heroin auf der Strasse doch einigen Gramm im Werte von einigen Tausend Euro.

20 Gramm kriegen zum tode geweihte wenn man weiß das sie bald sterben. Wenn da noch aussichten sind dann gibt man nicht so hohe Dosen da Morphium in stetig erhöhten Dosen verabreicht werden muß um die selbe weirkung zu erziehlen. stimmt zwar in der realität nicht, aber die praxis zeigt dies eigentlich sehr deutlich.

ich zähle noch nicht mal zu den leuten die meinen heroin ist zurecht verboten. die Drogenpolitik ist Schuld an dem Dreck den junkys zu sich nehmen, die Todesfälle kommen nur von den 95% Dreck und den Schwankungen im heroingehalt auf der Strasse. In England gibt es versuchsprojekte die seit über 20 Jahren laufen. In Liverpool gibt man heroin aus und die Dosis wird nicht mehr gesteigert die leute sind so gesund wie du und ich und fallen durch die fehlende beschaffungskriminalität nicht auf. Die kosten für das heroin für den Staat liegen bei 5 Euro pro Monat, nur die überwachung und Abgabe kostet mal wieder die anderen 1000 Euro. aber die gehen ganz gerne seit 20 jahren täglich zum Arzt und nehmen dort ihre Dosis.

cya

Ps sicherlich nicht das was man dir sonst erzählt, aber ich sehe da nur ne verlogene gesellschaft die durch unwissen gelenkt wird. Die Richtung deiner gedanken soll durch die brocken bestimmt werden die man dir vorsetzt. Wenn etwas tabu ist dann braucht man keine infos geben und hat es leicht als Arzt und Politik. Du glaubst das was die dir sagen weil andere Quellen unterdrückt oder nicht gleichwertig erreichbar zur verfügung stehen. Wenn denen ne studie nicht past verschwindet sie in der Schublade.

Dickschädel
28.10.2004, 22:55
Hallo

Noch was zu dem Morphium. Meine Tante ist gerade austherapiert und die Ärtzte machen sich riesen Sorgen das ihr Tod sehr Schwerzvoll wird weil die Dosen nicht mehr wirken. Ich weiß zwar einiges dazu, aber erzähle du mal einem überzeugten CSUler das der Arzt da Scheiße macht.
Die würden Amok laufen wenn ich das Thema aus meiner Perspektive anspreche. Erst erzähle ich ihnen das sie doch nur sowas wie heroin bekommen und dann komme ich mit dem nächsten komischen und meine sie sollen die nächste genauso schlimme droge thC nehmen. LOL Aussichtslos! Bildzeitungleser tja Pech.

cya

Finja
29.10.2004, 12:46
hallo dickschädel,

ein solches projekt läuft in hamburg. d.h. aus finanziellen gründen besteht oder bestand die gefahr, dass es eingestellt werden muss / worden ist....
die ärzte haben doch noch andere möglichkeiten über das morphium hinaus. aber die unwissenheit oder angst und falsche informationen unter ihnen, scheint vielleicht dazu zu führen, sie nicht aus zu schöpfen. traurig für die patienten.

ich habe bislang in der schmerztherapie, auch was thc anbelangt nur positive erfahrungen mit medizinern gemacht. bin darüber sehr glücklich

liebe grüße, finja