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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wirkprinzip von Cannabis bzgl anti-entzündlicher Wirkung?



Marlox
27.05.2014, 18:52
Hallo,

ich hätte da noch eine prinzipielle Frage bzgl. Cannabis und der körpereigenen Abwehr:
Und zwar wirkt Cannabis ja entzündungshemmend bzw. -lindernd. Aber WIE funktioniert das eigentlich?

Wird die Abwehr teilweise unterdrückt, so wie bei Cortison?

Oder wird die Ausschüttung der entzündungsfördernden Substanzen, die die Entstehung der Entzündung vor Ort triggern, vermindert?
Oder wie kann man sich das vorstellen?

Wäre wirklich super, wenn darauf jemand eine Antwort weiß.
Vielen Dank und viele Grüsse, Marlox

Grotenhermen
07.06.2014, 13:39
Hallo,
ja, THC hemmt die Ausschüttung entzündungsfördernder Zytokine, wie beispielsweise Tumor-Nekrose-Faktor-Alpha. CBD wirkt ebenfalls entzündungshemmend, was sich aber nicht so einfach erklären lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Franjo Grotenhermen

Marlox
07.06.2014, 15:36
Hallo Franjo,

vielen lieben Dank für die Erklärung, das hilft mir schon weiter.
Hintergrund meiner Frage ist der, dass ich wissen wollte, ob bei "lauernden" Erkrankungen wie zB persistierender Borreliose oder Herpes oder dergleichen, durch den Konsum von Cannabis das Risiko erhöht wird, dass (durch eine "gebremste Abwehr") die Erkrankung wieder verstärkt werden kann.

Wenn die Wirkungsweise aber wie von dir genannt ist, ist das ja keine Frage.

Wenn du mir ein paar Stichworte für eine eigene Recherche oder evtl sogar Links zu entsprechender Literatur geben könntest, wo die entzündungsspezifische Wirkungsweise des CBD näher beleuchtet wird, wäre ich dir noch sehr dankbar!

Viele liebe Grüße, Marlox