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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kiffen vs medizinisches cannabis



Yase
29.10.2016, 16:19
Hallo,

hat denn kiffen die selbe medizinische wirkung wie medizinisches cannabis in tropfen oder tabletten form.
Lg yase

Gabi
30.10.2016, 13:09
wenn Du Inhalation mit einem Varorizer meinst, dann ja. Meinst Du im Joint mit Tabak rauchen, dann hast Du zwar die mediz. Wirkung von Cannabis, aber die schädlichen Nebenwirkungen von Tabak und Vetrbrennung.

Rheumaknochen
01.11.2016, 14:05
wenn Du Inhalation mit einem Varorizer meinst, dann ja. Meinst Du im Joint mit Tabak rauchen, dann hast Du zwar die mediz. Wirkung von Cannabis, aber die schädlichen Nebenwirkungen von Tabak und Vetrbrennung.

Hallo,ich möchte auch meinen Senf dazugeben...
Die Frage war ja, ob med. Cannabis genauso wirkt wie med.Tropfen (Dronabinol?) oder Tabletten ö.ä.
Das mit dem Verdampfer stimmt soweit, ohne Verbrennung und Rauch (Staub und Gase) ist offensichtlich besser oder eben nicht so gesundheitsbelastent.
Die Wirkung oder eben der Effekt allerdings, unterscheidet sich subjektiv doch zwischen Cannabisblüten und synthetischen Produkten.
Zumal hier oft nur isolierte Wirkstoffe zum tragen kommen, während in dem Naturprodukt alle Inhaltsstoffe zur Verfügung stehen.

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah !?

Gruß, Rheumaknochen

Hanfseilner
03.11.2016, 19:56
Hallo

Das ist noch etwas komplexer. Sativex unter der Zunge ist sofort im Blut, genau wie beim Rauchen. Dann wird die Wirkung ca. vier Stunden dauern. Zumindest vom THC, andere Cannabinoide werden andere Wirkzeiten haben. Wenn man es jedoch isst, dann wird es gleichmäßiger aufgenommen und damit kann es bei einer deutlichen Überdosis anstelle von 8 bis 12 Stunden auch bis zu 48 Stunden wirken. Die Wirkung tritt dann auch erst nach einer Stunde auf, auch nur, wenn die Cannabinoide mit Fetten aufgenommen werden oder wasserlöslich gemacht wurden.

Jetzt würde man beim Rauchen Delta 9 THC aufnehmen, über die Leber jedoch Delta 11 THC (http://www.hanf-magazin.com/medizin/hanfmedizin-bei-erkrankungen/joint-abend-heilt-keinen-krebs/). Dieses kann bei einigen Erkrankungen vielleicht die bessere Wirkung entfalten, vermutlich bei Krebs.

Das ist auch noch nicht alles, da das THC im Marihuana zum Teil als die Vorstufe THCA vorliegt (andere Cannabinoide liegen auch als Vorstufen vor), die durch die Decarboxylierung erst in den eigentlichen Wirkstoff umgewandelt werden. (Erwärmen beim Rauchen oder Kochen.)

Weiterhin haben die Marihuanapflanzen verschiedene Wirkstoffzusammensetzungen (Cannabinoide, Terpene). Also sollte man auch eine Pflanze wählen, die einem zusagt.

Zur Erkrankung und zum Patienten sollte die Therapie also abgestimmt werden, derzeit ist das alles noch schwierig, weil zu wenige kundige Ärzte mitwirken. Es gibt jedoch keine tödlichen Überdosierungen, experimentierfreudige Patienten haben eher das Problem vom Nachschub oder dem Geldmangel.

Und richtig: Der Konsum ohne Tabak und ohne Verbrennung ist gesünder.

Rheumaknochen
04.11.2016, 11:16
Hallo Hanfseiler,
danke für die ausführliche und aufschlussreiche Klarstellung!
Sinngemäß und abgeflacht meinte ich das Gleiche.
LG